Himmel
Rhfrk uNahe ö. u. südl. Kreuzn-Martinst Seesb Weitersborn, Soonw
-i-; w. u.
n. dieser L. in Birkf, Simm, Goar, Hunsr-Orte von Bernk, Zell
-ī- (doch heute stark mit
-i- durchsetzt), sonst
-i- [Bernk-Hunolst
-ę-; Wend-Nahbollenb Reichenb Weierb
-ī-]; Mosfrk
-i-; doch Trier-Ld (Mos), Wittl, Bitb, WDaun, SPrüm
-ī-; Rip, NBerg
-i-, –e- [Monsch-Simmerath
-ę-; Monsch-Mützenich Rötgen, Aach
-ø-; Eup
--; Aach-Merkst
-ē-]; OBerg, Lennep, Elbf
-īə- (stark mit
-i- durchsetzt); SNfrk
-e-, –ę-; in Geilk, Heinsb, Kemp, Kref, SWGeld vielfach
-īə-, –ēə-, –ē-; Klevld
-e- [Emmerich
-ē-]; Pl. nur
us a·l.ən hi·m.ələn Rip, Allg.
m.: 1. wie
nhd. a. Firmament; bes. von Wettererscheinungen (dafür gern
Luft);
de H. es klor, hell, düster, grau, gris, schwarz, wolkig, bedeckt Rip, Allg.;
der H. es schmandig voll Schäfchenwolken Simm, Trier;
der H. hängk (es) voll Wolken (Ren) Rip, Allg., —
micht e bes (böses)
Gesicht Simm, —
schwett (schwitzt) scherzh. es regnet Kemp, —
hängkt voll roder Butschelen (Lämmer) Trier-Mehring, —
deht sich op klärt sich uWupp;
de ganz H. es zougelaf (zugelaufen) wolkig Birkf;
me süht äver ge Wölksken an den H. Kemp, Allg.
So weit der H. blo is überall Saarbr;
den H. es blo; wenn änen fort es, dan es den annern do sagt das Mädchen, dem der Schatz untreu wurde Saarbg-Taben, Bernk-Wehlen, —
wenn äner net well, sen hunnert froh Saarl-Niedaltorf;
der H. es bl., on der Moustert (Senf)
es geəl, on weə ene Brell dräht (trägt),
deə wid dova scheəl Aach-Steinfurt;
der H. es blo, moər (morgen)
schneit et gro Bergh;
et rent (regnet)
et Blo vom H. erunner Saar;
der lit (lügt)
's Bl. vum H. runner ebd., Allg.
Den H. lacht a kreischt wenn es bei Sonnenschein regnet Bitb;
half lacht den H. un half kreischt en Merz, Mosfrk.
Der H. es heiter, mer wollen weiter Bernk-Andel.
Is de H. gepleckter Wull gleich, is der Ren (Regen)
nit weit Simm-Dichtelb.
Es zo Ruprech de H. ren, wiərd e et och em Juli sen Rheinb.
Am H. sind Schöpkes (Schäfchenwolken),
morn dann göft et Dröppkes Mettm, Verbr.
Stigt Morgerut am H. op, da gerr et glich en Schott dodrop; sühste am H. dat Owendrut, da ha mer vor dem Werer vor morn kei Nut Siegld.
Su lang de Sonn am H. steht Rip, Allg.; die Landwirtschaft hat es gern,
wenn söve (7)
Sonnen a jen H. stöhnt Aach.
Et rent (regnet)
vom H. bös op die Erd Altk, Goar;
et get (gibt)
vom H. hoch Prügel Neuw-Dierd;
et rent aus blauem (heiterm) H. Zell, Verbr., —
aus em helle H. Hunsr, —
bei hellem, freiem H. Bitb-Kyllbg, —
bei klorem H. Allg.;
et rent (schneit), wat eckersch (nur)
vam H. herafkunn kann; mer ment, et wöll de H. herafrene (-regnen) Rip.
Et deiht keine mih nom H. lure (lauern)
als wie de Bure Jül-Laurenzbg.
Met dej sall ek wäll ferdig wörde, sagg den Bur, on kek (schaute)
na den H.; lot (lass)
do et mar regene, dann fahr ek Mes (Mist) Mörs-Rheinbg. —
Enner'm freie H. Wend, Allg. —
Su huhch wie der H. MGladb, Allg.
Du liewer Tit (Zeit),
wat es de Welt wit, wat es der H. hoch, wat sind de Menschen gottlos! Mörs. —
Wenn den H. enfällt, bliwen (sind, fallen) alle Mösche dot Nfrk, Rip, —
sönd alle Quattele (Wachteln)
gefange Aach, —
sen all Spatze gefang Saarbr, —
hon die Spatze all die Kränk Birkf-Oberst, —
brechen all Döppen on de Welt Trier, —
bliwe mer all dut Eusk-Billig.
Dem hängt der H. voller Bassgeie Saarbr, —
noch voll Geie, noher sin's noch ke Drumpele Simm-Horn, —
voll roder Butscheln Trier-Mehring.
Ich kann de H. a (auch)
net anhalle (-halten,
d. h. wenn er einfällt)
! ich habe mein Mögliches getan Saarbr-Sulzb.
Den H. loəte (lassen)
siehn ein Kind am Kopfe in die Höhe heben Geld-Kevelaer, Grevbr-Hülchr.
Der hot de H. nimmeh gesiehn so bezecht war er Saarbr;
der is so schwarz (bezecht),
dass er de H. nit meh sieht Kreuzn-Daxw.
Ech haue dech, datste de H. net mih siehs! Rip, Allg.
Eich schlohn der an (eine)
en de Fress (en et Gesich), dat de den H. fir en Bassgei (Dudelsack) ansiehst Rhfrk, Mosfrk, —
fir en blau Bocks MGladb-Rheydt, —
ne bloə Kiəl (Kittel) Aach, —
en Zigarekest Mettm.
Et es got, dat de Böm net en den H. wassen (wachsen) Elbf, Allg.
Enen bes en der H. hevve überschwenglich loben Rip, Allg.
En der H. meten (messen) bis oben anfüllen Mettm.
Heijo, jeren, am H. stohn de Steren (Sterne),
stohn de St. am H., em Garde wässt (wächst)
der Femmel (Hanf) usf. Schleid-Berk.
He hät dat ovven an den H. gehange zuweit nach oben gestellt Sieg-Ägid.
De kik mi'm einen Aug nom H. un mi'm annern in de Westentaschen der Schielende Mülh-Ruhr.
Allen (allein)
be vam H. gefall Koch-Lutzerath;
et es noch ken Gelihrter vam H. gefalle Rip.
De lit (lügt)
die Stere vam H. eronner Ottw-Wiesb;
der floch (flucht)
de St. vam H. heraf, — dat de St. vam H. falle Rip;
H. on Hell hat er zosammegeflucht Saarbr. —
Dat es H. en Eərd gene (gegeneinander) ein gewaltiger Unterschied Aach-Merkst;
en kennt H. on E. net firenen (voneinander) Prüm-Leidenborn, Neuw-Rodenb;
den sett H. en E. in Bewegung Klev, Allg.;
ech woss van H. on E. nöcks mih vor Schmerzen Sieg;
den hängt tösse (zwischen)
H. en E. Klev, Allg.;
zweschen H. on E. fahre nicht tief genug pflügen May-Collig;
enen H.s ter Erden anhollen kniefällig bitten Lennep-Radevormwald;
du H. on du Er! Ausruf Siegld;
H. on de Boddem! Aden-Barw. —
H. un Minschen woren of dem Plätz eine grosse Volksmenge Saarl. — Rätsel.
Hohe, h. Dillenbusch, (da) ziehen die weissen Reuteren durch; selig, s. ist der Mann, der die R. zählen kann? das H.gewölbe, von Schneeflocken wimmelnd OBerg. — b. übertr. das H.reich, Sitz der Gottheit, der Engel, der Heiligen u. der Seelen. RA.:
H., Hel, Kapell, Fegfeier Blumenorakel Bitb, Trier.
Der H. bewahr ons von Led on Gefohr! Aach, Allg.
Dat mag den H. wete (wissen)
! es ist unaufgeklärt Geld, Allg.
Der H. weəss, wat noch miəh Redewendung für ‘u. so weiter’ Aach.
Mär (nur)
wat dat Glöck on den H. well! wie Gott will Mörs-Rheinbg.
Den H. leid Gewalt Trier-Mehring.
Der H. es schwer zo verdene Köln-Stdt.
Der H. es net för de Gängs (Gänse)
gebaut Aberglaube führt nicht zum H., ein Trost derjenigen, die leicht in den H. zu kommen glauben Aach.
Mer ment, der H. geng op! solches Glück Monsch.
Den H. op der Erden (Welt) han ein angenehmes Leben führen Rip, Allg.;
he hät den H. en et Blöske (Bläs-chen) viel Freude Kref, —
den H. in en Döske Emmerich.
Sech der H. verdene durch Wohltaten udgl. SNfrk, Allg.
De Welt vermihre, der H. ziere ist Zweck der Heirat Aach.
Er verhesst dem H. on goldene Berg verspricht ihm das Beste Waldbr-Wildbg.
Du häs mi ens (einst)
den H. versproken, äwer ken Sternchen gehalen die Frau zum Manne Gummb-Berghsn.
Gott gef öm (öhr) den H. (mor nit de ganze, ek well der ok noch in)! bei der Kunde von einem Todesfall Emmerich, Allg.
Di gläuf an keinen H. un kein Höll Köln, Duisb.
Da well eich ke Del (Teil)
um (am)
H. hun! Bernk-Neumag.
Et as alt (schon)
viel geschiht (geschehen),
äwer noch kene vom H. gefall Prüm-Enschd;
he wor aus alle H.ə gefalle so erstaunt war er Ahrw-Remag, Allg.
Se make van den H. e kle Fegfür Nfrk.
Wen zum H. os erkoren, den stechen all Dag Desteln un Doren Eif.
Gott em H., wat soll dat hesche! Rip, Allg.;
nau seih (sieh)
doch mol ane G. em H. on! Ausruf der Verwunderung Mosfrk;
eso wohr (secher), als e G. em H. es ebd., Allg.;
do kannste G. im hohen H. danken! Gummb.
Wenn de dat net glöve wells, dann kannste de liebe G. em H. froge es ist wahr Aden-Liers.
O Her om (im)
H., siwe Konner (Kinder)
on kaəne Krimmel! Koch-Laub.
De Engels ete in en H. de Papp met golde Lepels um den Kindern die Freuden des H. zu schildern Klev;
wat geft et in den H.? Antw. der kleinen Kinder:
Rissepapp met selwere Lepels Geld, Rees;
em H. iss mer de Botter met Klötzchere (Klumpen) Köln.
Eich hatt schuns de Engel am (im)
H. Holz hauen hiren ich war beinahe gestorben Bitb-NWeis.
Ech hauen dech, datste de Engel(cher) em H. sengen (peifen, danzen) hürsch! Ahrw, Allg.
Gott wel hen en den H. han sagt man von einem Verstorbenen Malm.
Ech wöll, du wörsch em H.; wärschte eckersch (nur)
(noch es glöcklech) em H.! du bist mir lästig; ich wünsche dir was Gutes, nur mag ich dich nicht mehr sehen Rip, Allg.;
ech wöll, datste em H. wärsch on hätts ne ganze Ärbel (Armvoll)
Gessehörncher (Ziegenhörner)
! zum bettelnden Kinde Rheinb-Queckenbg.
Ich wollt, ich wär em H. on hätt e Fäss-che Wein! Birkf-Herrst.
Ech wöul, dat ech em H. wör; o Gott, wie komm ech dren? Wann et Hemmelsdürken (-türchen)
open woör, dann futschden ech hell (schnell)
eren Gebet Sol.
Wa mer Got am (im)
H. wär an (und)
op der Welt nemme (nur)
wu Kiarmes wär! Bitb.
Er es em H. sehr froh, begeistert, bezecht Allg.;
he wor wie em H. so glücklich Allg.;
ek mein, ek wör enen H. wenn man eine schlechte Stelle mit einer besseren vertauscht Mörs, Allg.;
su fruh, als wenn ich em H. wör Rip, Allg.;
de es em sibbente H. überglücklich Rip, Allg.;
ech hauen der en, dat de mens, du wörsch em (sibbente) H.! Rip, Allg.
Got bestot (verheiratet)
as half um H. Daun-Neroth;
geheirot on em H., dat as änt (eins) Saarbg, Trier, Wittl, Prü
m. Allen (allein)
es et selfs em H. nit schün Düss-Stdt.
Arm of Rik, im H. üs alles glik Mülh-Ruhr.
Sech ene Stouhl e jen H. verdengt (verdient)
ha ein Werk der Nächstenliebe verrichtet haben Aach, Allg.
Hätts du suvell Plaz em H.! zum Kinde, das sich über zu wenig Platz beklagt Rheinb-Queckenbg.
An (in)
den H. op kreischen sehr laut weinen Bitb-NWeis.
Mer komme all in de H., de Hell is voll Kreuzn-Langenlonsh.
Wenn ech net an (in)
den H. kommen, dann hosten ech en (ihnen)
och op de Hell Trier-Welschbillig.
Wammer't gewihnt is, is et in de Hell grad so schen wie im H. Simm-Horn.
Ider, wat rech, nit en de Hell on nit en den H. Mörs.
Lewer an (in)
der Hell sein as am (im)
H. mat ale Weiwern Bitb-Wiersd. A.:
Wie geht et? Antw. des kinderreichen Vaters (B.):
Wie em H. A.:
Wie soa? B.: Em H. itt un drenkt mer net NBerg. A.:
Wat es meun Schölligket? B.: Em H. laust de mech defir Koch-Lutzerath. Pastor zum todkranken
Drickes:
Em H. kreste't besser. Dr.:
Et möss Wonger (Wunder)
sin, sös hesch et do auch: Dr., schur de Mond, stek de Steren an on hölp jet donnern! Sol.
Korel (Kaiser Karl)
schreift un (an)
de Papst: den H. as dein, die Welt as mein; da hot de P. zureckgeschrief: den Röcken (Rück)
as dein, de Peitsch as mein Trier-Schleidw. — Kinderspr.
En den H. steht enem Bom, dran hong ek minen Drom, doə schloəhn ek mine Senn; en de süsse Name Jesus schloəp ek en Abendgebet Kemp-Schmalbr.
Ek bön en Kendschen so klein, ek drag minn Krütz (Kreuz)
allein, ek woll so gern no (en) dem H. fahren, ek woll min Vadersch Hus bewahren; liewen Her, komm von bowen her, gef mech Kos (Kost)
on Kleər (Kleider),
H.rik, amen on dann nit mehr amen! Mörs, Neuw.
Do owen in den H., do steht en witen (weisser)
Schimmel, do steht drop geschreven: Gizhals, G., G.! wenn die Kinder beim Heischen nichts erhalten Barm.
Hopp, Marjänchen, Kaffekännche, loss dat Pöppche danze; ech men, ech wör em H. gewes, do soss ech op de Schanzen Sol-Leichl.
Annemarie, die Kohstallsmäd, die het suən dreckliche Ben, on wenn se in den H. küt, krit se en Plaz allen (allein) MülhRh-UEschb. Die Lerche singt:
Vader on Muəder sind em H.; ech well och dren, ech well och dren! Sol.
Min alt Bestemoder met der dicke Fut [
Trudel, Tr., Trimmelgreite met den schewen (schiefen)
Schoken (Beinen) NBerg],
sewenzig Johr en den H. gewesen, kom se wer erut; ös dat net en domm Wif, dat se nit en den H. blef; piff, paff, puff! Abzählr. Mörs-Schwafh, Verbr.;
Türetenge, T. met de kromme Knouche, hät sebbe Johr em H. gesesse on es du drus gekroufe Dür;
Hannespitter, Dommelecker, met de stramme Faust, siwwe Johr em H. gebliewe, kommt e widder raus! Neuw-Dierd.
Wie geht et en dem H. zo, wie en dem löstege Levve; do kann mer krige alles genog on bruch ge Geld ze gevve; mer lef do ohne Sorge on bruch och net ze borge; deht mer do de Mul ens op, dann flege gebrode Vügel drop Kinderld. Dür. —
Bäsch-che eam H.che Kosew. für kleines Kind Merz-Büschf. —
Wenn dau dech net besser schecks, dann küste nit en den H.! zum unartigen Kinde Aden, Allg.
He düht so fin (fromm),
as wenn hej van Dag (heute)
en den H. köm Mörs.
En en angern H. kommen ohnmächtig werden Elbf.
Die bet (betet)
sech an eng Si en den H. on an die onger (andere)
Si drut die Betschwester Kemp.
De koəm esuə weərt wie en Gos (Gans)
en der H. SNfrk.
Et es ene Schnider en der H. gekomme wenn es regnet u. die Sonne scheint MGladb.
En Holtdef (Holzdieb)
het Gott lef (lieb)
; awer he küəmt nit in en H. NBerg. Wenn die Kinder den Topf auskratzen:
Potteschrappers komme nit in den H. Emmerich, Meiderich.
Möhn, gef en Ei of twiə; twiə modder geəve, long sollt er leəve, on wenn der net en der H. komt, don komt er doch dərneəve! beim Eierheischen gesungen Heinsb-Kirchhv.
Ange, mange, Peperschnüttje (Pfeffermäulchen),
Fusel (Schnaps)
es min Lewe; as ek nit in den H. komm, komm ek doch dernewe Emmerich.
De geht och net mot Schuhnen on Hosen (Strümpfen)
on den H. wer es zu arg getrieben hat Prüm, Gummb;
met Hosen on Schohn küt mer net en den H. Bergh;
der kommt met Schuh on Stremp en de H. das später sehr fromm gewordene Weltkind Saarbr, Verbr.;
me kann op kennem Kössen en den H. rötschen Kemp-Hüls;
de es bärfössig e jene H. eregegangen Aach.
De het e Fimmel (Sparren)
bes en den H. May-Bell. — c. in Ausrufen, Flüchen (
H. un Hell zesammefluchen Saar).
H., wie kalt! Rheinb;
öm H.s wellen! Allg.;
do soll doch gleich en H. drinschlagen! Gummb.
H., Borrem (Boden)
! Wend-Schwarzerden;
H., alle Welt (nit noch)! Allg.;
H. (on de Welt) noch emol! Allg.;
H.skranaten, Donnerkil! Remschd;
H., Dunnerkeil! Simm, Allg.;
H., Kreuz, D.! Ruhr;
H., Kr., Donnerwedder! Wippf-Pütz;
H., Kreuz, Granate, Perdsköttele! Düss-Rating;
H.s Sakrament(o)! Simm-Ebschd, Ruhr;
H., Hagen, Witten, Dortmund! Duisbg;
H., Millionereich! Saarbr-Sulzb;
H., Saargeminn (Batavia)! ebd.;
H. an der Bettlad! ebd.;
H., Deuvel, Donnerkeil! Grevbr-Hochneuk;
H., Kreiz, Gewidder, Dunnerkeil! Saarbr;
H., Kr., Millione, Feier! ebd.;
H., Donnersdag noch emol! ebd.;
H., Wedder! Düss-Gerresh;
H., Gewidder, Wolkebroch! ebd.;
H., Arsch on Wolkebruch (u. Sack Zement)! Kobl, May, Ottw;
H., A. on Wolke! MGladb;
H., A. on Flinte! Koch-Laub;
H., Bombe, A. un Zwirn! Goar-OWesel, Düss-Kaiserswerth, MGladb-Rheind;
H., Sterne, Kränk! Sieg-Ägid;
H., St., Galopp! Dür-Geich;
H., St., düster Weər! Aach;
H., H., St., Angenies (Anis)
!; H., St., Jesuitter! Köln;
H., Steər on Islakretz (Eis-)
! MGladb;
H., St., Anislakretz! Monsch;
H., St., Alleluja! May;
H., St., Dausend noch! Aach;
H., Element! Sol, Köln;
H., Dutzend! Mörs-Orsoy, Dinsl, Gummb;
H., zacker(jisch)! Rip;
H., Zakrament! Allg.;
H., zackere noch emol! Dür;
H., Zackradonnerwedder! Lennep-Hückeswg;
H., zock! Heinsb;
H., zappergäng! Aach;
H., schwer (kromm) Nut! Sieg, Altk.
H., Hammel, Niptang (Kneifzange)
! MGladb;
H., Wetzsten! Saarbr;
H., Laim (Leid)
! Kobl, Koch;
H., achtzehn! Eusk;
H., Buddig! Simm-Leideneck;
H., Lutschtig! Gummb;
H., glühnige Rifkoche! MülhRh;
H., Batavia! Merz-Haustdt;
H., heilig Bottermelchsopp! Ottw-Humes;
H., Borrem, Besemstiel! Ottw-Merchw;
H., Bomben, Granaten, Fixsterne, Elementensteine! Merz-Saarhölzb. — Aus der Verwendung von
H. in Ausrufen des Erstaunens ergeben sich folg. Wend.:
Das es sei H. un sei Lewe (sei H.slebdesda) net wohr! Saarbr-Sulzb, Saar allg.;
der schwätzt ach va Sachen, die er sein Himmellewen net gesehn on gehurt hat Merz-Nunk (
s. H.lebtag);
dat es of der H.erdewelt net wohr Saarbg;
do wor gebacken, gekocht un gebroden, wat H. un Zeig gehalen hot Daun-Neroth;
et soll wohl en Ondrangk gewes sein op dem Most; et wor H. on Menschen do! Saarbr, Bitb-Dudeld;
wer hant Hömmele Müs e je Hus ungemein viele Mäuse;
dat Krische (Weinen)
ös wer (wieder)
H. Ondogt van de Jong Aach-Walh. —
d. des Menschen Bestes, Erstrebenswertes;
sune feine, saftege Broden, dat es dem senge H. Rip, Allg. RA.:
Dem Menschen sin Well es sin H. on sing Hell Elbf. — 2. übertr. a.α. der Baldachin, unter dem in der Prozession der die Monstranz tragende Priester einhergeht;
den H. dragen Allg. — β. der baldachinartig aufgespannte Bettvorhang Mörs. — b. die Innenwölbung des Backofens im Gegens. zum
Herd, der unteren Platte Mosfrk, Rip, SNfrk. — c. Oberseite, obere Wölbung des Holzschuhes;
der H. (et Hiəmelke) op de Klompen, op dem Blotsch, vam Klomp, en Kl. songer H. SNfrk, Bergh;
Hiəmelkəs Art Holzschuhe mit H. Kemp. Wer den H. des Holzschuhes zerbrochen oder geborsten hat,
kömmt net en der H. —
d. der obere Gaumen Rees-Brünen Haldern Ringenbg, Sol-Immigr. — e.Rahm auf gekochter Milch Prüm-Steffeln;
griner H. grüner Belag auf der Jauche Saarl-Ensd, Merz-Honzr. —
f. H. on Erd Gericht aus Äpfeln u. Kartoffeln gestowt Allg.;
H. on Hell Kohlrabi mit Kartoffeln Neuss; Äpfel mit Blutwurst MGladb-Rheind. — g.
H. on Hell Hirtentäschelkraut, capsella bursa pastoris Merz-Mettlach;
H., Hell, Fegfeier Wucherblume, chrysanthemum Bernk-Zelting;
H., Hell, Feigfeierblum Ottw-Scheuern;
H.- on Hellblom May-Luxem. — h.
H. un Hell im Hüpfsp., eine Abteilung des auf den Boden gezeichneten Gehäuses Allg.; ein Kindersp., wobei die Kinder sich mit dem Gesicht gegen die Wand stellen; ein K. klopft ihnen auf den Rücken u. sagt:
Engelchen, E., dreh dich rum; wer dann lacht, kommt in die Hölle; die Himmelskinder werden von zweien an einen bestimmten Ort getragen, die Höllenkinder werden ausgelacht Ottw-Theley; Schlagholzsp., wobei in einiger Entfernung voneinander zwei Plätze
(H. u. Hölle) durch Striche bezeichnet sind; ein Knabe ist in der
Hölle, alle anderen im
H.; in der Mitte zwischen beiden Parteien liegt ein Stein; einer der Knaben, die im
H. sind, schlägt den Ball mit einem Stock zur anderen Partei herüber, läuft gleich darauf zu dem Steine, den er mit dem Stocke berühren muss, u. wieder zurück zu seiner Partei; unterdessen nimmt der Knabe in der
Hölle den Ball u. wirft ihn nach dem Schläger; trifft er ihn, so muss dieser zu ihm übertreten; fängt aber der erstere den Ball auf, ehe er die Erde berührt hat, so muss der Schläger an seine Stelle treten, u. er kann zu der anderen Partei übertreten; so setzt sich das Spiel fort, bis alle Knaben bis auf einen in der
Hölle sind, die dann
H. wird Geld.