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gottheit

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Eintrag · Goethe-Wörterbuch

Gottheit

Bd. 4, Sp. 402
Gottheitrund 200 Belege  A göttliche Person, transzendente Macht   1 in monotheist u analogen philos Vorstellungen, fast ausnahmslos ‘die G.’   a als (verallgemeinernde, nicht-dogmatische) Bezeichnung für den christl bzw bibl Gott, insbes in (krit) Referat, Interpretation, Modifikation zentraler Glaubensinhalte wie Menschwerdung u Erlöserfunktion Christi, Gottesebenbildlichkeit des Menschen, Trinität, vereinzelt eindeutig für die Trinität; auch ‘Begriff der G.’ (in Korrelation zu ‘Begriff der Menschheit/des Menschen’)  [üb die hist Ursprünge u relig Grundlagen der christl Kunst] Die neue Religion bekannte einen obersten Gott, nicht so königlich gedacht wie Zeus, aber menschlicher; denn er ist Vater eines geheimnißvollen Sohnes, der die sittlichen Eigenschaften der G. auf Erden darstellen sollte GWB341,161,4 KuARheinMain  fühlt er [Lavater] in sich einen herrlichen Begriff von der Menschheit .. die unläugbaren Mängel, die einen jeden von der Vollkommenheit ablenken, sollen ausgeglichen werden durch den Begriff der G., die sich, in der Mitte der Zeiten, in die menschliche Natur herabgesenkt, um ihr früheres Ebenbild vollkommen wiederherzustellen GWB28,263,8 DuW 14  Hier [in Leonardos Studie zum Christuskopf] ist freilich nur der Mensch, der ein Seelenleiden nicht verbirgt; wie aber, ohne diese Züge auszulöschen, Erhabenheit, Unabhängigkeit, Kraft, Macht der G. zugleich auszudrücken wäre, ist eine Aufgabe, die .. schwer zu lösen sein möchte GWB491,245,14 Bossi,Leonardo Abendmahl GWB22,332,3 Lj VI SchöneSeele  [Zit s v Gottähnlichkeit] DjG31,50,16 Labores juv [1758] GWBFaust I 516=GWBUrfaust 163 in autobiogr Darstellung der vom jungen G konzipierten Kosmogonie  Der neue Platonismus lag zum Grunde; das Hermetische, Mystische, Kabbalistische gab auch seinen Beitrag her .. Ich mochte mir wohl eine G. vorstellen, die sich von Ewigkeit her selbst producirt; da sich aber Production nicht ohne Mannichfaltigkeit denken läßt, so mußte sie sich .. als ein Zweites erscheinen, welches wir unter dem Namen des Sohns anerkennen; diese beiden .. erschienen sich selbst wieder im Dritten, welches nun eben so bestehend lebendig und ewig als das Ganze war. Hiermit war jedoch der Kreis der G. geschlossen, und es wäre ihnen selbst nicht möglich gewesen, abermals ein ihnen völlig Gleiches hervorzubringen GWB27,218,4u13 DuW 8 GWB27,220,21u23 ebd ebd speziell in alttestamentl-jüd Vorstellung; einmal pl, wohl als Wiedergabe von ‘Elohim’ (sd); auch ‘die (erzürnte) G. versöhnen’  die geopferten Thiere .. mußten in zwei Hälften zerhauen, an zwei Seiten gelegt werden, und in der Straße dazwischen befanden sich diejenigen, [] die mit der G. einen Bund schließen wollten GWB26,215,8 DuW 4 GWB26,211,5 ebd GWB26,44,5 DuW 1 briefl u figurenspr auch in unkonventionell-spielerischer Verwendung; je einmal pl bzw ‘eine liebe/humoristische G.’  zween Töchter .. die .. alles sind was die liebe G. Sterblichen von Glückseeligkeit zu schencken vermag .. Glauben Sie Ihren Freunden, wie überwohl der Austeiler des ganzen es mit Ihnen gemeint hat GWBB2,39,21 Sophie La Roche [etwa 20.11.72]  [Kompliment an die Adressatin] haben die vorsehenden G-en [<Götter K] solche Wesen geschaffen, welche durch eine glückliche Vermittlung dasjenige was sich ihnen nähert zu vereinigen .. wissen GWBB22,191,8 Elisabeth Recke 8.11.11 GWB39,41,13 Götz1 I=GWB8,43 Götz2 GWBB39,237,16 Zelter 5.7.25   b als allgemeine, konfessionsneutrale bzw -übergreifende Bezeichnung eines höchsten (die Idee des Vollkommenen repräsentierenden) Wesens, auch in ausdrückl Ablehnung der großen positiven Offenbarungsreligionen bzw ihrer militanten Vertreter; mehrf als Gegenstand relig Verehrung, Betrachtung, Versenkung bzw dichterischer Darstellung, bes in DivNot in der Darstellung oriental Dichter u Mystiker  Juden und Heiden hinaus! so duldet der christliche Schwärmer. | Crist und Heide verflucht! murmelt ein jüdischer Bart. | Mit den Cristen an Spies und mit den Juden ins Feuer! | Singet ein türckisches Kind .. | .. sind diese | Narren in deinem Pallast, G., so geh ich vorbey GWB53,11 Vs 62 VenEpigrNachtr 13  erfahr ich .. von einer Secte der Hypsistarier, welche, zwischen Heiden, Juden und Christen geklemmt, sich erklärten, das Beste, Vollkommenste, was zu ihrer Kenntniß käme .. zu .. verehren und, insofern es also mit der G. im nahen Verhältniß stehen müsse, anzubeten .. ich fühlte, daß ich Zeitlebens getrachtet hatte, mich zum Hypsistarier zu qualificiren GWBB48,156,9 Boisserée 22.3.31  der eigentliche Dichter .. daß er .. sein Talent am liebsten zu Preis und Verherrlichung Gottes anwendet .. liegt dieses Bedürfniß dem Orientalen am nächsten, weil er immer dem Überschwenglichen zustrebt und solches bei Betrachtung der G. in größter Fülle gewahr zu werden glaubt GWB7,58,18 DivNot GWB7,66,18 ebd ‘die unsichtbare G.’ GWBNatT 2943   c in naturphilos, bes pantheist Vorstellung; als geistiges, den Naturerscheinungen immanentes, sie organisierendes, vom forschenden Menschen zu entdeckendes Prinzip; mehrf in relig Sprache, auch im poetischen Gleichnis u Bild  Metamorphose der Pflanzen .. Manifestation .. der G. GWB32,468,22 ItR Plp  [betr die Anschauung, die Schädelknochen seien metamorphosierte Wirbelknochen] hier manifestirt sich die große Consequenz .. und Mobilität der organischen Natur dergestalt, daß sie uns zwar immer ein Geheimniß bleibt, aber wir doch so nah an die Schwelle gelockt werden, wo wir in den Glanz der G. hineinblicken dürfen, ohne zu erblinden GWBN8,334 Kraniologie  die Reinheit und Schönheit des Universums darin sich die G. offenbart GWBN52,379,24 Fl Plp  Groß ist die Diana der Epheser. | Apostelgeschichte 19,39. [Titel] | .. [die Christen predigen gegen den Kult der Naturgöttin Diana] Als gäb’s einen Gott so im Gehirn | Da! hinter des Menschen alberner Stirn, | Der sei viel herrlicher als das Wesen, | An dem wir die Breite der G. lesen GWB2,195 Vs 18 GWBFaust I 509   2 im mythol Bereich   a für (bestimmte, tradierte) göttl Gestalten bes der klass Antike, meist als Bildungsgut (u auch als solches reflektiert), überwiegend in ästhet, literatur- od kunstgeschichtl Kontext; selten als poet Sinnbild, Chiffre (etwa für Inspiration, geniales Schöpfertum), nur vereinzelt in Reflexion relig Aspekte  Da .. jene G-en [in G-s Hochzeitscarmen] .. nur hohle Scheingestalten waren, so verwünschte ich den gesammten Olymp .. sind Amor und Luna die einzigen G-en, die in meinen kleinen Gedichten allenfalls auftreten GWB27,138,27 u 139,3 DuW 7  [aus Rom] Ein sorgfältiges Auge wende ich .. auf die verschiednen Style .. Dann übe ich mich die verschiednen G-en und Helden zu studieren. Was die alten darinn gethan haben, ist .. nicht auszusprechen GWBB8,153,18 Herder 25./[27.].1.87  [Prometh zu Minerva:] du bist meinem Geist | Was er sich selbst ist; | .. Und eine G. sprach, | Wenn ich zu reden wähnte, | Und wähnt’ ich eine G. spreche, | Sprach ich selbst GWB39,199 PromethFragm 1773 Vs 110u112  Jupiter Pluvius! | Dich, dich strömt mein Lied, | .. Sturmathmende G.! GWB2,70 Wandrers Sturmlied 91  [G üb die von ihm modifizierte ‘Paria’-Legende] Nun aber besitzt die bisher von allem Heiligen .. abgeschlossene Kaste eine selbsteigene G., in welcher das Höchste, dem Niedrigsten eingeimpft, ein furchtbares Drittes darstellt, das jedoch zu Vermittelung und Ausgleichung beseligend einwirkt GWB412,102,1 Die dreiParia GWBB4,144,2 Lavater [3./5.12.79 Korr SchrGG16,89] GWB412,142,18 SerbLieder parodist im eigenen polem Mythologem  G-en zwei, ich weiß nicht wie sie heißen - | Denn ich bin nicht des Heidenthums beflissen - | Von böser Art G-en .. | Sie lachten gräßlich, fingen an zu formen | .. Figuren waren’s; aber wie .... | Das sind nun Bött’ger, Kotz’bue, die Enormen GWB51,174 Gottheiten zwei 1u3 ‘eine griechische G.’ repersonifizierend für Ludens Zs ‘Nemesis’ GWBB29,40,13 Kanzl Müller 6.2.18   b idVbdg ‘G. des/ dieses Hauses’ iSv Schutzgottheit GWB38,29,3 GöttHeldWieland GWB131,7 PaläophronNeoterpe 67   c im Anschluß an die Vorstellung von Dämonen bzw Genien für eine unbestimmte höhere, (gelegentl) in jds Leben eingreifende Macht, vereinzelt floskelhaft für eine zufällige Fügung  [Claudine:] (Auf dem Tisch die Gartenschlüssel findend.) Und diese Schlüssel? Eine G. sandte mir sie! — Durch’s kleine Pförtchen in Garten .. und in einer halben Stunde bin ich in Sarossa! GWB38,168,23 Claud1  [Stella:] wenn eine gute G. mir an einem heitern Frühlingsmorgen den Schmerz von der Seele weggehoben zu haben scheint .. dann .. dank’ ich laut auf zum Himmel für die glücklichen Stunden GWB11,149,20 Stella II Tasso 1303   d die indische Gottheit Camarupa als Metapher od Symbol für die (in Metamorphosen wirkende) Natur; in (auch artikelloser) Vbdg mit dem Eigennamen, einmal nur mit Nennung ihrer typ Eigenschaft  [üb d’Altons ‘Die Faultiere u die Dickhäutigen’, 1821] sind die .. Hefte ganz in dem Sinne der tiefsten Betrachtung, die sich durch proteische Wandelbarkeit der Formen, worin sich G. Camarupa ewig gefällt, nicht einen Moment irre machen läßt GWBN8,224,15 FaultDickh  so soll doch die am Wechsel der Gestalten sich erfreuende G. auch in diesen zartesten Manifestationen höchlich verehrt seyn GWBB35,227,18 Nees 6.1.22 GWB3,98 Howards Ehrengedächtnis 1 GWBB50,47,14 Hüttner 3.4.21   e als (Anrede-)Titulierung betörter Verehrer(innen) für Satyros  [Psyche:] Heiliger Prophete, | G.! GWB16,94 Satyros 319 GWB16,97 ebd 355   3 in metaphor od vergleichendem Bezug auf allg Vorstellungen von göttl Vollkommenheit, Erhabenheit, Souveränität, [] Macht od auch Willkür; insbes im hyperbol Ausdruck für eine best Rolle, die jd od etw für jdn spielt; überwiegend figurenspr, auch in Vbdgn wie ‘als G. verehren’   a mBez auf eine geliebte, angebetete, verehrte od aufs höchste bewunderte Person, auch in ihrer inspirierenden Funktion; einmal: ‘jd ist ganz G.’  [Fernando zu Mme Sommer:] Können Sie Stella verkannt haben? Sie, die ganz Liebe, ganz G. ist? GWB11,163,26 Stella III  [Elmire:] Die stille Freude seiner Augen, nun | Dieß erste Paar der lang erwarteten, | Gepflegten Frucht, gleich einer G. mir | Zu überreichen GWB11,297 ErwElm2 211  [Wilh zu Mariane, üb ihre Rolle bei seinen Theaterplänen:] Hätte ich denken können, o meine Geliebte .. daß .. eine lieblichere G. kommen, mich in meinem Vorsatz stärken, mich auf meinem Wege begleiten würde GWB21,43,14 Lj I 8  [für: deità] GWB43,264,21 Cell II 7 iSv (jds persönliches) Idol, Abgott; ‘meine G.’, ‘(jdm) G. sein, bleiben’, ‘zur G. ausbilden’  [Prinz:] (Nach der Laube gekehrt.) Hier, hier wohnt meine G., | Die ganz mein Herz nach ihrem Herzen zieht GWB17,31,2 TriumphEmpfindsamk III  Es nannten ihre Bücher | Die Alten sonst nach Göttern, | .. Warum sollt’ ich, Annette, | Die Du mir G., Muse, | Und Freund mir bist, und alles, | Dieß Buch nicht auch nach Deinem | Geliebten Nahmen nennen? GWB37,13 AnAnnetten 6 GWBNatT 705   b mBez auf eine (fürstl) Person, die Macht üb js Leben, Geschick hat bzw ausübt  [Tasso zum Fürsten:] Ich bete dich als eine G. an, | Daß du mit Einem Blick mich warnend bändigst Tasso 1411 ebd 1335u1496 GWBNatT 2581  [für: divinité] GWB45,27,26 RamNeffe   c mBez auf ein Ideal od eine Lebensmacht, auch personifizierend  das Schöne auf dem Gipfel aller Dinge, das wie eine G. beglückt und elend macht, nützt und schadet, ohne daß wir sie deßwegen zu Rechenschaft ziehen können noch dürfen GWB47,89,5 Üb:Moritz,Nachahmg dSchönen  die Totalwirkung bleibt immer die G. der [>das Dämonische, dem] wir huldigen GWB35,308 TuJ 1803 Var  Zeit. | Aller Dinge Gehalt, er wird durch dich nur entschieden, | Leise G. GWB51,276 XenNachl 52 GWBB27,137,8 Boisserée 7.8.16 einmal scherzh mBez auf Konkret-Gegenständliches  Das französische Ungewitter [die frz Revolutionstruppen] streift noch immer jenseit des Thüringer Waldes hin, wir wollen das Gebürge .. künftig als eine G. verehren, wenn es diesmal die Eigenschaften einer Wetterscheidung hat GWBB11,144,7 Schiller 30.7.96   d als Identifikationsbegriff für den seine Erkenntnis- u Schöpferkräfte fühlenden, sich ihrer bewußten Menschen, auch mit obszönem Nebensinn; einmal figurenspr ‘meine G.’ als Selbstcharakterisierung von Herkules  [Meph zu Faust:] Ein überirdisches Vergnügen! | In Nacht und Thau auf den Gebirgen liegen, | Und Erd’ und Himmel wonniglich umfassen, | Zu einer G. sich aufschwellen lassen, | .. Alle sechs Tagewerk’ im Busen fühlen, | .. Bald liebewonniglich in alles überfließen, | Verschwunden ganz der Erdensohn, | Und dann die hohe Intuition — (Mit einer Gebärde.) | Ich darf nicht sagen wie — zu schließen GWBFaust I 3285 GWB2,180 Künstlers Morgenlied 60 GWB2,256 Sprache 5 GWB38,31,21 GöttHeldWieland   B Göttlichkeit, göttliche Natur, göttlicher Rang  [Herkules zu Wieland:] Kannst nicht verdauen, daß ein Halbgott sich betrinkt und ein Flegel ist, seiner G. ohnbeschadet GWB38,35,27 GöttHeld Wieland  Klitus, Alexanders Milchbruder, Spiel- und Kriegsgefährte .. Die angemaßte G. des Monarchen kann er nicht billigen GWB7,95,19 DivNot GWB17,43,20 Triumph Empfindsamk IV  [für: divinità] GWB43,359,28 Cell II 13   GWBNational- GWBOber- Rache- GWBUnter-Syn zu A GWBGott GWBGöttin zu B GWBGöttlichkeitRose UnterbergerR.U.
13227 Zeichen · 180 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Gottheit

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Die Gottheit , plur. die -en. 1) Als ein Abstractum, das göttliche Wesen, die göttliche Natur; ohne Plural. In den Götze…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Gottheit

    Goethe-Wörterbuch

    Gottheit rund 200 Belege A göttliche Person, transzendente Macht 1 in monotheist u analogen philos Vorstellungen, fast a…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Gottheit

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Gottheit , s. Gott .

  4. modern
    Dialekt
    Gottheit

    Mecklenburgisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Wossidia Gottheit die Stadt Krakow heißt im Volksmunde de Gottheit Wo. in Nd. Kbl. 15, 18 a .

  5. Sprichwörter
    Gottheit

    Wander (Sprichwörter)

    Gottheit Was du willst der Gottheit weihn, muss nicht abgezählet sein.

  6. Spezial
    Gottheit

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Gott|heit f. (-,-en) divinité (-s) f. , dî (dîs) m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gottheit

44 Bildungen · 20 Erstglied · 23 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von gottheit

gott + -heit

gottheit leitet sich vom Lemma gott ab mit Suffix -heit.

gottheit‑ als Erstglied (20 von 20)

Gottheitläugnend

Campe

◬ Gottheitläugnend , adj . u. adv . das Dasein der Gottheit oder Gottes läugnend. — der gottheitläugnende Ihschwarm. Baggesen.

Gottheitnahe

Campe

gottheit·nahe

◬ Gottheitnahe , adj . u. adv . der Gottheit nahe, ähnlich. Dem gottheitnahen Thiergeschlechte. — Kosegarten. R.

gottheitsbegriff

DWB

gottheit·s·begriff

gottheitsbegriff , m. , zu gottheit B 3 c: in Latium blieb die verkörperung der gottheitsbegriffe ... vollkommen durchsichtig ... da der got…

gottheitsfülle

DWB

gottheit·s·fuelle

-fülle , f. , vgl. Kol. 2, 9 unter gottheit A 1 a: schaut, müde seelen, kommet her, dies ist ein tröpflein aus dem meer der ewgen gottheits-…

gottheitsfunken

DWB

gottheit·s·funken

-funken , m. , zu gottheit A 3 b: das kleine menschenherz, von eigner grösze trunken vergöttert sich, und strahlt im wahne gottheitsfunken E…

gottheit((s))glanz

DWB

gottheit·s·glanz

-glanz , m. , auch gottheitglanz, s. gottheit C 1: der helle gottheit-glanz musz denselben entdecken helfen, der im finstern stall sich mit …

gottheit((s))gleich

DWB

gottheit·s·gleich

-gleich , adj. , auch gottheitgleich, vereinzelt für gottgleich: Xemindo, seh ich dich in gottheitgleichem glanze? Gottsched dt. schaubühne …

gottheitslicht

DWB

gottheit·slicht

-licht , n. , zu gottheit C 1, vom heil. geist: o du höchst seligs gottheitslicht, ach! lasz mich ja im finstern nicht Tersteegen geistl. bl…

gottheitsmeer

DWB

gottheit·s·meer

-meer , n. , metaphorisch wie unter gottheit C 1, s. auch gottheit B 1 c: wenn du woltst unverhüllt in diese sonne sehen, in dis einfache dr…

gottheit((s))schein

DWB

gottheit·s·schein

-schein , m. , als gottheitschein, s. gottheit C 1: da wolt ich mit wortgepränge bey der engel grossen menge rühmen deinen gottheitschein, a…

gottheitsschimmer

DWB

gottheit·s·schimmer

-schimmer , m. , ' schimmer göttlicher schönheit ', s. gottheit A 3 b: und doch, wie nenn ich's geschwinde? bricht so ein geheimer — gotthei…

gottheitssonne

DWB

gottheit·s·sonne

-sonne , f. , zu gottheit C 1: sie ( die seele ) ist mit herrlichkeit gekrönt, und selbst ein hausz der gottheits-sonne Jesus u. d. seele (1…

gottheitsspiegel

DWB

gottheit·s·spiegel

-spiegel , m. , s. gottheit C 1: da ( im jenseits ) werd ich in dem gottheitsspiegel den abgrund hoher weiszheit schaun, da wird mir auch de…

gottheitsstätte

DWB

gottheit·s·staette

-stätte , f. , ' kultstätte ', zu gottheit B 3: wie zu zeiten der Semnonen, unsrer urahnen, die hier im eichwaldschatten ihre gottheitsstätt…

gottheit((s))strahlend

DWB

gottheit·s·strahlend

-strahlend , part. adj. , zu gottheit A 3 b, in der form gottheitstrahlend: darf ich hoffen, darf ich träumen, dasz mir heute noch die milde…

gottheitsthron

DWB

gottheit·s·thron

-thron , m. , auf die trinität bezogen, s. gottheit B 1 c: du schaust, du liebst im gottheits-thron dich selbst Tersteegen geistl. blumengär…

gottheit((s))voll

DWB

gottheit·s·voll

-voll , adj. , meist in der form gottheitvoll, ' göttlich ' in verschiedener hinsicht. zu gottheit A 1 b: der kleinere Jesus ... sagt diess …

gottheitswerk

DWB

gottheit·swerk

-werk , n. , ' vollkommenes werk ', s. gottheit B 4 b β : hatten die Arioste, die Fontaine, die Voltaire knechtische geister zu rathe gezoge…

gottheit((s))wesen

DWB

gottheit·s·wesen

-wesen , n. , trinitarisch, s. gottheit B 1 c, als gottheitwesen: hochgelobtes eins in dreyen ... heilighöchstes gottheit-wesen, sonder anfa…

Gottheitvoll

Campe

gottheit·voll

◬ Gottheitvoll , adj . u. adv . der Gottheit voll, göttlich. Von dir geherzt mit Mutterlust Sogst du die gottheitvolle Brust. Voß.

gottheit als Zweitglied (23 von 23)

Erdengottheit

Campe

erden·gottheit

Die Erdengottheit , Mz. die — en, so viel als Erdengott, nur mit dem Unterschiede, daß es auch von unbelebten Dingen gebraucht wird. Die mäc…

Feldgottheit

Campe

feldgott·heit

Die Feldgottheit , Mz. die — en , bei den Alten, eine die Felder beschützende Gottheit.

grenzgottheit

DWB

grenz·gottheit

grenzgottheit , f. : es ist ihm genug, dasz eine grenzgottheit auf beyden ( münzen ) vorgestellt wird, welche anders aussieht, als der Erasm…

Obergottheit

GWB

obergott·heit

Obergottheit [ Anspielung auf die neuen Zeitschriften ‘Prometheus’ u ‘Phöbus’ als von Cotta befürchtete Konkurrenten um Beiträge von Goethe …

Rach(e)gottheit

GWB

rache·gottheit

Rach(e)gottheit wie ‘Rach(e)geist’ 1a [ Orest zu Iphigenie: ] Hat eine Rachgottheit [ Rachegöttin GWB 10,50 Iph 2 1169 ] sich in dich verkle…

sonnengottheit

DWB

sonnen·gottheit

sonnengottheit , f. : die priester Baals, berufen zum tempeldienste, nah'n sich bäuchlings auf den stufen und rufen die sonnengottheit an. L…

stammesgottheit

DWB

stamme·s·gottheit

stammesgottheit , f. , vgl. das vorige: die gemeinschaft, die hier stamm und stammesgottheit verbindet. Smend alttestamentl. religionsgesch.…

sturmgottheit

DWB

sturm·gottheit

sturmgottheit , f. , mythologisch: als sturmgottheiten reiten die hexen auf schweinen Laistner nebelsagen (1879) 281 . —

tugendgottheit

DWB

tugend·gottheit

tugendgottheit , f. : die sittenlehre ... erwekket desto gröszere begirde, um die tugendgottheit verehrend anzubeten Qu. Kuhlmann lehr-hoff …

übergottheit

DWB

ueber·gottheit

übergottheit , f. , so viel wie übergott: wenn selbst einer der vorzüglichsten mystiker früherer zeit gewagt hat von einer übergottheit zu r…

ungottheit

DWB

ungott·heit

ungottheit , f. A. W. Schlegel vorlesungen 1, 334, 4 . vgl. nl. ongodheid und ungott. —

Untergottheit

Campe

unter·gottheit

Die Untergottheit , Mz. — en , eine untere, weniger mächtige, angesehene Gottheit, ein solches göttliches Wesen.

Ableitungen von gottheit (1 von 1)

ungottheit

DWB

ungottheit , f. A. W. Schlegel vorlesungen 1, 334, 4 . vgl. nl. ongodheid und ungott. —