Eintrag · Frühneuhochdeutsches Wb. (FWB)
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- ›etw. / (vereinzelt:) jn. in einem teils sinnlichen, aber nicht spezifizierbaren Sinne wahrnehmen, teils fühlend oder erkennend spüren, empfinden‹.
- ›sich sehen lassen, sich zeigen; sich (etw.) anmerken lassen; sich hören lassen, wie erklären, offenbaren‹; an 1 anschließbar über die Motivation: ›lassen (2), daß man etw. wahrnimmt‹.
- ›etw. hören, auf etw. / jn. hören, etw. hörend aufnehmen, um es zu wissen bzw. zu befolgen‹; teils interjektional gebraucht; als Spezialisierung zu 1 auffaßbar.
- ›etw. ansehen, etw. anschauend / anschaulich betrachten, sich etw. vor Augen halten, über etw. nachdenken, etw. hin und her überlegen‹.
- ›beobachtend tätig sein; etw. systematisch auf ein Erkenntnisziel (z. B. auf den Lauf der Gestirne, eine Prognostikation des Wetters, soziale Sachverhalte) oder auf ein Handlungsziel hin (die Behandlu
- ›etw. aufmerksam beachten, so auf etw. achten und es so aufnehmen, daß man die kontextuell jeweils geforderte oder unterstellte Handlung vollziehen bzw. die entsprechende Haltung annehmen kann‹; auch:
- ›etw. aus etw. Anderem (Zeichenhaftem) schließen, erschließen, ableiten, herleiten, erkennen, folgern, entnehmen‹; offen zu 9.
- ›etw. / jn. (auch: sich) hinsichtlich eines Sachverhaltes oder eines Handlungszieles prüfen‹.
- ›etw. (z. B. eine Haltung, einen Zustand, eine Handlung) erkennen, feststellen, begreifen, einsehen, verstehen, merken‹.
- ›etw., das man wahrgenommen hat, behalten, verinnerlichen, sich etw. merken, e. S. eingedenk, bleibend bewußt sein‹.
- ›etw. wissen, Kenntnis von etw. haben‹.
- ›etw. sagen; etw. bemerken, anmerken‹.
Etymologie: motivationell kaum noch auf die etymologische Grundlage mark