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ja

got. bis spez. · 26 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

PfWB
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Eintrag · Pfälzisches Wb.

ja

Bd. 3, Sp. 1319
ja : Bejahungswort; Gegensatz: nein. Formen in der einfachen Bejahung: ja (ja) [weit verbr.], (jā) [GH-Berg], i [KL-Mackb], ija (ijÄ) [vereinzelt WPf], (ījÄ) [PS-Leim]. Formen der nachdrücklichen Bejahung, der Zustimmung: ja (jā) [vereinzelt], jaja (jaˈja) [verbr.], jo (jō) [verbr.], joe (jōə) [BZ-Darst], jou (jou) [mancherorts südl. VPf], (jōu) [KL-Lind], jajo (jaˈjō) [HB-Schwarzb mancherorts nördl. u. mittl. VPf], jojo (joˈjō) [verbr., auch Don Gal Buch], jojott (joˈjǫd) [vereinzelt WPf NPf SP-W'see BZ-Schwanh Don-Schowe Torscha], jojotte (joˈjǫdə) [mancherorts SWPf Zweibr NW-Haßl Spey Schandein Ged. 240 PfId. 70], ija (ijÄ) [mancherorts, Lambert Penns 85 mancherorts Gal], (ˈijä) [HB-Bexb IB-Ensh], (ījÄ) [Heeger (Nachlaß)], ia (iÄ) [KU-Kaulb Glanmünchw], ie (iə) [KL-Mackb], ijo (ˈijō) [KU-Kaulb], ije (ijə) [vereinzelt WPf SWPf Don-Tscherwk], inja (injÄ) [mancherorts, bes. VPf, auch Gal], injaʳ (injÄʳ) [GH-Kand], injo (ˈinjō) [NWPf NW-Dürkh Frankeck, Müller Luscht un Lewe 134], injott (ˈinjǫd) [NW-Weidth], inje (injə) [Don-Schowe Tscherwk], injeʳ (injəʳ) [Heeger (Nachlaß)]; vgl. eija, hajo. — I.1.a. als einfache Bejahung: Hoscht schun gesse?Ja. [NW-Kallstdt, weit verbr.]. Fahrscht heit mettag mit of Landaag?Ja. [GH-Zeisk]. Saat mer in Lautre (Kaiserslautern) immer noch »ija«?Ija [Kaislt]. — b. Ausdruck der Zustimmung: Aufforderung an den anklopfenden Gast einzutreten: Ja! [KU-Bedb, verbr.]. Sie hot »Ja« gesaat 'hat zugestimmt (zur Heirat)' [verbr.]. RA.: Er saacht zu allem Ja un Ame [LU-Friesh]. a. 1535: Sagen die sieben höfe alle ja, sie wollen gehorsam sein wie von alters [ABlieskst 99]. — 2. in nachdrücklichen Äußerungen. a. Bejahung: Jo (ijo, inja, jojo), so war's [verbr.]. Der Sprecher in einer Redepause beim Nachsinnen über das Gesagte: Jaja! [KB-Rams]. — b. Ausdruck der Zustimmung: D' nächscht Woch fahren mer wirrer of Landaag; do kannschde mitfahre.Inja, so machen mer's [GH-Zeisk]. — c. als Gebot, Verbot, Warnung: Daßde jo (jō) vor Nacht häämkummscht! [KL-Enkb]. Nemm dich jo in acht! [KU-Rothsbg]. — d. Ausdruck der Verwunderung, des Zweifels: Hoscht du jo 'tatsächlich' dein Gaul verkaaft [KU-Kaulb, GH-Zeisk]. Jo, das aa noch! [Rockhs]. Jo, werscht Sache mache! 'Das ist doch nicht nötig!' [LU-Friesh]. — e. Ausdruck der Enttäuschung: Jo, Quetschekuche! 'Nichts ist daraus geworden!' [NPf]. — f. iron. in eine Ablehnung verkehrt: Kriegt deiⁿ Bärwel e neie Hut?Jo, ehr alder Hut esch noch gut! [GH-Zeisk]. Ja, das is deiⁿ Määnung! [LU-Oggh]. RA.: Ja, Bauer, des es was anneres! [KB-Kerzh, verbr.]. — 3. in der Verb. in ja und nein 'im Nu'. Des is in jo un nee geduⁿ [PS-Saalstdt, mancherorts, auch Don Gal Buch]. In jo-nee war er zurick [Don-Schowe Tscherwk]. — 4. partikelhaft und unbetont 'doch', eine Aussage beiläufig bekräftigend. Ich kumm jo schun [verbr.]. Morje is jo aach noch e Dag [verbr.]. Du bischt jo ganz gääl im Gesicht [RO-Semb, verbr.]. 's is jo doch alles for die Katz [verbr.]. Einen VR. s. da1 I 1 b. — II. Uzname für die Bewohner von LA-Freimh: Jaja. — Südhess. III 921 ff.; Rhein. III 1107 ff.; Lothr. 265; Els. I 400; Bad. III 14/15.
3182 Zeichen · 86 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 4.–6. Jh.
    Gotisch
    jaPartikel

    Köbler Got. Wörterbuch

    ja , Partikel nhd. ja ne. yes ÜG.: gr. ναί, εἴπερ (= swēþauh jabai); ÜE.: lat. est Q.: Bi (340-380) E.: germ. *ja, Parti…

  2. 9.–12. Jh.
    Altsächsisch
    jaPartikel, Konj.

    Köbler As. Wörterbuch

    ja , Partikel, Konj. nhd. und ne. and (Konj.) ÜG.: lat. itaque GlG Hw.: vgl. ahd. jā* Q.: GlG, H (830) E.: germ. *ja, Ad…

  3. 8.–14. Jh.
    Altnordisch
    jaKonj.

    Köbler An. Wörterbuch

    ja , Konj. nhd. und L.: Vr 289a

  4. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    jinterj.

    Althochdeutsches Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    ja interj. , partikel, conj., mhd. jâ, nhd. ja; as. ja, gia conj., jâ interj., mnd. jâ, mnl. ja; afries. ie, ge; ae. ge …

  5. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    interj.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +4 Parallelbelege

    JÂ interj. ja. goth. ja, jai, ahd. jâ Gr. 3,290. 539. 764. Graff 1,567. 1. in der affirmativen antwort. meinstuʒ sô? 'vr…

  6. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    jaInterj.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +6 Parallelbelege

    ja , Interj. nhd. ja, jach (Ausdruck des Schmerzes) Hw.: s. a (2) E.: s. a (2) W.: vgl. nhd. ja, Partikel, ja, DW 10, 21…

  7. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Ja

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Ja , ein bejahendes Nebenwort. 1. Eigentlich, wo es geradezu versichert, daß eine Sache ist, gewesen ist, oder seyn wird…

  8. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    ja

    Goethe-Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    ja ca 1600 Belege, deutliche Schwerpunkte in den Bed 1c, 2, 3a und c; auch ‘ia’, besonders in der Frühzeit; selten Großs…

  9. modern
    Dialekt
    ja

    Elsässisches Wb. · +6 Parallelbelege

    ja [ja fast allg.; jà Str. ; jàə Lohr ; jó Katzent. Dü. K. Z. Wh. ; jô Str. ; jyo M. ; jóa Strüth ; juwə Sulzern ; juo B…

  10. Sprichwörter
    Ja

    Wander (Sprichwörter)

    Ja 1. Da noch blos Ja, blos Nein im Brauche ging, stand's mit der Welt nicht so gering. – Körte, 3104 u. 3880. 2. Der ei…

  11. Spezial
    ja

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +2 Parallelbelege

    ja adv. 1 (bejahende Antwort) ê, sce, aé, hei, he, poa 2 (bekräftigend) pö 3 (doch) bëgn, mo 4 (vielleicht) forsc, magar…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit ja

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Cotta, M. (2026). „ja". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 10. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/ja/pfwb
MLA
Cotta, Marcel. „ja". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/ja/pfwb. Abgerufen 10. May 2026.
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Cotta, Marcel. „ja". lautwandel.de. Zugegriffen 10. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/ja/pfwb.
BibTeX
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