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da

ie. bis spez. · 26 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

PfWB
Anchors
42 in 26 Wb.
Sprachstufen
10 von 16
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86

Eintrag · Pfälzisches Wb.

da

Bd. 2, Sp. 1
da1: I. Adv. 1. örtlich, wie schd., do (dō, dou, lō), s. F. [allg.]. Friher isch do en Weg niwwergange [GH-Kand]. 's war so schee, wie du net do warsch [KB-Bischh, verbr.]. Aa werrer do?' 'Auch wieder zu Hause?', Grußformel [KU-Herschw/Petth, verbr.]. In jo un nee 'im Handumdrehen' war er do [Gal-Dornf]. Wie er hiekumm is, waren die annere schun do [allg.]. Dem fehlt's do (im Kopf) 'Er ist verrückt' [NW-Frankeck, verbr.]. Ja, do, saat de Kaschper, Formel, die eine Verweigerung ausdrücken soll, einem Dorforiginal namens Kaspar abgelauscht [KL-Stelzbg]. RA.: Er is net so do 'Er ist nicht so dumm, hat es hinter den Ohren' [Kus, verbr., auch Gal]. Do sitzt's un hot e Hietche uf 'Hier ist alles vergeblich' [NPf Don Gal Buch]. Do die Gääß gebockt, wo mei Batze?, Aufforderung zum Zahlen [KU-Bedb, LA-Nd'hochstdt BZ-Dernb]. Do beißt Maus Farem ab 'Daran ist nichts zu ändern' [PS-Gersb, verbr.]. a. 1565: ist Groß armutt vnd viell kleiner kindt do [WerschwSchR]. — Mit hinweisender Funktion. a. in Verb. mit anderen Ortsadverbien: do anne 'dahin' (vgl. ane) [verbr., ohne südl. VPf], do awwere 'da hinunter' (vgl. abere) [verbr. NWPf], do oufere 'da hinauf' (vgl. aufere) [WD-Niedkch]. Von der älteren Gener. vielfach gebraucht: do howwe 'hier oben' — do owwe 'dort oben', do hunne 'hier unten' — do unne 'dort unten', do hiwwe 'hier hüben' — do iwwe 'dort drüben', do hauß 'hier draußen', do hinne 'dort hinten'. Bei der jüngeren Gener. dafür auch: dort owwe, dort unne, dort hinne usw. Im Wenker-Satz 14 »Bleibe hier unten stehen!« wurde 1960 von Kindern der obersten Schuljahrgänge das Wort 'hier' fast durchweg mit do wiedergegeben; nur in 4% der Angaben, die sich gleichmäßig über die ganze Pfalz verteilen, erschien hieʳ. — b. in Verb. mit Demonstrativpronomen oder Demonstrativpronomen + Substantivum; s. u. II. Der do (die do, das do) war's [allg.]; dat lo 'dieses da' [WD-Haupw]; do der (do die, do des) [RO-Obd]. Wer is der do Mann (die do Fraa, das do Kind)? [NPf, verbr.]. Meist wohl: der Mann do usw. Das do Stick am Rech hat gure Borrem, die Fels kommt raus [IB-Alschb]. Au, des do (dieses Gewitter) kummt aus'm Gellemer (KB-Göllheim) Eck, auch: Orwesser (KB-Orb) Eck [KB-Stett]. VR.: Odo (Otto), scheiß Bomboⁿ, geb's dem do, er will's jo! [LA-Essing]. — c. in Verb. mit Relativpronomen. a. 1305: zu lehen vun vns entphangen siner eigen morgen achthalpe, die do sint gelegen zu Dalsheim an dyser steden [OttbgUrkb. 266]. — d. in Verb. mit einem Imperativ. Guck emol do!, Ausdruck der Überraschung [SOPf (Nachlaß Heeger), verbr.]. Do geh mol haaʳ! [BZ-O'hs]. Do her!, Zuruf an den Hund [KU-Körbn, verbr.]. — 2. zeitlich, wie schd., oft im Wechselverhältnis zu einer zeitlichen Konjunktion und nur die Fortsetzung des Satzgefüges andeutend. Friher, do war's halt annerscht wie heit [SP-Schiffstdt, allg.]. Wann der Oschdermark (Ostermarkt) kummt, do werd schun vier Woche vorher alles gericht (gerichtet) [LU-Muttstdt]. Was macht mer dann do? [allg.]. RA.: Do rappelt's in de Worschtkich! 'Jetzt wird es ernst!' [Kaislt]. Do kennt mer e Bär werre!, Ausdruck der Verzweiflung [verbr. Gal]. — In modale Bed. übergehend: Wann es so isch, do bin ich awwer froh! [GH-Kand, allg.]. RA.: Do reiß ich mer noch kee Been aus 'Da strenge ich mich nicht an' [verbr. Don Gal Buch]. — In der Sprache der älteren (seltener der jüngeren) Gener. wird das Wort vielfach verstärkend vor Verbindungen mit da- gebraucht: dodebei u. a., s. die Zs. dadabei, -dadurch, -dafür, -dagegen, -dahinter, -damit, -daran, -darauf, -darnach, -darum, -davon, -dawegen, -dazu, -dazwischen. — II. Adj. attr., stets in Verb. mit dem bestimmten Artikel. In dem do(e)ne (dōənə) Anzug fihl ich mich am wohlschde, auch: In dem doe (dōə) ... [KU-Diedk]. In dem do(e)ne Kleed do gehn eich (gehe ich) net fart [ebd.]. In der do(e)ne (auch: doe) Schublad werd's leie [ebd.]. In WD-Oberkch sagt man in diesen Fällen: In dem lo Anzug, in der lo Schublad. So war sei Himmellebdae noch neischt wie der done Krieg do [Feierowend Nr. 28/1950]. Ähnliche Bildungen s. ab II, aufen; vgl. auch birken, buchen. —
4138 Zeichen · 114 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. * rekonstr.
    Indoeuropäisch

    Idg. Etym. Wb. (Pokorny)

  2. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    da

    Althochdeutsches Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    da s. thâr adv., thaz conj. u. ther, thiu, thaz pron. dem., pron. rel. u. art.

  3. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +6 Parallelbelege

    DÂ s. DÂR.

  4. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    ¹dâ

    Mittelniederdeutsches Wb. · +1 Parallelbeleg

    1 dâ Lehm, Ton. dâērde, ~kûle, ~lê(i)m.

  5. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Da

    Adelung (1793–1801) · +8 Parallelbelege

    Da , ein Bestimmungswörtchen, welches so wohl für sich allein, als auch in seinen Zusammensetzungen zu betrachten ist. I…

  6. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    da

    Goethe-Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    3 da ital ‘dal segno’: vom Zeichen an; musiksprachl Terminus B7,167,15 Kayser 23.1.86 vgl da capo Gertrud Herwig G. H.

  7. modern
    Dialekt
    da

    Bayerisches Wörterbuch · +11 Parallelbelege

    da Band 3, Spalte 3,919–922

  8. Sprichwörter
    Da

    Wander (Sprichwörter)

    Da 2. Was da was dort. ( Schles. ) Um zu sagen, dass man von irgend einem gewissen Vorgange nicht empfindlich berührt we…

  9. Latein
    da

    Mittellateinisches Wb.

    * da praep. ( cf. ital. da a de ab; v. J. Svennung, ALMA 21. 1949. p. 55sqq.) struct. : fere c. abl. c. nom. : p. 2,9. 2…

  10. Spezial
    da

    Ladinisch-Deutsch (Mischí) · +3 Parallelbelege

    da [dạ] praep. (te forma articolada: d l, di, dla, dles) 1 (temporal) um, zu, von, seit; da agn incá seit Jahren; da en …

Verweisungsnetz

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit da

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Keine Komposita gefunden — da kommt in keinem anderen Lemma als Erst- oder Zweitglied vor.