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mhd. bis spez. · 19 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
Anchors
31 in 19 Wb.
Sprachstufen
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Eintrag · Rheinisches Wb.

oben

Bd. 6, Sp. 316
oben das Adv. reicht lrhn. bis ausschl. Erk-OKrüchten Tetelr Merbeck, Kemp-Leloh Fischeln Hehler Dohr Naphsn Hausen, MGladb-Beberich Helenabrunn Ummer Donk Neersen Schiefbahn, Kref-Hardt Bovert, Neuss-Büderich NDonk Weissenbg Heerdt, rrhn. bis ausschl. Ruhr, von wo an nach N. nur bōəvə, –w- gilt; südl. der L. gilt oven u. boven gleichwertig u. gleich häufig nebeneinander nach Süd. bis zur Ahr-L. u. zur berg. Süd-Grenze; südl. davon nur owen, u. zwar Rhfrk an der uNahe ö. u. südl. einschl. Kreuzn-Nussbaum Pferdsf Soonw uwə; w. davon ūwə; n. davon ūə im Hunsr; weiterhin an der Nahe in NWWend ūwə, ō-; in SOWend sö. einschl. Otzw Sienhachenb Ehlenb Ilgesh NAlben Rathsw Baumholder owə, u-; owə reicht im Saargeb bis einschl. Saarbr-Eiw Herchenb, Saarl-Sprengen Schwalb Griesborn Bous Altforw Felsbg (im W. südl. Friedrichsw Differten Werbel ō-); sonst hat Saarl ō- [doch - innerh. einschl. Diefflen Nalb Bilsd Bettstdt Piesb Düppenw u. in Gresaub u. in Kerprich- u. GrHemmersd; ū- Niedaltorf]; ō- reicht bis ausschl. Saarl-Fürw Eimersd, einschl. Merz-Rehling Ficking Haustdt Honzr Erbring Hargarten Oppen; n. davon ū·ə.- [Merz-Stdt ō-]; das übrige WMosfrk hat ūə-, ūă-, ōə-, ō-, das an der Mos bis etwa Zell-Briedel reicht, doch auch bis Kobl noch mehrfach ō-; Prüm, Daun, Koch, Kobl, May ǫ-, o-; Westerw o- [in Altk der Sieg zu u. innerh. Hirzb Giershsn Heubg Wiedheck ǫ-; um Betzd ǫrwən; um Birken ōwən]; Siegld ōə- (Siegen), oə- (Freudenbg), uə- (Hilchenb); Rip ǫvə u. o- (oft im selben Dorfe); Berg ǫ- u. o-, am ORande ōə-, ūə- [Wermelsk ou-]; SNfrk bis zur bovən-L. ōə-, ūə-, ōă- [für den Begriff ‘o. am Ende, ganz weit nach o.ūəwijən am Enn Merz-Saarhölzb, Saarbg-Winchering; ōwĭjiš u. -wiχtsiχ Trier-Mehring] Adv.: wie nhd., gern huh o. — Absol. stehend; o. de Zemmer die obern Zimmer; bes. im Gegens. zu unten: Bolz enne, B. o. kopfüber Trier, Wittl, Bitb, Prüm, Daun; onne wie o. Allg.; bes. hui (fein, ficks, fing, ich, lich, mich, nich, rich, wich, huch, juch, pick, moi, tutti), unne fui (nicks, gring, fich, pich, schuch, fick, fick, pfui, futti (s. d. W.) wie nhd.; o. wie ne Pfau, onge wie en Sau! Bo-Beuel; o. Weck, onne Dreck! Merz-Brotd; uəwe e Spetzenkranz, önnen et Läpp net ganz! Saarbg-Nennig; o. bont, onne Stront! SNfrk; o. Pruttes, onge Tuttes! Dür-Frauwüllesh; o. beglisse, unne beschisse! OAltk, Siegld. — In loser Verb. mit Verben, wie nhd.; ech sen o. Allg. (im boven-Geb. dies, u. so weiterhin, wo Allg. angegeben ist); Bernəs o. sein im höchsten Ansehen stehen []Kreuzn; der Wengk (Wind) es o. geht hoch Gummb; der hat de Strich ze wet o. ist nicht recht gescheit Altk-Leingen; et Rech schwimmp o. das Rechte u. Gute bricht sich Bahn Sieg-ODollend; der Wöngk (Wind) steht o. im Süden Schleid; dir spillt (rappelt) et o.! du bist wohl närrisch Sieg, Allg.; den hät en Raup o. setzen dass. Merz-Bergen; eich hon em et gesot (gesagt), wie et o. steht! ihm die Wahrheit gesagt Wittl-Binsf; de Kopp o. halle vernünftig bleiben Koch, Allg.; in Verb. mit ‘unten’; o. blenke se un von onge stenke se! hui, pfui MGladb-Giesenk; o. han se Volängche hange, onne han se Zabbele h.! Sieg; o., do es et wie e Pöppche frisiert, ongen, do es et met Kohdress beschmiərt! Bergh-Hüchelhv; de schneck (schneidet) unge af on setz o. wedder dran hält sich wirtschaftl. mühsam über Wasser Sieg-ODollend; sej höbben onder de Sack afgeschneən (abgeschnitten) on bowen dormet gefleck Mörs; den arme Mann leit (liegt) iwerall enne, beim Gromperesetze (Kartoffelsetzen) kennt hen o. an die höhergelegene, weniger ertragfähige Seite Prüm-Ihren; do geht et öngersch End o. alles verkehrt, durcheinander Rheinb-Meckenh; dat as ennen-o. umgekehrt, mit der Kopfseite nach unten Prüm; et öngersch Engk (et öngerschte) o.; et öngersch E. o. kihre LRip, Sol. — Mit näherer Ortsbezeichnung; o. om Berg (udgl.); ganz huh o. (u. o. h.) om Dach (udgl.); o. am Kopp Kopfende des Bettes; o. em Himmel (udgl.) Allg.; o. en der Kirche Empore der Kirche Gummb-Bomig, Sol-Burschd Honsbg; o. ut der Welt die Ferne uWupp. O. em Doərp un ungen em D., do sin zwei lustige Wiwer; de ene, die heət en Kaffekann, de angere heət en Riwer Waldbr, — do send zwei ale W., de en, de deht dat Knottere, de andere deht et Rive (Reifen), — die en, de deht de Koche backe, de andere deht et Rive (reiben) MülhRh-Bensbg, — do backen se Waffele on Koche; de Mann, de schmert sich Botter drop; de Frau, die gof sich an't floche (fluchen) Neuw-Strauschd, — do boke se Appelskoche; do schlog de Mann met der Stivvel en de Pann, do feng die Frau an ze floche Dür-Girbelsr (u. viele a. Var.). Spar o. em Döppen, dann häs de et ongen net nüdig (nötig)! spare mit der Zeit Sol. — Bis o., wie nhd.: voll bes o. an den Rand; de Finster sen zogefrore bes o. an.Nach o., wie nhd. Allg.; no o. gohn die Treppe hinauf; wat dehs de hück (heute) an? scherzh. Antw.: Et Hemb no o. Grevbr.-Bedburdyck; se han et öngerschte no o. gedrähnt alles durcheinandergeworfen Sieg; et innere no o. Koch-Lutzerath. — Von o., wie nhd.; der Wendj (Wind) steht van o. von Süden Selfk; dat is e Aff von o. bis unne hin Wend. — In Verb. mit vorangehendem Adv.; d: ovə  (auch dōwən Bitb, OAltk, Siegld); (ə)l: ōwən Mosfrk, Rhfrk (u. lōwən Bitb, Trier, Bernk); hē: ovə (auch hoăwə Siegld; (ə)jōwə Nahe, Saargeb. bis Merz-Conf, Hunsr, [] Mos von Trier-Mehring bis Kobl, Westerw) s. da-, allda-, hier-. — In Verb. mit nachfolgendem Adv.:
5492 Zeichen · 152 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    obenadv.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +7 Parallelbelege

    obene , oben adv. ahd. obana Graff 1,79. 1. von oben. er sluoc in obene hin zetal Trist. 5455. 2. oben. zem hirʒe gieng …

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Oben

    Adelung (1793–1801) · +6 Parallelbelege

    Oben , ein Nebenwort des Ortes, der Höhe nach, mehr von der Oberfläche der Erde, oder von ihrem Mittelpuncte entfernet, …

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    oben

    Goethe-Wörterbuch

    oben gelegentlich Großschr; selten subst neutr (bes in Pkt A6), vereinzelt in Kleinschr; adj flekt ‘o-en’ GWB DjG 3 4,20…

  4. modern
    Dialekt
    oben

    Elsässisches Wb. · +9 Parallelbelege

    obe n drab [owə tràp Su. ] oben hinweg. Nimm owe n drab.

  5. Sprichwörter
    Oben

    Wander (Sprichwörter)

    Oben Oben (s. Baven). 1. Buawen (oben) glatt un bunt, un unnen (unten) nicks as Strunt. ( Münster. ) – Frommann, VI, 428…

  6. Spezial
    oben (abbr s. o.), siehe adv

    Dt.-Russ. phil. Termini · +3 Parallelbelege

    oben , adv (abbr s. o.), siehe ~ смотри выше

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit oben

475 Bildungen · 177 Erstglied · 294 Zweitglied · 4 Ableitungen

oben‑ als Erstglied (30 von 177)

oben hin

KöblerMhd

oben hin , Adv. nhd. oben hin, oben entlang Q.: Urk (1281) E.: s. oben, hin W.: nhd. obenhin, Adv., obenhin, DW 13, 1072 R.: von oben hin ze…

obendaran

SHW

oben-daran Band 4, Spalte 1037-1038

obendarauf

SHW

oben-darauf Band 4, Spalte 1037-1038

obendarauß

SHW

oben-darauß Band 4, Spalte 1037-1038

obendarein

SHW

oben-darein Band 4, Spalte 1037-1038

Obendaroben

SHW

Oben-daroben Band 4, Spalte 1037-1038

obendoben

SHW

oben-doben Band 4, Spalte 1039-1040

obenheraus

SHW

oben-heraus Band 4, Spalte 1039-1040

obenherum

SHW

oben-herum Band 4, Spalte 1039-1040

obenhin

SHW

oben-hin Band 4, Spalte 1039-1040

obenweg

SHW

oben-weg Band 4, Spalte 1039-1040

obenwendig

SHW

oben-wendig Band 4, Spalte 1039-1040

obenab

DWB

obe·nab

obenab , adv. a priori ( vergl. von oben herab bei oben 1, b, γ ): ein weiser sinn, ein gabenreicher geist, dem obenab der gute fug verliehe…

obenabe(n)zǖgeⁿ

Idiotikon

obenabe(n)zǖgeⁿ Band 17, Spalte 755 obenabe(n)zǖgeⁿ 17,755

obenabeⁿ

Idiotikon

obenabeⁿ Band 2, Spalte 1321 obenabeⁿ 2,1321

Obenabeⁿbuebeⁿ

Idiotikon

Obenabeⁿbuebeⁿ Band 2, Spalte 1321 Obenabeⁿbuebeⁿ 2,1321 u.

Obenabeⁿg(e)waggli

Idiotikon

Obenabeⁿg(e)waggli Band 15, Spalte 980 Obenabeⁿg(e)waggli 15,980

obenabeⁿsageⁿ

Idiotikon

obenabeⁿsageⁿ Band 7, Spalte 401 obenabeⁿsageⁿ 7,401

oben als Zweitglied (30 von 294)

*bestoben

KöblerMhd

*bestoben , (Part. Prät.=)Adj. nhd. „bestoben“ Vw.: s. un- E.: s. bestieben (?) W.: nhd. DW-

*huoben

KöblerMhd

*huoben , V. Vw.: s. be-, ver- E.: s. huobe

*kloben?

KöblerMhd

*kloben? , (Part. Prät.=)Adj. nhd. „gespalten“ Vw.: s. unbe-, zer- E.: s. klobe, klieben W.: vgl. nhd. kloben, Adj., kloben, DW 11, 1219

*schuoben

KöblerMhd

*schuoben , sw. V. Vw.: s. be- E.: s. schieben (?)

*umbeloben?

KöblerMhd

*umbeloben? , V. nhd. „rundherum loben“ Hw.: s. umbeloben (2) E.: s. umbe, loben

*zerkloben

KöblerMhd

*zerkloben , (Part. Prät.=)Adj. nhd. zerbrochen Vw.: s. un- E.: s. zerklīben, klīben, kloben W.: nhd. DW-

Œwergloben

MeckWB

Wossidia Œwergloben -glowen m. 1. Aberglaube: jung für Bigelowe ( s. MeckWB Biglow Bd. 1, 861 ); Mantz. Sel. 1, 152 empfindet noch die Neuhe…

Übertoben

Campe

Übertoben , v. intrs . u. trs . D. Übertoben. 1. \Uumlacute;bertoben , v. intrs . mit sein, ich tobe über, übergetobt, überzutoben , tobend …

Aalkoben

PfWB

aal·koben

 Aal-koben m. : ' Fach zum Aalfangen '. a. 1458: Ölkoben [WerschwReg. 933], a. 1518: Olkob [Reichsl. 171], a. 1621: Wiese liegt vor dem Ohl…

abgeloben

DWB

abgeloben , abdicere, feierlich entsagen: er hatte die trügliche minne abgelobt und abgeschworen. Musaeus.

abloben

DWB

abloben , vovendo recusare, abgeloben, geloben etwas zu unterlassen: das trinken, fluchen abloben.

abtoben

DWB

abt·oben

abtoben , desaevire, saevire desinere: der sturm hat abgetobt. auch sich abtoben: laszt ihn sich abtoben; wo der jugend ein gewisser zwische…

aftoben

MeckWB

aft·oben

Wossidia aftoben -w- refl. sich austoben, halbhd.: de Wind hett sick aftowt flaut ab. Da. 3 a .

amtsenthoben

DWB2

amtsenthoben (vgl. amt B 1 c α ): 1955 n. Dtld. (17.6.)5;

angeloben

DWB

angel·oben

angeloben , spondere, polliceri, geloben an die hand: und hier gelob ichs an, verspritzen will ich. Schiller 337 ; sie war meine, mir von eu…

anloben

DWB

anloben , früher für angeloben, spondere: bis sie hinfort in ruhe zu stehen anlobeten. Micrälius 2, 189 ; die für sich und anstatt der solda…

antoben

DWB

anto·ben

antoben , cum impetu accedere. Stieler 2284 . Voss sagt antobende windsbraut, und: wann gedrängt antobte der sturmwind.

anverloben

DWB

anverloben , despondere, inniger als bloszes verloben, gleichsam an die hand: denn er fiel im kampf erschlagen der mein anverlobter war. Pla…

aufloben

DWB

auf·loben

aufloben , mercem laudare, ut alter emat. Stieler 1172 .

Aufproben

Campe

auf·proben

Aufproben , v. trs. zur Probe aufsetzen, um zu sehen, wie es steht oder sitzt. Einen Hut, eine Haube, einen Aufsatz aufproben ( auf probiren…

auftoben

DWB

auf·toben

auftoben , anheben zu toben: der sturm tobt auf, tobt von neuem auf.

ausloben

DWB

aus·loben

ausloben , finem facere laudis und laudes perficere: mhd. ein frowe wil ze schedelîche schimpfen, ich habe ûʒ gelobet. Walth. 45, 8 ; nhd. d…

austoben

DWB

aust·oben

austoben , desaevire: e schaft sich eine mit mutwill krank, umb das si sich etwas gelob und irem fürwitz noch ausztob. Folz bei Haupt 8, 540…

Bankkloben

ElsWB

bank·kloben

Bankklobe n m. Klemmhaken; Schreinerwerkzeug zum Einspannen der Bretter Bf.

Bauernkloben

PfWB

bauern·kloben

Bauern-kloben m. : Schimpfwort für einen groben, ungeschickten Menschen, -klowe [verbr. Glückstein 13]. BadWB Bad. I 128 ; SchwäbWB Schwäb. …

Ableitungen von oben (4 von 4)

beoben

LexerN

be-oben s. bobene.

entoben

Lexer

ent-oben swv. refl. sich erheben über Beliand 4175.

Obene

Campe

✱ ✱ Die Obene , Mz . u. was oben ist, die Spitze. »vf der linden obene da sane ein kleines vogelin.« Manessen Minnes.

veroben

KöblerMhd

veroben , sw. V. nhd. einbeziehen E.: s. ver…, oben W.: nhd. DW- L.: Hennig (veroben)