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Wechseln

mhd. bis spez. · 12 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Campe
Anchors
12 in 12 Wb.
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Wechseln v., ntr, rec, intrs, trs

Bd. 5, Sp. 603b
Wechseln, v. I) ntr. mit haben. 1) Auf einander folgende Veränderungen erleiden, so daß die folgende an die Stelle der vorhergehenden tritt. Es wechselt Alles in der Welt. Es wechselt mit uns oft wunderlich. »In entzückt jede Schönheit des wechselnden Jahres.« Geßner. Der Mond wechselt, wenn er seinen Stand ändert und uns mehr oder weniger von seiner erleuchteten Seite zukehret. — — und verspricht Orleans zu retten, eh der Mond noch wechselt. Schiller. Eine wechselnde Farbe, welche wechselt, sich verändert, besonders, welche aus einer in die andere spielt, z. B. blau in grün oder grün in blau, purpur in roth  (changiren). Dann auch von Körpern, welche wechselnde Farben zeigen. Es flattert um die Quelle Die wechselnde Libelle Bald roth, bald blau, Bald blau, bald grün. Göthe. Wechselnde Laune,  2) I Wechsel stehen, wechselseitig sein, erfolgen. I Bergbaue wechseln die Wetter, wenn sie ihren gehörigen Zug haben, die Luft von unten aus= und die von oben hineinstreicht. Wechselnde Liebe, wechselseitige oder gegenseitige. »I wechselnder Liebe.« Voß. II) △ rec. Sich wechseln, abwechseln. Wie sich Jammer und Glück wechseln in liebender Brust. Göthe. III) intrs. 1) Den Ort wechseln, hin und wieder gehen und ziehen. Das Wild wechselt an einem Orte, bei den Jägern, wenn es daselbst gern aus= und einziehet. 2) Wechselgeschäfte treiben. Man wechselt von Leipzig nach Amsterdam, wenn zwischen beiden Orten ein Wechselhandel eingeführt ist. IV) trs. 1) Überhaupt ein Ding, gegen ein anderes derselben Art geben oder nehmen, bekommen, sowol bloß an die Stelle desselben, als auch für dasselbe, dem Werthe nach. Die Kleider wechseln, anstatt derjenigen, die man anhat, andere anlegen. Mit der Wäsche wechseln, andere Wäsche anziehen. Die Pferde wechseln, anstatt der gebrauchten frische Pferde nehmen, vorlegen. Den Herrn wechseln, den alten Herrn verlassen und einem Andern dienen. Und wechselte den Herrn, das Land, das mich gebar, Mein Sinn und Herz blieb so, wie es von Kindheit war. Wolke. Seinen Platz wechseln, anstatt des Platzes, welchen man hatte, einen andern einnehmen, einen andern Platz nehmen. Die Zähne wechseln, andere Zähne bekommen; wo es dem Wesen nach das Zustandwort ist. So auch in dem Ausdrucke die Farbe wechseln, eine andere Farbe bekommen, besonders bei Schamgefühl roth werden, und bei Schrecken  die Farbe verlieren, blaß werden. Geld wechseln für eine Münzsorte, andere Münzsorten geben oder sich geben lassen. Ein Goldstück wechseln, sich Münze, klein Geld dafür geben lassen. 2) Besonders, wenn es unter zwei oder mehrern Personen geschieht. Die Plätze wechseln, seinen Platz verlassen und den des Andern einnehmen, wo dann der Andere den verlassenen Platz des ersten einnimmt. Briefe mit jemand wechseln, Briefe an ihn schicken, und dagegen von ihm geschriebene erhalten. S. Briefwechsel. Die Ringe wechseln, seinen Ring der andern Person geben, und dafür den ihrigen bekommen; besonders von Personen, welche sich verloben, oder noch mehr, welche getrauet werden, wo der Prediger die Ringe wechseln läßt. Worte mit jemand wechseln, mit jemand sprechen, indem man bald selbst spricht und bald den Andern sprechen läßt; in engerer Bedeutung aber, sich streiten, zanken. S. Wortwechsel. Blicke wechseln, einer andern Person Blicke zuwerfen, und von dieser dagegen Blicke empfangen. Kugeln wechseln, uneigentlich, sich auf Pistolen schlagen, indem erst der eine auf den andern, dann dieser auf jenen schießt. — D. Wechseln. D. — ung.
3498 Zeichen · 59 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    wechselnsw. V.

    Köbler Mhd. Wörterbuch

    wechseln , sw. V. Vw.: s. wehselen

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Wêchseln

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Wêchseln , verb. regul. welches in zwiefacher Form üblich ist: 1. Als ein Neutrum, mit dem Hülfsworte haben. (1) Auf ein…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    wechseln

    Goethe-Wörterbuch

    wechseln [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  4. modern
    Dialekt
    wechselnschw.

    Pfälzisches Wb. · +2 Parallelbelege

    wechseln schw. : ' ändern, tauschen ', wechsele (węgsələ) [vereinzelt Christmann Kaulb 12 Mang 93 Müller Dietschw 71 Krä…

  5. Sprichwörter
    Wechseln

    Wander (Sprichwörter)

    Wechseln 1. Es wechselt mit uns wunderlich, bald preussisch, bald sächsisch und bald kaiserlich. 2. Gewechselt kriegt ma…

  6. Spezial
    wechseln

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    wech|seln I vb.tr. 1 (tauschen) baraté (-ta) 2 mudé (müda) 3 (verändern, z.B. Stellung) mudé (müda), baraté jö 4 (in Bez…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit wechseln

21 Bildungen · 8 Erstglied · 11 Zweitglied · 2 Ableitungen

Zerlegung von wechseln 2 Komponenten

wech+s+eln

wechseln setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

wechseln‑ als Erstglied (8 von 8)

wechselname

DWB

wechsel·name

wechselname , m. : der heil'ge dreiklang, den du ewig muszt erkennen, wie immer du ihn magst mit wechselnamen nennen. Rückert werke 8, 580 .…

wechselneigung

DWB

wechsel·neigung

wechselneigung , f. wechselseitige neigung: wegen der beständigen wechselneigung beyder seelen belustig. d. verst. u. witzes 1, 141; die wec…

wechselnot

DWB

wechsel·not

wechselnot , f. wechselnde not: als wir der irrfahrt kummervolle wechselnoth ertrugen. Göthe 15 , i , 188 ( Faust II, 8791) Weim. ausg.; abg…

Wechselnote

Meyers

wechsel·note

Wechselnote (ital. Cambiata , franz. Nota d'appoggiatura ), soviel wie Vorschlagsnote (s. Vorschlag ); gewöhnlich soviel wie frei auftretend…

Wechselnoten

Herder

wechsel·noten

Wechselnoten (ital. note cambiate), in der Musik die bei dem unregelmäßigen Durchgang die Stelle der Hauptnoten vertretenden und der Grundha…

wechseln als Zweitglied (11 von 11)

abwechseln

DWB

abwechseln , alternare, variare, nnl. afwisselen: nun das wir von dem alten abgewechselten verlassen Hungaria auch etwas sagen. Frank weltb.…

anwechseln

DRW

anwech·s·eln

anwechseln eintauschen alles das, so ... W. ... an ligenden gutern ... gewannen, erbauet, angewechselt ... hat 1496 MBoica XV 215 Faksimile …

aufwechseln

DWB

auf·wechseln

aufwechseln , permutando colligere, nnl. opwisselen: das golt wird thewr sein, angesehen dasz man das best golt dem armen mann aufzuwechseln…

auswechseln

DWB

aus·wechseln

auswechseln , commutare, austauschen, nnl. uitwisselen: geld, waaren, gefangene auswechseln; ein mann musz gegen den andern ausgewechselt we…

einwechseln

DWB

ein·wechseln

einwechseln , commutare, schw. invexla, dän. indvexle: geld, ducaten einwechseln; gefangne einwechseln, auswechseln. das pfand einwechseln, …

obwechseln

DRW

obwechseln, v. tauschweise übergeben als vns ... E. ... hat ... 2 tagwerch wismads grunt vnd podem geben vnd obgewechselt ... also haben wir…

schriftwechseln

DRW

schrift·wechseln

schriftwechseln, schriftenwechseln, v. I korrespondieren, mit jm. einen Briefwechsel führen mit dem herzog nicht schriftwechseln, sein ingen…

umwechseln

DWB

umwechseln , vb. , trennbar. 1 1) etwas umwechseln eins für ein andres nehmen, zweierlei miteinander vertauschen: de de schulde ummewesseln …

verstoffwechseln

RDWB1

verstoffwechseln, metabolieren Zucker ist die Voraussetzung dafür, dass sich Karies bildet: Die im Mund vorhandenen Bakterien verstoffwechse…

verwechseln

DWB

ver·wechseln

verwechseln , v. , ahd. farwehsalôn Graff 1, 719 ; mhd. verwehseln mhd. wb. 3, 550; Lexer 3, 298 ; mnd. vorwesselen Schiller-Lübben 5, 504 ;…

Ableitungen von wechseln (2 von 2)

erwechseln

DWB

erwechseln , vicibus transferre: damit wil er bewert haben, das Christus sein priesterthum, als er gen himel gefaren ist, auf s. Peter und s…

verwechseln

DWB

verwechseln , v. , ahd. farwehsalôn Graff 1, 719 ; mhd. verwehseln mhd. wb. 3, 550; Lexer 3, 298 ; mnd. vorwesselen Schiller-Lübben 5, 504 ;…

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Cotta, M. (2026). „wechseln". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 10. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/wechseln/campe
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Cotta, Marcel. „wechseln". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/wechseln/campe. Abgerufen 10. May 2026.
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Cotta, Marcel. „wechseln". lautwandel.de. Zugegriffen 10. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/wechseln/campe.
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