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grete

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

grete

Bd. 9, Sp. 198
grete , kurzform für margarethe; im mittleren und östlichen norddeutschland erscheinen formen mit i: krītə Hentrich Eichsfeld 56; gríde Hertel thür. 110; grete, grite, gritte Müller - Fraureuth 1, 440; faule griete, gritte mark Brandenburg Pritzel-Jessen 151; dumme gritte Bernd dtsch. spr. in Polen 83; ebenso im schles.; gritte, gewöhnlich gritt, dem. grittche Ermland Frischbier 1, 254; sodann im westlichsten nd.: grīət Leihener cronenberg. 47; vgl. nl. griet; anders zu beurtheilen alem. grīt, gritt Staub-Tobler 2, 826, 'etwas vornehmer als grēt', nach frz. marguerite; aus älterer sprache nur fürs md., speciell für thür.-obersächs. zu belegen: grîte Bartsch md. ged. 73, 12; griet Kielmann Tetzelocramia (1617) f IIIa; Thuringis griete Stieler 692; griete Iccander briefe (1727) 2, 154; jungfer griete Chemnitzer rockenphilosophie 3, 303. grete ist samt den deminutivformen gretel, gretchen vielfach zum appellativum geworden (vgl. Wackernagel kl. schr. 3, 132. 137): 11) auf personen angewendet. 1@aa) vorwiegend in alem. und rhein. landen für frau, mädchen schlechthin Staub Tobler 2, 824; Martin-Lienhart 1, 285; Follmann 215; auch im nl., woordenb. d. nederl. taal 5, 698; mehr scherzhaftes appellativ Fischer schwäb. 3, 827; Schmeller 1, 1017; gredl verallgemeinert für frauenzimmer Schranka wiener dial. 64; du bist ein wunderlich gret (das mädchen heiszt Vreneli) Gotthelf Uli d. knecht 306; dis sind noch zwo wispligi greten mutwillige mädchen Martin-Lienhart a. a. o.; redensart: o weh, o weh kätt, d gret het s laufen da ist etwas schlimmes passiert ib.; ebenso in älterer sprache: gret quaevis mulier Henisch 1741; gret quaevis mulier dicitur, quasi amica gratiosa Stieler 692 (er leitet das wort von greten begehren ab, s. d.); Venus wird dir gen so vyl zknetten mit iren junckfrawen schon das du würst wie ein gret do ston Gengenbach 131 Goedeke; parodische bauernregel: in dem mertz hat die grete, wann sie in dem rock geschissen, einen faulen stertz Leyer-Matz lust. correspondentz-geist (1668) 200; sprichwort: mach dich der greten nicht zu nahe, wiltu werden alt und graw Lehmann florileg. polit. (1662) 1, 61; dafür: mach dich der greten nich zu nah, so wirst du langsam graw Henisch 1741. alem. redensart: ich bin halt der armen greten sohn, tochter ich habe kein glück Martin - Lienhart 1, 285; Ch. Schmidt straszb. 44; daneben ich ha's wie der arme grete tochter Staub - Tobler 2, 284; 's ist der armen greten tochter armer leute kind Fischer schwäb. 3, 827; alte wendung: bin ich halt der armen greden tächter Aal (1549) nach Staub-Tobler; dann ich hatte selbst nichts: war ärmer als der armen greden sohn Moscherosch gesichte (1650) 2, 30; nd. redensart: gretchen in der küche für ungeborene kinder Herrigs archiv 24, 438 mit erklärung (gegenstück hänschen im keller); gretken in de köke eine gesundheit an schwangere frauen Dähnert 160b; nd. anscheinend auch prägnant für das allerweiblichste: dat passt as pünt in gret sagen werkleute und andere arbeiter, wenn sie etwas nach dem augenmasz machen und ohne gemessen zu haben, glücklich treffen Herrigs archiv 24, 438. — in frühnhd. literatur typischer name der bauernfrau, -dirne: liebe greto thuon mir gmach sagt der bauer zu seiner frau Gengenbach 149, 1232 Goedeke; ich trug in (den käse) heimlich meiner greden ausz dem haus fastnachtsp. 53, 17; vgl. H. Sachs 14, 178, 10 Keller-Götze; ich haisz gretel prunzinstall (stellt sich eine hausmagd vor) fastnachtsp. 401; greetj schöttelwaschersch 'beiname, den man einer berührigen magd gibt, überhaupt auch der köchin' Schütze holst. 2, 65; daher wird grete speciell zum appellativ für bauernfrau, -mädchen: weil nun die gretel mit dem ja nicht wolte heraus, sondern lieber ihres gleichen nehmen Simplicissimi alberner briefsteller (1725) 16 (sonst immer bauren tochter); mir gfalt die baurn gretel nicht übel, dasz sie ihr vorgenommen, ihres gleichen zu heurathen 18; bauernknechte so ihre grieten bey der hand führeten Iccander briefe (1727) 2, 154; schweiz. noch heute in diesem gebrauch Staub-Tobler 2, 824. 1@bb) namentlich im älteren alem. prägnant für leichtfertiges, sittenloses mädchen in allen abstufungen, nicht ganz so hart wie das ähnlich entstandene metze: es ist kein scham noch zucht do by, wann sy (beim tanz) die töchtern werfent fry und gredtlin sich hoch ynher bricht, das man ir weisz nit wa hin sicht Murner narrenbeschw. 50, 25 neudr.; ebenso 44, 1; margredt 80, 25; gret müllerin hauptperson in der mühle von Schwindelsheim; dann wo ein münich uff der weyde geet, da ist gemeinlich auch ein gredt Clemen reform.-flugschr. 3, 51; was gröszer büberei ist das an dir, zu solcher zeit in der nacht zu kummen für gretleins thür Arigo decam. (1535) 28a; öfter in folgender verbindung: der krufflos babst Calixtas .. hat unsz genumen grosse freid, die gretlin under dem fürtuoch treit Murner luth. narr 4121; das sy das hymmelsch ewig leben umb gredten fürduoch dörfften geben gäuchmatt 2810 Uhl; vgl. 4337; noch heute im schwäb.: die ist jedermanns gretel von einer gefallsüchtigen Fischer 3, 827; indessen auch für 'geliebte' ohne anrüchigen beigeschmack: ein hanenfeder muss er han, ein hemd mit seiden näten, damit er möge wol bestan und gfallen seiner greten Uhland volksl. 637; ich füre mein gredel zum tanz Birlinger schwäb.-augsburg. 203a (quelle von 1710); gretlein liebchen Fischer schwäb. 3, 827; für ehefrau: als im der todt genommen het Euridicen sein schöne gredt Seb. Brant freidank (1538) F 2c; mar sollat .. itt freassa davaun, noh ih noh mei graith sagt Adam zu Eva Seb. Sailer nach Fischer schwäb. a. a. o.; sprichwort: ein jeder hat sein gretel lieb, ob sie schon beknodelt ist Lehman florileg. polit. 1, 501; der landammann von Schwyz ermahnte die Toggenburger, sie sollen sich des psalmensingens müszigen und dafür das gretli singen (liebeslieder?) Staub - Tobler 2, 824 (ende des 16. jhs.). 1@cc) weit verbreitet als scheltendes appellativ, je nach dem dialect mit verschiedenem sinne: beuse greete ein böses weib Strodtmann osnabr. 76; grete, grite, gritte verächtl. für mädchen, (boshaftes) frauenzimmer Müller-Fraureuth 1, 440; auch im nl. booze, kwade griet woordenb. d. nederl. taal 5, 698; ebenfalls mehr norddeutsch im sinne des plumpen, schwerfälligen: dikke greetje vierschrötige frauensperson; buur-greetje brem. wb. 2, 541; grēte schimpfname für ein träges frauenzimmer Bauer-Collitz waldeck. 41a; bauerngríde plumpes mädchen Hertel thür. 110; spöttisch baurengretl Birlinger schwäb.-augsburg. 203a; Schmeller 1, 1017; dagegen: gredl gezierte putzpuppe Schranka wiener dial. 64; dumme, putzsüchtige, hoffärtige frauensperson Hügel 70; vgl.putzgretl Schmeller a. a. o.; grethel dumme, blöde person Loritza id. vienn. 54; dumme, a(o)lberne gritte Bernd deutsche spr. in Polen 83; du dumm gretl Follmann 215; du dummi gret gutartiges scheltwort Martin - Lienhart 1, 285; dummi gret einfaltspinsel Staub-Tobler 2, 824; vielfältig componiert, z. b.: fürchti-, jamer-, kumbergretli 825 (schon bei Fischart murrgret mürrisches weib nach Wackernagel kl. schr. 3, 137); schiessgretli weibsperson von hastigem wesen Staub-Tobler a. a. o. (schon 1605 belegt), vgl.laufgretel Schmeller a. a. o.; gänsgret dummes weib, schnapsgretl, puppengret Martin-Lienhart 1, 286; auch das blosze demin. hat schweiz. verächtlichen sinn: bin ich denn nüd en g'schlagne mann das ich muess so es gretli ha! volkslied bei Staub-Tobler 2, 824; das ist nur mit gretli g'schimpft nur wenig, nicht stark ib.; lutherisch gretel wird von katholiken den protestantischen mädchen nachgerufen Martin-Lienhart 1, 285. die schwarze Greet ist eine gestalt des nd. volksglaubens J. Grimm dtsch. mythol. 43, 155; davon die redensart: da hett swatt Greetj in scheeten von tauben, mit wurmkot gefüllten nüssen gesagt Schütze holst. 2, 66; auch im älteren md. schon di swarze Grîte Bartsch md. ged. 73, 12. 1@dd) wesentlich alem. scheint die übertragung des scheltenden appellativs auf männer: homo effoeminatus ein weybischer mensch, ein gret Frisius diction. (1556) 462b; die gret, ein weybisch man Maaler 192a; das ist ein läpsche grete homo est effoeminatus Steinbach 1, 638; wenn ein mann ein gred ist und weiberarbeit thut Geiler brösamlein (1517) 2, 49a; (Venus sagt zum kriegsmann:) wann du schon werst ein ruher stein, vyl herter dann ist ein magnet, machten usz dir dannocht ein gret Gengenbach 133, 631 Goedeke; einem, dem die stirne gleisst, der sich wie die damen schmüket, wird erweisslich aufgerüket wenn man ihn ein gretgen heisst Grob dichter. versuchg. (1678) 143; grēt furchtsame, schwache, unbehülfliche person, auch männlichen geschlechts Staub - Tobler 2, 824; wîbergrētli weibischer mann 826; furchtgret memme Stalder 1, 478. 1@ee) alt ist die paarung hans und grete; bei Luther stereotypes namenmuster, z. b. in der trauformel: Hans, wiltu Greten zum ehelichen gemalh haben 303, 77 Weim.; Hans willstu Greten haben, Grete willst du Hansen haben vos amantes matrimonione conjungi exoptatis Stieler 692; es ist nicht mehr um die zeit da Gretlin span und Hänszlin stecken ritt Fischart binenk. (1581) 139; Hänsel und Gretel im Grimmschen märchen; Henslein und Gredlein Uhland volksl. 671; Hänsel, wo hast dein Gräthel gelassen? anfang eines liedes aus dem 17. jh. bei Schmeller 1, 1017; appellativ: Hans und Gretj mann und frau Schütze holst. 2, 65; brem. wb. 2, 541; 'er' und 'sie' Fischer schwäb. 3, 827; im scherz wird ein verliebtes paar Hansel und Gretel genannt Schmeller, Fischer a. a. o.; in zahlreichen mundartlichen sprich- und scherzworten verbreitet, z. b. jeder Hansl find't e Gretel Martin-Lienhart 1, 285; Hansl und Gredl spiln verliebt sein Schmeller, Fischer; vgl. auch 2. 22) auf dinge übertragen: gret name von schauspiel-, schieszbuden-, fastnachtpuppen Staub - Tobler 2, 824; gretel eine marionette Martin - Lienhart 1, 285; grete auch für puppe Müller-Fraureuth 1, 440; hansel und gretel spielwaren, figuren des puppentheaters Fischer schwäb. 3, 827, ausgestopfte figuren bei pfingstaufzügen Schmeller 1, 1017; grete, gretchen rute mit der kinder gezüchtigt werden Bernd deutsche spr. in Polen 83; birkengretchen und karbatschenhänschen rute und peitsche s. th. 2, 39; gretchen vom (am) deich ältere, ende des 19. jhs. ausgestorbene bezeichnung des kreuzbramsegels Kluge seemannsspr. 328 mit erklärung; nach Bobrik 319b. 631a dafür auch blosz gretchen. — faule grete nannten die bauern ein schwerfälliges geschütz des kurfürsten Friedrichs I.; groot greetj hiesz eine alte holländische übergrosze kanone Schütze holst. 2, 65; vgl. brem. wb. 2, 541; eine dulle griete steht noch heute in Gent. — grise greetje suppe von buttermilch mit zerriebenem roggenbrot brem. wb. 2, 541; grise greete Strodtmann osnabr. 76. 33) sehr verbreitet ist grete mit den deminutivformen in volksmäszigen pflanzennamen. 3@aa) für nigella damascena, den türkischen schwarzkümmel, haben die dialecte verschiedene bezeichnungen; am verbreitetsten ist gretchen im busch: gret in b. Danneil altmärk.-plattd. 70; gretchen im b. in Schlesien Pritzel-Jessen 247; vgl. Schmeller 1, 1017; gretli im b. Martin-Lienhart 1, 285; ebenso in St. Gallen Pritzel-Jessen 247, und sonst schweiz. Staub - Tobler 2, 825; grethchen im b. notiert Nemnich 209; grätchen im b. Fr. B. Weber öcon. lex. 202; vgl. Holl 135b; Schlechtendal flora v. Deutschland 11, 219. — wesentlich norddeutsch scheint gretchen im grünen Schlechtendal a. a. o.; gretchen, greten int grône Pritzel-Jessen 247 (aus Holstein); gretjen int gröne Schütze holst. 66; gretchen (gretel) im grünen Askenasy frankf. 170. — aufs bair.-österr. beschränkt scheint gretel in der staude Holl 135b; Höfer 1, 322; gretel in oder unter oder hinter der stauden Schmeller 1, 1017; gretl in der staudn salzburg., unta de staudn bair. Pritzel-Jessen 247; gretel in der staude Unger - Khull 305b; gredel i. d. st. Nemnich 209. — südwestdeutsch ist gretchen in der hecke Oken 3, 1159; greitchen an der heck lux. ma. (1906) 154a; gretl henner der heck Follmann lothr. 215; gretel in d. h., hinder d. h. Martin-Lienhart 1, 285; greedel i. d. h. Ch. Schmidt straszb. 44; grētli i. d. h. Staub-Tobler 2, 825. — nur schweiz. erscheint greatli im struss (St. Gallen bei Werdenberg) Pritzel-Jessen 247; grētli im strūss Staub - Tobler 2, 825. — nicht localisierbar ist gretel in der hütte Wackernagel kl. schr. 3, 139; Wagners archiv 1, 244. — gelegentlich für verwandte pflanzen: nigella arvensis, hornkümmel, gretel in der staude österr. Pritzel-Jessen 246; ebenso Unger-Khull 305b; nigella sativa, schwarzer koriander, grētli im busch Staub - Tobler 2, 825. die namen beruhen auf dem aussehen der blume: die weisz - blauen blütenblätter sind von den zu fäden entwickelten grünen kelchblättern wie von einem busch umgeben; vgl. die für dieselbe pflanze üblichen namen 'braut in haaren' und 'jungfer im grünen'; im (wohl spontanen) vergleich bei Bettina v. Arnim: die secte die hier in meiner liebe stadt Frankfurt wie die gretel im busch aufgeblüht war mitten im luxus von den reifröcken, paniers, andrieng ..., die war nach art der quäker dies buch gehört dem könig 1, 45. 3@bb) zottige grete bezeichnet im österr. dianthus plumarius, die federnelke: zottichtes gretl Höfer 1, 322; das zottlichte gretl österr. Pritzel-Jessen 134; nach Loritza id. vienn. 54 dafür auch bloszes grethel. 3@cc) faule grete ist mehrdeutig; teils für aethusa cynapium, gartengleisze (anscheinend mehr im norden Deutschlands): preuss. Frischbier 1, 252; schles. Pritzel-Jessen 12a; in der altmark als ful gret ib.; vgl. Holl 135b; Nemnich 209; teils für falcaria vulgaris, sichelkraut (auch im süden Deutschlands): faule griete, gritte mark Brandenburg Pritzel - Jessen 151a; faule grete in Schlesien, Würtemberg ib.; Fischer schwäb. 3, 827; vgl. Nemnich 209. — anderes vereinzelt: anagallis arvensis, gauchheil, faul gretchen Nemnich 209 (mecklenburg. dafür fule lis, ful liese Pritzel-Jessen 25); fumaria officinalis, ackerraute ful gret (Altmark, einige dörfer) Pritzel-Jessen 156a; auch für semen foeni graeci Frischbier 1, 252, s. d. 3@dd) feine (vereinzelt schöne) grete ist volksmäszige bezeichnung und verdrehung von trigonella foenum graecum; fine greet, greetjen norddeutsch, fine greiten götting., schone margret ostpreusz., bloszes margret götting., hamburg., mecklenburg. Pritzel-Jessen 409; im besonderen auch für das medicament semen foeni graeci Schemionek elbing. 47; Follmann lothr. 215; im selben sinne auch faule grete s. o. c; im ostfries. bezeichnet fine grete sisymbrium sophia Pritzel-Jessen 379. 3@ee) hänschen und gretchen in Hessen für veronica chamaedrys, gamander Pritzel-Jessen 432. 3@ff) greetjebladen (gretchenblatt) ostfries. für plantago maior, wegerich Pritzel - Jessen 292. — nicht hierher gehört gretwurz, vereinzelt für artemisia abrotanum 'eberreis' Holl 135b; metathesis aus dem geläufigeren gertwurz. 44) zoologisch: faule grete stinkende baumwanze Sanders 1, 626a.
15131 Zeichen · 264 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    grêtef.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer)

    grêt , grête f. s. grêde.

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    Grêtenpr.

    Mittelniederdeutsches Wb.

    Grête , npr. , als Gattungsbezeichnung für Mädchen, Frau überhaupt, 16. Jhd., ên itlĩk heft sîne Grêten lêf, al is se be…

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Grete

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Grete , Diminut. Gretchen, im gemeinen Leben, der verkürzte Nahme Matgarethe.

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Grete

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Grete , weiblicher Vorname, Abkürzung für Margareta (s. d.).

  5. modern
    Dialekt
    Gretef., n.

    Pfälzisches Wb. · +4 Parallelbelege

    Grete f., n. : 1. a. 'Kurzform zum VN. Margarethe ', Gret (grēd) [verbr.]; Dim.: Gretche [verbr. WPf NPf], Gred(e)l [ver…

  6. Sprichwörter
    Grete

    Wander (Sprichwörter)

    Grete 1. Der armen Grete Sohn muss immer dahinten stehen. ( Schweiz. ) 2. »Gret, fluddert di dat Band ok?« – »Ja, Hans, …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit grete

18 Bildungen · 12 Erstglied · 6 Zweitglied · 0 Ableitungen

grete‑ als Erstglied (12 von 12)

Grēteken

WWB

grete·ken

Grēteken n. [verstr.] 1. kleines Mädchen. — 2. Graitken im Busk Schwarzkümmel (Nigella damascena) ( Lst Dr ). — 3. In Gritkens Luǫke in der…

Gretelchen

GWB

gretel·chen

Gretelchen wie ‘Gretel’ 1, mit doppeltem Kosesuffix [ Marthe: ] G. [Grethelchen FaustFragm 1336 ; Gretgen Urfaust 730 ], was soll’s? Faust I…

Grete-Len

ElsWB

gret·elen

Grete-Len Margarete-Magdalena Str. ‘Do kummt z'maist e Kammerädel nuf: ... ’S Grete-Lehn’ Pfm. III 7.

Gretelis

ElsWB

gret·elis

Gretelis Margarete Elisabeth: ‘Do kummt z'maist e Kammerädel nuf! ’S Grete-Liss’ Pfm. III 7.

greteln

DWB

gret·eln

greteln , vb. , tändeln, säumen Reinwald henneberg. 53 ; ableitung vom eigennamen grete, s. d. 1 b.

gretenhenne

DWB

greten·henne

gretenhenne , f. , weibischer mann: als dieser Verres dem Cicero verwiesz, dasz er ein weibischer mann und ein gretenhenne were Xylander Plu…

Gretenwääschen

MeckWB

Gretenwääschen n. Bäschen Gretchen Bri. 2, 31 u. öft.

gretenwerk

DWB

greten·werk

gretenwerk , n. , weibisches, törichtes werk: die lumpenreüter, die yetzt in kryeg ryten in zerhowenen röcken und wammesten, dorumb dasz man…

Greter

Idiotikon

Greter N. Band 2, Spalte 826 Greter N. 2,826

gretetuoh

AWB

gretetuoh st. n. — Graff V,366. grete-tch, -tvch: nom. sg. Gl 3,235,62 ( SH a 2 ). Wundpflaster: emplastrum.

grete als Zweitglied (6 von 6)

Furchtgrete

Wander

furcht·grete

Furchtgrete Eine Furchtgret. – Germania, V, 314. Eine furchtsame, weibliche Person; ein Pleonasmus, mit Gret wird in der Schweiz eine Memme …

Klösselgrete

Wander

kloessel·grete

Klösselgrete 'S is en rechte Kliesselgrete. Wol so viel wie Pinselliese. Eine breslauer Kräuterin sagt zu zwei andern: »Ihr sed wul olle bed…

Margrête

MNWB

marg·rete

Margrête , npr. , Margarete, M.n dach 13. Juli. S. noch Grête.

Murrgrete

Wander

murr·grete

Murrgrete Sie ist eine Murrgrete. – Germania, V, 324. In Bezug auf ein mürrisches Mädchen.

schlumpergrete

DWB

schlumper·grete

schlumpergrete , f. nachlässig gekleidetes, unsauberes frauenzimmer Wander 4, 249 . vgl. schlumpern 2, schlumperkäthe, -liese und schlapperg…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „grete". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 9. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/grete/dwb
MLA
Cotta, Marcel. „grete". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/grete/dwb. Abgerufen 9. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „grete". lautwandel.de. Zugegriffen 9. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/grete/dwb.
BibTeX
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