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Margarete

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RhWB
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Margarete

Bd. 5, Sp. 858
Margarete die volle Form fast nur noch in Bauernregeln, u. zwar Rhfrk mārgrēt , heute auch ; Mosfrk margrī:t, –grit, –grikt (s. Grete) [mr- Daun; mōr- WBitb; męr- Koch] ; Rip marjrī:t [veralt. mę·r.(ə)-] ; Nfrk mār-, męrjrī:t, –ēt; Kurzf. marja jüngst nach dem Nhd.; hēt(a) Mörs; sonst Rhfrk grēt(χə), –dəl; Mosfrk grē:t, –ī:-, –i-, –kt, grē:ta, –ti, –da, –di; Rip grī:t, grē:tā; Nfrk jrī:t, –ē-, –ta, jritšə, γretšə (s. Grete) f. (für die Hl.), n. (für den Rufn.): 1.a. die hl. M. u. ihr Tag (20. VII.). Barbara mat dem Turm, M. mat dem Wurm, Katharina mat dem Rädchen, dat sin drei heilige Mädchen Trier-Schleidw. In Goddes Name on sint M., et mag os dann glöcken oder net! betet der Sämann MGladb-Bockert. De Wipperfürther Gretsches brengen wat Nates (Nasses) odder nehmen et met bezieht sich auf die früher am Johannistage übliche Prozession der W. nach Hardenbg Elbf. M.dag, da kunn de Schof (Schafe) e jen Zog on de Beien e jen Flog (Flug) Prüm-Mürlenb 1860. Jokobs (Johanni) Blot (Blüte) däht selde got; M. Bl. däht nömmer got bei der Traubenblüte uMos. Margrot brengt dem Werk (Flachs) den Droht Malm-Amel Emmels. Zent Margrot es de beste Röbesot (Rübensaat) Geilk, Jül. De örschte Per (Birne) brengt M., drop övverall de Ernt ageht Eup. Margeridder brengt de Schnidder (Schnitter), Jokob on Anna brenge se widder Neuw-Heimb Gladb. Hät M. kene Sonnesching (-schein), küt et Heu net drüg (trocken) hering Rheinb, Altk-Willr. Wenn et regent op M., dann r. et verteg (40) Dag Geld-Veert, Verbr. Ren op zint M. mächt R. vier Weəke (Wochen) lang Kref-Lank. Op M.dag Regen brengt kenne Segen Mörs. Wie et as M., as et, wann de Bauer meht (mäht) Trier-Thomm. — Volksgl. Gehannsdag net klommen (klimmen), M.dag net schwommen (schwimmen) Bernk-Burgen. Verbr. ist der Glaube, dass, wenn es auf M.tag regnet, die Haselnüsse faul werden: Wann et op M.dag rent, dann faulen (ersaufen) de Ness (am ‘im’ Wasser), get et N. Bitb, Allg., — gin de Hoselniss falsch Saarbg-Soest, — daf (taub) Merz-Nunk, — komme de Wörm en de Nöss Grevbr, — schreit de N. owih un ach Köln-Stdt; op M.dag e Gewitter, gen de Ness bitter Daun-Tettschd; man sagt scherzh. zingk M. (oder derb et Griet(che)) piss en de Nöss, hät de N. bepiss (besächt, beseck, verpisst; s. d. W.); do hät de fulle Griet dren gesete Mörs-Veen; Gretchen, du musst wissen, dass du heute nicht darfst pissen; sonst verderben alle Nissen! Daun-Üdersd. — b. der sehr häufige weibl. Vorn. M.che, M., dei Hemche (Hemd) gaukt (guckt) fir, zieh't aus doch, z. aus doch, dann danz eich met dir! Bernk-Gonzerath. Sebella, Kathrina, schärmante M., schöne Spillewerken on sch. Alltit (-zeit)! Mörs-Xanten. Im übrigen s. Neckr. u. RA. bei Grete. — Doppeln. Gədrenməgritt Katharina M. Neuw-Datzeroth; Marimargrēăt u. Mimmergr. Siegld; Gredellies-che, hieb (hebe) dei Fiss-che (Fuss), danz e biss-che! Tanzld. Birkf; heissa, hopsa, Grerelies, more kemmt de Tante, brengt e Sack voll Lewerwirscht on die Musigante! Birkf-Idar. Annemargretche, wohingähste? Of Trarbach Bire (Birnen) lesen usf. Bernk-Wehlen. — 2. übertr. a. persönl. α. M.chen weibl. Hirschkäfer Saarbr-Heiligenwald, Ottw-Wiebelsk, Saarl-Ensd, Merz-Reimsb, Trier-Langsur Stdt, May-Andernach; Greredel Goar-Holzf. — β. M.chen Beerenwanze Merz-Honzr, Altk-OLahr. — γ. Gretche (-ī:-) scherzh. Made in Obst, Käse, Fleisch Wend-Mainzw, Merz-Düppenw Mettlach, Bernk-Veldenz, Schleid-Berg, Eusk-Elsig Euenh Firmenich Wissk, Geld-Kervenh (fulle Gritt) Winnekendonk (in Nüssen), Mörs-Sonsbeck. — δ. Grittchen die grosse Heuschrecke Bernk-Merschd. — ε. Griet Feldhuhn Geld. — b. sachl. α. M.chən Pflanzen. αα. Massliebchen, bellis perennis Verbr. Saar, Trier, Bitb (verbr.), Prüm-NLauch, Wittl-Manderschd Monzel Sehlem Stdt, Bernk-Kesten Lieser Neumag Rapperath Rhaunen Wehlen, Zell-Lautzenhsn, Birkf-Bosen Eckelhsn Eisen Eiw Nohfelden Selb Sötern Schwarzenb, Siegld-Würgend, Dür-Stdt; -γretšə Mörs-Hombg, Rees-Diersfordt [mar(ə)grēdəlχə, –ērəl- Saarbr-Eiw, Saarl verbr., Ottw-Dirming Thalexw Wustw, Merz-Büschf, Saarbg-Ayl Wawern; -grī:dərχən Merz-Silwing; -grid-, –grit- Bitb verbr.; magrē:nχə Saarl-Lisd; grēdălisχə Ottw-Hüttig Rassw; anəmagritχən Trier-Büdlich; mEigrē:tχən (-e·i.tχən) Merz-Bergen Brotd Losh Merching Wahlen]. RA.: De Märgrī:tχər bleihen! die Ferse schaut aus dem Strumpfloch. — ββ. gross M.chen weisse Wucherblume, chrysanthemum leucanthemum Saar; Magret Bernk-Rhaunen; Margeritt Bo-Geislar, Bergh-Stdt; welde Margritt Geld-Schravelen; Margeritten Gummb-Berghsn (neu). — γγ. Wiesenschaumkraut, cardamine pratensis Kemp-Stdt SHubert Vorst, Geld-Aldekerk. — δδ. Gartenstiefmütterchen, viola tricolor Mörs-Ginderich Lütting Veen. — εε. gemeine Nachtviole, hesperis matronalis Kref-Willich. — ζζ. Grietche em Heu Hauhechel, ononis spinosa Rheinb-NDrees. — ηη. Märgrī:dərχən weisse Pflaume Merz-Mond. — β. Margriet n. Gerber-, Kirspelholz Köln-Stdt. — γ. M.chə scherzh. Margarine Kreuzn, Simm, Goar, Saarl, Wittl-Bausend, Prüm, uMos von Bernk an, Daun, May, Neuw, Altk, Rip u. OBerg u. SNfrk verbr. RA.: Wann mer mänt (meint), et M. wär im Dibbe, dann is et schonn wiere draus Simm-Leideneck. M., o du schlechte Butter! Koch-Klotten. — S. weitere übertr. Bed. bei Grete.
5300 Zeichen · 150 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Margarete

    Goethe-Wörterbuch

    Margarete auch -gareta, -gareth(e), -gret(e), -grethe, abgekürzt ‘Margar.’; Akk -n weiblicher (Vor-)Name 1 Margarete von…

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Margarēte

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Margarēte , fürstliche Personen: 1) M. von Anjou , geb. 23. März 1430, gest. 25. Aug. 1482, Tochter des Königs Renatus v…

  3. modern
    Dialekt
    Margaretef.

    Pfälzisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Margarete f. : 1. a. die hl. M. und ihr Tag (13. 7.); vgl. Margaretentag . BR.: Wann's uf Margeret räänt, is es net gut …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit margarete

20 Bildungen · 20 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von margarete

margaret + -e

margarete leitet sich vom Lemma margaret ab mit Suffix -e.

Zerlegung von margarete 2 Komponenten

marga+rete

margarete setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

margarete‑ als Erstglied (20 von 20)

Margaretenastern

PfWB

Margareten-astern Pl. : eine Asternart, Maʳgredeaschdere [ HB-Kirrbg ]. —

Margaretenbirne

PfWB

margarete·n·birne

Margareten-birne f. : eine Birnensorte, -beeʳ , Pl. -beere [ LA-Mörzh BZ-Dierb ]. Südhess. IV 538 ; Rhein. V 860 . —

Margaretenblümchen

RhWB

margarete·n·bluemchen

Margareten-blümchen f., n.: 1. Margrete-, –gretches-, Gritten- (setze die Vokale ein!) Massliebchen, bellis perennis Verbr. Merz-Steinbg , S…

Margaretenblut

RhWB

margarete·n·blut

Margareten-blut (-blüte) Mos f.: in der Winzerregel: M. duht sälde gut, Johannesbl. d. immer g.

Margareteninsel

Meyers

margarete·n·insel

Margareteninsel , 1) Donauinsel, s. Margita 1). – 2) Kurort auf der gleichnamigen Donauinsel bei Budapest, mit berühmten Schwefelthermen, ei…

Margaretentag

PfWB

margarete·n·tag

Margareten-tag m. : BR.: An Marcharededag is der Reche (Regen) eine Plag [ NW-Ellstdt ]. Reje an Maʳgrededag, is vier Woche Rejeplag [ LU-Rh…

Margaretentreppe

RhWB

margarete·n·treppe

Margareten-treppe -trap Köln-Stdt f.: in der Wend.: De hät an der M. gesesse von einem, der viele Kupfermünzen in der Tasche hat (auf der gr…