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regnen

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PfWB
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Eintrag · Pfälzisches Wb.

regnen schw.

Bd. 5, Sp. 459
regnen schw.: 1. wie schd., rächne [Bergz (Kamm 52), mancherorts mittl. u. südl. VPf], reschne [LU-Friesh], räächne (rEχnə) [Otterstetter 52], rechene (ręχənə) [Heeger Südostpf. 16], (rEγənə) [NW-Dürkh], rejene [FR-Heßh], rejjne, rejne [Lambert Penns 124], reene (rēⁿnə, rēnə) [verbr. WPf NPf, Mang 95, Don-Schowe Torscha Krämer Gal 173], rääne (rEⁿnə, rEnə) [] [mancherorts südl. VPf O-PS RO-Lettw, Schneckenburger 22 Otterstetter 52], raane (rnə) [KU-Konk PS-Busbg Bundth Erfw Fischb GH-Neubg (Heeger Südostpf. 15)], riene [RO-Als Nd'mosch KL-Heimkch]; vgl. regern, regencheln; Zs.: ab-, aus-, herein-, herunter- 1, hineinregnen; verregnet; 's rächent [GH-Knitth]; 's rachet [GH-Wörth]; 's reent (gleich, ball) [RO-Messbhf]; 's dut reene [KU-Schmittw/O]. 's werd (gleich, ball) r. [LA-Nußd, verbr.]. 's fangt glei aⁿ zu r. [NW-Ruppbg]. 's gett rääne, dass. [HB-Medh, verbr. SWPf]. Mer missen mache, daß mer häämkummen, ebb's aⁿfangt se rechene [GH-Kand]. 's reent feiⁿ [KB-Kriegsf, mancherorts], zart [GH-Knitth], for die Stadtleit [ZW-Gr'bundb], fer die Herreleit [KU-Börsbn]; Syn. für 'fein regnen' s. rieseln 2. 's räänt Erbse 'Es hagelt' [ZW-Bechhf]. RA. für langen oder starken Regen: Heit reent's nor (bloß, numme) eemol [ZW-Gr'bundb, verbr.], an eem Stick (fort) [KU-Hinzw KL-Hütschhs, verbr.], an ääm Sääl fort [GH-Kand], an eem Bennel [KB-Kriegsf], an eem Hängl [BZ-Albw], in ää Loch neiⁿ [BZ-Annw GH-Leimh]. 's reent Bindfade (Strick) [ZW-Battw LA-Mörzh]. 's will gar nimmi ufheere se r. [KL-Reichb, mancherorts]. 's reent Binnknewwel (Scheißdreck) [FR-Bockh], saumäßich (kanonemäßich) [KU-Schmittw/O], Mischtgawwele (Haaigawwele) [verbr. Don Gal], wie uf Bollacke [Gal-Königsberg], was vum Himmel runner kann [KU-Schmittw/O Diedk], as wann e Sintflut käämt [NW-Ellstdt]. Was unaufschiebbar ist, muß erledigt werden, un wann's Haigawwele reent [KB-Bennhs, mancherorts], Mischtgawwele (Scheißdreck) reent [KU-Bedb Diedk HB-Einöd ZW-Ernstw], Mischtgräffe rejent [LA-Maik], Spieß rechent un Mihlsteen hachelt [Krieger 47]. 'm Bauer reent's in die Werkstatt 'Der Bauer ist vom Wetter abhängig' [KU-Schmittw/O]. Wenn langerwarteter Regen reichliche Ernte bringt, sagt der Bauer: 's hot Bohne (Grumbeere, Weiⁿ) gerechent [LA-Rhodt, Wilde Notizen]. Wann's reent muschde hiⁿ- un herhuppse, daß de naß wersch, scherzh. zu einem sehr Mageren [Kaislt]. Dem reent's in die Nas 'Er hat eine Stupsnase' [ZW-Gr'bundb]. Dem hot's ins Dach gerechent 'Er ist verrückt' [FR-Eppst], en de Kopp geräänt, dass. [WD-Niedkch], in de Härnkaschde (ins Gehärn) geräänt [IB-Hass, ZW-Lambsbn]. Wann's uf mich reent, derf's uf die annere troppse 'Hauptsache, ich habe meinen Vorteil' [NPf (Thielen 102)]. SprW.: Wann's Brei (Herschebrei) rechent, hot mer käⁿ Leffel [LA-Impfl, mancherorts, auch Don Gal]. 's braucht net se rääne, wann's nore treppst [KB-Bischh]; Var.: Wu's net reent, dort troppst's 'Ein kleiner Gewinn ist immer zu erwarten' [Krämer Gal 173, in Var. verbr. Don Gal Buch]. Volksgl.: Wenn es am Hochzeitstag regnet, gibt [] es viele Tränen (viel Unglück) in der Ehe [NW-Mußb, Bobh BZ-Nd'ottb GH-Lingf]. Em Glickliche reent's ins Grab, em Unglickliche uf de Hochzetdag [KL-O'mohr, auch Don Gal Buch]; Var.: Em Seeliche..., em Uⁿseeliche... [BZ-Dernb], Em Gerechde..., em Ungerechde... [Gal-Brig]. Em Glickselige rächent's ins Grab, em Unglickselige schneicht's uf de Hochzetdag [LA-Nd'hochstdt]. WR.: Wann's an de verzich Ridder (10. 3., s. Ritter 1 b) regent, regent's verzich Dag lang [LU-Alsh/Gr, KU-Diedk KB-Kriegsf NW-Geinsh LA-Altd GH-Zeisk]. Wann's morjens frih reent, währt's net lang [KL-Siegb]. Wann's sunndags morjens räänt vor'm Spruch, räänt's die ganz Wuch [ZW-Stamb]. Wann's am Sunndag reent vor'm Esse, braucht mer's die ganz Woch net ze vergesse [KU-Hinzw, LA-Birkw]. Wann's am Sunndag räint, räint's die ganz Wuch [WD-Niedkch]. Wann's an Maria Lichtmeß reent, reent's vier Woche lang [PS-Fehrb]. Wann's of de Karfreidag rechent, dann rechent's 's ganz Johr un macht net naß [GH-Knitth]. Winzerregel: Räänt's uf Barnabas (11. 6.), schwimmt de Weiⁿ bis ins Faß [FR-Albsh], nimmt de Weiⁿ ab bis ins Faß [NW-Freinsh Ungst LA-Burrw Venn BZ-O'ottb], nemmen die Trauwe ab bis ins Faß [KB-Otth NW-Kallstdt], fallen die Trauwe ab bis ins Faß [FR-Grünstdt NW-Bobh], schwimme die Trauwe bis ins Faß [Don-Gottlob]. Scherzh. WR.: Wann die Dächer treppsle, reent's [RO-Obd]. Wääscht ach was? Wann's rächent, werd's naß [LA-Nd'hochstdt]. Wann's genug geregent hot, heert's widder uf [NW-Wachh]. Wann's Hait reent, werren die Schuh billich, wann's Morje reent, die Äcker (Gleichklang: Hait Häute, heit heute; Morje Morgen (Ackermaß), morje morgen) [KU-Bedb]; Var. s. Leder 1 a. Weitere WR. s. Annatag, Palmen 3, Pfarrer 1, Blase 5, Faß 1 a, vergessen1 1 a, Vierteljahr, Fronleichnam, Futtermangel, gedeihen, gießen 3, Heimsuchung, Himmelfahrt 1, Groschen 1b, Johanni, Johannistag 1, Karfreitag, Karwoche, Maienregen, Maria 1, Margarete 1a, Markt 1a, Messe 1a, neun, Nordwind, Regen 1, Regenbogen, regern, Ritter 1b, Siebenschläfertag, Stein, Winzer. KR.: Es sitzt e Vechelche uf em Dach; / Es rechent un es werd nit naß. / Es zählet seine Federlein, / Es missen zweiunddreißig sein (Die Kinder machen bei jeder Silbe einen Strich) [GH-Leimh]. Es räänt un schneet, es geht e kalder Wind, / Die arme Soldade mascheere mit de Flint, / De Ranze uf em Buckel, de Säwel in de Hand. / Adjee, mein liewer Vader, ich lere (lerne) Musigant [HB-Kirrbg, in Var. verbr.]. Weitere VR. u. KR. s. plätschnaß, Brezel 1, Tropfen 1, Faß 1 a, verlieren 1 a. Rätsel s. Palisaden, Ellerchen, naß 1. — 2.a. [] 'massenhaft herabfallen' [mancherorts ges. Pf]; Zs.: herunterregnen; Syn. s. kotteln1 1 a, K. 257. 's reent Äbbel (Beere) [KL-Drehthhf]. — b. 'massenhaft erscheinen, erhalten'; 's regent Geld (Hieb, Kinner) [LU-Alsh/Gr, mancherorts]. Bei dem hot's Hieb gereent [KU-Schmittw/O]. — Südhess. IV 1316 ff.; Rhein. VII 249 ff.; Lothr. 401; Els. II 242.
6380 Zeichen · 125 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    regnensw. V.

    Köbler Mhd. Wörterbuch

    regnen , sw. V. Vw.: s. regenen

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    rēgnen

    Mittelniederdeutsches Wb.

    rēgnen s. 1 rēgenen.

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Rêgnen

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Rêgnen , verb. reg. neutr. welches das Hülfswort haben erfordert, aber in der Gestalt eines unpersönlichen Zeitwortes am…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    regnen

    Goethe-Wörterbuch

    regnen 3.PersSg ‘regent’ GWB T1,65,1 u GWB B3,75,7 , ‘reegnet’ GWB DjG 3 2,52 Vs 35 ; Bindestrichschr ‘Regnende-Wolcken’…

  5. modern
    Dialekt
    rëgnen

    Elsässisches Wb. · +3 Parallelbelege

    PfWB LothWB RhWB rëgne n , rëg n e n , rë g ne n [ráknə S. O. bis Hlkr. ; rákə Urbis ; ráχə Obbruck ; rájə Co. u. nö. da…

  6. Sprichwörter
    Regnen

    Wander (Sprichwörter)

    Regnen 1. As (wenn) 't regent en (und) de Sonn schinnt, is et in de Hell Kermes. ( Kleve. ) – Firmenich, I, 382, 46. 2. …

  7. Spezial
    regnen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    reg|nen vb.impers. 1 plovëi (plöi, ploiü) 2 (wolkenbruchartig regnen) sdramé (-ma), juté (jüta), ‹pop› piscé (piscia) 3 …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit regnen

33 Bildungen · 0 Erstglied · 31 Zweitglied · 2 Ableitungen

Zerlegung von regnen 2 Komponenten

reg+nen

regnen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

regnen als Zweitglied (30 von 31)

Überrégnen

Campe

Überrégnen , v. ntr . mit sein, ich überregne, überregnet, zu überregnen , über und über beregnet werden. D. Überregnen .

abregnen

DWB

abregnen , depluere, niederregnen, ausregnen: so hat er doch das düstere gewölk an die berge geworfen, wo es denn abregnen, abschneien oder …

anregnen

DWB

anregnen , appluere : es regnet an die eine seite des hauses an.

Aufregnen

Campe

auf·regnen

Aufregnen , v. imp. auf etwas regnen. Es hat durch das offen stehende Fenster auf meinen Schreibtisch aufgeregnet. Das Aufregnen.

ausregnen

DWB

aus·regnen

ausregnen , desinere pluere, nnl. uitregenen: es hat ausgeregnet, pluvia cessat, die wolke hat sich ausgeregnet. dann auch transitiv, pluend…

beregnen

DWB

bereg·nen

beregnen , compluere, ahd. pireganôn ( Graff 2, 442 ); du menschenkind, bist ein land, das nicht beregent wird zur zeit des zorns. Ez. 22, 2…

Breiregnen

Wander

brei·regnen

Breiregnen Das Breiregnen nützt keinem Stöffel, denn es fehlt ihm zum Essen der Löffel.

durchregnen

DWB

durch·regnen

durchregnen , mit regen durchdringen, perpluere Stieler 1615 . niederl. doorregenen. 1. untrennbar, das gewitter überraschte ihn und er kam …

einregnen

DWB

ein·regnen

einregnen , impluere: es regnet ein, impluit; es regnet in die stube ein.

festregnen

RDWB1

fest·regnen

festregnen, sich (Lakune, kein Bezug zu "дождь") es hat sich festgeregnet - это осело, застряло в голове, в памяти; это запомнилось; это ост…

Herabregnen

Campe

herab·regnen

Herabregnen , v. ntr . mit sein , u. imp . mit haben , mit dem Regen, als Regen herabfallen; auch Х herunterregnen . Dann, △ gleich einem Re…

Her=regnen

Campe

her·regnen

Her=regnen , v. imp . Herreiben , v. trs . unregelm. ( s. Reiben), s. Her. Das Herregnen, Herreiben. Die Herreibung .

herunterregnen

PfWB

herunter·regnen

herunter-regnen schw. : 1. 'stark regnen', -reene, -reechne, -regne, s. PfWB regnen [mancherorts]. RA.: Heit rächent's wie mit Kiwwel runneʳ…

hineinregnen

PfWB

hinein·regnen

hinein-regnen schw. : 1. wie schd., -reene, -reechne [verbr.]. Mach 's Finschder zu, daß es net ninreent [ Gal-Dornf ]; vgl. PfWB hereinregn…

Hinregnen

Campe

hin·regnen

Х Hinregnen , v. imp . Hinreiben , v. trs . unregelm. ( s. Reiben), s. Hin. Das Hinregnen, Hinreiben. Die Hinreibung .

nachregnen

DWB

nach·regnen

nachregnen , verb. hintennach regnen Stieler 1616 ; bildlich: die phantasie wirft ihr licht in die fernstehende nachregnende vergangenheit u…

niederregnen

DWB

nieder·regnen

niederregnen , verb. 1 1) intransitiv, herabregnen, regenartig niederfallen: nieder ins schwellende gras regnet im herbste das obst. Hölderl…

platzregnen

DWB

platz·regnen

platzregnen , verb. , nnl. plasregenen, als platzregen niederfallen oder einen platzregen fallen lassen. Kramer niderhocht. wb. 294 c : ein …

spritzregnen

DWB

spritz·regnen

spritzregnen , verb. zum vorigen, piovignare. Kramer deutsch-ital. dict. 2 (1702) , 895 b .

Staubregnen

Campe

staub·regnen

Staubregnen , v. ntr . u. imp . stäubern. S. Campe Stäubern II ). Es staubregnet .

überregnen

DWB

ueber·regnen

überregnen , v. , untrennbare verbindung, obruere nimbo, imbribus madescere Stieler 1616 ; überregnete fährten oder spuren des wildes Schwan…

Umrégnen

Campe

Umrégnen , v. ntr . mit haben und der Fügung eines trs . — ūmregnet, zu umregnen , rundum beregnen. D. Umregnen .

verregnen

DWB

ver·regnen

verregnen , verb. durch regen zu grunde gehen, zu nichte machen. intransitiv, imbre percuti, die wände verregnen, lavantur parietes imbre, a…

vollregnen

DWB

voll·regnen

vollregnen , trennbar: im vollgeregneten chausseegraben Gaudy w. (1844) 2, 48 ; übertragen: ( wald, der ) mit wonneschauern einem das herz v…

Ableitungen von regnen (2 von 2)

beregnen

DWB

beregnen , compluere, ahd. pireganôn ( Graff 2, 442 ); du menschenkind, bist ein land, das nicht beregent wird zur zeit des zorns. Ez. 22, 2…

verregnen

DWB

verregnen , verb. durch regen zu grunde gehen, zu nichte machen. intransitiv, imbre percuti, die wände verregnen, lavantur parietes imbre, a…