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Schäumen

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Campe
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11 in 11 Wb.
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Schäumen v., ntr, trs, intrs

Bd. 4, Sp. 91a
Schäumen, v. I) ntr. mit haben. 1) Schnell, heftig bewegt werden und dadurch Schaum von sich geben, ausstoßen. Das Meer schäumet. Das Pferd schäumet, ist mit Schweiß in Gestalt eines Schaumes bedeckt. S. Schaum. 2) Schäumend sich bewegen. »Sieh wie lieblich die Quelle aus meinem Felsen schäumet.« Geßner. (Bergstrom) Der aus Tannendunkel schäumet, Matthisson. (R.) I O. D. lautet dies Wort als Zustandswort sehr richtig schaumen, wie man es immer gebrauchen sollte, um es von dem überleitenden schäumen zu unterscheiden. II) trs. 1) Schnell, heftig bewegen, in welcher Bedeutung es auch als intrs. gebraucht wird, z. B. im N. D. wo ≠ wegschäumen, schnell weglaufen bedeutet. Daher, ≠ das Meer schäumen, in der Seefahrt, auf dem Meere des Raubes wegen hin= und herfahren, und ≠ der Meerschäumer, der Seeräuber. 2) Durch heftige Bewegung schaumen machen, zu Schaum schlagen; in welcher Bedeutung es aber nicht üblich ist. 3) △ Schäumend, d. h. in heftiger innerer Bewegung sich befindend, äußern, hervorbringen, bewirken. Wie ein gereiztes Thier, das Zorn und Geifer schäumt, Schlegel, d. h. das vor Zorn schäumt, das durch Schäumen seinen Zorn äußert. »Der Mund der Gottlosen schäumet Böses.« Sprichw. 15, 28. — — wie lang' schäumete dein Taumelkelch Dem Erdkreis Verführung, Wahn, Wut und Tod! Klopstock. 4) Vom Schaume befreien; abschäumen. Das Fleisch schäumen, den Schaum welcher sich in dem Topfe, worin das Fleisch kocht, oben ansetzt, abschöpfen. Den Honig, das Wachs schäumen. — D. Schäumen. D. — ung.
1527 Zeichen · 42 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Schäumen

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Schäumen , verb. reg. welches in doppelter Gestalt üblich ist. 1. Als ein Neutrum, mit dem Hülfsworte haben, Schaum von …

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    schäumen

    Goethe-Wörterbuch

    schäumen 45 von 60 Belegen PartPräs a konkr: (sprudelnd aufwallen, aufbrausen od heftig zerstieben u dabei) Schaum bilde…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Schäumen

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Schäumen , s. Schaum .

  4. modern
    Dialekt
    schäumenschw.

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    schaumen , schäumen schw. : wie schd., schaume [verbr., Mang 126 Müller Dietschw 60 Heeger Südostpf. 12, Lambert Penns 1…

  5. Sprichwörter
    Schäumen

    Wander (Sprichwörter)

    Schäumen Schawmen vnd wüten wie ein Mertzengaul. – Mathesy, 180 b .

  6. Spezial
    schäumen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    schäu|men vb.intr. (Schaum bilden) fá scaia, scaié (-ia).

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schaeumen

10 Bildungen · 0 Erstglied · 6 Zweitglied · 4 Ableitungen

Zerlegung von schaeumen 2 Komponenten

schau+men

schaeumen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

schaeumen als Zweitglied (6 von 6)

abschäumen

DWB

abschäumen , oben wegnehmen, reinigen, despumare: das unreine von der milch, dem honig abschäumen; die milch, das fleisch abschäumen; wer ka…

aufschäumen

DWB

auf·schaeumen

aufschäumen , alte spumare, nnl. opschuimen, aufgischen: der täuscherin gefüllt ist mit gifttrunk, schnell tödtend schäumt ihr kelch auf! Kl…

ausschäumen

DWB

ausschau·men

ausschäumen , exspumare: wilde wellen des meers, die ihr eigen schande ausscheumen. br. Judas 13; sterbende schülerinnen schäumten den namen…

beschäumen

DWB

beschau·men

beschäumen , spuma conspergere. 1 1) inselstadt, vom meer beschäumet. Platen 65 ; die wellen wälzen meilenlang beschäumte kämme. 331 ; gräbt…

verschäumen

DWB

ver·schaeumen

verschäumen , verb. zu schäumen aufhören, aufhören machen. intrans. ich verschäume despumo Dasyp. 231 a ; dieses dritte glas soll zum andenk…

Zerschäumen

Adelung

zer·schaeumen

Zerschäumen , verb. regul. neutr. mit dem Hülfsworte seyn, sich in Schaum auflösen. Die fruchtbaren Waldströme zerschäumen, und ihre Wuth wi…

Ableitungen von schaeumen (4 von 4)

beschäumen

DWB

beschäumen , spuma conspergere. 1 1) inselstadt, vom meer beschäumet. Platen 65 ; die wellen wälzen meilenlang beschäumte kämme. 331 ; gräbt…

entschäumen

DWB

entschäumen , 1 1) spumando elabi: den flatterhaften träumen, die dumpfem weinrausch öd und wild entschäumen. Voss ...; es entschäumt des mo…

verschäumen

DWB

verschäumen , verb. zu schäumen aufhören, aufhören machen. intrans. ich verschäume despumo Dasyp. 231 a ; dieses dritte glas soll zum andenk…

Zerschäumen

Adelung

Zerschäumen , verb. regul. neutr. mit dem Hülfsworte seyn, sich in Schaum auflösen. Die fruchtbaren Waldströme zerschäumen, und ihre Wuth wi…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „schaeumen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 14. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/schaeumen/campe
MLA
Cotta, Marcel. „schaeumen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/schaeumen/campe. Abgerufen 14. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „schaeumen". lautwandel.de. Zugegriffen 14. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/schaeumen/campe.
BibTeX
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