Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
gewäge adj. und adv.
gewäge , adj. und adv. das wort wird an ein althochdeutsches adjectiv wagi angeknüpft, das sich aus einem belege in Notkers Boethius erschlieszen läszt (unwâge, vacua totius ponderis fama ) Graff 1, 665 . in der mittelhochdeutschen dichtung tritt das adjectiv wäge mit einem ausgedehnten verwendungskreise hervor ( mhd. wb. 3, 647 b ), der in bruchstücken noch in heutigen oberdeutschen mundarten weiter lebt ( vergl. wäger ), vgl. Schmeller 2 2 , 869 . die verstärkte form gewäge ist nur vereinzelt belegt und entfernt sich in der bedeutung nicht vom grundwort. S. Franck verwendet die form gewägen …