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Keule

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Campe
Anchors
11 in 11 Wb.
Sprachstufen
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Keule Die

Bd. 2, Sp. 923a
Die Keule, Mz. die — n; Verkleinungsw. das Keulchen, des — s, d. Mz. w. d. Ez. ein nach Verhältniß seiner Dicke langer Körper, welcher am untern Ende beträchlich dicker wird, rundlich oder kugelicht ist. I dieser weitern Bedeutung führen manche Gewächse wegen ihrer Gestalt den Namen Keule, z. B. eine Art Kürbisse, die Herkuleskeule oder der Keulenkürbiß. Auch eine Art Flügelschnecken heißt wegen ihrer Gestalt Keule (Strombus clava L.). I engerer Bedeutung ist die Keule ein Werkzeug zum Schlagen und Stoßen, welches jene Gestalt hat. Mit einer Keule bewaffnet sein. Die Keule schwingen. Х Jeder Schäfer lobt seine Keule, jeder zieht das Seinige vor. Die Keule eines Mörsers, die Mörserkeule. Die Reibkeule, Treibkeule. I andern Fällen gebraucht man Kolbe, Stempel, Stößel, welche mit einer Keule mehr oder weniger Ähnlichkeit haben. Uneigentlich nennt man wegen einer Ähnlichkeit starke fleischige Unterarme und Schenkel Keulen. Besonders führen diesen Namen die Dickbeine der Thiere. Die Keule von einem Kalbe, Schöpse  eine Kalbskeule, Schöpsenkeule ; auch Schlägel. Die Keule von einem Huhne, einer Gans  I der niedrigen Sprechart wird auch ein grober Mensch, besonders eine grobe Weibsperson eine grobe Keule genannt.
1242 Zeichen · 24 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Keule

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Die Keule , plur. die -n, ein Werkzeug, besonders zum Schlagen und Stoßen, welches sich nach unten zu verdicket, und sic…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Keule

    Goethe-Wörterbuch

    Keule auch apokopiert 1 Schlagwaffe mit einem verdickten Ende; mehrfach als Kampfgerät antiker Heldengestalten, insbeson…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Keule

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Keule , älteste Hieb- und Wurfwaffe aller Völker, speziell der Germanen, als Caja (s. d.) bis ins 15. Jahrh. im Gebrauch…

  4. modern
    Dialekt
    Keulef.

    Pfälzisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Keule f. : nach dem Schd., in: Hammels-, Kalbs-, Rehkeule. Südhess. III 1276 ; Rhein. IV 448 ff.

  5. Sprichwörter
    Keule

    Wander (Sprichwörter)

    Keule 1. Eine Keule ohne Hand (die niemand schwingt) ist nicht gefährlich. 2. Grosse Keulen, grosse Schläge; grosse Schl…

  6. Spezial
    Keule

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Keu|le f. (-,-n) 1 (Schlagwaffe) drembl (-i) m. , maza (mazes) f. 2 (Schenkel beim größeren Geflügel und kleinerem Schla…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit keule

25 Bildungen · 16 Erstglied · 8 Zweitglied · 1 Ableitungen

keule‑ als Erstglied (16 von 16)

keulenartig

GWB

keulen·artig

keulenartig einmal subst in Form, Aussehen einer Keule ähnlich; von einem Glaskörper in der Fügung ‘kolben- oder keulenartig’ [ Gemmenabdruc…

Keulenkürbiß

Campe

keulen·kuerbiss

Der Keulenkürbiß , des — sses, Mz. die — sse , eine keulenförmige Art Kürbisse. S. Herkuleskeule 1).

keulenlahm

DWB

keulen·lahm

keulenlahm , adj. lahm in der keule (3), lendenlahm, von thieren. Adelung.

keulenschlag

DWB

keulen·schlag

keulenschlag , m. schlag mit der keule, mhd. kiulenslac Haupt 5, 445 ( münches nôt 431), dän. kölleslag: gegen einen mit celtischen keulensc…

keulenschwamm

DWB

keulen·schwamm

keulenschwamm , m. auch keulschwamm ( Adelung ), eine art schwämme, clavaria. auch keulscher. Nemnich.

keulenschwinger

DWB

keulen·schwinger

keulenschwinger , m. : den Menesthios, jenes beherrschers Areïthoos sohn, den der keulenschwinger in Arne Areïthoos zeugt'. Voss Il. 7, 9 . …

keulenstreich

DWB

keulen·streich

keulenstreich , m. hieb mit der keule: ja gute derbe keulenstreich, wenn man darmit bezalet euch, die het ir verdient all zugleich. Schades …

keulenwurm

DWB

keulen·wurm

keulenwurm , m. ein nackter keulenförmiger wurm in der Ostsee, clava parasitica. Nemnich.

keulenwurz

DWB

keulen·wurz

keulenwurz , f. die weisze seeblume, nymphaea alba. auch keulwurz, kolbwurz. Nemnich.

keule als Zweitglied (8 von 8)

Feuerkeule

Adelung

feuer·keule

Die Feuerkeule , plur. die -n, in der Lustfeuerwerkerey, eine hölzerne Keule, deren hohler Kopf mit Brandsatze angefüllet, von außen aber mi…

klopfkeule

DWB

klopf·keule

klopfkeule , f. 1) bei den böttichern, klopfholz, hölzerner schlegel. Frisch 1, 524 c . Adelung. vergl. kimmkeule. 2) auch gleich kaulfrosch…

plumpkeule

DWB

plump·keule

plumpkeule , f. , mnd. plumpkûle, nd. plumpküle, plumpeküle, was plumpstange, figürlich grobe worte Schiller-Lübben 3, 355 a . Richey 188 . …

Pumpkeule

Adelung

pump·keule

Die Pumpkeule , plur. die -n, bey den Weißgärbern, hölzerne Keulen, womit die Felle gewalket werden; gleichfalls von dem Laute, welchen sie …

scheibenkeule

DWB

scheiben·keule

scheibenkeule , f. durch das rohr geblasene glaskugel, welche zur rundscheibe zusammengepreszt wird. Jacobsson 3, 568 a .

Schöpsenkeule

Wander

schoeps·en·keule

Schöpsenkeule Eine Schöpsenkeule in der Nähe ist besser als ein fetter Hammel in der Ferne.

stockeule

DWB

stock·eule

stockeule , f. syrnium aluco ( Naumann 1, 466 ; Brehm 5, 156 Pechuel-Lösche ) oder ulula aluco ( vgl. Suolahti 324 ) der gewöhnliche waldkau…

Ableitungen von keule (1 von 1)