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trillen

nhd. bis Dial. · 5 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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8 in 5 Wb.
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

trillen vb.

Bd. 22, Sp. 520
trillen, vb. , ein im nd., fries., holl., engl. und skand., möglicherweise auch im hochdeutschen (s. den kopf von 1trillen) beheimatetes wort. 11) 'hin und her schütteln oder stoszen, zittern, beben, tremere, vibrare' Doornkaat-Koolman 3, 435: de grund, dat hûs trild d'rfan ebda; hê trilld as 'n rüske (wie eine binse) ebda 75; dat hemd trillt hum vör de neers (aus angst) Kern-Wilms Ostfriesland (1869) 92; trile zittern, beben, vibrieren Mungard Sylt 230; trilje in trillende beweging zijn, bibberen, beven, sidderen Dijkstra friesch woordenboek 3, 317; nl. trillen zittern, vibrieren, vgl. mnl.: trillen beven, trembler, tremere Plantin thesaurus (1573) H ba. 22) trillen rollen, die scheibe werfen Mensing schlesw.-holst. 5, 161; trille, trilre intr. 'rollen' Jensen nordfries. 642, welches übereinkommt mit (oder entlehnt ist aus) norw.-dän. trille 'kugeln, rollen', schwed. trilla 'rollen, kullern' (bes. von tropfen). vgl. mengl. trillen 'volvere', engl. to trill. s. noch unten trüllen rollen, wälzen. 33) das wort läszt sich auf *trizl- zurückführen und würde so mit trieseln verwandt sein, vgl. Falk-Torp 1283 und Walde-Pokorny 1, 796, die in tris- aber eine erweiterung der wz. der- 'laufen' sehen, was durchaus fragwürdig ist. andere herkunft erwägen Franck-v. Wijk et. woordenb. d. nl. taal 709 ('een jongere variant van drillen, opgekomen doordat men hierin een onomatop. woord voelde'), Hellquist svensk. et. ordb. 1005b (imitative bildung). — ein diesem trillen entsprechendes germ. (langob.?) wort bildet vielleicht die basis von ital. trillare, s. u. den kopf des artikels 1triller. vgl. auch erweitertes 3trillern (sp. 532).
1690 Zeichen · 49 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Trillen

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Trillen , von drehen, S. Adelung Drillen .

  2. modern
    Dialekt
    trillen

    Rheinisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    trillen (s. drillen) tre·l.ə vereinz. Erk-Keyenbg schw.: einen, an einem tr., lästig bitten. — Abl.: der Triller.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit trillen

6 Bildungen · 4 Erstglied · 0 Zweitglied · 2 Ableitungen

Zerlegung von trillen 2 Komponenten

tril+len

trillen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

trillen‑ als Erstglied (4 von 4)

trillenbuch

DWB

trillen·buch

trillenbuch , n. , in älterer kriegssprache dass. wie ' exercierreglement ': ( buchtitel ) trillenbuch oder waffenhandlung ( Frankfurt 1608)…

trillenmeister

DWB

trillen·meister

trillenmeister , m. , dass. wie trillermeister, einer der die soldaten abrichtet, a. d. j. 1627 bei Th. Knapp neue beitr. z. rechts- u. wirt…

trillenspieler

DWB

trillen·spieler

trillenspieler , m. , umherziehender veranstalter des trillspiels ( s. trillspiel, sp. 538), eines glücksspiels nach art des glücksrades: un…

trillentreiber

DWB

trillen·treiber

trillentreiber , m. , eine abschätzige bezeichnung: als nun dieser verleumder vorgelassen worden, hat er einen bekandten vornehmen edelmann …

Ableitungen von trillen (2 von 2)

Ertrillen

Campe

Х Ertrillen , v. trs. s. Erdrillen.

vertrillen

DWB

vertrillen , v. , schriftsprachlich vereinzelt, unnütz hinbringen, vertrödeln: ein dummes mägdechor ... verklappert und vertrillt ... den ta…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „trillen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 13. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/trillen/dwb
MLA
Cotta, Marcel. „trillen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/trillen/dwb. Abgerufen 13. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „trillen". lautwandel.de. Zugegriffen 13. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/trillen/dwb.
BibTeX
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