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geischel

mhd. bis Dial. · 5 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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6 in 5 Wb.
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

geischel f.

Bd. 5, Sp. 2607
geischel, f. die hohle hand, eine handvoll (hampfel), als ungefähres masz gebraucht, s. unter gäuschel und dazu gaufe II, 4; aber auch anders, und lehrreich für die entwickelung des uralten begriffes und wortes, als armvoll, in einem dinghofrecht von 1338 aus dem Unterelsasz: und wanne sü die tuont (die frohndienste beim heumachen), so sol man iegelichem gen (geben) ein closterbrot, und sol in den stadelhof gan und sol nemen also vil howis alse er under siner geischelen getragen mag. Scherz 745, in späterer abschrift geiszelen weisth. 1, 728; es kann nur der gekrümmte arm sein, der da beim heu an die stelle der hand oder doppelhand (s.gaufe II, 3) getreten ist, die bei kleineren gegenständen von alters her als ungefähres masz dient, die leute durften sich ein armvoll (arfel) heu mitnehmen (vergl. unter gause 2); es ergänzt zugleich die begriffsreihe trefflich, die nachweislich vom munde als fassendem ausgegangen ist, s. unter gause 5, b und gaufe a. e. und zu dem nehmen von geld mit dem munde, auch als masz, zeugnisse aus alter zeit J. Grimm kl. schr. 2, 204 (Se. Edda 83), Wackernagel bei Haupt 6, 290, L. Tobler Germ. 25, 81 (vgl. auch die altrussischen mundkopeken). Das -sch ist übrigens nicht unecht, wie in geischel für geisel peitsche, sondern geischel samt gausche tritt als rechte nebenform neben geisten und geispen hohle hand sp. 1589, d. h. das einfache gaise (s.gause 3) wechselnd mit -k -t und -p verstärkt (vgl. schott. gouken und goupen unter gaufe I, 3, a); die spätere form geisel s. auch unter gäusel, wegen des ei unter gause 3.
1581 Zeichen · 25 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    geischelf.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +1 Parallelbeleg

    geischel f. u. compos. s. unter den folgenden.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    geischelf.

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +1 Parallelbeleg

    geischel , f. die hohle hand, eine handvoll (hampfel), als ungefähres masz gebraucht, s. unter gäuschel und dazu gaufe I…

  3. modern
    Dialekt
    Geischel

    Elsässisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Geischel , s. Geistel.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit geischel

6 Bildungen · 6 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von geischel 2 Komponenten

gei+schel

geischel setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

geischel‑ als Erstglied (6 von 6)

geischelære

KöblerMhd

geischelære , st. M. Vw.: s. geiselære

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „geischel". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 18. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/geischel/dwb
MLA
Cotta, Marcel. „geischel". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/geischel/dwb. Abgerufen 18. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „geischel". lautwandel.de. Zugegriffen 18. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/geischel/dwb.
BibTeX
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