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Straube

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PfWB
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9 in 8 Wb.
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Eintrag · Pfälzisches Wb.

Straube f.

Bd. 6, Sp. 676
Straube f.: 1. 'struppiges, widerborstiges Kopfhaar', Straub [KU-Kaulb Kreimb], Pl. Straube [Christmann Kaulb 78]. — 2. 'spiralförmiges oder gekräuseltes Gebäck aus einer Art Pfannkuchenteig, der durch einen Trichter in heißes Fett eingelassen und gebacken wird', nur Pl. Strauwe [KL-Gerhbn O'arnb BZ-Sarnst, Seebach Essen 129 ff.], Strauben (nach dem Schd. normalisiert) [Schandein Bav. IV,2 415 Stoll 62, 70, 174], Streiwli, Dim. [Beam Unabridged Penns 153], Streiwlin, Dim. Pl. [Beam Penns 90], Streivlin [Ann Hark/Preston A. Barba: Pennsylvania Dutch Cookery. Allentown 1950 109]; vgl. Trichterkuchen, Straubel, Strubbel 4. »In einer echten Haushaltung sind wenigstens drei Waffeleisen zu treffen. Desgleichen die Strauben oder Stritzen, in Tellerform und von der Dicke eines kleinen Fingers« [Schandein Bav. IV,2 415]. »Ein eigenes Kirbegebäck (zu Pfingsten) ... kennt man in Sarnstall, die Strauben, die in Hörnchenform in Butter gebacken werden. Auch aus dem benachbarten Annweiler sind sie genannt« [Bertram in WestmAbhandl. 5/1941/42 283]. »In Oberarnbach gibt es (bei der Hochzeit) Strauben, die hier ... mit einem eigenen Straubentrichter hergestellt werden. Diese Strauben werden dem jungen Paar gereicht, wenn es seine Verwandtenbesuche macht« [Bertram in WestmAbhandl. 5/1941/42 285]. »Nun zu den Strauwe, mit denen man im Frühjahr besonders liebe Gäste beim Kaffee bewirtete. Man ließ einen zähflüssigen Teig durch einen eigenen Strauwetrichter in siedendes Fett einlaufen« [Müller Gerhardsbrunn 265/66]. — Beide Bed. gehören zu mhd. strûp 'starrend, rauh emporstehend, kraus', bzw. zu mhd. strûben 'starren, rauh emporstehen, sträuben', wobei Bed. 2. schon in spätmhd. strûbe 'eine Art Backwerk' ( Lexer II 1251) bezeugt ist. — Rhein. VIII 795; Lothr. 509 Struwe; Els. II 623 Strube; Schwäb. V 1831/32; Schweiz. XI 1947/48 Strübli; DWb. X, III 941/42.
1885 Zeichen · 48 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Straube

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Die Straube , plur. die -n, Dimin. das Sträubchen, Oberd. Sträublein, ein straubiges, d. i. unebenes mit einer höckerige…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Straube

    Goethe-Wörterbuch

    Straube [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. modern
    Dialekt
    Straubef.

    Pfälzisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Straube f. : 1. 'struppiges, widerborstiges Kopfhaar', Straub [ KU-Kaulb Kreimb ], Pl. Straube [ Christmann Kaulb 78]. —…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit straube

35 Bildungen · 29 Erstglied · 6 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von straube 2 Komponenten

stra+ube

straube setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

straube‑ als Erstglied (29 von 29)

straubelhaar

DWB

straubel·haar

straubelhaar , n. , wirres, ungekämmtes haar, dass. wie strobelhaar , zu 2 sträubeln ' emporstarren ': gantz mager unnd dürr, mit einem lang…

Straubels

RhWB

straub·els

Straubels -ǫ·u.wəlts OMosfrk in Daun-Utzerath Sg. t. n.: Königskerze, Verbascum.

straubemühle

DWB

straube·muehle

straubemühle , straubermühle , f. , wassermühle mit straubrädern, zu sträuben ' emporrichten ': straubemühle Noel Chomel öcon. lex. (1750) 8…

straubemünze

DWB

straube·muenze

straubemünze , f. , am rande aufgebogene münze, zu straub adj. ( sp. 938), vgl. auch straubenpfennig: straubemünze bractéate Schaffer dt.-fr…

strauben

FWB

1. ›etw. aufrichten‹ (speziell: die Haare); ›sich aufrichten‹ (von den Haaren); speziell: ›etw. mit einer Winde hochziehen bzw. senken‹; in …

straubenbäcker

DWB

strauben·baecker

straubenbäcker , m. , der spritzkuchen ( 2 straube 1, sp. 941) bäckt: scriblitarius ein straubenbecker nom. lat.-germ. (1634) 380; auch Camp…

Straubengeiß

Campe

strauben·geiss

Die Straubengeiß , Mz. — en , das kretische oder hochgehörnte Schaf (Ovis strepsiceros L .). S. Schaf .

Straubengrund

PfWB

strauben·grund

Strauben-grund m. : FlN, amtl. Straubengrund [KL-Matzb ( Zink FlN 134)]; vgl. Straubhecke . —

straubenhorn

DWB

strauben·horn

straubenhorn , n. , schnecke mit gewundenem gehäuse, von 1 straube, wie straubschnecke: strombus straubenhorn Faber thes. (1587) 807 a .

Straubenkirbe

PfWB

strauben·kirbe

Strauben-kirbe f. : 'Kirchweih in BZ-Sarnst zu Pfingsten, bei der die Strauben 2 gebacken werden', Strauwekeʳwe [ BZ-Sarnst ]. —

straubenkrapfen

DWB

strauben·krapfen

straubenkrapfen , m. , gebäck, zu 2 straube 1: die taffel ist bedeckt und besetzt mit ... gerben-krapffen, straubn-krapffen, butter-krapffen…

straubenkringel

DWB

strauben·kringel

straubenkringel , m. , gebäck in Hamburg, s. Richey id. Hamb. (1755) 297 ; Schütze holst. id. (1800) 4, 214 . —

straubenleib

DWB

strauben·leib

straubenleib , m. , gebäck: das bündel mit dem brote und dem straubenleib Rosegger schr. (1895) I 8, 253 .

straubenlinie

DWB

strauben·linie

straubenlinie , f. , spirale, von 1 straube: gewundne oder straubenline Maaler (1561) 181 a ; strubenline ebda 393 b .

straubenlöffel

DWB

strauben·loeffel

straubenlöffel , m. , teiglöffel zum backen, von 2 straube 1, s. Unger-Khull steir. (1903) 582 b ; machte den taig in einer dicke, damit er …

straubenmehl

DWB

strauben·mehl

straubenmehl , n. , mehl um strauben ( 2 straube 1) zu backen: straubenmehl farina da far cialde Kramer teutsch-ital. 2 (1702) 998 a .

straubenpfennig

DWB

strauben·pfennig

straubenpfennig , m. , aus dünnem blech geschlagene, am rand aufgebogene münzen, zu straub ' emporstarrend, rauh ' ( s. sp. 938) im gegensat…

straubenteig

DWB

strauben·teig

straubenteig , m. , besonders dünner teig zum backen von strauben ( 2 straube 1): einen dünnen straubenteik kochenmeysterey ( a. d. 15. jh. …

straubentrichter

DWB

strauben·trichter

straubentrichter , m. , blechröhre, durch die der teig in das schmalz gepresst wird, von 2 straube 1: nehmet einen straubentrichter, oder ..…

straubert

DWB

straub·ert

straubert , m. , straupert, rotwelsche bezeichnung für ' kopfhaar ' vnd ' bart ', dasselbe wie strauber 2, s. Fischer schwäb. 6, 3228 ; zs. …

straub(e)schnecke

DWB

straube·schnecke

straub(e)schnecke , f. , schneckenart, deren gehäuse das aussehen einer spirale hat, von straube ' schraube ', s. sp. 940: die straubschnAec…

straubete

DWB

strau·bete

straubete , f. 1) schmalzgebäck, so wie 2 straube 1. alemannisch, heute schwäb. strubete, auch straubeze, straublete und andere formen, s. F…

straube als Zweitglied (6 von 6)

fuchstraube

DWB

fuchs·traube

fuchstraube , f. 1 1) vitis vulpina, eine traubenart mit kleinen schwarzen beeren von stinkendem fuchsartigen geruche. 2 2) solanum nigrum, …

mehlstraube

DWB

mehl·straube

mehlstraube , f. : mehlstrauben, sind ein buttergebackens von mehl. öcon. lex. 1582. vergl. straube .

wolf(s)traube

DWB

wolfs·traube

-traube , f. , pflanzenname für nachtschatten, solanum nigrum Fischart onomastica (1574) 261 ; Holl (1833) 260 a ; v . Perger (1858) 1, 175 …

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Cotta, M. (2026). „straube". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 12. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/straube/pfwb
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Cotta, Marcel. „straube". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/straube/pfwb. Abgerufen 12. May 2026.
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Cotta, Marcel. „straube". lautwandel.de. Zugegriffen 12. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/straube/pfwb.
BibTeX
@misc{lautwandel_straube_2026,
  author       = {Cotta, Marcel},
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