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stute

mnd. bis spez. · 16 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

stute f.

Bd. 20, Sp. 727
stute, stut, f. , 'weibliches pferd'; älter 'gestüt'. AA. in der bedeutung 'pferdeherde' nord- u. westgerm.: altnord. stóð, altengl. stód, neuengl. stud; nord. und engl. ein neutrum der o-klasse, im ahd. dagegen ein femininum der i-klasse, vielleicht in analogie nach den reimenden ti-stämmen bluot, fluot, gluot, nuot, spuot: dat. sg. stuoti gregi ahd. gl. 2, 437, 23; in stuoti in armenta equarum 2, 668, 53; daneben noch der alte zustand: nom. pl. stuot greges equarum 2, 386, 23; vgl. Palander ahd. tiernamen 85; im mhd. ständig femin. der i-klasse, und so mnd. stot. gelegentlich umgelautet, z. b. stüet equaritia (15. jh.) ahd. gl. 3, 79, 48. — mit slav. (schon altbulgarisch) stado, n., 'herde', lit. stodas zusammen zu *stā 'stehen', im sinne von 'standort', vgl. lit. stodas, lett. stàds 'pflanze, setzling'; s. Trautmann balt.-slav. wb. 280; Walde-Pokorny 2, 605. mit j-ableitung engl. steed, altengl. stēda 'hengst'. in ungeklärtem zusammenhang das mit stute gleichbedeutende strute (teil 10, 4, 148). A@11) im eigentlichen gebrauch 'im freien gelände gehaltene herde von pferden, in der auch die zucht besorgt wird', seit ahd. zeit bis ins 16. jh. bezeugt, seit dem 16. jh. dafür, in moderner bedeutung, gestüt (teil 4, 1, 4269). stut 'gestüt' ist bis in jüngere zeit erhalten als erstes glied von compositis, z. b. stutgarten, stuthengst, stutmeister, wird aber häufig zu stute 'mutterpferd' (u. B), im compos. stuten-, umgebildet, z. b. stutenamt, stutenknecht. die erschlossene grundbedeutung 'standort' tritt als nebensinn 'ort, wo die herde sich aufhält' öfter hervor: dat pert to dem riddere lep, bi sinem koppe he it grep, dat ome untwek nicht enen vot; ome duchte dat aventure gut, went it was wilde, ut ener stot (: dot) Gerhard v. Minden 94 Seelmann; ok scholen alle wilde perde, dar mede men nicht arbeydet, de in der stöt gan, men hode er eder nicht, velich syn qu. a. d. j. 1398 bei Schiller-Lübben 4, 417; stut vel perdebane voc. d. 15. jh. bei Diefenbach 206c; zu morgengab gehören ... alle unbeselhte pferde, die do teglich zu felde odder in stutte gehen Chr. Zobel sechsisch weichbild (1537) 118b. meistens jedoch, besonders in späterer zeit, einfach 'herde': Heinrich, fürst von Mecklenburg schenkt dem Clarenkloster in Ribnitz villam Derhagen ac curiam loco alterius quondam ville similiter Deerhagen dicte constructam eiusdemque curie equicium seu gregem equorum, stuot vulgariter appellatum qu. v. 1328 in mecklenburg. urk.-buch 7, 654; von Philippis stute wil ih iu nu sagen, dar under was ein ros getragen Lamprecht Alexander 270 Massmann; item 1 schog 8 stugke ryndfye, item 36 pflugpferde, item 20 folen von desem jare von der groszen stud und 7 folen [] von der cleynen stud gr. ämterbuch des deutschen ordens 223 Ziesemer; here ros warn lussam, snelle end vele gœde, von einre slahte stœden, die da wonen in den mere Heinrich v. Veldeke Eneide 5094 Behaghel; darzu hatt er heymlich verborgen des vihes gar eyn grosse hert ... er hatt auch eines pferdes stut verborgen an obgmeltem ort Wickram 8, 104, 16 Bolte; ok wart an dem sulven dage des morgens hir gebracht eine ganze stoet perde, byna veftig städtechron. (Braunschweig 1492) 35, 1, 103; (im märz) soll man kauffen pferd und mütter, ochsen und kü, eber und sew, und machen stuodt und herd, und zuolassen mänlin und weiblin Petrus de Crescentiis vom ackerbau (1531) 180a. auch auszerhalb der pferdewirtschaft: (der bauer) gieng hin, nam seiner sach zu gut ein feisten ochsen von der studt, bracht in für des juristen thür B. Waldis Esop 1, 305 Kurz. mit ungewöhnlicher flexionsendung: und (die feinde) swentten, swaz vorzern mochte des vures glute, und namen al di stute mit andirre habe Nic. v. Jeroschin 21239 Strehlke; (sie) erstache trey man, verbrante etliche hewswer, namen ynen die rosz, die gantze stutt Baumann bauernkrieg in Oberschwaben 32 lit. ver. vereinzelt und spät in schwacher form: rollen allenthalb ... mit ihrem bettelsack und terminieren in der welt umb ... wie ein farr under den küen oder ein rühelter gailer hengst under einer stuten pferde S. Franck chronica zeytb. (1531) 521a. A@22) im übertragenen sinne 'sippschaft': wer verräter hat für gut, der si reht der selben stut daz si in glicher schanden und büssen für den rechten richter müssen Lassberg liedersaal 1, 435; di sunder recht ich wene, set, durch daz mer der trene mit der hulfe Christes blut varen uz der sunden stut czu gotes barmherczekeit Tilo v. Kulm von siben ingesigeln 74 Kochendörffer; dü mörin was der rechte stuot. sie sprach was sol dis taiding hie? Herman von Sachsenheim 106 Martin; ähnlich: ein lied hand ir gedichtet aus seltsem ubermut, die fromm lanzknecht vernichtet gleich wie ein wilde stut hist. volksld. 3, 176 Liliencron. A@33) in einem sprichwort über die folgen der uneinigkeit setzt sich die alte bedeutung bis ins 17. jh. fort, jedoch nach ihrem eigentlichen erlöschen, vielleicht mit verständnisloser unterschiebung der neuen bedeutung 'equa' (u. B), worauf besonders die jetzt auftretende form stute weist: dieweil die pferde bei einander seint, mehret sich die stude, wo sie aber einander beiszen und schlahen, so musz die stude zergehen S. Franck bei Schiller-Lübben 4, 417; aber die tütschen flissen sich, wie sie vernychten selbst jr rich, do mit die studt zerstörung hab, bissen die pferd ir schwäntz selb ab S. Brant narrenschiff 95 Zarncke; wenn eyn stuodt zergehen soll, so beisst eyn pferdt dem andern den schwantz ab J. Agricola sprichw. (1534) c 5a; ebenso: wann eine studte zergehen sol u. s. w. Friedrich Wilhelm sprichw. reg. (1577) ii 2a; wenn ein stud vergehen soll u. s. w. Lehmann flor. pol. 2 (1662) 832; s. Wander sprichw. lex. 4, 950; das gleiche sprichwort auch mit der form gestüt, s. teil 4, 1, 4270. BB. 'weibliches pferd, mutterpferd'. seit der wende des 14. und 15. jh., nicht schon bei Nic. v. Jeroschin (s. o., A 1). wahrscheinlich gekürzt aus dem seit alters reich bezeugten stutrosz 'herdenpferd, zuchtpferd, mutterpferd', compositum von stut A, s. M. Heyne hausalterth. 2, 173; vgl. auch das [] ähnliche stutpferd u. a. dasz ein bloszer bedeutungswandel aus A vorliege, beruhend darauf, dasz das pferd sowohl vom mutterpferd als aus der herde, dem gestüt herstammt, ist weniger wahrscheinlich.im gegensatz zu A gemischt flektiert; auszerhalb des deutschen neben den verbreiteten wörtern für 'equa' nur vereinzelt bezeugt, in einigen fällen bestimmt auf entlehnung beruhend, s. Falk-Torp norw.-dän. et. wb. 1170; Murray 9, 1. 1177; für das nl. nur bei Kilian (1605) 540 bezeugt. in den deutschen mundarten nur neben einer reihe von synonyma, besonders mähre; am besten im nd. bezeugt, im obd. offenbar immer erst durch schriftd. einflusz, s. Fischer schwäb. 5, 1939; Schmeller-Fromman 2, 799. B@11) eigentliche anwendung: studen voc. theut. Nürnberg a. 1482 bei Weigand-Hirt deutsches wb.5 2, 1002; trett wir nu frolich zue und nemen stüeten, esel und kue fastnachtsp. a. d. 15. jh. 491 Keller; zum vi. sey er bey nechtlicher weil under die stuot gangen zu Gerelfingen und ain stuot erstochen; hab in der stuoter beten, dasz er kains mer stech Knebel chron. v. Kaisheim 391 lit. ver.; item 35 m. dem kompthur von der Golow, eyne stuth do mete zu bezahlen, dy her gekouft hatte Marienb. tresslerbuch 167 Joachim; die geburt des maulesels, die aus zweyerley thieren, stutten und esel Paracelsus chir. (1618) 133 Huser; die stut oder muterpferdin seind zwar im anderen jar fruchtbar Sebiz feldbau (1579) 150; in geleichem form als die ungezaumten rosz in den weyten ängern mit den stueten oder roszmüttern lauffen Arigo dec. 418 Keller; das aber die stute in brunst ist und eynen hengst begert, soll er ... erkennen: die mär bläet sich auf Sebiz feldbau (1579) 149; es ist an diesem ort das ... gestüte, bestehend in 50 000 stuten A. U. v. Braunschweig Octavia (1677) 3, 165; schlecht und hölzern trinkgeschirr pflegt der stutten milch zu fassen v. Schönaich Heinrich der vogler 9. dort der anger — und dort am hang die müsam weidende stute v. Droste-Hülshoff 1, 238 Schücking; sprengte Abdollam auf einer prächtigen arabischen stute einher Jung-Stilling s. schr. 4, 316; und ich mir unter diesen zähen naturen ... wie eine wilde arabische stute vorkomme br. von u. an Herwegh 43; ein hengst, den man zuo den gurren oder stuoten läszt Frisius dict. (1556) 39a; als ob damit die pferd aufgepracht würden, die studen zu bespringen Fischart ehzuchtbüchlin 125 Hauffen; von den stuten und schelchhengsten, auch von den füllen, so von jhnen geworffen werden M. Herr feldbau 184b; warum schickt man denn aus dem fernen Ostpreuszen stuten hieher zu meinen arabischen hengsten? Laube ges. schr. 16, 10; er gieng fürbas und fand ain stuot mit ainem fülhin uf der waid Stainhöwel Äsop 215 lit. ver.; schwerlich wird das füllichen langsam gehen, wann die stutte trabet P. Winckler 2000 gutte gedancken (1685) d 3b; das geschäft die stuten und fohlen zu hüten Göthe 25, 1, 2 W.; redensartlich: doch damit wir wieder über die leuse geraten wie der hengst über die stute, so erklären wir Prätorius philos. colus (1662) 158. als übersetzung von hippomanes: bruntz von einer studten vel ein krut Altenstaig voc. (1516) 23c. B@22) vereinzelt auch für das weibchen anderer tiere als des pferdes: dan so eyn weibsbild zornig würt die wüthet wie ein löwin stuodt der man die jungen nemen duot Seb. Brant narrenschiff 64 Zarncke; auf eisschollen sanft gewiegt schlummerte ein heer von walrossen. ... beim ersten fang befanden sich ein hengst und eine stute zugleich auf einer eisscholle A. Petermann in mitth. aus Perthes geogr. anst., erg.-bd. 4 nr. 16 s. 42. eselstute Sanders deutsches wb. 3, 1262b; kamelstute Rückert 11, 389 Sauer. B@33) übertragen von frauenzimmern, meist auf übertriebene lüsternheit zielend: stuttn 'ausschweifende weibspersonen' Hügel Wiener dial. 160; (er) des abentz in eyner seinere [] freündin hause ging, do er auch vormals mit stuoten gen acker gefaren war Arigo dec. 261 Keller. in compositis: (ein pfarrherr) were bey einer pfaffenköchin (wie dann damals etliche solche pfaffenstuten an bahren auf der strew hielten) gelegen Z. Theobald Hussitenkrieg (1609) 4. leibstute, s. teil 6, 609. allgemeiner beschimpfend: und kuplerin, du alte stut, wolst du verkauffen menschenblut durch dein listigen hurenschlack? H. Sachs 2, 18 Keller; ich hoff, min frow die tail im mit ir künglich gnaud und alles guot. nain, sprach die ungetrüwe stuot Hermann v. Sachsenheim 157 Martin; da er sie ansahe als ein rechtes weibesbildt, und keine mähren oder stutten Nigrinus von zäuberern (1592) 185. im einfachen vergleich: das mägdgen verwunderte sich darüber, dasz ich solchen galanten geruch nicht vertragen konte: weil sie gewehnet ware, dasz ihre thorichten anbeter nach demselben ihre nasen und mäuler aufsperreten, wie die verliebte stutten in Andalusien nach dem westwinde mit ihren mäulern gapfen H. Lindenborn Diogenes (1742); die magd lief wie eine stute, die mit sporn geritten wird, die stiegen hinunter Joh. Riemer polit. maulaffe (1679) 164. ähnlich: ist leicht sein weyb ain stuodt gewest (da sie nur drei tage im kindbett gelegen habe) J. Nas antipap. eins u. hundert 2, 156a; eine stut und hengst haben Troja umgekehrt: nemlich Helena und der griechen höltznes pferd Logau 544 Eitner. mundartlich besonders als schimpfname träger weibspersonen, s. Loritza id. vienn. 128; e faule stuen Schmeller-Fr. 2, 799; ähnlich im henneberg.: e grusz, e lang stute grosze weibsperson Frommanns zs. 4, 307; s. auch Fischer schwäb. 5, 1939.
11603 Zeichen · 249 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    stuteM.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +3 Parallelbelege

    stute , M. Vw.: s. stūte (1)

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Stute

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Die Stute , plur. die -n, ein Pferd weiblichen Geschlechtes, im Gegensatze des Hengstes; ein Mutterpferd. Eine Stute rei…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Stute

    Goethe-Wörterbuch

    Stute [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Stute

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Stute , das weibliche Tier bei Pferden, Eseln, Kamelen.

  5. modern
    Dialekt
    Stutef.

    Pfälzisches Wb. · +4 Parallelbelege

    Stute f. : 1. 'das weibliche Pferd', Stut (šdūd) [allg., Christmann Kaulb 27 Heeger Tiere I 13 Höh 65 Mang 138 Krämer Ga…

  6. Sprichwörter
    Stute

    Wander (Sprichwörter)

    Stute 1. Der Stute ist ein Hengst lieber als zehn Stiere. – Altmann VI. 2. Die graue Stute ist das beste Pferd. Wenn in …

  7. Spezial
    Stute

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Stu|te f. (-,-n) ciavala (-les) f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit stute

224 Bildungen · 142 Erstglied · 82 Zweitglied · 0 Ableitungen

stute‑ als Erstglied (30 von 142)

Stute (Gebäck)

Wander

stute·gebaeck

Stute (Gebäck) Stute (Gebäck). 1. Je lütter de Stuten, desto gröter ward de Bäcker sin Bûk (Bauch). ( Rendsburg. ) Stute ist die plattdeutsc…

Stutenfutt

SHW

Stuten-futt Band 5, Spalte 1627-1628

Stutengaul

SHW

Stuten-gaul Band 5, Spalte 1627-1628

Stutenmilch

SHW

Stuten-milch Band 5, Spalte 1627-1628

stutenamt

DWB

stuten·amt

stutenamt , n. , amt in der gestütsverwaltung: und bin euer lieben sehr obligiret das sie sich die mühe getahn, mein stuttenamt mit zu regis…

Stutenbäcker

MeckWB

stuten·baecker

Wossidia Stutenbäcker m. a. Spr. Weißbäcker: 'een Stuten-Becker' (1693) Kohf. Hg. 4, 2. Br. Wb. 4, 1086; Me. 4, 916.

Stūtenbäkker

WWB

Stūten-bäkker m. jmd., der→ WWB ¹Stūte n backt (und verkauft) ( die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen Dor Wl).

Stūtenbekken

WWB

stuten·bekken

Stūten-bekken n. großer runder, hölzerner, oben offener Behälter mit senkrechten Wänden zur Herstellung von→ WWB ¹Stūte n ( Kr. Münster Mün …

Stūtenbernd

WWB

stuten·bernd

Stūten-bernd m. 1. jmd., der→ WWB ¹Stūte n backt (und verkauft) ( Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid Alt Kr. Altena u. die krfr. Stad…

stûtenbernt

MNWB

stûtenbernt Spottname des Wiedertäufers Bernt Rothmann der seinen Anhängern als Hl. Abendmahl in Wein getauchtes Weißbrot reichte (SL).

Stūtenblō¹me

WWB

stuten·blome

Stūten-blō¹me f. 1. Kornrade (Agrostemma githago) ( Kr. Halle Hal Kr. Halle@Brockhagen Bh ). — 2. Spierstrauch (Spiraea) ( Kr. Lippstadt Lst…

Stutenbotterbrot

MeckWB

stuten·botterbrot

Wossidia Stutenbotterbrot n. mit Butter bestrichene Scheibe vom Stuten: hei kau't 'n Stutenbotterbrot Wo. Sa. Me. 4, 916.

Stutenbrei

DRW

stuten·brei

Stutenbrei, m. Brei aus Weißbrotstücken in Milch; als Teil der Entlohnung für Gesinde in vigilia eine thunne beir dem gesinde, und dem gesin…

Stūtenbrō²d

WWB

stuten·brod

Stūten-brō²d n. [ Kr. Minden Min Kr. Herford Hfd Kr. Bielefeld Bie Höx] langer Brotlaib aus Weizenmehl (als Weihnachtsgebäck) ( Kr. Minden M…

Stūtenbrokken

WWB

Stūten-brokken Pl. vom→ WWB ¹Stūte n abgerissene Brocken ( Kr. Iserlohn Isl Dh).

Stūtenbrügge

WWB

stuten·bruegge

Stūten-brügge f. Scheibe Weißbrot ( Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. Gladbeck Rek Rh).

stutenbrî

LW

stuten-brî, Milch mit Weissbrod; -weke, Flitterwoche.

Stūtenbuᵉter

WWB

stuten·bueter

Stūten-buᵉter n. [verstr.] (mit Butter bestrichene) Scheibe Weißbrot; Butterbrot vom→ WWB ¹Stūte n.

Stūtenbūr

WWB

stuten·bur

Stūten-būr m. a) Bäcker, der Brot ausfährt. — b) jmd., der kein Schwarzbrot mag und nur Weißbrot isst ( WmWb ).

Stutenbutter

RhWB

stuten·butter

Stuten-butter : 1. -ot- f. Butterbrot aus einer Schnitte Schwarzbrot, darauf Butter (Kraut), darauf eine Schnitte Weck Gummb-Berghsn . — 2. …

Stūtendē²g

WWB

stuten·deg

Stūten-dē²g m. [WMünsterl Kr. Steinfurt Stf Kr. Beckum Bek die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen Dor Kr. Soest Sos Enr] Weißbro…

Stūtendō¹k

WWB

stuten·dok

Stūten-dō¹k m. langes, schmales Tuch, das auf die Brötchen- oder Stutenbretter gelegt wird ( Ennepe-Ruhr-Kreis Enr Sw).

Stutendräger

MeckWB

Wossidia Stutendräger m. Träger, der feines Backwerk aus der Stadt ins Dorf bringt: ein Stutendräger Ratz. Mitt. 11, 42 a . Me. 4, 916.

stute als Zweitglied (30 von 82)

Appelstūte

WWB

appel·stute

Appel-stūte ein mit Teig umbackener Apfel ( Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. Gladbeck Rek Xy, Kr. Coesfeld Kos Kr. Coesfeld…

Brūdstūte

WWB

Brūd-stūte m. ⟨ -stūten ⟩ Brautstuten, Hochzeitsgebäck ( Kr. Aschendorf-Hümmling Asd Kr. Aschendorf-Hümmling@Ahlen Al Kr. Aschendorf-Hümmlin…

Būrstūte

WWB

burst·ute

Būr-stūte m. ⟨ -stūten ⟩ 1. Mischbrot aus Roggen und Weizen ( Kr. Aschendorf-Hümmling Asd Kr. Aschendorf-Hümmling@Aschendorf Ad , Kr. Lingen…

Būtenstūte

WWB

buten·stute

Būten-stūte m. „ Butenstuten “ Weißbrot, das außerhalb der Stadt auf dem Lande gebacken wird und nur auf dem Markt verkauft werden darf ( Kr…

Dō²denstūte

WWB

doden·stute

Dō²den-stūte m. großes Weißbrot mit Korinthen, wurde bei Begräbnissen an die Schulkinder verteilt ( die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxe…

Dreªgeswīnstūte

WWB

dreageswin·stute

Dreªge-swīn-stūte m. Umdriägersstuten Weizenstuten als Lohn für die Hilfe beim Flachsbrechen ( Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottro…

Drē¹grossenstūte

WWB

Drē¹-grossen-stūte m. Droikrössenstiuden ein Weißbrot im Wert von drei Groschen ( Kr. Halle Hal Bh).

Drē¹hellerstūte

WWB

Drē¹-heller-stūte m. ein Weißbrot, Brötchen im Wert von drei Heller (Lippe OESTERH).

Drē¹matīerstūte

WWB

Drē¹-matīer-stūte m. [Ravensbg] Kuchen im Wert von drei Matthiasgroschen. Jiu Mamme töfft (wartet) oll up jiu met en Droibmtiggerstiuden ( K…

Drē¹penningesstūte

WWB

Drē¹-penninges-stūte m. ein Weißbrot im Wert von drei Pfennigen, idW.: ’n Äs ossen Droipennicksstiuden sehr kleines Gesäß (z.B. von einem Ki…

dūsestūte

WWB

duse·stute

dūse-stūte m. ⟨ Bueterstūten ( Kr. Iserlohn Isl Kr. Iserlohn@Elsey El ), Botter- (WmWb) ⟩ Butterstuten ( Kr. Iserlohn Isl Kr. Iserlohn@Elsey…

Fadderstūte

WWB

fadder·stute

Fadder-stūte m. [Lüb] Vaddernstuten ( Kr. Lübbecke Lüb Kr. Lübbecke@Tonnenheide To ) Weizengebäck mit vielen Korinthen, das die Taufpaten (z…

Fīfgrossenstūte

WWB

fif·grossenstute

Fīf-grossen-stūte m. [Mark] Weißbrot im Wert von fünf Groschen. — Ra.: Wann dä Schiäpel Rog- gen ’n Daaler kost’, wat kost dann ’n Fiefgrosc…

fohlenstute

DWB

fohlen·stute

fohlenstute , f. , stute die ein saugendes fohlen hat: der pächter kommt. er drückt mir treu die hand, erzählt dir viel von seinen fohlenstu…

Frantsestūte

WWB

Frantse-stūte m. [verstr.] feines Weißbrot.

füllenstute

DWB

fuellen·stute

füllenstute , f. eine stute die ein saugendes füllen hat Zincke ökonom. lex. (1764) 805 . auch fohlenstute, s. d.

G(e)stute

Idiotikon

G(e)stute Band 11, Spalte 1843 G(e)stute 11,1843

gestütstute

DWB

gestuet·stute

gestütstute , f. zuchtstute zu edlen pferden, le jumet Schwan 1, 737 , gestüttstute Frisch 2, 354 b .

Gummistūte

WWB

gummi·stute

Gummi-stūte m. „weiches Brot, welches man nur dann ißt, wenn die Kartoffeln ausgemacht werden“ ( Kr. Tecklenburg Tek Me).

Hǟrdstūte

WWB

haerd·stute

Hǟrd-stūte m. [verstr.] im Herd gebackenes Weizengebäck: Stuten, Weißbrot.

Kasmännekesstūte

WWB

Kasmännekes-stūte m. [verstr.] Weißbrot im Wert von 25 Pfennig.