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krangel

mhd. bis sprichw. · 10 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
10 in 10 Wb.
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

krangel

Bd. 11, Sp. 2019
krangel , m. nur mundartlich, aber wichtig. 11) verschlingung der fäden an einem gespinste, verschränkung an weinreben u. ä., schweiz., schwäb. (Schmid 424); auch bildl., schwäbisch einen grangel drein machen, eine sache verwirren, hindern. es ist eigentlich demin. zu einem alten kranc m., gen. kranges, kreis, umkreis, ring, das zur zeit nur mitteld. belegt ist, bei Jeroschin, Rothe dür. chr., Ebernand 1028, Ssp. praef. rhythm. 94 var., s. Pfeiffer zu Jeroschin s. 183, Bech Germ. 5, 241; vgl. dazu kränken drehen und das fem. krange vorhin, s. weiter krank, kranz. das demin. auch bei Altswert schon, für kreis oder kranz: ich sach der blumen krangel uf einem grünen angel (anger). 204, 27; und in einem schwarzw. weisth. von 1487: (verboten) kein paan noch krangel zu legen in den wald oder zue thuend. w. 1, 401, wie es scheint schlinge fürs wild. vgl. krengel. 22) not, armut, schweiz., eig. wol bedrängnis, verwickelung, etwa unmittelbar aus der bed. schlinge; schon im Reinfried von Braunschweig (gramm. 2, 117): der armen und der rîchen wart hie sô keiserlich gepflegen, daʒ man nihtes underwegen lie dô sunder crangel. ân aller slahte mangel wart vertriben hie dis mâl. Reinfr. v. Br.d. s. 21, ohne mangel; sus rîcher koste krangel ist mînem hûs untiure. das. s. 9, 'mangel solcher kost ist bei mir häufig'. 33) krickelei. Stalder 2, 128, schwäb. streit Birlinger, störung, verdrieszlicher zwischenfall Fromm. 2, 469. vgl.krangeln, s. auch klangel. die vermittelung mit voriger bed. gibt wol ein rhein. gebrauch: er thut mir allen krangel an, quält mich wo er kann. Schmidt westerw. id. 86 aus Koblenz, vgl. krängeln 2. auch in Norwegen gibt es krangl n. zank, streit Aasen 235b, krangla sich streiten 236a.
1750 Zeichen · 65 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    KRANGELstm.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +5 Parallelbelege

    KRANGEL stm. die wiste inen kein pan noch krangel zu legen in den wald Gr. w. 1,401. nach Gr. 2,117 kommt krangel in der…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    krangel

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    krangel , m. nur mundartlich, aber wichtig. 1 1) verschlingung der fäden an einem gespinste, verschränkung an weinreben …

  3. modern
    Dialekt
    Krangelm.

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Krangel m. : ' weinerliches Kind ', Krangel (gRaⁿŋəl) [KL-Lind ( Höh )]. — Zu krangeln . — Südhess. III 1751 and. Bed.

  4. Sprichwörter
    Krangel

    Wander (Sprichwörter)

    Krangel 1. Er hat ihm einen Krangel drein gemacht. ( Nürtingen. ) Er hat sein Vorhaben durchkreuzt. 2. Er thut mir allen…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit krangel

16 Bildungen · 15 Erstglied · 0 Zweitglied · 1 Ableitungen

Zerlegung von krangel 2 Komponenten

kran+gel

krangel setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

krangel‑ als Erstglied (15 von 15)

Krangelarsch

PfWB

krangel·arsch

Krangel-arsch m. : Schimpfw. für einen ständig Klagenden, Krangelooʳsch [ KU-Schmittw/O ]; vgl. Krangler . —

Krangeleisen

PfWB

krange·leisen

Krangel-eisen n. : 'mürrischer, unzufriedener Mensch', bes. von einem Kind, das in weinerlichem Ton bald dieses, bald jenes begehrt, Schimpf…

krangelen

KöblerMhd

krang·elen

krangelen , sw. V. nhd. „krangeln“, zudringlich bitten, betteln Q.: Ring (1408/1410) E.: Herkunft ungeklärt? W.: s. nhd. (ält.) krangeln, V.…

krangelig

DWB

krangelig , 1 1) verschlungen, verwirrt, verschränkt, kranglig, schweiz.; vgl. krengelicht . 2 2) das. kricklich.

Krangelnagel

ElsWB

krangel·nagel

Krangelnagel m. langer Nagel, der alle Teile des Pfluges an der Achse desselben zusammenhält Steinb.

krangeln I

RhWB

krangeln I = krause Striche ziehen, kritzeln s. o. bei krang.

krangeln II

RhWB

krangeln II -a- Gummb schw.: sich kr., sich balgen, von zwei Knaben. — Abl.: die Krangel(er)ei, dat Gekrangel.

Krangelpeter

PfWB

krangel·peter

Krangel-peter m. : 'nörglerischer Mensch', Schimpfw., Krangelpedeʳ [ KU-Elschb ]; vgl. Krangler 1. —

Krangelsack

PfWB

krangel·sack

Krangel-sack m. : 'wer ständig über Unwohlsein klagt, ständig nörgelt', Schimpfw., -sack [ KU-Schmittw/O ]; vgl. Grammelsack , Krangler 1. —

Krangeltüpfen

PfWB

krangel·tuepfen

Krangel-tüpfen n. : 'unzufriedener, mißmutiger, nörglerischer Mensch', -dippe [ RO-Duchr Odh ]; vgl. Krangler 1. Südhess. III 1751 .

Ableitungen von krangel (1 von 1)

Gekrangel

PfWB

Ge-krangel n. : ' anhaltendes Klagen ', Gekrangel [ KU-Schmittw/O ]; vgl. krangeln , Gejammers 1. Rhein. II 1349 Gegrangels; Lothr. 188 .

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APA
Cotta, M. (2026). „krangel". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 19. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/krangel/dwb
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Cotta, Marcel. „krangel". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/krangel/dwb. Abgerufen 19. May 2026.
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Cotta, Marcel. „krangel". lautwandel.de. Zugegriffen 19. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/krangel/dwb.
BibTeX
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