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krangel

mhd. bis sprichw. · 10 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

MWB
Anchors
10 in 10 Wb.
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Eintrag · Mittelhochdeutsches Wb. (MWB)

krangel stM.

krangel stM. 1 eigentl. wohl ‘Verschlingung der Fäden, Verschränkung an Weinreben’ u.ä. (vgl. DWB 5,1029, SchweizId 3,831), übertr., formelhaft âne ~ sleht
2 ‘Not, Bedrängnis, Mangel’
   1 eigentl. wohl ‘Verschlingung der Fäden, Verschränkung an Weinreben’ u.ä. (vgl. DWB 5,1029, SchweizId 3,831), übertr., formelhaft âne ~ sleht: sunder valsche naige / wuͦhs ir pris so gar uf reht / und ane crangel also sleht / mit schoͤne in hohgemuͤte, / mit zuht in rehter guͦte RvEWh 3804; sîn wirde ist ân krangel sleht / für allez lop gewahsen Reinfr 11590; ir triuten und ir minne / was gotlîch ordenlîch und reht, / ân valschen sin, ân krangel sleht ebd. 10908    2 ‘Not, Bedrängnis, Mangel’ daz ich in sol ufrihten an schaden, swas si crengel alder kumbers angat an dem vorgesetten gel [= gelt oder gehel Übereinkunft?] UrkCorp (WMU) 1571,12; vnd geschehe [...], daz die vorgenemetten vrowa imer dehan kummer an geviel von dehainer schlate crangel ebd. 2599,31; sus rîcher koste krangel / ist mînem hûse tiure [Hs. untiure); "mangel solcher kost ist bei mir häufig" (DWB 5,1029)] Reinfr 2864. – meist formelhaft sunder ~ , im Reim mit mangel: der armen und der rîchen wart / hie sô keiserlîch gephlegen / daz man nihtes underwegen / lie dâ sunder krangel Reinfr 10415. 18646. 24991; er hiez ûf allen strâzen / rüefen unde schrîgen, / ob ritter grâven frîgen / ald iemen hette mangel, / dem wolt er sunder krangel / sînen kumber büezen ebd. 14670

MWB 3,2 548,10; Bearbeiter: Tao

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    KRANGELstm.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +5 Parallelbelege

    KRANGEL stm. die wiste inen kein pan noch krangel zu legen in den wald Gr. w. 1,401. nach Gr. 2,117 kommt krangel in der…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    krangel

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    krangel , m. nur mundartlich, aber wichtig. 1 1) verschlingung der fäden an einem gespinste, verschränkung an weinreben …

  3. modern
    Dialekt
    Krangelm.

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Krangel m. : ' weinerliches Kind ', Krangel (gRaⁿŋəl) [KL-Lind ( Höh )]. — Zu krangeln . — Südhess. III 1751 and. Bed.

  4. Sprichwörter
    Krangel

    Wander (Sprichwörter)

    Krangel 1. Er hat ihm einen Krangel drein gemacht. ( Nürtingen. ) Er hat sein Vorhaben durchkreuzt. 2. Er thut mir allen…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit krangel

16 Bildungen · 15 Erstglied · 0 Zweitglied · 1 Ableitungen

Zerlegung von krangel 2 Komponenten

kran+gel

krangel setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

krangel‑ als Erstglied (15 von 15)

Krangelarsch

PfWB

krangel·arsch

Krangel-arsch m. : Schimpfw. für einen ständig Klagenden, Krangelooʳsch [ KU-Schmittw/O ]; vgl. Krangler . —

Krangeleisen

PfWB

krange·leisen

Krangel-eisen n. : 'mürrischer, unzufriedener Mensch', bes. von einem Kind, das in weinerlichem Ton bald dieses, bald jenes begehrt, Schimpf…

krangelen

KöblerMhd

krang·elen

krangelen , sw. V. nhd. „krangeln“, zudringlich bitten, betteln Q.: Ring (1408/1410) E.: Herkunft ungeklärt? W.: s. nhd. (ält.) krangeln, V.…

krangelig

DWB

krangelig , 1 1) verschlungen, verwirrt, verschränkt, kranglig, schweiz.; vgl. krengelicht . 2 2) das. kricklich.

Krangelnagel

ElsWB

krangel·nagel

Krangelnagel m. langer Nagel, der alle Teile des Pfluges an der Achse desselben zusammenhält Steinb.

krangeln I

RhWB

krangeln I = krause Striche ziehen, kritzeln s. o. bei krang.

krangeln II

RhWB

krangeln II -a- Gummb schw.: sich kr., sich balgen, von zwei Knaben. — Abl.: die Krangel(er)ei, dat Gekrangel.

Krangelpeter

PfWB

krangel·peter

Krangel-peter m. : 'nörglerischer Mensch', Schimpfw., Krangelpedeʳ [ KU-Elschb ]; vgl. Krangler 1. —

Krangelsack

PfWB

krangel·sack

Krangel-sack m. : 'wer ständig über Unwohlsein klagt, ständig nörgelt', Schimpfw., -sack [ KU-Schmittw/O ]; vgl. Grammelsack , Krangler 1. —

Krangeltüpfen

PfWB

krangel·tuepfen

Krangel-tüpfen n. : 'unzufriedener, mißmutiger, nörglerischer Mensch', -dippe [ RO-Duchr Odh ]; vgl. Krangler 1. Südhess. III 1751 .

Ableitungen von krangel (1 von 1)

Gekrangel

PfWB

Ge-krangel n. : ' anhaltendes Klagen ', Gekrangel [ KU-Schmittw/O ]; vgl. krangeln , Gejammers 1. Rhein. II 1349 Gegrangels; Lothr. 188 .

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „krangel". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 20. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/krangel/mwb
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Cotta, Marcel. „krangel". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/krangel/mwb. Abgerufen 20. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „krangel". lautwandel.de. Zugegriffen 20. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/krangel/mwb.
BibTeX
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