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gerte

mhd. bis spez. · 18 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

gerte f.

Bd. 5, Sp. 3741
gerte, f. virga, baculus, pertica. II. Formen. I@11) ahd. garti, gardea, garda, kertia, kerta, gerta, mhd. gerte, alts. gerda, mnd. garde, gerde (Dief. 621c), mnl. gaerde, gheerde, bei Binnaert geirde, gerde, nnl. garde, ags. gerd, girde, gyrde, geard, altengl. yerde, engl. yard und mundartlich yerd Halliwell 946a, altfries. ierde, ieerde, nordfries. jaard, jord, jörd, auch altn. girdi, n. vimen. gerte ist eine weiterbildung zum masc. gart sp. 1381, goth. gazds κέντρον, lat. hasta. I@22) die nebenform girte, girt mit i statt des umlautes e, noch jetzt in der Wetterau üblich, erscheint bereits in einem handschriftl. vocab. ex quo von 1440 bei Dief. 621c: girt; im voc. inc. teut. i 7b: girten vel garten, virga, dimin. girtel, virgula; in einer psalmenübersetzung von 1494 bei Frisch 1, 321c: eiszem girtten, virgâ ferreâ, und mehrfach bei Alberus, z. b. girt, flagellum dict. BB 1b, s. unten II, 2, m und n. I@33) die schreibung mit ä war vorübergehend im 17. und 18. jh. üblich, gärte (s. d.) Henisch und Frisch, gärt, dimin. gärtlein Stieler, gärten Schönsleder: die im gemeinen wald aus anderer leuthe hecken reiffestangen, trudern, stangen, gärten und dergleichen abgeholet. weisth. 1, 605 (Westerwald, von 1658). I@44) mit norddeutschem anlaut jerte: ich schwippe mit der jerte. H. Heine reisebilder 2, 206. I@55) eine weiterbildung zu gerte ist gertane, wie hess. garthine, gerthine zu gart, s. gärtine sp. 1418: meister Peter (schirrmeister und hauptmann der fuszknechte) begert, etliche usz den hantwercken mit der gertanen (fechtstock) fechten zu leren. Frankf. bürgermeisterbuch von 1492 bei Lexer 1, 887, s. unten II, 2, r. IIII. Bedeutung. II@11) dünner und biegsamer schwanker ast, zweig, schosz: ahd. rebakerta, propago Graff 4, 257, nhd. gerten, zwick, strang, brachia in vitibus Cholinus-Frisius 124b; gert oder knecht an reben, custos Denzler 187a, rebschosz, gert, flagellum 274b; gerten, die neüwen schosz an weinräben, so alle jar an den geschnittnen gerten wachsend, die dan trauben gäbend. Maaler; gert, die von einem stock eingesenckt wirdt, einen anderen stock darin zu zieglen, wie die weinreben eingelegt werden. übrige gerten, an der beschnittenen weinreben, so man abwirfft. Henisch 1523; ahd. sie druagun in then hantonpalmono gertun ingegin imo rûmo,zwîg ouh oliboumo. Otfrid 4, 3, 21; gert zuo öberst an baumen, flagrum Dasypod. E 5d; stabwurz oder gertwurz bringt lange dunne ruten oder gerten. Tabernaemontanus 50, daher diese pflanze selbst gerten genannt Schm.2 1, 941 (15. jh.); ein ort da vil gerten oder ruthen stehn, virgetum Henisch 1522; mit breiten ästen deckt ihn der baum bei seiner wiederkehr, der sich zur gerte bog, als er gegangen. Schiller XII, 89 (Picc. 1, 4); dimin. gertlein: die roten (rosen-)struche haben swache gertelyn und dorner. Petr. de Crescentiis (1493) o 6d. II@22) abgeschnittene rute, stecken, stab: gerte oder rut voc. 1482 m 1a; die gert, virga, dimin. das gertle, virgula Maaler 170d; ahd. flugegerta, virga mercurialis, volatilis Graff 4, 257; mhd. die (schwere stange) warf er von hant zu hant als ein swankele gerten. Wolfram Willeh. 202, 7; nhd. ein astrologus wird langsam eine schlang in ein rut oder gerten verwandlen können. Fischart Bodinus (1586) 188. in mannigfacher verwendung: II@2@aa) rute zum flechten eines zaunes, ahd. etorcartea leg. Bajuvar. 10, 17, noch bair. schweiz. die ettergärten Schm.2 1, 940. schweiz. id. 2, 441: das er einen wagen voller gerten zu einem geetterten zaun .. hawen möge. weisth. 1, 584 (von 1408); alsdann sollen die von Becheln das holz und die gerten hauen und gen Becheln vor den fronhof des junkers führen, und den zaun machen. 1, 597 (von 1482); eʒ sol auch niemand hawen ... dheinerlei gerten denn aichen zu hewsern (haus, hohler theil einer axt) und zu tüllen, weiden und espien zu zewnen. Nürnb. pol.-ordn. 306 Baader (von 1354, bez. 1425); zu anderem flechtwerk: gerten, wieden, lange dünne reiser von zehn bis zwölf schuhe lang, bei den faschinenwerken gebraucht, um die flechten damit zu verfertigen Vochs baulex. 121b; (als uferschutz) sol man vorsencken kasten mit holtzem geschrencke als ein rost mit gerten vorwircket und mit steinen usz gevollet. Petr. de Crescentiis (1493) e 8d. II@2@bb) wiede zum anbinden der bäume u. s. w. Weise Altenb. mundart 77: ein weidin gert ist gelenck und schwach, und man kan doch starck bäum damit seilen. Lehmann flor. (1630) 263, 45. II@2@cc) impfreis: spalde in (den stamm) noch schickunge dyner gerten, die du wilt imphen. stecke inn (hinein) die gerte. Petr. de Crescentiis (1493) e 1c; dimin. gertlein: uff der andern syten (wird) die uszer rinde abgenommen, daʒ sich also das gertlyn gar eben fuge zu dem stamme. e 1b; auch als masc. der gerten oder zweischosz, insitum Maaler 170d. II@2@dd) stab als abzeichen der königlichen und richterlichen gewalt, in der ältern sprache: ags. cyne-gerd, baculus regius, ahd. chunengisc kerta, sceptrum Graff 4, 256; mhd. diu gerte küng Asweres. minnesinger 1, 28b Bodmer; der keiser dô gekrœnet gie unde truoc die künicgerte. Servatius 2743; richter-, gerichtsstab: ahd. gerta kerihtentis ist dînes rîches kerta, virga directionis virga regni tui. Notker ps. 44, 7 Wiener hds.; dâ skînet daʒ dîn garti ist garti des gerihtes. 8; die rihtest tu mit îsenînero gerta, daʒ chuit mit unwendigemo rehte. 2, 9. II@2@ee) hirtenstab: karte, carde, girten, gerten, virga pastoris Dief. 621c, nov. gloss. 383a; unser herre dô gab deme hirte einen stap, daʒ was ein gerte u. s. w. Diemer ged. d. 11. u. 12. jh. 35, 9. II@2@ff) daher der bischofsstab, der stab des geistlichen hirten: diu biscoflîche gerte. litanei 796 Maszmann. II@2@gg) bei der beschwörung des besessenen hat der geistliche eine gerte in der hand: der pfaff hat den stol am halsz, ein buch und gerten in der handt. H. Sachs 14, 300, 2 Keller. II@2@hh) die jungfrau Maria wird gern mit der wunderbaren gerte Aarons (des morgens fand er den stecken Aaron grunen und die blüet auffgangen und mandeln tragen 4 Mos. 17, 8) verglichen: dich bezeichenot diu Aarônes gerte. Diemer ged. d. 11. u. 12. jh. 384, 9; dû blüende gert Arônes. Walther 4, 4; du bist die gert Aronis. Hätzlerin 1, 125, 75; auch blühende gerte von Jesse nach Jesaias 11, 10 undm. 15, 12, vgl. W. Grimm Konr. v. Würzb. gold. schmiede xxxiii. II@2@ii) treibstecken, lange (hasel)rute, vorn mit eisenstift oder sonst zugespitzt, zum antreiben des viehs, s. unter gart 2, a sp. 1381. II@2@kk) reitpeitsche, vgl. reitgerte: zu pferde reiten mit einer gerte in der hand. Ludwig 748; spieszgerte, virga, qua equi incitantur ab equitantibus Frisch 1, 321b; er peitscht sein thier, .. die gerte pfeift. A. v. Droste-Hülshoff ged. 183 'Engelbert von Köln'; reit- und zaubergerte zugleich, s. 2, p: mit schwanker gert' ein schlag davor zersprengte schlosz und riegel. Bürger 15a. II@2@ll) stiel der peitsche, des dreschflegels. schweiz. idiot. 2, 440; pfannengirtli, d. h. pfannenstiel, name der schwanzmeise wegen ihres schwarzen, langen schwanzes. 444. II@2@mm) einzelne rute des besens: versucht, sagt er, auff diese weisz, ob jhr dem besem seit zu schwach: ein jeder seine girt zubrach. Alberus fab. (1550) 228. II@2@nn) strafrute: ahd. thaʒ sie .. mit stabon giangin, mit gertun (flagellis) in henti. Otfrid 3, 14, 94; sô andôn ih iro unreht mit kerto. Notker ps. 88, 33; Rutilius lies sein aidem entplosen und mit gerten schlagen, darumb das er geflohen war vor dem feinde. Muglein 32a; dasz man ihn an ein pfal bandt und mit girten zu tod streich. Alberus wider Jörg Witzeln L 2a; ich furcht, er werd mich in bann thun und ubel mit girten streichen. M 2b; die kinder, so er dem Camillo uberantwurt hatte, musten ihrn schulmeister als ihrn verrheter und plagiarium mit scharffen girten wol zusteupen. L 5a; mit einer girten oder vier von bircken ich die leut christier. fab. 131; und da man jn mit gerten in Pilati hausz striche. Mathesius Sar. 74a; habens dich für Pilatum geführt, mit geiszlen und gerten gschlagen. Dilinger kathol. gesangbüchl. von 1589 s. 63; got ist der pösen gerte. Soltau 174; gerte sagt man vornehmlich von der rute, womit man die kinder züchtigt Frisch 1, 321b; oberd. gerte, ein bündel zartes birkenreisigs Adelung; mhd. ein swankel gerte, diu argen kinden brichet vel. Parz. 174, 9; nieman kan mit gerten kindes zuht beherten. Walther 87, 1. spieszgerte, spiesz-, spitzrute, als strafe der soldaten, flagella, quibus pedites castigantur Frisch 1, 321b; durch die spiszgerten lauffen, per intentas in se lancearum cuspides ire Denzler 187a. II@2@oo) steckenpferd: ich was ein kint, .. sô tump, daʒ ich die gerten reit. Ulr. v. Lichtenstein 3, 23. II@2@pp) zauberstab: ahd. mit dero gerto in Moysenis hende. Notker ps. 73, 2; nhd. nun weisz menniglich zuvor, dasz die zauberer ohn einig gifft vermögen die leut umbzubringen, alleine .. mit einer gerten und ruhten, wie Cardanus schreibt, dasz er eine unholde zu Pavy gesehen, welche einem jungen kind schlechts (nur) mit einer gerten uber den rucken gefahren und jhm gleich auff der stett das garausz gemacht habe. Fischart Bodinus (1586) 671; wünschelrute, ahd. wunschiligarta, mhd. wünschelgerte. II@2@qq) räuchergerte, -kerze, ahd. rouhgerta, virgula fumi, mhd. rûches gertelîn erlös. 5731. II@2@rr) fechtstock, rappier: gert, mit welcher die fechter (gladiatoren) frei gelassen wurden (als ehrenzeichen), rudis Dasypod. E 5d, s. oben I, 5. II@2@ss) am webebaum: ahd. weppigarta, -garti, -gerti, trama, pedalis, weppegerte, insubuli Graff 4, 257; virga textoris, kart Dief. 621c; appenzell. als masc. gert, zwei lange stäbchen, an welche die fäden zum durchlasse der kette befestigt sind: ein gewebe hat bald 2, 4, bald 6, 8 und mehr gerta. Tobler 218b; in älteren Augsburger weberrechnungen: von einer brait gördt 3 hell., von einer spinnetgördt 1 hell., von ainer schmala gördt u. s. w. Birlinger augsb.-schwäb. wb. 189b, 'bei den blättersetzern' (blatt ist ein schwebend hangender holzrahmen am webstuhl, mit feinen stiften, zwischen welchen die fäden der kette laufen, mit denen der durchgeschossene einschlag fest angeschlagen wird). II@2@tt) als längenmasz, meszgerte, wie rute, meszrute: pertica, ein messe-girte Dief. 430b, calamus, ein masse gerte 88c; 12 gerten für ruten Straszb. cod. des Sachsensp. 3, 45, 8 bei Scherz 1, 532; wir haben der vorgenanten cappellen gemachet, gegeben und bewiset holzes vier gerten breit und vierzik gerten lank (vier klafter holz), eime cappellan alle jar ze geben uʒ unsern holtzlauben. mon. boica 40, 192 (bisthum Würzburg, von 1338); die muren (von Eisenach) machten die dorffschaft in dem lande zu Doringen itzlichs also vil gerten langk also om gesatzt was. Rothe dür. chron. c. 345; an sente Elsebethin nacht do erhubin sich drei fuer umbe Isenache in der luft .. und gyngen einer messegerthin hoch von dem ertreiche bis in den Horselbergk, do qwomen sie alle drei yn. 748; das wasser brach des gerinnes ... wol czwo meszgerten langk nedder. Stolle thür. chr. 189; der loufft deʒ wassers der kerslachen sal habe an der wite ein gerte. Michelsen thür. rechtsdenkm. 121 (Erfurt, um 1400); die grenze des holzes geht dem graben nach biss in den Zeller wegk oben den hangenden baum wol eine gerten. 285 (Königsee, von 1559); der sol an der stadt mauer einer gerten langk und breith .. uff seine unkosten zur strafe bauen lassen. 284; noch bei Adelung als längenmasz der landwirtschaft in Thüringen und Meiszen s. v. a. rute; die gerte in Suhl als masz für grund und boden gleich 12—14 schuh, ein acker hat 160 gerten. journal von und für Deutschland 1786 s. 531; ferner in Franken: ein, zwei gert holz, acker, weingarten, wiesen, nach der wirzburg. forstordn. von 1668 hält die gert 14 wirzb. schuhe, nach der von 1721 12 Nürnberger werkschuhe, 180 gert machen einen morgen oder acker. Schm.2 1, 941; altfries. ierde, ieerde Richthofen 845b, in Nordfriesland ist die jord oder jaard gleich 10, in Angeln nur gleichfusz Outzen 149, vgl. Falck schlesw.-holst. privatr. 2, 338; mnl. gaerde, decempeda Kil. 152a, gaerde, gaarde, lengtemaat, landmaat Oudemans 2, 339; engl. yard, elle. als flächenmasz berührt sich gerte mit gart, garten sp. 1392, gartine sp. 1418, mecklenb. die jahrte, ein acker von unbestimmter länge, 4 starke schwad breit Adelung. II@33) stange: pertica, gert, stang Dief. 430b, stückgärte, fustis Stieler 611: solt man sie (fruchtbäume) mit gerten schlahen und mit bengeln daryn werffen. Keisersberg evang. 5b; noch luxemb. geert, f. die stange Gangler 168. vgl. ahd. segalgerda, segelstange, antenna, mhd. segelgerte Diemer ged. d. 11. u. 12. jh. 329, 12. II@44) penis: saumgerte, membrum asini. schweiz. id. 2, 442 (v. 1563); noch dorst er sich des nie verwegen, das er mich dörst pfeffern mit Adams gerten. fastn. sp. 1, 324; ich lasz dich nit mit ruo schlafen, du tuest mich dan mit Adams gerten strafen. 325. II@55) dimin. nabelgertlin, nabelschnur schweiz. id. 2, 442 (16. und 17. jahrh.). II@66) gerte, haggerte, hippe mit einer etwas länglichen handhabe zum beschneiden der bäume und hecken Stalder 1, 441. Tobler 219a, s.gertel, gerter.
13246 Zeichen · 343 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    gertest. swf.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +9 Parallelbelege

    gerte ( ahd. gartja Gr. 1,673. 2, 227. Graff 4,256 ) st. und swf. 1. ruthe, stab. ferula gerte sumerl. 7, 79. er gab dem…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Gêrte

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Die Gêrte , plur. die -n, Diminut. das Gertchen, Oberd. Gertlein, ein schwanker dünner Zweig, so wie man sich dessen sta…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Gerte

    Goethe-Wörterbuch

    Gerte als Reitgerte 26,232,25 DuW 4 im iron Bild des gewalttätigen Herrschers [ Alcinous/Kotzebue als Iyr Ich: ] Wie Alc…

  4. modern
    Dialekt
    Gert(e)

    Elsässisches Wb. · +4 Parallelbelege

    Gert(e) [Kærtə Steinbr. ; Kært Su. ; Kèrt sonst allg. ] f. 1. Gerte, Zweig, lange, gerade Rute, Weidenrute, bes. Ast, Sc…

  5. Sprichwörter
    Gerte

    Wander (Sprichwörter)

    Gerte 1. Die Gerte muss nicht mit der Peitsche anbinden. 2. Ein weidin Gert ist gelenck vnd schwach, vnnd man kan doch s…

  6. Spezial
    Gerte

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Ger|te f. (-,-n) 1 (dünner Stock) röta (rötes) f. , frascia (-sces) f. 2 (Reitpeitsche) vistla (-les) f. , scoriada (-de…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gerte

66 Bildungen · 40 Erstglied · 25 Zweitglied · 1 Ableitungen

gerte‑ als Erstglied (30 von 40)

Gerte(n)chämiⁿ

Idiotikon

Gerte(n)chämiⁿ Band 3, Spalte 260 Gerte(n)chämiⁿ 3,260

Gerte(n)hag

Idiotikon

Gerte(n)hag Band 2, Spalte 1070 Gerte(n)hag 2,1070

Gerte(n)messer

Idiotikon

Gerte(n)messer Band 4, Spalte 461 Gerte(n)messer 4,461

Gerte(n)näbeli

Idiotikon

Gerte(n)näbeli Band 4, Spalte 631 Gerte(n)näbeli 4,631

Gerte(n)stil

Idiotikon

Gerte(n)stil Band 11, Spalte 233 Gerte(n)stil 11,233

Gerte(n)wīd(eⁿ)

Idiotikon

Gerte(n)wīd(eⁿ) Band 15, Spalte 555 Gerte(n)wīd(eⁿ) 15,555

gerteisen

DWB

gerte·isen

gerteisen , n. sarpa, gertysen St. Galler vocab. des 15. jh. bei Tobler appenz. sprachsch. 219 a , ahd. gertîsen, falcastrum Graff 1, 490 . …

Gertel I

Idiotikon

Gertel I Band 2, Spalte 443 Gertel I 2,443

Gertel II

Idiotikon

Gertel II Band 2, Spalte 444 Gertel II 2,444

gertel

FWB

1. ›Astbeil, Hippe, breitschneidiges, vorne gekrümmtes Haumesser‹; zu gerten 1 (nomen instrumenti).; 2. möglicherweise ›Eberreis‹ (Weiteres …

gertelîn

Lexer

gert·elin

gertelîn stn. dem. zu garte, gärtchen W. v. Rh. 138,26. Wolk. 69. 1,13. Mgb. 387,13. gertel Mone z. 2,272.

gertelîn 1

LexerN

gertelîn 1 gertel Such. 9,15. kleiner weingarten Ug. 434 1438 .

gertelkraut

DWB

gertel·kraut

gertelkraut , n. artemisia abrotanum Pritzel-Jessen 42 a . Weber öcon. lex. 192 a , girtelkraut, girtler Schm. 2 1, 943. s. gertel , gertenk…

gertelwasser

DWB

gertel·wasser

gertelwasser , n. der heilkräftige aufgusz des gertelkrauts: von gertelwasser. versehung eines menschen 138 b .

gertelīn

KöblerMhd

gerte·līn

gertelīn , st. N. nhd. „Gärtlein“, Gärtchen, kleiner Garten, kleiner Weingarten Vw.: s. krūt-, wurz- Q.: Enik, HvNst, BDan, Pilgerf (FB gert…

gerten

FWB

1. s. gerte 1.; 2. s. gerte 1.; 3. ›jn. mit Gerten, Ruten auspeitschen‹

Gertenbohne

RhWB

gerten·bohne

Gerten-bohne (s. S.) LRip, Grevbr , Neuss , MGladb , auch Wend , Ottw f.: Stangenbohne sonst Stangen-, Stache-, Stake-, Stecke-, Stäf-, Rohm…

gertenhand

DWB

gerten·hand

gertenhand , f. die rechte hand des reiters, welche die reitgerte hält Röhrig techn. wb. 282 a .

gertenholz

DWB

gerten·holz

gertenholz , n. 1 1) junger holzbestand, so lange er untenher von ästen noch nicht gereinigt ist, besonders bei nadelholz Weber öcon. lex. 1…

gertenkraut

DWB

gerten·kraut

gertenkraut , n. 1 1) eine gattung doldentragender gewächse im südlichen Europa und orient, birkwurzel, rutenkraut Krünitz 17, 440 : gertenk…

gertenschlank

Pfeifer_etym

gerten·schlank

Gerte f. ‘dünne biegsame Rute’, ahd. gerta (8. Jh.), mhd. gerte ‘Rute, Zweig, Stab, Meßrute’, asächs. gerdia, mnd. gērde, mnl. gaerde, gheer…

gerte als Zweitglied (25 von 25)

Achtgerte

DRW

acht·gerte

Achtgerte Feldmaß von 8 Gart (entspricht 2 Morgen?) vgl. Dreigerte, Fünfgerte, Sechsgerte, Viergerte sacerdos ... in concambio recepit tres …

begērte

MNWB

begērte , + begērde (begert) , f. , n. , Verlangen , Begehren, Wunsch. nâ b. auf Verlangen .

Dreygêrte

Adelung

Die Dreygêrte , plur. die -n, in Thüringen, ein Acker, welcher drey Gerten oder Ruthen breit ist, er mag übrigens so lang seyn als er will. …

hellegerte

Lexer

helle·gerte

helle-gerte f. höllenrute. ein hellegerte, diu in treip ûʒ himelrîche j.Tit. 1880.

hürdengerte

DWB

huerden·gerte

hürdengerte , f. gerte, wie sie zum flechten der schafhürden dient; hürtgerten vimen Schottel 1339 .

künicgerte

MWB

künicgerte stswF. ‘Szepter’ sceptrum: chunicgerten PsM Per 7,4; der chæiser do gechrönet gie / unde truoc die chünicgerte [: geverte ] Serv …

mëʒgerte

Lexer

mez·gerte

mëʒ-gerte swf. messrute Dür. chr. 748. Mühlh. rgs. 123. vgl. mëʒruote.

Meßgerte

DRW

Meßgerte, f. zu 1messen (I 1) I Rute als Meßinstrument vgl. Meßrute, Meßseil pertica, metgeard 10. Jh. Wright-Wülcker I 147 ne beo ænig mete…

rouchgerte

KöblerMhd

rouch·gerte

rouchgerte , F. nhd. „Rauchgerte“ Q.: Trudp (vor 1150) (FB rouchgerte) E.: s. rouchen, gerte W.: nhd. (ält.) Rauchgerte, F., „Rauchgerte“, D…

ruhrgerte

DWB

ruhr·gerte

ruhrgerte , f. gerte oder ruthe, an welcher der ruhrvogel befestigt ist, s. oben ruhr. Jacobsson 3, 467 a .

Schelm'egerte

DRW

Schelm'egerte, f. wie Schelmacker das ein schelm-egerten sey, darauf man das oes gedragen hab und gefurt bey der bues 1503 FrkBauernW. 117

schoʒgerte

Lexer

schoz·gerte

schoʒ-gerte stf. junger trieb, schössling. als schœne und als junge als ein sch. Gz. 8046.

sëgelgerte

Lexer

segel·gerte

sëgel-gerte f. BMZ segelstange Diem. 329, 12. vgl. sëgelric, vgl. segelruote.

Spießgêrte

Adelung

spiess·gerte

Die Spießgêrte , plur. die -en, eine dünne mit einer Spitze versehene Gerte, dergleichen man zum Reiten gebraucht; im gemeinen Leben die Spi…

Spießgerte

DRW

spieß·gerte

Spießgerte, Spitzgerte, f. wie Spießrute ich het dem gauch ain gute spissgerten über die lenden geben zu aim glicklichen anfang seiner ritte…

wendelgerte

DWB

wendel·gerte

wendelgerte , f. , ' besonders in der landwirthschaft Thüringens, wo solche äcker, welche quer vor andern liegen, dasz beym pflügen der ande…

wünschelgerte

KöblerMhd

wünschelgerte , F. nhd. „Wünschelgerte“ Q.: Kolm, KvWGS (1277/1287), KvWTroj E.: s. wunsch, wünschel, gerte (1) W.: nhd. (ält.) Wünschelgert…

wīdegerte

KöblerMhd

wīde·gerte

wīdegerte , F. nhd. „Weidengerte“, Weidenrute Q.: Sachs (2. Viertel 13. Jh.) E.: s. wīde, gerte W.: s. nhd. Weidengerte, F., Weidengerte, DW…

zaungerte

DWB

zaun·gerte

-gerte , f. , 1) zaunruthe zum flechten eines zauns: mhd. zûngerte ( Lexer 3, 1180 ); crates Diefenbach 155 c ; eichene zeungerten Tucher ba…

zoungerte

KöblerMhd

zoungerte , sw. F. Vw.: s. zūngerte

zūngerte

KöblerMhd

zūngerte , sw. F. nhd. Zaungerte Hw.: vgl. mnl. tuungaerde Q.: Tuch (1464-1475) E.: s. zūn, gerte W.: nhd. (ält.) Zaungerte, F., Zaungerte, …

Ableitungen von gerte (1 von 1)

begērte

MNWB

begērte , + begērde (begert) , f. , n. , Verlangen , Begehren, Wunsch. nâ b. auf Verlangen .