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wipfel

mhd. bis spez. · 13 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

wipfel m.

Bd. 30, Sp. 504
wipfel, m. , ahd. wiphil, seltener wiffil, wifil; mhd. wipfel, vereinzelt wiffel, wifftel, bei autoren des appel-gebietes wippel; alem. gerundet als wüpfel städtechron. 8, 137, wúpffel (15. jh.) bei Fischer schwäb. 6, 1, 869; nhd. wipfel, neben dem sich noch bis ins 18. jh. gelegentlich wippel findet; mundartlich im apfel-gebiet meist wipfel, doch wippl Lexer kärnt. 258, wifel (vereinzelt für wipfel) Unger-Khull 633; im appel-gebiet wippəl, weppəl, wöppəl u. s. w., auch mit epithetischem dental wippelt, vgl. Petters stoffsamml. 37, Knothe Markersdorfer ma. 123; mit s-plural wippels Schambach Gött. 300a. sachbezeichnung mit l-suffix aus dem schw. vb. wipfen < *wippjan (s. unter wippen) 'sich schwingend, schwankend, wiegend bewegen' abgeleitet, das eine intensivbildung zum starken vb. mhd. wîfen < *wîfan (in ahd. bîwîfan Graff 1, 784) darstellt; aus diesem *wîfan ist ahd. wiffil (wifil, wiffel) wohl unmittelbar tiefstufig gebildet; zur etymologie vgl. unten wippen. wipfel bezeichnet ein ding, das sich schwingend, schwankend, wiegend bewegt, schränkt sich aber anscheinend von vorn herein auf die vom winde bewegten spitzen von pflanzen, insbesondere bäumen (s. u. 1.) ein; daraus entwickelt sich als jüngere bedeutung 'höchste spitze' feststehender gegenstände (s. u. 2). 11) oberer, schwankender teil, sich bewegende spitze von pflanzen, besonders bäumen, im gegensatz zu den fester stehenden holzigen teilen wie stamm, äste, stengel; gelegentlich auch vom dünnen ende eines pflanzenstiels verwendet ohne die räumliche vorstellung der höchsten spitze, was vielleicht schon in der ahd. glossierung von lat. flagellum durch wipfel sichtbar wird, vgl. winta wifil flavellum (= flagellum) ahd. gl. 1, 144, 39, wiffilin flagellis Graff 1, 785; wippel o(der) schosse flagella Diefenbach gl. 237c; wiphel sarculus (statt surculus!) sumerlaten 63, 58 Hoffmann v. Fall. 1@aa) die hauptsächlichste, seit dem ahd. bezeugte bedeutung ist 'sich bewegender oberer teil eines baumes', vgl. wiphil summum (arboris) bei Graff 1, 784, wiphila capita (intonsa coelo adtollunt geminae quercus) ebda. 1@a@aα) für den oberen teil der baumkrone. 1@a@a@aaαα) allgemein für die gesamtheit der beweglichen höchsten spitzen: wiphila (culmina) dero boumo Notker bei Graff 1, 785; (der baum) hete gruone zwî. den wiphel (var. wiffel) neigete er an die erde kaiserchron. 5491 Maszmann; ein boum, der vil wurzen hât, grüene und wol gesunt stât, den wiphel kêrt erm (er, gott, ihm) wol ze tal die warnung 629 in: ztschr. f. dtsch. altert. 1, 456; kein boum mohte im genoz wesen an siner clarheit, hoch was er, darzu vil breit, also daz sin wibpel trat oben an des himels grat Daniel 3579 Hübner; so ain pAvm dorrt, der hebt an in dem wipffel liederbuch der Hätzlerin 156 Haltaus; ein groszer adeler ... nam den wipffel von dem ceder und brach das öberste reis abe Hesekiel 17, 3; das sahe ein ein junger gesell ... und styg eylendts auff einen dicken birnbawm an wipel hinauf M. Lindener katzipori 127 lit. ver.; und (werde) meines wippels krantz, um sie zu ehren, neigen A. Gryphius lustsp. 418 Palm; ein solch erschrecklicher sturmwind, welcher nicht nur die äste und wipffel der bäume zerbrach, sondern auch die stärcksten stämme ... aus der erden risz Lohenstein Arminius (1689) 1, 51b; die wippel und äste der bäume J. K. Knauth Altzell. chron. (1721) 7, 18; einer eiche, deren stamm ihr bemoostes alter zeiget, deren wipfel voller stolz in den schoosz der wolken steiget v. Schönaich Hermann (1751) 7; ich schwöre, fräulein, bei dem heilgen mond, der silbern dieser bäume wipfel säumt Göthe 9, 197 W.; in den wipfeln der hohen buchen das scheue flattern der waldtauben Storm s. w. (1899) 1, 101; typisches epitheton ist hoch: auf hohen wipfeln und in büschen verspührte man ein lautes zischen Brockes ird. vergn. (1721) 8, 37; gegen die hohen wipfel der palmen senkt sich vom himmel (die nacht) Klopstock Messias (1780) 140; der wurzelbedeutung entsprechend poetisch gern als vom winde bewegt dargestellt: das schwirren des wests in den wipfeln der tannen Ulr. Bräker s. schr. (1789) 1, 112; er ist es nicht — es war der winde spiel, die durch der pinie wipfel sausend streichen Schiller 14, 52 G.; in allen wipfeln spürest du kaum einen hauch Göthe 1, 98 W. 1@a@a@bbββ) forsttechnisch specialisiert für das oberste schaftende des stammes: der enspawm soll haben an der lenge 8 claffter und an dem wipphel einen schuoch (v. j. 1330) bei Schöpf tirol. 15; weisen ihme (dem abt) ... den baum ausz der wurtzel bisz ahn den wippel weisth. 2, 271; wann sie (die stämme) vorwaxen, die wippel abschneidest haushaltung in vorwerken 117 Ermisch-Wuttke; was aber zu mast und feuerholtz soll, da kan man die wippel wohl aushauen v. Carlowitz anweis. z. baumzucht (1732) 189b; 'wipfeln, einem baum den wipfel oder gipfel abhauen, damit er junges holz treibe' Krünitz 239, 361; ein stattlicher baum, ... (der) nur am wipfel eine krone ... trägt Karmarsch-Heeren3 4, 687. 1@a@a@ggγγ) anders eingeschränkt von den spitzen der zweige und äste ohne rücksicht auf deren stellung in der baumkrone: inn etzlichen (zweigen) mag man abschneiden den wippel, das sie verleiben in bequemer lenge Petrus de Crescentiis v. ackerbaw (1493) 25b; vgl. als diminutiv: und ist (der wachholder) doch nicht desto weniger ... mit groszer tugend und heilsamen kräfften, von den untersten wurtzeln an bisz auff das euserste spitzlein des gipffleins oder wipffleins ... begabet M. Bapst von Rochlitz wacholdergarten (1605) 2; schabe von einer holunderstauden die rinde von den wipffeln Martin Böhme roszartzney (1618) 39; dasz (die wünschelrute) ein ... zwifaches, haselstäudigtes, einjähriges junges spröszlein ist, so ausz einem wipffel ... ausz- und auffgeschossen Prätorius glückstopf (1669) 40; die wipfel der äste ... waren durchaus grün und lebendig Göthe II 13, 163 W.; bildlich: jenes drama, das ... so ganz und gar bis in die äuszersten wipfel hinauf mit seiner wurzel eines war O. Ludwig ges. schr. 5, 42; anders, als 'sprosz, junger trieb': nimb die wipfel von füchtin, kranatstauden, œrlin, birkin Seuter bei Fischer schwäb. 6, 1, 869; grüne geben heiszt die pferde ... mit grünem gras, kräutern oder wipffeln von weiden purgieren Zincke öcon. lex. (1744) 994; diminutiv, vgl. die öbersten jungen spröszichen oder wippelchen der bewme und streuche summitates tenerae arborum vel arbustorum B. Faber thes. (1587) 895b; vereinzelt pluralisch gebraucht: da sah der gotterfüllte mann hinauf zu den schwärzlichen wipfeln der eiche Schubart s. ged. (1825) 1, 1. 1@a@bβ) mit begriffserweiterung auch für die gesamte laubkrone gegenüber dem stamm verwendet, vgl. wipphila frondes Graff 1, 784, wiphil comam (acanthi) ebda: sîn hâr ist also palmae wipfela (elatae palmarum) svarz samo ein raban Williram 5, 11 Seem.; da ez do in den wipfel (der linde) kom, da wurden sie (die blätter) als der mon swen der abnimet nonne v. Engelthal der gnaden überlast 16, 31 Schröder; das holtz ... macht ein wipffel (facit comam) als so es zum ersten ist gepflantzet erste dtsche bibel 7, 176 Kurr.; er kannte nicht einen zweig nur am baum des erkenntnisses, er kannte wurzel, stamm und wipfel Schubart leben u. gesinn. 1, 272; die sonne scheint noch rötlich durch die stämme, auf welchen die wipfel des waldes ruhn H. v. Kleist 2, 211 Schmidt; nur hin und wieder streckt ein einzelner baum den dickbelaubten wipfel in die höhe Forster s. schr. 2, 267; von wipfel, stämmen und gräsern flosz der feuertau (in der morgensonne) G. Hauptmann bahnwärter Thiel (1892) 37; so auch als botanischer terminus, vgl. 'der wipfel, die krone, die masse der äste eines baumes' Bischoff wb. d. beschr. botanik (1839) 27: ein schöner baum mit gradem glattrandigem stamm und breitem wipfel Schlechtendal flora 16, 38; bildlich für 'die geistige kraft' des menschen: ... je tiefer des guten leben hier wurzelt, je höher wächst sein wipfel im himmel Klopstock Messias (1780) 506. 1@a@gγ) als pars pro toto poetisch für den baum: der leichte zephyr küszte die pflanzen dieser insel; und sein gefolge wiegte die wipfel dieser insel Hagedorn poet. w. (1769) 3, 85; als er (der mai) vom himmel fuhr, blühten alle wipfel Ramler lyr. ged. (1772) 266; heraus in eure schatten, rege wipfel des alten, heilgen, dichtbelaubten haines, ... tret ich noch jetzt mit schauderndem gefühl Göthe 10, 3, 1 W.; durch des hügels blumen und durch der haine dämmernde wipfel! Matthison schr. (1825) 1, 38. 1@a@dδ) forsttechnisch für das schaftende mit seinen zweigen, das man nebst den ästen beim holzschlagen als minderwertiges abfallholz liegen läszt, vgl. afterschläge, afterzagel, zagel, zeil, zagelholz ... gipfel und wipfel, stecken J. Grimm rechtsaltert. 4 2, 25: wer aber an sölhen enden holz slecht, der soll ... die esst und wifftel wider ausraumen (v. j. 1494) österr. weist. 1, 287; (die unterförster haben recht) zu kin, zu graben, zu heid und wipfeln weisth. 6, 111; und wer also (einen baum) nider hawt, der sol auf legen stamme, este und wipffel on geverde Nürnberger polizeiordn. 306 Baader; von einem eichen afterschlag oder wipfel, der zehen oder 11 schuch lank ist, zehen pfenning Enders Tucher baumeisterbuch 74 lit. ver.; nach dem abhauen der bäume liegen verbliebene wipffel v. Fleming vollk. t. jäger (1719) 73. 1@bb) als spitze, oberes ende von gewächsen verschiedener art, die nicht bäume sind, und pflanzenteilen, vgl. wiphil coma (herbarum) bei Graff 1, 784, wipfel an ruten o(der) an blumen cyme (voc. v. anf. d. 15. jhs.) Diefenbach gl. 119a, die wippel an kreutern und streuchen scopae Bas. Faber thes. (1587) 727b, wippel eines weinstocks, wippel der kräuter mucrones herbarum Aler dict. (1727) 2, 2200a, wipfel oberes ende einer pflanze, pflanzenspitze Unger-Khull 631a: (die raupen) hingen ... an den wippeln des gewechs und waren alle todt Hennenberger preüsz. landtaffel (1595) 32b; als spitze der weinreben: in eime hus da widech unde mertelboum und wipfel von winreben unde rosen sint inne gestrouwet Breslauer arzneibuch 47 Külz-Trosse; ingleichen die wipfel von den weinreben allg. haushalt-lex. (1749) 1, h 2b; spitze der wurzel: ehe sie (die birne) reif ward, fur einem halben jahre zuvor ohngefähr zu rechnen, da war sie tiefer, denn sie lang und grosz ist, unter der erden und sasz im äuszersten wipfel der wurzel Luther 57, 114 Erl. ausg.; mundartlich für den blütenstengel: ä wipfel (rosmarinstengel) stöckt in'n gwand M. Lindermayr dicht. (1822) 121. 22) auf die höchste spitze feststehender, unbeweglicher gegenstände übertragen, poetisch anstelle des sonst gebräuchlichen gipfel, vgl. ein wippel cacumen Diefenbach gl. 86c; noch bildlich als diminutiv: daz von allem luste daz oberste wipfellîn (der seele) niht wirt geneiget herabe meister Eckhart in: mystiker 2, 47 Pfeiffer. 2@aa) als oberste spitze eines berges, felsens, gebirges, vgl. wiphila summa (lycaei) Graff 1, 784: doch lockt euch ieder nicht auf die gespitzte höh, ein rosenberg allein gibt rath in heiszem weh, der auf dem wipffel läst die schöne nymfe schauen A. Gryphius lyr. ged. 191 Palm; nympffen, die ihr um die wipffel der besteinten felsen springt trauersp. 214 Palm; du reistest auf der berge wipfel Drollinger ged. (1743) 116; ihr dummen Deutschen! hört auf unbetretnen wegen, vom wipfel des gebirgs dem kühnen flug entgegen Gottsched d. neueste (1751) 5, 126; ... wie wenn der süd die wipfel des gebirgs in nebel hüllt Bürger s. w. 151a Bohtz; schüttert er des berges wipfel Göthe 2, 27 W.; wie wenn es hin zur flut euch lockt, mein prinz, vielleicht zum grausen wipfel jenes felsen? Shakespeare 3, 174; die plattenstellen (im felsanstieg) wechseln dann wieder mit kurzen strecken dünnblättriger spitzschrofen, deren wipfel der arm umfängt H. v. Barth Kalkalpen 453. 2@bb) in älterer sprache die oberste spitze eines gebäudes, besonders der giebelaufsatz, das gesims, die bekrönung, die zinnen u. ähnl., vgl. wiphel tolus sumerlaten 18, 6 Hoffmann v. Fall., wypffel o(der) umbganck an heuszern pinaculum Diefenbach gl. 435c: di burc er von dem wipfil nidir brach unz ûf den sant Nicolaus v. Jeroschin chron. v. Pr. 14956 Strehlke; einen first, vir geswell zu einer stuben, hundert preter, zwu torseul, einen wipfel weisth. 6, 109; man gebot ouch abe zuo brechende alle hohe zierkemmin und wüpfele die uf den husern stundent städtechron. 8, 137; als poetische übertragung von 1 b: euch (türme) hat ein nervigter arm gebaut, sonst hätte der sturm die wände gespalten, der winter den moosigten wipfel gebeugt Hölderlin ges. dicht. 1, 65 Litzmann. 2@cc) für die spitze, das obere ende anderer gegenstände seltener; der hauptbedeutung noch nahestehend auf die spitze eines reisigbündels übertragen, so mhd. vom besen: ouch nam ich bî der grœze den besem, daz mac werden schîn der wipfel an dem rucke dîn Seifrid Helbling 3, 196 Seem.; wasserbautechnisch: 'wipfel ... an den reiszbündeln zum wasserbaue das obere ende, im gegensatz zum sturze oder dem untern ende' Hübner zeitungslex. 31 4, 956a; wipfel spitze des salzstocks Unger-Khull 631a, kindersprachlich für das männliche glied (penis) ebda; wipfel für die (obere) waagerechte stange, an welche die latten des zaunes angenagelt werden Martin-Lienhart 2, 842, vgl. bäumspitz ebda. 33) in übertragener anwendung für die oberste stufe, die höchste höhe, das äuszerste masz eines abstractbegriffes, wofür sonst gipfel bevorzugt wird; noch im bilde: diu (kunst) hâte wurzelhaftez obez; gewidemet in dem boume künste rîches lobes hielt wipfels gunst sîn list durchliljet kurc Heinrich v. Meiszen 313, 6 Ettm.; min ungelenke zunge muz darinne (im lob der Maria) wesen stum, wande daz herze ist zu tum in den wippel grifen, der sin wil mir entslifen d. alte passional 145, 24 Hahn; schlachten, kriege ... zu singen, war dem erfahrnen mann, der wohl sahe, auf welchem wipfel der Römer reich stand, ... widrig Herder 24, 215 S.; so steht ihr fürchtend auf der liebe wipfel A. v. Arnim s. w. 8, 346 Gr.
14077 Zeichen · 269 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    wipfelstm.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +3 Parallelbelege

    wipfel stm. wipfel. ahd. wiphil Graff 1,784. a. eines baumes. den wipfel (des boumes) neict er an die erde kchron. 32. b…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Wipfel

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Der Wipfel , des -s, plur. ut nom. sing. Diminut. das Wipfelchen, der obere leicht bewegliche Theil der Bäume und Gewäch…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Wipfel

    Goethe-Wörterbuch

    Wipfel [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  4. modern
    Dialekt
    Wipfel

    Elsässisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Wipfel [Wepfl M. ] m. wagerechte Stange, an welche die Latten eines Gartenzaunes angenagelt sind. Vgl. Baümspitz, Dolder…

  5. Sprichwörter
    Wipfel

    Wander (Sprichwörter)

    Wipfel Magst den Wipfel schon betrachten, musst aber die Wurzel nicht verachten. Dän. : Dersom dit ax end florerer högt,…

  6. Spezial
    Wipfel

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Wip|fel m. (-s,-) piza (pizes) f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit wipfel

54 Bildungen · 51 Erstglied · 1 Zweitglied · 2 Ableitungen

Zerlegung von wipfel 2 Komponenten

wip+fel

wipfel setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

wipfel‑ als Erstglied (30 von 51)

wipfelabschnitt

DWB

wipfel·abschnitt

wipfelabschnitt , m. , zu wipfel 1 a α ββ : den 14 jährigen wipfelabschnitt mit sehr regelmäszigen 8 ringen Ratzeburg waldverderbnis 1, 236 …

wipfelast

DWB

wipfel·ast

wipfelast , m. , zu wipfel 1 a α αα : ( eine ) uralte sommerlinde, bei welcher die unteren äste ... früher entlaubten als die wipfeläste ebd…

wipfelbaum

DWB

wipfel·baum

wipfelbaum , m. , zu wipfel 1 a α ββ , baum mit gering verzweigter krone, vgl. hwb. d. naturwissensch. 1, 878. —

wipfelbeiszer

DWB

wipfel·beiszer

wipfelbeiszer , m. , name eines baumschädlings, vgl. wipfelstecher , zu wipfel 1 a α γγ : wipfelbeiszer ist ein kleines ungeziefer, welches …

wipfelbildung

DWB

wipfel·bildung

wipfelbildung , f. , zu wipfel 1 a α αα : ( der unterschied ) bezieht sich ... auf den gesamtwuchs, auf die richtung der äste und die propor…

wipfelblatt

DWB

wipfel·blatt

wipfelblatt , n. , anatomischer fachausdruck in anlehnung an wipfel 1 b für den höchsten teil des menschlichen kleinhirns ( lat. folium cacu…

wipfelblüte

DWB

wipfel·bluete

wipfelblüte , f. , zu wipfel 1 a β : bien auf biene durchsummt bald die blümchen unterm baume, bald die wipfelblüthen Hölty ged. 137 Halm. —

wipfelbruch

DWB

wipfel·bruch

wipfelbruch , m. , zu wipfel 1 a α : es kommt ... vor, dasz die wipfel die last der zapfen nicht tragen können, und ... bedeutender wipfelbr…

wipfeldürr

DWB

wipfel·duerr

wipfeldürr , adj. , am wipfel (1 a α ββ ) vertrocknet, vgl. 'wipfeldürre heiszt derjenige ( baum ), so am wipfel anfängt zu verdorren ' allg…

wipfeldürre

DWB

wipfel·duerre

wipfeldürre , f. , junge abstractbildung zu wipfeldürr, vgl. 'wipfeldürre bezeichnet den zustand der bäume, wo sie wegen alter ... zuerst ab…

wipfelen

KöblerMhd

wipf·elen

wipfelen , sw. V. nhd. „wipfeln“, durch Abhauen des Wipfels kürzen Q.: WeistGr (1350) E.: s. ahd. wipfilōn* 1, wiphilōn*, sw. V. (2), stutze…

wipfelende

DWB

wipfel·ende

wipfelende , n. , zu wipfel 1 a α ββ , vgl. 'wipfelende ... ( heiszt ) das obere, schwächere ende eines baumstammes ' Mothes baulex. 4, 484 …

wipfeler

Lexer

wip·feler

wipfeler stm. BMZ ein gewipfelter baum Gr.w. 3,898 ;

wipfelfeuer

DWB

wipfel·feuer

wipfelfeuer , n. , zu wipfel 1 a β , eine art waldbrand, wobei nur die kronen ergriffen werden, vgl. Herder konv.-lex. 8, 1634 : das wipfelf…

wipfelfutter

DWB

wipfel·futter

wipfelfutter , n. , futter aus spitzen der weinranken bestehend, vgl. wipfel 1 b: das wipffelfutter aus den weingärten ... ist im winter den…

wipfelgewölbe

DWB

wipfel·gewoelbe

wipfelgewölbe , n. , zu wipfel 1 a α αα ; gewölbe, das die baumwipfel bilden: die schattenreichen wipfelgewölbe des waldes G. Forster s. sch…

wipfelgrün

DWB

wipfel·gruen

wipfelgrün , n. , das grüne laub der wipfel (1 a β ): und strahlen glänzen durchs wipfelgrün Rellstab ged. (1827) 99 . —

wipfelhöhe

DWB

wipfel·hoehe

wipfelhöhe , f. , zu wipfel 1 a α αα : leis rauscht es in den wipfelhöhn und ferne bronnen gieszen Felix Dahn ged. (1908) 99 ; wird die jagd…

wipfelholz

DWB

wipfel·holz

wipfelholz , n. , zu wipfel 1 a α bzw. δ , durch wipfelbruch abgefallenes holz: bestimmte rechte hatten die förster, welche ... alles wipfel…

wipfelinc

Lexer

wipfel·inc

wipfelinc stm. baumwipfel. wenn man dem kestenpaum oben den wipfelink ( var. wippeling) ab hawet Mgb. 317,16 ;

wipfelknospe

DWB

wipfel·knospe

wipfelknospe , f. , zu wipfel 1 a α γγ : während die langtriebe aus den wipfelknospen gewöhnlich hervorgehen Ratzeburg waldverderbnis 1, 14 …

wipfellaub

DWB

wipfel·laub

wipfellaub , n. , zu wipfel 1 a β : indesz zu streu getreten wird das üppig stolze wipfellaub W. Müller ged. 351 Hatfield. —

Wipfellaube

Campe

wipfel·laube

○ Die Wipfellaube , Mz. — n , eine von den Wipfeln der Bäume gleichsam gebildete Laube. Und dem Geseufz' der Ringeltaube Aus hochzeitlicher …

wipfellinc

KöblerMhd

wipfel·linc

wipfellinc , st. M. nhd. Wipfel, Baumwipfel Q.: BdN (1348/1350) E.: s. wipfel W.: nhd. DW- L.: Lexer 324a (wipfelinc), Hennig (wipfelinc), L…

wipfellīn

KöblerMhd

wipfel·līn

wipfellīn , st. N. nhd. „Wipfellein“, Wipfelchen, kleiner Wipfel Q.: EckhIII (vor 1326) (FB wipfellīn) E.: ahd. wipfilīn* 2, wiphilīn*, st. …

wipfelmasse

DWB

wipfel·masse

wipfelmasse , f. , zu wipfel 1 a β : auf dem hofe bewunderte S. die ... wipfelmassen des gröszeren forstes G. Keller ges. w. 8, 220 . —

wipfelmeer

DWB

wipfel·meer

wipfelmeer , n. , zu wipfel 1 a α αα , die wie ein meer wogende masse der wipfel: wo überm wipfelmeer das riff im äther steht, ein flaggend …

wipfel als Zweitglied (1 von 1)

palmewipfel

Lexer

palme·wipfel

palme-wipfel stm. palmwipfel. sîn hâr ist alsô palmewipfele Will. Hag. 5,155.

Ableitungen von wipfel (2 von 2)

gewipfel

DWB

gewipfel , n. , collectivbildung zu wipfel ( s. d. ), am frühesten in dem von Bürger gebrauchten compositum felsengewipfel ( vgl. theil 3 sp…

wipfele

BMZ

wipfele swv. zeichne einen baum durch abhauen des wipfels. ( der zeidler ) soll keinen baum ohne des forstmeisters willen lochen u. wipfeln …

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Cotta, M. (2026). „wipfel". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 10. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/wipfel/dwb
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Cotta, Marcel. „wipfel". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/wipfel/dwb. Abgerufen 10. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „wipfel". lautwandel.de. Zugegriffen 10. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/wipfel/dwb.
BibTeX
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