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Schilling

mhd. bis sprichw. · 16 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
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18 in 16 Wb.
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Schilling

Bd. 17, Sp. 802
Schilling, Johannes, Bildhauer, geb. 23. Juni 1828 in Mittweida, erhielt seine erste künstlerische Bildung auf der Akademie in Dresden, insbes. unter Rietschel, und arbeitete dann zwei Jahre unter Drakes Leitung in Berlin. 1852 nach Dresden zurückgekehrt, führte er in Hähnels Atelier eine Arbeit aus, die ihm das große Reisestipendium der Akademie einbrachte. Nach einem dreijährigen Studienaufenthalt in Italien ließ er sich 1856 in Dresden nieder und wurde 1868 zum Professor an der Kunstakademie ernannt. Seine erste größere Arbeit waren die in Sandstein ausgeführten vier Gruppen der Tageszeiten und das Standbild Sempers auf der Freitreppe der Brühlschen Terrasse in Dresden (s. Tafel »Bildhauerkunst XVI«, Fig. 8 u. 9). Unter den Denkmälern, mit denen er in der Folge betraut wurde, sind das Schillerdenkmal für Wien (1876; s. Tafel »Wiener Denkmäler I«,. Fig. 1), das Kaiser Maximilian-Denkmal für Triest, das Kriegerdenkmal für Hamburg, das Reformationsdenkmal (Luther und Melanchthon) für Leipzig (1883), das Reiterdenkmal des Königs Johann für Dresden (1889), die Denkmäler Kaiser Wilhelms I. für Dortmund und Wiesbaden und das Bismarckdenkmal für Wiesbaden (1901) hervorzuheben, vor allem aber das Nationaldenkmal auf dem Niederwald, dessen Ausführung ihn von 1877–84 beschäftigte. Es besteht aus der kolossalen Figur einer Germania (s. die Abbildung bei »Germania«), den Figuren des Krieges und des Friedens, des Rheins und der Mosel, einem großen Relief mit der Wacht am Rhein und zwei kleinern Reliefs mit dem Auszug und der Heimkehr der Krieger (s. Tafel »Bildhauerkunst XVI«, Fig. 2 u. 3), sämtlich in Bronze gegossen. Seine Kolossalgruppe des Dionysos und der Ariadne auf panthergezogenem Wagen schmückt, in Erz ausgeführt, die Hauptfront des Hoftheaters in Dresden. Außerdem schuf er unter anderm die Marmorstatue des Pheidias (Museum in Leipzig), eine Reihe anmutiger, im Geiste der Antike erfundener Reliefs und zahlreiche Bildnisse. Ein reiner Schönheitssinn, eine reiche Anmutsfülle und sorgfältige Durchbildung der Form zeichnen seine Arbeiten aus. Ein großer Teil der Modelle dazu sind in einem besondern Schilling-Museum in Dresden vereinigt. Bei seinem Ausscheiden aus dem Lehramt 1906 erhielt er den Titel Exzellenz.
2248 Zeichen · 25 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    schillingst. M.

    Köbler Mhd. Wörterbuch

    schilling , st. M. Vw.: s. schillinc

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Schilling

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Der Schilling , des -es, plur. die -e, ein Wort, welches im Deutschen noch in verschiedenen Bedeutungen gebraucht wird. …

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Schilling

    Goethe-Wörterbuch

    Schilling einmal ‘Schiling’, mehrf abgekürzt ‘Schl.’, ‘Schill.’ Gold-, später Silbermünze a dt Münzeinheit im Wert von 1…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Schilling

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +3 Parallelbelege

    Schilling (solidus) , ursprünglich der 24. Theil eines Pfundes Silber, nach Karl d. Gr. der 20. Theil. später Münze von …

  5. modern
    Dialekt
    Schilling

    Elsässisches Wb. · +4 Parallelbelege

    Schilli ng [ʿSeli Barr Molsh. Illk. K. Z. ; ʿSìli Str. Hag. Rothb. Lobs. ] m. 1. Schilling, ein Geldwert von 4 Sous = 16…

  6. Sprichwörter
    Schilling

    Wander (Sprichwörter)

    Schilling 1. Acht un viirtig Schilling sünt ok 'n Doaler. ( Strelitz. ) – Firmenich, I, 73, 106. 2. Besser einen Schilli…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schilling

176 Bildungen · 70 Erstglied · 106 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von schilling

schil + -ling

schilling leitet sich vom Lemma schil ab mit Suffix -ling.

schilling‑ als Erstglied (30 von 70)

Schilling(s)wërt

Idiotikon

Schilling(s)wërt Band 16, Spalte 1324 Schilling(s)wërt 16,1324

Schillingbeile

DRW

schilling·beile

Schillingbeile, f. "Kerbholz, auf dem nur je ein oder mehrere Schillinge verzeichnet wurden" SchweizId. IV 1165 vgl. Beile (I 1), Brotbeile,…

Schilling-Canstadt

Meyers

Schilling-Canstadt , Paul von , einer der Erfinder des elektrischen Telegraphen, geb. 24. April 1786 in Reval, gest. 5. Aug. 1837 in St. Pet…

schillingen

DRW

schill·ingen

schillingen, v. I bezahlen [die Verkäufer bestätigen,] daz sy gancz vnd gar beczalt weren ... daz ouch der ... herre probst vor scheppen sch…

Schillingenglisch

DRW

schilling·englisch

Schillingenglisch, m. eine Rechenmünze ein schilling-englisch ist eine eingebildete muͤnze, und gehen davon 48 auf ein pfund. hiernach wird …

schillinger

DWB

schill·inger

schillinger , m. , weiterbildung zum vorigen, vielleicht aus einer pluralform entstanden, gleicher bedeutung. Lexer mhd. wb. 2, 737 , in Ans…

Schillingesdrd

WWB

Schillinges-drad m. [ Isl Alt] Bergische Drahtsorte, Schillingsdraht.

Schilling, Florent

DWBQVZ

--- catholisch todten-gerist. daß ist wolgegründte ehrn-gedächtnuß hochadelicher caualliern, herrn, vnd frawen deren hochadeliches herkommen…

Schilling, Friedr. Gust

DWBQVZ

[---] bagatellen aus dem zweiten feldzuge am Mittel-Rhein, von Zebedäus Kukuk. im ersten jahr des Rastadter congreßes. o. o. u. j. ( vorr. 1…

schillinggeld

DWB

schilling·geld

schillinggeld , n. im landbuch des kantons Appenzell-Auszerroden von 1747 der zinsfusz, nach dem von 17 batzen 2 pfennigen 1 schilling, und …

Schillinggeldbrief

DRW

schilling·geldbrief

Schillinggeldbrief, m. verbriefte Schuldverschreibung, Obligation (I) für Schillinggeld (I) wer schillinggeltbrieff gmein hete oder einen ge…

Schillinggëlt

Idiotikon

Schillinggëlt Band 2, Spalte 265 Schillinggëlt 2,265

Schilling II

RhWB

Schilling II das Wort ist noch lebendig in Bed. 1 im Siegld u. OBerg; in Bed. 2 ganz veraltet, noch hier u. da im Rip, Berg überliefert m.: …

Schillinglaib

DRW

schilling·laib

Schillinglaib, m. Brotlaib, der im Verkauf einen Schilling (III) kostet; der Preis des Brots bleibt unverändert, lediglich das Gewicht passt…

Schillingleibel

ElsWB

Schilli ng leib e l [‘Sìlilæiwl Ndhsn. Dachstn. K. Z. ; ‘Seliláwl Bühl ] n. Laibchen Brot für 16 Pfg.

Schillinglicht

DRW

schilling·licht

Schillinglicht, n. Kerze im Wert eines Schillings (III) vgl. Schillingwert (II), Sechslinglicht schilling-lichte 4 sechßeling-lichte 5 uff i…

Schillingsbier

DRW

schillings·bier

Schillingsbier, n. Bier von der Menge, die im Verkauf einen Schilling (III) kostet vgl. Hellerwert (I), Pfennigwert (V), Schillinglaib, Schi…

Schillingsbok

MeckWB

schillings·bok

Schillingsbok n. Buch für einen Schilling, also sehr billig: de Jungens kregen von 'n Grafen to Wihnachten 'n Schillingsbok Sta Krüs .

Schillingsbrot

MeckWB

schillings·brot

Schillingsbrot n. beliebtes Gebäck; auf dem Jahrmarkt von den Knechten uthölkt und mit Sirup gefüllt Gü Neuend ; Ha Hoort ; Kinder schickt m…

Schillingsdönken

MeckWB

schillings·doenken

Schillingsdönken ( -ö- lang) n. ein billiges, kleines Lied: Dien ohld Schillingsdöhnken vam Lindworm dögt Di nich so väl J. H. Voss Wint. 34…

schillingsdraht

DWB

schillings·draht

schillingsdraht , m. eine art draht, die zum stricken, zu zelthaken u. s. w. gebraucht wird, vielleicht weil eine bestimmte menge davon um e…

schilling als Zweitglied (30 von 106)

Amtsschilling

DRW

amts·schilling

Amtsschilling ambetschillinc Abgabe 1251 WerdenUrb. I 365 Faksimile v.Minnigerode,Königszins 50

Auflaßschilling

DRW

Auflaßschilling wie Auflaßgeld were is ..., das imand sin gut den kindern ... bi lebennigen libe geben wil, di sullen gebe ... dem scholteis…

Bȫsschilling

Idiotikon

Bȫsschilling Band 8, Spalte 586 Bȫsschilling 8,586

Chaufschilling

Idiotikon

Chaufschilling Band 8, Spalte 584 Chaufschilling 8,584

Chuchischilling

Idiotikon

Chuchischilling Band 8, Spalte 584 Chuchischilling 8,584

Garte(n)schilling

Idiotikon

Garte(n)schilling Band 8, Spalte 583 Garte(n)schilling 8,583

Glarnerschilling

Idiotikon

Glarnerschilling Band 8, Spalte 578 Glarnerschilling 8,578 u.

Grētlerschilling

Idiotikon

Grētlerschilling Band 8, Spalte 583 Grētlerschilling 8,583

Grētlischilling

Idiotikon

Grētlischilling Band 8, Spalte 583 Grētlischilling 8,583

H_s;rdschilling

Adelung

Der H_s;rdschilling , des -es, plur. die -e, S. Herdgeld 1.

Heuschilling

MeckWBN

heu·schilling

Wossidia Heuschilling m. a. Spr. Kaufgeld für Heu: '2 hoy ß' (1407) C. Cordsh. Neust. 25.

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APA
Cotta, M. (2026). „schilling". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 16. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/schilling/meyers
MLA
Cotta, Marcel. „schilling". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/schilling/meyers. Abgerufen 16. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „schilling". lautwandel.de. Zugegriffen 16. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/schilling/meyers.
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