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geheul

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

geheul n.

Bd. 5, Sp. 2481
geheul, n. ululatus, ejulatus, geheule Stieler 62, mit der vollen form, die auch im 18. jh. noch galt, s. Lessing, Göthe unter 1. 2. gehail, lamentum, ejulatio, ululatus, lessus Henisch 1438 (nach der aussprache). nl. gehuil, bei Kilian auch lessus, lamentation funèbre (s. unter 2). 11) von thieren u. ä., wolfsgeheule Steinbach 1, 750, hundegeheul, s. auch jagdgeheul, der wölfe hungergeheul Göthe 1, 172; wie dem löwen sein gebrüll und dem wolfe sein geheul. Herder IV, 115; von höllengeistern: geheul! geheul aus hoher luft, gewinsel kam aus tiefer gruft. Bürger Lenore a. e. vergl. von recensenten: er (Denis) hat seinen gedichten anmerkungen beigefügt, vielleicht um den bellenden hunden aus dem wege zu treten, welche über Klopstocks oden und die dunkelheit darin so ein lautes geheule angefangen. Göthe 33, 77. 22) von heulendem schreien, weinen, reden, singen u. ä., auch als übertreibendes kraftwort: weibervolk aber, kinder .. sollen .. kein geheul auf den gassen (des lagers) machen. Kirchh. disc. milit. 43, vgl. Henischs lessus, lamentum oben, von der todtenklage; wir verwerfen mit nichte das gebete (zusammenbeten), sondern das lauter unnütze geheule und gemurre verwerfen wir. Luther bei Dietz 2, 46b (deudsch catech. Q 2b); ihr geheule und gemurre in ihren kirchen. das.; ein geklingle von reimen für poesie, geheule für musik uns einreden zu lassen. Lessing 7, 452; das weinen wurde zum geheul. Holtei Lammfell 50. selbst heimlich, im geiste, für klagen (d. i. eigentlich schreien), wehklagen: mein geist .. für unruh hat heimlich sein geheul. Weckherlin 152 (ps. 38, 9). ein geheule anfangen, erheben Steinbach 1, 750. 33) auch von winden und brandenden wellen: und im geheul der winde hört' ich der wracke hülfsgeschrei. Gökingk 3, 177; der könig .. wirft von der höh .. der klippe .. den becher in der Charybde geheul. Schillers taucher.
1892 Zeichen · 55 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Geheul

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Das Geheul , des -es, plur. inus. das Heulen, eine heulende Stimme. Das Geheul der Hunde, der Wölfe. Voller Verzweifelun…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Geheul

    Goethe-Wörterbuch

    Geheul Nom/Dat je einmal -e langgezogene, (unangenehm) durchdringende Lautäußerung (von Mensch u Tier), als Ausdruck äuß…

  3. modern
    Dialekt
    Geheuln.

    Pfälzisches Wb.

    Ge-heul n. : 1. 'das Heulen eines Hundes', Geheil (gəhail) [verbr. WPf NPf nördl. VPf], Gheil (kail) [mancherorts mittl.…

  4. Spezial
    Geheul

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Ge|heul n. (-s) 1 (dauerndes Heulen) buramënt (-nc) m. 2 (Wehklagen) baudiamënt (-nc) m. 3 beriamënt (-nc) m. , scraiamë…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit geheul

3 Bildungen · 1 Erstglied · 1 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von geheul

ge- + heulen

geheul leitet sich vom Lemma heulen ab mit Präfix ge-, auf Verb-Stamm zurückgeführt.

geheul‑ als Erstglied (1 von 1)

geheulergossen

DWB

geheul·ergossen

geheulergossen , in geheul sich ergieszend, geheulergoszne kläger ( beim leichenzuge ) Schiller I , 182, 136, elegie auf den tod Weckerlins.

geheul als Zweitglied (1 von 1)

Ableitungen von geheul (1 von 1)

Geheule

Campe

Geheule ) , des — es , o. Mz . ein anhaltendes starkes Heulen. Das Geheul der Hunde, Wölfe  Uneigentlich, ein anhaltendes, heftiges und lau…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „geheul". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 12. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/geheul/dwb
MLA
Cotta, Marcel. „geheul". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/geheul/dwb. Abgerufen 12. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „geheul". lautwandel.de. Zugegriffen 12. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/geheul/dwb.
BibTeX
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