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glottern

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

glottern vb.

Bd. 8, Sp. 219
glottern, vb. , in mundartl. nebenformen auch gluttern, klottern (s. d.), kluttern. ein zufrühest elsässisch, dann schweizer. und schwäb., vereinzelt literarisch darüber hinaus bezeugtes schallnachahmendes wort. 11) 'klappern, klatschen': es (das noch ungenügend gegerbte fell) glottert noch, es ist noch flaisch Geiler v. Keisersberg has im pfeffer (1510) C c 8b; übertragen, im sinne von 'prahlen': ich weisz aber wol, wer die seint, die es verkeren. es seint die, dy glotteren und sich berümen: ja ich predig nit ausz tütschen büchern als der und der ders. narrensch. (1520) 12b. vom storch (s. auch klottern 3): zurück legt (der storch) seinen schnabel lang, glottert schnap! schnap! so hübsch und fein Burkhard Waldis Esopus 2, 254 Kurz; (Antigone) in einen storcken sich verwandlend, abgemalet, da ihren frevel sie stehts glotterend bezahlet Weckherlin 2, 350 lit. ver.; vom klappern der fensterläden, der gläser, der zähne u. ähnl. im schweizer., s. Staub-Tobler 3, 703. hierhin vielleicht auch schwäb. glotteren 'garben vom wagen auf die oberen stockwerke der scheuer hinaufziehen' Fischer 3, 708; vgl.glotter 'das seil (glotterseil) und die rolle (glotterrädlein), womit die garben hinaufgezogen werden' ebda. von flüssigkeiten, die ein plätscherndes, glucksendes geräusch machen, so namentlich vom ausstoszen dünner exkremente, s. Martin-Lienhart elsäss. 1, 498; schweiz. id. 3, 703. 22) daneben steht in gleich alter bezeugung, freilich auf elsässischen boden beschränkt, eine bedeutung, die wie 1glotzen auf das aufreiszen oder vortreten der augen zielt, s. auch klottern 2: und glottert mit den ougen und sperret sye eben uff als ein dieb am galgen Geiler v. Keisersberg postille (1522) 4, 39a; ein dieb am galgen sicht über sich, und ligent im die ougen wyt vor dem kopff und glotteren im vientlichen ebda; vgl. dazu glottrecht: denn es (das auge) godt härusz, als die ougen der müsz oder der ratten, die under der fallen lyt und grosz und glottrecht seind ebda 3, 41a; sieh noch mundartl. elsässisches glotterle 'glänzende augen' Martin-Lienhart 1, 263a; glotterguckel klozauge, groszes starres auge; einer, der solche augen hat v. Klein prov.-wb. 1, 151.
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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    glotternvb.

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    glottern , vb. , in mundartl. nebenformen auch gluttern, klottern ( s. d. ), kluttern. ein zufrühest elsässisch, dann sc…

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Wortbildung

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Zerlegung von glottern 2 Komponenten

glott+ern

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