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stoppeln

nhd. bis Dial. · 8 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

PfWB
Anchors
8 in 8 Wb.
Sprachstufen
3 von 16
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25
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21

Eintrag · Pfälzisches Wb.

stoppeln schw.

Bd. 6, Sp. 631
stoppeln schw.: 1.a. 'zusammensuchen, was von der eigentlichen Ernte noch verblieben ist, nachlesen', von Ähren, Heu, Kartoffeln, Obst, Nüssen, Trauben, stoppele (šdobələ) [verbr. ges. Pf, Juner 83 Müller Dietschw 62 Walle 41 Krämer Gal 208], stopple (šdoblə) [mancherorts südl. VPf, Bernhard 155 Schmitt Billh. 148, 182 Lambert Penns 144], stupple (šdublə) [BZ-Dörrb Heuchh], stopfle [GH-N'potz], stupfele (šdubfələ) [GH-Freckf], stupfle (šdubflə) [südfränk. SOPf (Ph. Gimmel in: PfMus. 37/1920 51) PfId. 139]; Zs.: Trauben-, nach-, zusammenstoppeln; Syn.: pritschen 8 a, nachherbsten, nachlesen 2; Trauwe st. [verbr. Weinbauorte], Grummet st. [KU-Schmittw/O]. Die Buwe stoppele Niss merem Sprenkel [KU-Schmittw/O]. Mr krawwelt aa vunn Baam zu Baam / Unn stobbelt Niss unn Beere [Kühn Schnitze II 10]. Kinder verbrennen sehr gerne das Kartoffelkraut auf dem Feld und braten in der Glut die gestoppelte Grumbeere [vereinzelt]. Volksbr.: »Ist die Körnerfrucht ... zu Haufen geschichtet, so läßt man wohl auf Feld und Baum einen kleinen Teil des Ertrags zurück, ohne sich dessen bewußt zu werden, daß man der den Segen spendenden Gottheit damit im Grunde ein Opfer darbringt; heute freuen sich des die Stoppler« [Bekker Vk. 245]. St. war überkommenes Recht für die ärmere Bevölkerung, gelegentlich wurde dieses gestattete Recht mißbraucht und vor der eigentlichen Ernte ausgeübt [Wilde 287]. RA.: Der stobbelt Ebbel, wo noch kääⁿ abgemacht sein 'Er stiehlt' [KU-Schmittw/O, Wilde 9]. a. 1581: Es soll keiner dem andern durch seinen weingartten lauffen, wein zu stopplen oder lauben nach dem Herbst [PfWeist. 47 (KU-A'glan)]. — b. 'stehlen, entwenden' [KU-Blaub Körbn]; stoppele gehe [KL-Fischb]; Syn. s. stehlen. — 2. weitere Zs.: ausstoppeln. — Rhein. VIII 742; Els. II 608/09 stupflen; Kluge-Seebold22 705; DWb. X, III 349/50; WKW 87, 88.
1868 Zeichen · 44 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Stoppeln

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Stoppeln , verb. regul. act. 1. Die in den Stoppeln liegen gebliebenen Ähren zusammen lesen. Ähren stoppeln. Jemanden na…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    stoppeln

    Goethe-Wörterbuch

    stoppeln [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. modern
    Dialekt
    stoppelnschw.

    Pfälzisches Wb. · +2 Parallelbelege

    stoppeln schw. : 1. a. 'zusammensuchen, was von der eigentlichen Ernte noch verblieben ist, nachlesen', von Ähren, Heu, …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit stoppeln

3 Bildungen · 0 Erstglied · 1 Zweitglied · 2 Ableitungen

Zerlegung von stoppeln 2 Komponenten

stopp+eln

stoppeln setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

stoppeln als Zweitglied (1 von 1)

nachstoppeln

DWB

nach·stoppeln

nachstoppeln , verb. ähren in den stoppeln und überhaupt früchte nachlesen, sicilire Stieler 1225 , reliquias spicarum colligere Aler 1438 a…

Ableitungen von stoppeln (2 von 2)

erstoppeln

DWB

erstoppeln , spicatim colligere, zusammenstoppeln.

verstoppeln

RhWB

ver-stoppeln Ottw , Bernk (Hunsr), Geld-Veert schw.: etwas, sich v., verstecken.

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „stoppeln". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 10. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/stoppeln/pfwb
MLA
Cotta, Marcel. „stoppeln". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/stoppeln/pfwb. Abgerufen 10. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „stoppeln". lautwandel.de. Zugegriffen 10. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/stoppeln/pfwb.
BibTeX
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