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waid

nhd. bis spez. · 11 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

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11 in 11 Wb.
Sprachstufen
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Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)

waid m.

Bd. 27, Sp. 1032

waid , m. die pflanze isatis tinctoria L., die früher zum färben verwendet und in Deutschland viel angebaut wurde. 1 1) das wort lautet mhd. ahd. weit ( formen aus den ahd. glossen sind zeitschr. f. d. wortforschung 2, 230 verzeichnet ), dazu mnd. wet, wede Schiller - Lübben 5, 643 , ndl. weede ( Kilian 658 weed, weedte), ags. wád, engl. woad. auf dem deutschen beruht dän. vede, vejde, norw. vajd, schwed. vede, vejde, ferner czech. vejt, russ. vajda, sowie ital. guado, afranz. guaide. waid ist verwandt mit dem gleichbedeutenden lat. vitrum, das mit andrer ablautstufe gebildet ist. daneben zeig…

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Waid

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Der Waid , des -s, plur. car. der Nahme einer Pflanze, welche zum Färben gebraucht, und in den wilden Waid und Feldwaid,…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Waid

    Goethe-Wörterbuch

    Waid [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Waid

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Waid lat. isatis tinctoria , Pflanze aus der Familie der Cruciferae , zweijährig, mit 1 1 / 2 —3' hohem ästigem Stengel,…

  4. modern
    Dialekt
    Waidm.

    Mecklenburgisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Waid m. Färberwaid, isatis tinctoria: isatis, glastium 'Weidt' Chytr. 497; zum Blaufärben benutzt: den roden Krapp un de…

  5. Spezial
    Waid

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Waid (Isatis tinctoria) m. ‹bot› (-[e]s,-e) ciüf dl ferber m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit waid

108 Bildungen · 100 Erstglied · 5 Zweitglied · 3 Ableitungen

waid‑ als Erstglied (30 von 100)

waidaccise

DWB

waid·accise

waidaccise , f. abgabe von waid: die weit-accins und was dem anhengt recht inzufordern. buch Weinsberg 2, 248 (1572).

waidacker

DWB

waid·acker

waidacker , m. ager ad guasti culturam praeparatus, aut seminatus. Frisch 2, 417 a ; waid-land, nidersächs. waid-acker, terra ad culturam gu…

waidäschig

DWB

waidäschig , adj. mit waidasche vermischt: von waidäschigem wein. stadtrecht von München art. 383 var. ( im text: ungerechtem) Auer.

waidamt

DWB

waid·amt

waidamt , n. behörde, die den waidhandel zu überwachen hat. d. städtechron. 11, 811, 15 ( amptbuchlin v. Nürnberg 1516).

waidasche

DWB

waid·asche

waidasche , f. 1 1) eine aus gebrannten weinhefen hergestellte lauge, deren sich die färber bei herstellung der waidküpe bedienten: clavilla…

waidball

DWB

waid·ball

waidball , waidballen , m. der zu kugeln geformte gemahlene waid: waidballen, globus e guasto in mola confracto compressus. Frisch 2, 417 a …

Waidballen

Adelung

waid·ballen

Der Waidballen , des -s, plur. ut nom. sing. der zu Ballen geformte gemahlne Waid; auch wohl der Waidball, des -es, plur. die -bälle.

waidbau

DWB

waid·bau

waidbau , m. anbau des waids. Adelung : der herzog in Sachsen Gotha ... ist einer der vornehmsten herren, welche den waide-bau in Teutschlan…

waidbauer

DWB

waid·bauer

waidbauer , m. Adelung : waidbauern nennt man in Thüringen und in der Lausitz die bauern, welche waid bauen. F. Ben. Weber ökon. lex. 628 b …

waidbereiter

DWB

waid·bereiter

waidbereiter , m. : weil die stadt Langensalze sich bey ihrer waydtinnung sehr wohl befunden, so ist die zurichtung des waydts durch gelernt…

waidbereitung

DWB

waid·bereitung

waidbereitung , f. ' die art, wie man die gesammleten und gewaschenen waidblätter in ballen oder kugeln zum blaufärben verwandelt '. Jacobss…

waidbeschauer

DWB

waid·beschauer

waidbeschauer , m. : man hat den schnellen vertrieb des waydts immer als dem waydthandel nachtheilig angesehen, und daher verordnet, dasz er…

waidblau

DWB

waid·blau

waidblau , adj. waidfarbig. substantivirt waidblau, n.: glastum Marperger kaufmannsmag. 2, 676 .

waidblume

DWB

waid·blume

waidblume , f. 1 1) die blume oder blüte des waids. Adelung. 2 2) waidblumen, flores guasti cocti, spuma coerulea, guasto innatans, detracta…

waidboden

DWB

waid·boden

waidboden , m. : die waydtballen, wie man sie von dem lande zur stadt bringt, werden auf dem waydtboden ellenhoch aufgeschüttet. Jacobsson 8…

waidbrühe

DWB

waid·bruehe

waidbrühe , f. : man gieszt nun nach verhältnisz der waydblätter auf jede 10 pfund derselben 2 bis 3 pfund frisches kalkwasser der gegohrnen…

Waidbue(b)

ElsWB

Waidbue(b) m. Pferde- oder Kuhknecht, der das Vieh auf der Weide hütet Pfetterhsn. Ruf. Su. Banzenh. Bf. [Wtpû Wh. ] Rda. Ër laüft wie n-e …

waideisen

DWB

waid·eisen

waideisen , n. : ferrum, sive culter quo guastum abscinditur in agro, womit man den waid abstöszt. Frisch 2, 417 a ; ' ein scharfes gekrümmt…

waidelei

DWB

waid·e·lei

waidelei , f. abgöttisches wesen, zanberei, abgeleitet von waideln ( s. d. ): auff eine grosse eiche, welche etwan der Preussen ein waydeley…

waideler

DWB

wai·deler

waideler , waidler , m. priester der heidnischen Preuszen, vgl. waidlotte: wiewol bey den kirwaiden zu Rickoyot viel waidler woren und waidl…

waideln

DWB

waid·eln

waideln , verb. abgötterei treiben, zaubern: wart ein mörtlich sterben yn der pestilencia. ... im abnemen dieser pfloge warff sich auff Stey…

waidelotte

DWB

waid·e·lotte

waidelotte , m. ein altpreuszisches wort, der priester der heidnischen Preuszen, vgl. waideler . Frischbier 2, 453 : die waidtlotten weren g…

waidelottin

DWB

waidelottin , f. zu dem vorhergehenden: Poggezania wonte in eim eichwalde und bleib jungkfrau ir tage und war ein waydolottinne ... und was …

waiden

DWB

wai·den

waiden , verb. mit waid ( blau ) färben. im älteren bair. waiten, weiten. Schmeller 2 2, 850; wayden, guadar' i panni, dargli il guado. Kräm…

waidener

DWB

waid·ener

waidener , waidner , m. waidfärber: myt den weydeneren ind lijnenverweren. akten z. gesch. d. stadt Köln 1, 188, 1 (1396) Stein; waidner Sch…

waidenfarb

DWB

waid·en·farb

waidenfarb , adj. verdeutlichung des adj. waiden ( mhd. weitîn): ein ieslîch slac besunderlich sînen lîcham machte gar von bluot swarz und w…

waider

DWB

wai·der

waider , m. waidfärber. im älteren bair. waiter, weitäre. Schmeller 2 2, 850 ( aus der Regensburger tuchordnung von 1529). noch jetzt gibt e…

waidfärber

DWB

waid·faerber

waidfärber , m. der färber, der sich des waids bedient: waidfärber, tinctores. Stieler 2417 ; waid-färber, infector lanarum et linteorum col…

waid als Zweitglied (5 von 5)

brachwaid

DWB

brach·waid

brachwaid , m. waid, der im frühling, oder im brachmonat gesät wird?

Jungfernwaid

Adelung

jungfern·waid

Der Jungfernwaid , des -es, plur. inus. bey den Waidbauern, der Waid von der ersten Frühlingsernte, zum Unterschiede von demjenigen, welcher…

Winterwaid

Adelung

winter·waid

Der Winterwaid , des -es, plur. inusit. eine Art Waid, welche im Herbste gesäet wird, und folglich den Winter über auf dem Felde bleibet.

Ableitungen von waid (3 von 3)

gewaide

DWB

gewaide , s. geweide, vgl. eingeweide theil 3, sp. 189.

waide

DWB

waide , f. versammlung. ein in preuszischen quellen vorkommendes wort ( altpreusz. wayte, woytis, ansprache, besprechung, versammlung Nessel…