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schwepe

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DWB
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5 in 4 Wb.
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

schwepe f.

Bd. 15, Sp. 2539
schwepe, schweppe, f. das dünne ende der peitschenschnur, die peitsche; ein nd. wort, zu schweifen, schweif gehörig, vgl. das. (sp. 2412. 2416). 11) mnd. swepe, swope, swoppe (wol mit ö zu sprechen) Schiller-Lübben 4, 491a. die verschiedenen formen stehen unmittelbar neben einander, so z. b. in der ersten daselbst angezogenen stelle: de brochten om enen bal unde ene swepen ... unde sende di ene swoppen; flagellum ... nd. swep, swepe, (nl.) sweppe vel swoppe Dief. gloss. 237c; (nd.) geysele, swepe, sweppe. nov. gloss. 176a; vgl. Dief.-Wülcker 849. in neuern nd. mundarten überaus verbreitet: swepe Richey 301. Strodtmann 238. 342 (swepe, sweppe). 382b (sweepe) Dähnert 478a. sweep Schütze 4, 233. swp Danneil 217b. Mi 90a. swepe, swäpe, swêp, swp ten Doornkaat Koolman 3, 377. swöpe brem. wb. 4, 1127 f. swêpe und swpe Schambach 221b. swiepe Woeste 266a, s. auch Frommann 3, 283, 108 (in Jever swæpe, swepe). 368, 54 (ostmärk. swiepe). 5, 297 (um Fallersleben sweppe). 6, 482 (in Lippe schweppe, schwiepe). redensarten: enen vor der swöpe hebben, eigentlich mit der peitsche vor sich hertreiben, dann freier, einem scharf zusetzen; he schall nog vor der swöpe. brem. wb. 4, 1128; ên hüerd (gemietetes) perd un lênde (geliehene) swepe rîdt scharp. Frommann 4, 287 u. a.das westfäl. swiepe beweist, dasz altes kurzes i zu grunde liegt, also urspr. *swipô zu der schwachen ablautsstufe des alten verbs *swîpan. das wort findet sich auch in den andern germ. sprachzweigen: mnl. swepe (s. ob. d. glossen), holl. zweep, vgl. Franck 1229 (in franz. Flandern zweepe, s. Frommann 4, 429); ags. swipu, f. (stark und schwach, auch masc. swipa?), noch mittelengl. swepe, s. Bosworth-Toller 959a; in neufries. mundarten swiepe, swöbb, swüpu. ten Doornkaat Koolm. 3, 377b; altn. svipa, norw. svipa, svepa, svepu, svupu. Aasen 783b, schwed. svep, n. svøbe. 22) im hd. findet sich das wort ganz vereinzelt schon in mhd. zeit als swippe und swope, s. mhd. wb. 2, 2, 787a. Lexer hwb. 2, 1381. vgl. zeitschr. f. d. alterth. 15, 44, 676 und dazu s. 112. (swippe beim Meiszner könnte vielleicht eine mitteldeutsche form sein.) — in der nhd. schriftsprache findet sich das wort, offenbar als nd. lehnwort, in älterer zeit gew. in der schreibung schweppe: schweppe, f. flagrum, fouet. kleppe. Schottel 1413; schweppe, f. scoreggia, scuriata etc. da toccare ò cacciar' avanti i cavalli. v. peitsche. Kramer dict. 2, 715b; schweppe, die, à schweben, potest etiam esse à sono schwap, flagrum, cottabus. dicitur etiam klappe, et ficke, flagellum, caesio. Stieler 1962; s. auch Wachter 1490. in neuerer zeit dagegen schwepe, flagellum. im nidersächsischen eine peitsche. Frisch 2, 248a. ebenso bei Adelung und Campe. daneben begegnen noch andre formen, so schwippe, schwop(p)e, schwuppe, s. das. — schwepe wird immer als nd. wort empfunden. in die litteratursprache ist es kaum aufgenommen, in hd. mundarten nur ganz vereinzelt hart an der grenze des nd., so nordthür. schwepen, schwöppen Kleemann 20b, schweppe Liesenberg 212.
3079 Zeichen · 123 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Schwêpe

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Die Schwêpe , in Niederdeutschen eine Peitsche. S. Adelung Schwippe .

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schwepe

5 Bildungen · 5 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von schwepe

schwepen + -e

schwepe leitet sich vom Lemma schwepen ab mit Suffix -e, auf Verb-Stamm zurückgeführt.

Zerlegung von schwepe 2 Komponenten

sch+wepe

schwepe setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

schwepe‑ als Erstglied (5 von 5)

schwepelbesen

DWB

schwepelbesen , n. besen von einer art langer, feiner binsen. Campe, nd. swepelbessen. brem. wb. 4, 1117.

schwepelsode

DWB

schwepelsode , f. dünner rasen zur belegung eines deiches. Campe, nd. swepelsoden. brem. wb. 4, 1117.

Schwepengeld

DRW

schwepen·geld

Schwepengeld, n. Lohn, Trinkgeld für Fuhrdienste bdv.: Schwepenpfennig [an die Kohlenträger 4 ß zu] schwepengeldt 1616 WismarBürgerspr. 388 …

schwepenknecht

DWB

schwepen·knecht

schwepenknecht , m. , auf groszen bauernhöfen ein unterknecht, der die schwepe führt, d. h. der besonders mit den pferden und dem fuhrwerk z…