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kran

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

kran

Bd. 11, Sp. 2017
kran, krahn, 11) ein eigenthümliches hebezeug für lasten, hauptsächlich 1@aa) in häfen, um die waaren aus dem schiff ans ufer und umgekehrt zu heben. 1@a@aα) ältere belege, vom Rhein: wolte er aber das nit thun (der schiffer nicht im schiffe gleich verzollen, nach der besehung durch die zollbeamten), so solte man in wisen an einen kranen, da solte er uszladen (zur verzollung). urk. von Boppart v. j. 1464, Mone zeitschr. 9, 32; das dieselbigen zu Bonne und Zunz mit dem kranen, schrotgelt noch anderm nit beswert (seien). das. 41, v. j. 1490, es scheint aber kranengelt, abgabe gemeint; darzuo so haben die obgenanten .. (eidlich) gesaget, das sie gesehen haben, das etwann schiff mit last uff dem Rine gebrochen sin, und das dieselben schifflüte den kranen z Rudensheim holen und damit uszladen, das dann die richslüte (einwohner vom bezirk des reichsgerichts Niederingelnheim) nit gestatten wolten und solichs mit dem kranen z Wyhenheim (Freiweinheim) daten. weisth. von 1454 das. 9, 426, von letzterm heiszt es das. vorher, das auch ie und ie, so lang iemants verdenken möge, ein kran daselbs gestanden, also ein tragbarer kran, als einnahmequelle für ufergemeinden, er muszte aber auch mitten im flusse zu brauchen sein? Dasypodius 367a (Serranus syn. O 7c) erklärt kran, ein zeüg mit eim rad, darinn man gehet und schwäre läst aufzeühet, geranium, tympanum, also tretrad, s. dazu unter c. 1@a@bβ) die form war aber doppelt, schwach und stark. wenn die rhein. formen unter α nur schwach sind, nom. krane altifera Dief. 26b aus zwei rhein. vocc. des 15. jh. (auch das kran bei Dasyp., Serranus wird eig. krane sein), so beweist doch folg. ein starkes mnd. kran (14. jahrh.): Wybeken hus by dem krane. Laurent ält. Hamb. handlungsbuch 71. Daher schwanken bis heute. starkformig: da schlich man (in Frankfurt) zum weinmarkte, bewunderte den mechanismus der krahne, wenn waaren ausgeladen wurden. Göthe 24, 22 (dicht. u. wahrh. 1811 1, 20); seh ich immer noch erhoben auf dem dach (des Kölner doms) den alten krahn, scheint mir nur das werk verschoben, bis die rechten künstler nahn. Schenkendorf im taschenb. f. freunde altd. zeit u. kunst 1816 s. 258; entlöschung an den eisenbahnkais mittels hydraulischer krane unmittelbar aus den dampfschiffen in die eisenbahnwagen (in Geestemünde). deutsche allg. zeit. 1864 s. 2037c; so pl. krane bei Stieler, bei Steinbach selbst kräne. dagegen schwach im gen. dat. acc. sg. und im ganzen pl. krahnen, z. b. bei Göthe unter d nachher, Stilling unter 2. Freilich kam daraus auch ein falscher nom. sg. krahnen, der im Rheinlande zu gelten scheint (in der Schweiz, s. unter d nachher): am landeplatze stöhnt der dicke krahnen (: fahnen). Scheffel frau avent. 147. auch ein aus schwach und stark gemischter gen. krahnens (wie gartens, balkens neben des affen, knaben, vgl. sp. 1811 unten): die klempen und schlingen des krahnens. polizeiordn. für den hafen zu Oberlahnstein v. 28. juni 1864. 1@a@gγ) auch in dem überflüssigen h ist schwanken bis heute. wie vorhin krane pl. v. j. 1864, so bei Stieler, Rädlein, Frisch (der eignerweise gran vorzieht, wegen geranium), Steinbach u. a. kran. auch ich habe es darum vorangestellt, nur sind nun die zusammensetzungen hier durch krange, krank u. a. auseinandergerissen, s. krangefälle, krangestade, dann krankarren, krankasten, kranladen. auch dänisch, schwedisch kran, entlehnt. 1@bb) der platz um den kranen, am kranen (vgl. krangestade): siehe, da wimmeln die märkte, der krahn von fröhlichem leben. Schiller 76a (spaziergang), zuerst siehe, da wimmeln von fröhlichem leben die krahne, die märkte. 1@cc) das kranrad, zugrad, tretrad im kranen (vgl. schon u. α): dasz sie jetzt weder broschüren noch zeitungen lesen, will ich wetten .. mit mir ist es anders, ich musz den gang im krahn gehen! (politik treiben, als gesandter). Reinhard an Göthe 327 (8. febr. 1832). so erklärt Golius onom. c. 37 geranium als ein kran oder rad, das man tritt und grosze läst mit aufzeücht, und ihm nach Chytraeus nom. lat.-sax. c. 38 krahn efte rat dar man in geit unde grote last mit upthüt, also das tretrad als das hauptstück des ganzen behandelt. 1@dd) kran zu andern zwecken: brunnen ausschöpfen durch einen kran oder ziehrad. Forer thierb. 15b. bei bauten: daneben war es gewiss ein glücklicher gedanke, die bauleute noch in voller arbeit und den krahnen thätig vorzustellen (am Kölner dom). Göthe 39, 370; so schwz. grana (d. i. granen) m. Tobler 234a. vgl.drehkran, hebekran, mastenkran (zum einsetzen der masten). wasserkran auf bahnhöfen, vorrichtung in form eines kranen, den tender mit wasser zu füllen. 22) an gefäszen, zapfen zum auslassen des flüssigen inhalts, rheinisch, auch nd. brem. wb., Danneil 115b (luxemb. kroin, pl. kroinen Gangler 256, auch in der 1. bed.): kran im fasz, darausz man zapft, epistomium. Aler 1232b; der caffee kam, Stilling setzte sich vor den tisch, zog den krahnen der caffeekanne vor sich und fieng an zu zapfen. Stillings wanderschaft 1778 s. 190 (leben 3, 174); die mit einem .. krahnen versehenen gährungsfässer. Kecht weinbau viii, heber, vergl. kranich II, 2, b. so nl. kraan, im Teuth. 59a craen, engl. crane. ähnlich hahn. nordd. spricht man auch vom kran einer gasröhre, der geöffnet oder geschlossen wird. 33) kran ist eigentlich der vogel kranich (s. d.) 3@aa) hd. zwar ist diese einfachere form selten bezeugt. mhd. kran, und zwar als fem., in Schmids schwäb. wb. 325 aus einer unkenntlichen quelle: wan ain kran siczt in irem nest, do tut siu ainem falken (der sie da anficht) mangen herten stich, ee er si gestach (dazu kam, sie zu stechen), wie daʒ sy daʒ diu kran doch vil krenker sei dann der falk. noch nhd. bei Maaler 251a 'kran (die), krye, grus' (nicht bei Fris. 614b, der kranch hat). andere zeugnisse verstecken sich in kranwit (s. d.), Kranefeld als name gleich Kranichfeld, mhd. kranwurze gleich kranichwurz (s. d.), ein zeugnis für auch md. bestand gibt aus 15. jh. kransnabbel gleich kranichschnabel (s. d.), noch bei Alberus Hh 3a erscheint kran, grus. 3@bb) aber ganz lebendig ist es noch im nd. nl. gebiete, wol auch nrh.; nl. kraan f., bei Kilian kraene (mnl. crane), nd. krân br. wb., auch engl. crane, alle zugleich kranich und kran; ein nd. beleg aus dem 15. jh. für kran kranich: alse her Fridrik het gedan (d. h. erschreckt) die weder sinen hulden wolden stan so (wie) de kuckuk weder den kran. hist. volksl. bei Liliencron 1, 223a (der der kran ändert, weil er krähe verstand). frz. crone kran ist entlehnt (nd. heiszt der kranich auch krôn), vgl. cranequin armbrustspanner Diez wb. 2, 259. aber selbständig haben die Franzosen grue kranich und kran, ebenso die Italiener grua, die Spanier grua. bei uns erscheint die benennung wie die ausbildung des krans vom flusz- und seeverkehr des Niederrheins, der Niederlande ausgegangen, wie so manches im gewerblichen leben. dort aber ist die hebevorrichtung vielleicht von den Römern geerbt, wenigstens kommt schon lat. grus kranich auch für ein belagerungswerkzeug vor, das in der gestalt ähnlich sein mochte, und gr. γέρανος kranich hiesz auch eine hebevorrichtung. 3@cc) übrigens ist es recht im poetisch kindlichen sinne der alten zeit, eine thätige maschine als lebend zu betrachten, ihr thierform und thiernamen zu geben; der bewegliche kran ward wie ein kranichhals angesehen, wahrscheinlich auch gestaltet. ähnlich ward lat. ciconia (storch) verwandt, und noch mlat. bedeutete es brunnenschwengel (Dief. 117c), wie noch span. cigueña, auch poln. żóraẃ (kranich), böhm. jeřáb. vgl. Pott in Kuhns beitr. 4, 90 fg. übrigens galt auch hd. kranich für kran, s. dort II, 2.
7692 Zeichen · 206 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 9.–12. Jh.
    Altsächsisch
    kranst. M. (a)

    Köbler As. Wörterbuch

    kran , st. M. (a) nhd. Kranich ne. crane (N.) ÜG.: lat. grus GlS Hw.: vgl. ahd. *kran? (st. M. a) Q.: GlS (1000) E.: ger…

  2. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    KRÂN

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +2 Parallelbelege

    KRÂN in krânewit krânwurz s. das zweite wort.

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    kran

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +1 Parallelbeleg

    kran , krahn , 1 1) ein eigenthümliches hebezeug für lasten, hauptsächlich 1@a a) in häfen, um die waaren aus dem schiff…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Kran

    Goethe-Wörterbuch

    Kran -ah-; pl (‘K-e’) Hebezeug, Vorrichtung zum Versetzen von Lasten (Waren, Baustoffen) [ bei Streifzügen mit Spielgefä…

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Kran

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09) · +1 Parallelbeleg

    Kran ( Krahn, Kranich , hierzu Tafel »Krane I-IV«), eine Hebemaschine, die dazu dient, Lasten vertikal zu heben und hori…

  6. modern
    Dialekt
    Kran

    Schweizerisches Idiotikon · +2 Parallelbelege

    Kran Band 3, Spalte 826 Kran 3,826 u.

  7. Spezial
    Kran

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    Kran m. (-[e]s, Kräne/-en) (Krananlage) cran (-s) m. , gru (-s) f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit kran

716 Bildungen · 711 Erstglied · 4 Zweitglied · 1 Ableitungen

kran‑ als Erstglied (30 von 711)

Kran(en)

SHW

Kran(en) Band 3, Spalte 1751-1752

Kran(i)ch

Idiotikon

Kran(i)ch Band 3, Spalte 826 Kran(i)ch 3,826 u.

kran(i)ch

FWB

1. ›Kranich‹.; 2. ›Kran‹.

Kranabittsattel

Meyers

Kranabittsattel , östlicher Teil des Höllengebirges in Oberösterreich, im aussichtsreichen Feuerkogel 1623 m hoch, wird von Ebensee aus häuf…

kranaboum

AWB

kranaboum st. m. — Graff III,120. chrana-povm: acc. sg.? Gl 1,440,62 ( M, clm 4606, 12. Jh. ). Wacholder ( baum ), Iuniperus communis L. ( v…

Kranäjel

ElsWB

Kranäjel [Kranêjl Rapp. Kaysersbg. ] m. Pl. 1. Kockelskörner von Anamirta cocculus. Rda. Mit K. fangt m e r d Krappe n un d mit Spëck di e M…

kranafuoz

KöblerAhd

kranafuoz , st. M. (i) nhd. Kriechender Hahnenfuß, Engelsüß ne. a plant ÜG.: lat. (polpedum) Gl Q.: Gl (11. Jh.) E.: s. krano, fuoz L.: Karg…

Kranaos

Meyers

Kranaos , mythischer König von Attika zur Zeit der Deukalionischen Flut, nach dem die Attiker Kranaer hießen.

Kranatbaum

Meyers

Kranatbaum ( Kranatwittstrauch, Kronawettstrauch ), s. Wacholder .

kranauuitu

AWB

kranauuitu st. m. ( n.? Zum Genus vgl. Braune, Ahd. Gr. 14 § 220 e Anm. 2 ), mhd. kranewite m., frühnhd. kranwit m. ( vgl. DWb. V,2042 f. ).…

Kranawetstrauch

Wander

Kranawetstrauch Vor einem Kranawetstrauch 1 soll man den Hut abnehmen, vor einem Hollerbüschen niederknien. ( Steiermark. ) – Sonntag. 1 ) N…

kranawitboum

KöblerAhd

kranawitboum , st. M. (a) nhd. Wacholder, Wacholderstrauch ne. juniper ÜG.: alt. iuniperus Gl Q.: Gl (14. Jh.)? E.: s. kranawitu*, boum L.: …

kranawitu

KöblerAhd

kranawitu , st. M. (u), st. N. (u) nhd. Wacholder ne. juniper ÜG.: lat. ampelos prassa? Gl, arceuthis? Gl, iuniperus Gl Q.: Gl (1. Hälfte 9.…

kranawurz

KöblerAhd

kranawurz , st. F. (i) nhd. Storchschnabel ne. crane’s-bill ÜG.: lat. geranion? Gl Q.: Gl (14. Jh.) E.: s. krano, wurz L.: EWAhd 5, 751 Son.…

kranbalken

DWB

kran·balken

kranbalken , m. der balken auf dem kranständer, der die zugrolle trägt. im schiffe zwei balken vorn am schiffe, die anker daran aufzuwinden,…

kranber

Lexer

kran·ber

kran-ber stf. s. v. a. kranewitber Schm. Fr. 1,1370. vgl. kranechber.

kran als Zweitglied (4 von 4)

askran

KöblerAn

ask·ran

askran , F. nhd. Furcht Hw.: s. ǫskra L.: Vr 15b

bukran

KöblerAn

buk·ran

bukran , st. N. (a) nhd. Zeug aus Leinen oder Baumwolle I.: Lw. mnd. bukrām, Lw. mlat. bucaranum E.: s. mnd. bukrām, Sb., Bukram, Gewebe; ml…

стопкран

RDWB2

стоп-кран Notbremse f (kein Bezug zu "stoppen")

Ableitungen von kran (1 von 1)

krane

Lexer

krane swm. s. das folgd. ;