Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)
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- 2 in 2 Wb.
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schleef, m. in einzelnen gegenden Norddeutschlands gebräuchlich. 11) ein groszer, hölzerner kochlöffel (s. unten schleif): he sut uut as een sakk vul holten lepel und sleve, es ist nichts an ihm als haut und knochen. brem. wb. 4, 819. vgl. Schütze 4, 116. ten Doornkaat Koolman 3, 195a; sleif Schambach 193b; tudicala, der schleef (die kelle). nd. korrespondenzbl. 11, 4; in der gleichen bedeutung in Preuszen schlêf, schleif. Frischbier 2, 283b. der schleef, die schlefe, koch- oder rührlöffel (bei einigen auch der grosze silberne vorlegelöffel) Hupel 207. sprichwörtlich: ût'n schlêf ward sîn dâch kên läpl (kein eszlöffel). Wander sprichwörterlex. 4, 232. 22) übertragen von einem groben, trägen, dummen menschen: idt is een regten sleef vam keerl; sleefhaftig, ungehobelt, träge, dumm, schlingelhaft; verstärkt slunkensleef, slumpensleef, slikksleef. brem. wb. 4, 819. 820. Schütze 4, 116. Danneil 195a. ten Doornkaat Koolman 3, 195a. Frischbier 2, 284a; sleif Schambach 194a. Mi 80b. 33) zu vergleichen ist isländ. sleif, dän. slæv, rührlöffel, ags. slîfan, spalten, engl. slive, vgl. oben schläf, sp. 273.
Lautwandel-Kette
Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart
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15.–20. Jh.
NeuhochdeutschSchleefDer
Campe (1807–1813) · +1 Parallelbeleg
† Der Schleef , — es, Mz. — e , im N. D. 1) Ein großer hölzerner Kochlöffel. 2) Ein grober, fauler und dummer Mensch. Da…
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Wortbildung
Komposita & Ableitungen mit schleef
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‑schleef als Zweitglied (1 von 1)
underschleef
KöblerMnd
underschleef , M. Vw.: s. undersleif*