Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
stattel f.
stattel , f. , bair.-österr. für schachtel und wie dieses aus ital. scatola entlehnt, s. theil 8, 1964 f. bair. schon im 15. jahrh.: für zwey stateln gutes feines confekt, das man der herzogin auf das rathhaus kauft, wo sie mit den burgerinnen kartet. Münchner stadtkammer-rechn. v. 1433 bei Schm. 2 2, 796: tragematotheca ein stattel zu einer driet. H. Junii nomencl. (1629) s. 50 s. ebenda. noch häufiger mit vorgeschlagenem g(e): g(e)stattel, g(e)stadel, s. Schm. a. a. o. und theil 4, 1, 4203 . das deminutiv für eine papierdüte: cucullus, scharnützlin, stettelin. nomencl. v. 1629, s. 131, s. Sc…