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lotter

mhd. bis Dial. · 11 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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20 in 11 Wb.
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

lotter adj.

Bd. 12, Sp. 1210
lotter, adj. schlaff, nicht fest sitzend, hangend; ahd. lotar, cassus, vanus, inanis Graff 2, 204; mhd. loter, locker, leichtsinnig, leichtfertig; die sinnliche bedeutung tritt im bairischen (hier neben der übertragenen) und im Fuldaischen noch heute auf: lotter, locker, abgespannt Schm. 1, 1540; lotter, locker, wackelig, schlaff Vilmar 254 (vgl. auch lottericht, lotterig); wann derselbig stein, der doch mit einem kalch oder katt wurd vergossen, anfahe lotter werden und wacken. Zimm. chron. 3, 131, 24; damit aber solche helm und sturmhüt durch die hitz und schweisz des kopfs nicht von einander fallen und lotter werden. Fronsperger kriegsb. 3, 149b; wickelt das hun mit ein oder zwei kälber-netzlein über und über ein, das netz aber musz ganz lotter über dem hun sein. Hohberg 3, 3, 54b. auch Steinbach 1, 1081 kennt lotter für locker. Der stamm von lotter tritt als lod- in einer sp. 1116 fgg. aufgeführten und als lud- in einer unten folgenden reihe von worten auf, in denen gemeinsam mehr oder weniger deutlich der begriff der zotte und des lumpens zu tage tritt. das schwanken der dentale wie in dem wol auch verwandten verbum schlottern, für das sich, namentlich mitteldeutsch, auch slodern, bei Luther schloddern findet.
1243 Zeichen · 17 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    LOTTERadj.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +5 Parallelbelege

    LOTER , LOTTER adj. locker; leichtfertig, bösartig. ahd. lotar lat. vanus, inanis Graff 2, 203. der lotter hellescherge …

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Lotteradj, adv

    Campe (1807–1813) · +3 Parallelbelege

    † Lotter , adj . u. adv . in manchen O. D. Gegenden so viel als locker; uneigentlich, nachlässig, unordentlich, wofür ma…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Lotter

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Lotter , Hieronymus , Architekt, geb. um 1497 in Nürnberg, gest. 25. Juli 1580 zu Geyer im Erzgebirge, kam frühzeitig na…

  4. modern
    Dialekt
    Lotter

    Elsässisches Wb. · +8 Parallelbelege

    † Lotter m. leichtsinniger, ausschweifender Mensch Geiler P. II 27 b . — Schweiz. 3, 1503.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit lotter

120 Bildungen · 107 Erstglied · 12 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von lotter

lott + -er

lotter leitet sich vom Lemma lott ab mit Suffix -er.

Zerlegung von lotter 2 Komponenten

lot+ter

lotter setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

lotter‑ als Erstglied (30 von 107)

Lotter(s)bueb

Idiotikon

Lotter(s)bueb Band 4, Spalte 935 Lotter(s)bueb 4,935

Lotterbaum

SHW

Lotter-baum Band 4, Spalte 399-400

Lotterbube

SHW

Lotter-bube Band 4, Spalte 399-400

Lotterfaß

SHW

Lotter-faß Band 4, Spalte 399-400

Lotterkerl

SHW

Lotter-kerl Band 4, Spalte 399-400

lotterleer

SHW

lotter-leer Band 4, Spalte 403-404

Lottermann

SHW

Lotter-mann Band 4, Spalte 403-404

Lottersack

SHW

Lotter-sack Band 4, Spalte 403-404

Lotterarsch

PfWB

lotter·arsch

Lotter-arsch m. : = Lottel 1, Loddeʳaʳsch [ KB-Weihf ]. Südhess. IV 401 ; Rhein. V 521 . —

lotterbalg

DWB

lotter·balg

lotterbalg , m. nichtsnutziges, lasterhaftes weibsbild; hier bezeichnung einer pfaffenköchin: die do gern wolten sich zuo gott keren, und ei…

lotterbande

DWB

lotter·bande

lotterbande , f. nichtsnutzige bande: die ganze bonapartistische lotterbande. aus einem zeitungsartikel von 1873.

lotterbank

DWB

lotter·bank

lotterbank , f. faulbank hinter dem ofen. in Baiern. Schm. 1, 1541 Fromm.

lotterbett

DWB

lotter·bett

lotterbett , n. bett von lockerer fügung, sophaartiges ruhebett: lotterbett, gutschen, oder gulterbett, darauf man tags schlaaft, accubitum,…

Lotterbettlade

PfWB

lotter·bettlade

Lotter-bettlade f. : 'Gestell für ein Lotterbett'; a. 1537: Ein lotterbethledlin (Dim.) mit eynem Strosack [SpeyTreudInv.]. —

lotterbube

DWB

lotter·bube

lotterbube , m. bube eines lotters, lotter selbst, gaukler ( vergl. auch unter lotterholz): histrio lodderboeve Dief. 279 a ; scurra loterbu…

lotter als Zweitglied (12 von 12)

Chlotter

Idiotikon

Chlotter Band 3, Spalte 703 Chlotter 3,703

Chnǖ(w)schlotter

Idiotikon

Chnǖ(w)schlotter Band 9, Spalte 787 Chnǖ(w)schlotter 9,787

G(e)schlotter

Idiotikon

G(e)schlotter Band 9, Spalte 787 G(e)schlotter 9,787

Gade(n)schlotter

Idiotikon

Gade(n)schlotter Band 16, Spalte 394 Gade(n)schlotter 16,394 o.

geschlotter

DWB

ges·chlotter

geschlotter , n. 1 1) der von dem ausgekochten salz übrig bleibende schlamm, im salzungischen salzwerk Frisch 2, 201 c , coll. zum gleichbed…

Hose(n)lotter

Idiotikon

Hose(n)lotter Band 3, Spalte 1503 Hose(n)lotter 3,1503

Hose(n)schlotter

Idiotikon

Hose(n)schlotter Band 9, Spalte 786 Hose(n)schlotter 9,786

schlotter

DWB

schlot·ter

schlotter , adj. wie sonst schlottericht: schlotter, schlottericht, nit gespant. Hulsius dict. (1616) 285 a ; languidus Schottel 1402 . s. o…

Ableitungen von lotter (1 von 1)

verlotteren

ElsWB

verlottere n 1. in Verfall geraten, lose werden. Das Hus verlottert ganz Dü. 2. trans. verderben. Loss doch die T h ür emol in Rue he , du v…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „lotter". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 20. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/lotter/dwb
MLA
Cotta, Marcel. „lotter". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/lotter/dwb. Abgerufen 20. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „lotter". lautwandel.de. Zugegriffen 20. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/lotter/dwb.
BibTeX
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