Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
kruft f.
kruft , f. gruft u. ä., aber echter als gruft, denn es ist aus crypta geworden ( wie frz. grotte) und in gruft nur an graben angelehnt, zu dem es dem vocal nach gar nicht gehören kann, s. dazu kluft sp. 1265, eine andere umdeutung von kruft. obwol gruft auch mhd. schon bestand, hat sich doch kruft einzeln bis tief in die nhd. zeit erhalten, noch im 16. jh. auch in bewusztem zusammenhange mit crypta, wie bei Frisius 'crypta, kluft oder kruft' ( s. unter kluft 5, b ): bei Kur nit ferr ein wildbad ist ... gnant Pfeffers, dif in einer kruft, do tages licht noch windes tuft gar fast wenig gemerket …