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Strömen

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Campe
Anchors
14 in 12 Wb.
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Strömen v, ntr, trs

Bd. 4, Sp. 719a
Strömen, v I) ntr. mit haben, in großer Menge und schnell und heftig nach einer gewissen Richtung sich bewegen; von flüssigen Körpern, zum Unterschiede von fließen, mit welchem der Begriff geringerer Menge und Heftigkeit verbunden ist. Die Donau strömet von Abend gegen Morgen, die Oder von Süden gegen Norden. Das Weltmeer strömet von Morgen gegen Abend. Bei Guinea strömet das Meer von Westen nach Osten, bei Sumatra von Süden gegen Norden. I weiterer und uneigentlicher Bedeutung, sich in Menge und mit Heftigkeit unaufhaltsam fortbewegen, herabfallen , wo sich aber der Begriff der Heftigkeit häufig verliert. Der Regen strömte. Thränen strömten bei diesen Worten aus aller Augen. Das Blut strömet aus den geöffneten Adern. Vom Himmel strömet Segen, strömen Wohlthaten auf uns. Eine unzählbare Menge strömte aus der Stadt das geliebte Königspaar zu empfangen. — — herzlich erwünscht in die Veste Strömeten sie, — — — Voß. Die Rede strömet ihm von den Lippen. Die Gedanken strömen ihm von allen Seiten. — Schon strömte des lauten Erstaunens Donnerruf — — — Klopstock. Die Zeit strömet unaufhaltsam dahin. Ehemahls wurde strömen in einer noch weitern uneigentlichen Bedeutung auch für, sich in die Länge erstrecken gebraucht. Nach der gewöhnlichen Form der Zustandworte sagt Wolke dafür stromen. II) ◬ trs. strömen machen, strömen lassen; wie auch, in weiterer und uneigentlicher Bedeutung, in Menge mittheilen, verbreiten. — des Quellen strömenden Ia. Voß. Aber das Mutterchen goß in die bräunliche Kanne den Kaffee, Strömte die Quelle darauf, — Ders. Nur der Erdengötter Launen oder Zwiste Strömen über Schlachtgefilde Menschenblut. Meißner. — — und ballende Sonnen rings Von Erdgestirn umkreis't und Monden Strömeten Licht durch das große Weltall. Voß. Strömet sie Segen über Hain und Flur. K. L. A. Münchhausen. — — zu strömen ein Loblied Jenem vortrefflichen Mann — Herder. Feuer strömt sie dir ins hohe Auge. Schubart (R.). Von dem hohen treffenden Auge Strömt er Rache — Schiller. D. Strömen. D. — ung. S. d.
2026 Zeichen · 43 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    strö̂menswv.

    Mittelniederdeutsches Wb.

    * strö̂men , swv. , „ wenn nu ein windt dar strömet her ” (l. störmet ?, Hamb. Gesangb. 111).

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Strömen

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Strömen , verb. regul. neutr. welches das Hülfswort haben erfordert, und eigentlich von flüssigen Körpern gebraucht wird…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    strömen

    Goethe-Wörterbuch

    strömen [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  4. modern
    Dialekt
    strömen

    Mecklenburgisches Wb. · +2 Parallelbelege

    strömen strömen: dat Blot dat sall di strömen Wo. V. 2, 1124. — Zs. rinströmen .

  5. Spezial
    strömenv

    Dt.-Russ. phil. Termini · +2 Parallelbelege

    strömen , v устремляться/устремиться , гл

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit stroemen

12 Bildungen · 1 Erstglied · 7 Zweitglied · 4 Ableitungen

Zerlegung von stroemen 2 Komponenten

stro+emen

stroemen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

stroemen‑ als Erstglied (1 von 1)

stroemen als Zweitglied (7 von 7)

abströmen

DWB

abströmen , defluere, nnl. afstroomen: das wasser strömte von allen seiten ab; strömte vom dach ab; thränen strömten ab von ihren wangen; di…

anströmen

DWB

anströmen , affluere, nnl. aanstroomen; das wasser strömt an; das volk strömte in haufen an; in die zeit zurück, da uns der weltgeist noch j…

ausströmen

DWB

aus·stroemen

ausströmen , effluere, nnl. uitstroomen, sich ergieszen: tönender schon, mit hellerer saite, lauterem donner ihrer posaunen, strömt ein chor…

beströmen

DWB

beströmen , circumfluere, alluere, beflieszen: beströme mich mit gütigem erbarmen. Canitz 28 ; beströmte inseln. Brockes 1, 213 ; ängstliche…

durchströmen

DWB

durch·stroemen

durchströmen , als strom durchflieszen, perfluere Stieler 2230 . 1 1. untrennbar. 1@a a. zwischen etwas dahin strömen. der Rhein durchströmt…

überströmen

DWB

ueber·stroemen

überströmen , v. 1 1) in untrennb. verbindung. 1@a a) trans. etwas überströmen, es strömend bedecken: wir sahen den ... Tyber, wie er ... da…

zuströmen

DWB

zuströmen , v. , im 18. jh. aufgekommen, wie zustrom. die macht und die menge betonend, von wasser, luft, gasen, bes. in lebensvorgängen: di…

Ableitungen von stroemen (4 von 4)

beströmen

DWB

beströmen , circumfluere, alluere, beflieszen: beströme mich mit gütigem erbarmen. Canitz 28 ; beströmte inseln. Brockes 1, 213 ; ängstliche…

entströmen

DWB

entströmen , effluere, nnl. ontstroomen: und es entströmte mir heiszeres blut. Klopstock ...; dies ist der bittere quell, welchem ihr elend …

erströmen

DWB

erströmen , inundare. Stieler 2213 .

verströmen

DWB

verströmen , verb. , poetische bildung, erst bei Campe gebucht. 1 1) von Klopstock aufgenommen, vorher bei Gryphius bezeugt in der bedeutung…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „stroemen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 12. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/stroemen/campe
MLA
Cotta, Marcel. „stroemen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/stroemen/campe. Abgerufen 12. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „stroemen". lautwandel.de. Zugegriffen 12. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/stroemen/campe.
BibTeX
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