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gratschen

nhd. bis Dial. · 4 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
Anchors
5 in 4 Wb.
Sprachstufen
2 von 16
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15
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12

Eintrag · Rheinisches Wb.

gratschen

Bd. 2, Sp. 1365
gratschen -E- Birkf, Wend, Saarbr, Ottw, Saarl, SMerz [-ęi-, –äu- Saarbr-Völkl Riegelsb, Ottw-Dirming Merchw Uchtelfang, Merz-Conf; -- Wend-Aulenb Freisen Heimb Baumholder Berglangenb Nahbollenb, Birkf-Idar Eisen Oberst Tiefenst]; -ā- Merz, Saarbg, Trier, Wittl, Bitb; -ǫ- Bernk-Gonzerath; -a- Neuw, Köln, Bergh, Dür (-ę-), Jül, Grevbr, Neuss, MGladb, Erk, Kref, Kemp, Geld, Mörs-Rheinb Neuk Rumeln; -ǫ- MGladb-Viersen, Heinsb-Erpen, Kemp-Stdt; -ā- Kemp-SHubert; -ę- Grevbr-Hochneuk; -y- Heinsb-Karken; im Nfrk statt -tš- auch -dž- schw.: 1.a. die Beine spreizen. — b. grosse Schritte machen; bes. über ein Hindernis; weit ausschreiten Allg. — c. nachlässig, schlaff, schwerfällig, kriechend, mühsam, schief u. ungleichmässig, stolpernd, breitspurig gehen; de gratscht wie en Bär, mar ens drop an Siegld, Neuw, SNfrk (s. o.). — 2.a. klettern, womit aber eine Reibung der Kleider verbunden ist, auch an glatten Dingen, z. B. wenn ein Junge in einen Baum klettert oder wenn ein kleines Kind versucht, auf den Schoss (Stuhl) zu kl.; auch herop-, herafgr. Neuss, Kref, Düss, Mörs. — b. herumkriechen; et Kend grätscht om Borem erom Birkf, Mörs. — c. nicht still sitzen bleiben, auf einem Stuhl sich hin- u. herbewegen, von Kindern Kref-Fischeln, Neuss-Nievenh, Kemp-SHubert, Mörs-Rumeln, Geld. — d. -ędž- mit einer Scherbe in einem abgesteckten Spielfeld spielen, das wieder in sechs kleine Felder durch Striche eingeteilt ist; es besteht jetzt die Aufgabe, die Scherbe mit dem Fuss ins folgende Feld zu stossen, ohne dass man auf den Strich tritt u. so dass die Sch. genau innerhalb des Feldes fliegt MGladb-Rheind, Grevbr-Hochneuk. — e. übermässig arbeiten Kref-Fischeln. — Abl.: die Gratscherei, dat Gegratsch, der Gratscher.
1782 Zeichen · 32 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    gratschenvb.

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +1 Parallelbeleg

    grätschen , gratschen , vb. , vgl. auch kratschen teil 5, sp. 2069, ' knirschen, knarren, knistern, krachen ', schallnac…

  2. modern
    Dialekt
    gratschenintr. v.

    Lothringisches Wb. · +2 Parallelbelege

    gratschen [gràtšən Bo. ; gratšəln Si. ] intr. v. unbeholfen, krummbeinig gehen. — lux. 152 grâtschen; baier. 1, 1017 grá…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gratschen

4 Bildungen · 2 Erstglied · 0 Zweitglied · 2 Ableitungen

Zerlegung von gratschen 2 Komponenten

grat+schen

gratschen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

gratschen‑ als Erstglied (2 von 2)

gratschen II

RhWB

gratschen II -a- schw.: 1. ein unangenehmes, knirschendes, für zarte Nerven unerträgliches Geräusch verursachen, etwa im Schlaf mit den Zähn…

gratschen III

RhWB

gratschen III jra- Rip, Kref schw.: etwas gr., fort-, weggr., hastig an sich greifen, grapschen. — Dieselben Abl. wie bei gratschen I.

Ableitungen von gratschen (2 von 2)

begratschen

RhWB

be-gratschen: sich b., sich verbessern, geschäftl. u. gesundheitl.; wohlhabend werden Siegld .

vergratschen

PfWB

ver-gratschen schw. : ' sich ärgern, grämen, einen Schicksalsschlag nicht verwinden '; sich veʳgratsche (fəʳgrḁdšə) [ KU-Dittw ]. —

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „gratschen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 10. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/gratschen/rhwb
MLA
Cotta, Marcel. „gratschen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/gratschen/rhwb. Abgerufen 10. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „gratschen". lautwandel.de. Zugegriffen 10. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/gratschen/rhwb.
BibTeX
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