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Schnabel

nhd. bis spez. · 14 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Adelung
Anchors
17 in 14 Wb.
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Eintrag · Adelung (1793–1801)

Schnabel

Bd. 3, Sp. 1582
Der Schnabel, des -s, plur. die Schnäbel, Diminut. das Schnäbelchen, Oberd. Schnäbelein. 1. Eigentlich, das verlängerte hornartige Maul der Vögel. Ein krummer, gerader, spitziger, stumpfer Schnabel. Der Vogel singt, wie ihm der Schnabel gewachsen ist. 2. Figürlich. 1) Der menschliche Mund; doch nur im Scherze. 2) Wegen einiger Ähnlichkeit bekommen mehrere hervor ragende und spitzig zulaufende Theile eines Dinges den Nahmen eines Schnabels. Dahin gehöret der Schnabel an manchen Arten von Zangen, an den ehemahligen langen spitzigen Schuhen, an den ehemahligen Schiffen, an den Blasebälgen, an der Hinterachse eines Wagens, wo er aus zwey spitzig zulaufenden Hölzern bestehet, und auch die Schere heißt, an einer Schreibfeder, an manchen Arten von Flöten, u. s. f. Bey den Jägern ist der Schnabel eine hölzerne Gabel, welche man dem Hühnerhunde unter dem Halse anschnallet, damit er den Kopf hoch[] tragen lerne. Auch bey den Mäurern wird das hervor ragende Ende einer Dachrinne oft der Schnabel genannt, und so in andern Fällen mehr. Anm. Schon bey dem Ottfried Snabul, bey dem Notker Snabel, im Nieders. Snavel, Snibbe, Snippe, im Schwed. Snabel. Die meisten Wortforscher bleiben bey schnauben und schnappen stehen, welche unmittelbare Onomatopöien sind, und nur auf eine entfernte Art hierher gehören. Die letzte Sylbe ist die Ableitungssylbe, welche so wohl ein Werkzeug als ein Subject bedeutet. Ohne dieselbe ist im Nieders. Snau so wohl Schnabel als Schnautze, und ohne Zischlaut, im Nieders. Nibbe, Hamb. Nüff, so wohl der Schnabel als die Nase, Angels. Nebb, Engl. Nib, Holländ. Neb,n. Näb, Schwed. Näbb und Näf, welches so wohl den Schnabel als den Kopf bedeutet. Es scheinet, daß alle diese Wörter überhaupt ein jedes hervor ragendes Ding bedeutet haben, so daß auch unser Nabe und Nabel, das Schwed. Nabb, ein Vorgebirge, u. a. m. dahin gehören. Das Stammwort ist noch in dem Hebr. נוב, hervor sprossen, übrig, S. auch Knopf. Bey den Krainerischen Wenden heißen die Lippen Shnabli, und dem Plinius zu Folge hieß der Schnabel schon bey den alten Galliern Nebbe.
2077 Zeichen · 41 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Schnabel

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Der Schnabel , des -s, plur. die Schnäbel, Diminut. das Schnäbelchen, Oberd. Schnäbelein. 1. Eigentlich, das verlängerte…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Schnabel

    Goethe-Wörterbuch

    Schnabel 1 (mit hornartiger Substanz überzogenes) vorn spitz zulaufendes, zweiteiliges Mundwerkzeug bei Vögeln a als typ…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Schnabel

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09) · +3 Parallelbelege

    Schnabel , Fisch, s. Nase , S. 430.

  4. modern
    Dialekt
    Schnabel

    Elsässisches Wb. · +4 Parallelbelege

    Schnabel [ʿSnâpl S. ; ʿSnâwl Ruf. Su. Co. Katzent. Dü. Bf. ; ʿSnówl Meis. ; Snàwl Ndhsn. Str. K. Z. Han. Betschd. ; Pl. …

  5. Sprichwörter
    Schnabel

    Wander (Sprichwörter)

    Schnabel 1. Am gekrümmten Schnabel kennt man den Raubvogel. Frz. : Tout bec crochu de proye est soustenu. ( Bohn I, 59. …

  6. Spezial
    Schnabel

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Schna|bel m. (-s, Schnäbel) 1 ‹zool› bech (bec) m. 2 ‹umor› (Mund) bocia (-ces) f. 3 (verächtlich) müsa (müses) f. 4 (an…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schnabel

184 Bildungen · 136 Erstglied · 47 Zweitglied · 1 Ableitungen

Zerlegung von schnabel 2 Komponenten

schna+bel

schnabel setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

schnabel‑ als Erstglied (30 von 136)

schnabelätzer

DWB

schnabelätzer , m. vogelart, die zu den kegelschnäblern gehört und die jungen aus dem schnabel mit körnern und insecten ätzt. Oken 7, 272 .

schnabelartig

DWB

schnabel·artig

schnabelartig , adj. und adv. die art oder form eines schnabels habend: schnabelartige krümmung; die nase gieng schnabelartig nieder.

schnabelaufsatz

DWB

schnabel·aufsatz

schnabelaufsatz , m. aufsatz auf dem schnabel: der nashornvogel, der sofort durch den aufwärts gekrümmten, roth, gelb und schwarz gefärbten …

Schnabelblech

PfWB

schnabel·blech

Schnabel-blech n. : ' schnabelförmiges Gefäß, mit dem der letzte Rest von Most aus der Rundung einer Bütte geschöpft werden kann ', Schnawwe…

Schnabelbǟbi

Idiotikon

Schnabelbǟbi Band 4, Spalte 918 Schnabelbǟbi 4,918

schnabel als Zweitglied (30 von 47)

Grünschnabel

RDWB1

Grünschnabel m (kein Bezug zu "клюв") молокосос презр. , молоко на губах не обсохло идиом. , пренебр. , сопливый юнец идиом. , презр. , сопл…

Äntenschnabel

Adelung

anten·schnabel

Der Äntenschnabel , des -s, plur. die -schnäbel, eine zweyschalige, zwey Mahl gewundene Muschel, welche oben und unten geöffnet ist, und ein…

Blauschnabel

Adelung

blausch·nabel

Der Blauschnabel , des -s, plur. die -schnäbel, eine Art Chinesischer Sperlinge, mit schwarzem Kopfe, Brust und Bauche, und blauem Schnabel …

Būchschnabel

Idiotikon

Būchschnabel Band 9, Spalte 1066 Būchschnabel 9,1066

Chrǖzschnabel

Idiotikon

Chrǖzschnabel Band 9, Spalte 1066 Chrǖzschnabel 9,1066

dickschnabel

DWB

dicksch·nabel

dickschnabel , dickschnäbler , m. vogel mit dickem kreiselförmigem schnabel; besonders wird der grosze kernbeiszer loxia enucleator und der …

dürrschnabel

DWB

duerrsch·nabel

dürrschnabel , m. bildlich für durst. hiezwischen vergeszt nit mir einen auf gleichs zuzutrinken: ich will euch bürgen setzen, insonderheit …

g(e)schnabel

Idiotikon

g(e)schnabel Band 9, Spalte 1068 g(e)schnabel 9,1068

gelbschnabel

DWB

gelb·schnabel

gelbschnabel , m. 1 1) ein junger vogel, der noch ' gelb um den schnabel ' ist, angewandt auf junge unreife menschen ' die vor der zeit klug…

greifschnabel

DWB

greif·schnabel

greifschnabel , m. : ( der schan sichert sich in einem stein vor feindlichen fischen ) mit ausnahme der scharben, deren ... greifschnabel ih…

grindschnabel

DWB

grind·schnabel

grindschnabel , m. , saatkrähe, corvus frugilegus Naumann naturgesch. d. vögel 2, 78 ; Heppe aufricht. lehrprinz (1751) 167 ; vgl. grindrabe…

Grāgge(n)schnabel

Idiotikon

Grāgge(n)schnabel Band 9, Spalte 1065 Grāgge(n)schnabel 9,1065

Gël(w)schnabel

Idiotikon

Gël(w)schnabel Band 9, Spalte 1066 Gël(w)schnabel 9,1066

Gāgge(n)schnabel

Idiotikon

Gāgge(n)schnabel Band 9, Spalte 1065 Gāgge(n)schnabel 9,1065

Gīre(n)schnabel

Idiotikon

Gīre(n)schnabel Band 9, Spalte 1066 Gīre(n)schnabel 9,1066

Habichtsschnabel

Adelung

habicht·s·schnabel

Der Habichtsschnabel , des -s, plur. die -schnäbel, eigentlich, der Schnabel eines Habichtes. Figürlich auch ein Nahme einer Art Seeschildkr…

kranichschnabel

DWB

kranich·schnabel

kranichschnabel , m. pflanzenname; reumatica craniches snabel Haupt 3, 476 b , kranchis snabel 9, 395, chranchesnabel sum. 23, 36, mnd. kran…

krummschnabel

DWB

krumm·schnabel

krummschnabel , m. 1 1) von vögeln, 1@a a) der kreuzschnabel, loxia, krumbschnabel Dief. 337 a aus Gesner, 16 . jh., krumschnabel corves voc…

langschnabel

DWB

lang·schnabel

langschnabel , m. der einen langen schnabel hat. besonders name eines vogels, cuculus vetula. Nemnich 2, 1301 .

Mewenschnabel

Adelung

mewe·n·schnabel

Der Mewenschnabel , des -s, plur. die -schnäbel, eine Art dreyzehiger Patschfüße, welche einen schwarzen Schnabel wie eine Mewe hat; Plautus…

rabenschnabel

DWB

raben·schnabel

rabenschnabel , m. 1 1) schnabel eines raben. 2 2) name ähnlich geformter werkzeuge: 2@a a) bei den hufschmiden ein hufeisen solcher pferde …

Rappe(n)schnabel

Idiotikon

Rappe(n)schnabel Band 9, Spalte 1067 Rappe(n)schnabel 9,1067

Ableitungen von schnabel (1 von 1)

Geschnabel

PfWB

Ge-schnabel n. : ' eifriges Plaudern ', Geschnawwel [ BZ-Nd'ottb GH-Freckf ]; vgl. Geschnatter 2. Was is des fer'n Gezawwel, Gepischber un e…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „schnabel". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 12. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/schnabel/adelung
MLA
Cotta, Marcel. „schnabel". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/schnabel/adelung. Abgerufen 12. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „schnabel". lautwandel.de. Zugegriffen 12. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/schnabel/adelung.
BibTeX
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