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schnabel

nhd. bis spez. · 14 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Wander
Anchors
17 in 14 Wb.
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Eintrag · Wander (Sprichwörter)

Schnabel

Bd. 3, Sp. 283
Schnabel 1. Am gekrümmten Schnabel kennt man den Raubvogel. Frz.: Tout bec crochu de proye est soustenu. (Bohn I, 59.) 2. An de gröne Schnapp (grünen Schnabel) kennt man de jungen Vägels. (Rendsburg.) 3. Auch dem Schnabel eines jungen Raubvogels ist nicht zu trauen. Die Russen: Traue nicht dem weichen Schnabel des jungen Habichts, er wird sich bald härten. (Altmann VI, 437.) 4. Im Schnabel der Henne hat der Wurm kein Recht. Gewalt geht vor Recht. Wer Gewalt hat, hat Recht. 5. Schnabel gegen Schnabel, so schlagen sich die Adler. 6. Schnabel macht Schnäbel. – Lehmann, 171, 48; Gutzkow, III, 2, 874. 7. Wie mir der Schnabel gewachsen ist, so red' ich. 8. Das ist nicht für seinen Schnabel. Er wird nichts davon bekommen. Frz.: Ce n'est pas viande pour ses moineaux, pour ses oiseaux. (Kritzinger, 488b.) – Cela n'est pas pour votre nez, cela vous passera loin du nez. 9. Das wäre für seinen Schnabel. Es würde ihm lieb sein (schmecken), wenn er's bekäme. Frz.: C'est pour son nez, vraiment c'est pour son nez. 10. Den Schnabel brauchen, wozu er gewachsen ist. 11. Diäm get de Snäbbel, as wann he en Stück van der Enteke-Fuet friätten hädde. (Iserlohn.) – Firmenich, III, 188, 105; Woeste, 89, 175. 12. Einem den Schnabel offen halten. Ihn unterhalten. 13. Einem den Schnabel wischen. Frz.: Torcher le bec. (Kritzinger, 683a.) 14. Einem etwas auf den Schnabel geben. Frz.: Donner sur la moustache à quelqu'un. 15. Einem nach dem Schnabel reden. – Dove, 1104. So wie er's gern hört. »Mehr als mit dem schärfsten Sabel, kannst du, Freund, erreichen, sprichst du andern nach dem Schnabel, oder weisst zu schweigen.« (Gubitz, Gesellschafter, 1831, S. 207.) 16. Einem seinen gelben Schnabel zeigen. Einem seine Unerfahrenheit, Unwissenheit, seinen Unverstand fühlbar machen. Frz.: Faire voir à quelqu'un son béjaune. (Lendroy, 1598.) 17. Einem um den Schnabel gehen. 18. Einen über den Schnabel barbieren. (Rendsburg.) 19. Er hat den Schnabel verbrannt. (Salzburg.) 20. Er hat den Schnabel zu Hause gelassen. Kann nicht reden. 21. Er hat einen Schnabel wie eine Heuscheuer. Wer mit weitem Munde nahet und keift. 22. Er hat einen steifen Schnabel. Ist eigensinnig, hartnäckig. n.: Som har neb til at vende gaase-æg med. (Prov. dan., 427.) 23. Er hat es mit Schnabel und Krallen angefangen. Mit allem Ernste. 24. Er hat Schnabel und Klauen. Er lässt sich nichts anhaben; er wehrt sich mit Händen und Füssen. 25. Er ist auf den Schnabel geschnürt. Zum Schweigen gebracht. 26. Er wetzt mehr den Schnabel als den Sabel. – Eiselein, 553; Körte, 5370a. 27. Er wetzt seinen Schnabel schon. Er hat schon Appetit und Verlangen danach. 28. Er wüscht der Schnabel am Bode-n-ab wie d' Hüener. (Solothurn.) – Schild, 92, 387; Sutermeister, 93. Er erreicht sein Ziel nicht. 29. Holt du den Snawel darût. – Dähnert, 437b. 30. Man kann's am Schnabel merken, dass ihre Mutter keine Gans gewesen ist. Holl.: Men ziet het wel aan uwe nebben, dat uwe moeder geen eendvogel was. (Harrebomée, II, 118a.) 31. Sie steckt überall den Schnabel hinein. Holl.: Zij steken overal hunnen snavel tusschen. (Harrebomée, II, 278a.) [Zusätze und Ergänzungen] 32. Aus dem Schnabel kommt das Ei. Gute Fütterung thut's. 33. Er hat den Schnabel begossen. – Ayrer, IV, 2457, 27. 34. Noch keinen trocknen Schnabel haben. In dem Sinne: Noch nicht trocken hinter den Ohren, ein Gelbschnabel sein. It.: Non aver rasciutti gli occhi. (Giani, 1855.) 35. Seinen Schnabel in alles stecken. (S. Nase.) It.: Mettere il becco da per tutto. (Giani, 1853.)
3558 Zeichen · 140 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Schnabel

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Der Schnabel , des -s, plur. die Schnäbel, Diminut. das Schnäbelchen, Oberd. Schnäbelein. 1. Eigentlich, das verlängerte…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Schnabel

    Goethe-Wörterbuch

    Schnabel 1 (mit hornartiger Substanz überzogenes) vorn spitz zulaufendes, zweiteiliges Mundwerkzeug bei Vögeln a als typ…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Schnabel

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09) · +3 Parallelbelege

    Schnabel ( Rostrum ), bei den Vögeln die Kiefer, die an Stelle der Zähne mit einer hornigen Scheide bekleidet sind. Sein…

  4. modern
    Dialekt
    Schnabel

    Elsässisches Wb. · +4 Parallelbelege

    PfWB LothWB RhWB Schnabel [ʿSnâpl S. ; ʿSnâwl Ruf. Su. Co. Katzent. Dü. Bf. ; ʿSnówl Meis. ; Snàwl Ndhsn. Str. K. Z. Han…

  5. Sprichwörter
    Schnabel

    Wander (Sprichwörter)

    Schnabel 1. Am gekrümmten Schnabel kennt man den Raubvogel. Frz. : Tout bec crochu de proye est soustenu. ( Bohn I, 59. …

  6. Spezial
    Schnabel

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Schna|bel m. (-s, Schnäbel) 1 ‹zool› bech (bec) m. 2 ‹umor› (Mund) bocia (-ces) f. 3 (verächtlich) müsa (müses) f. 4 (an…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schnabel

283 Bildungen · 136 Erstglied · 146 Zweitglied · 1 Ableitungen

Zerlegung von schnabel 2 Komponenten

schna+bel

schnabel setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

schnabel‑ als Erstglied (30 von 136)

schnabelätzer

DWB

schnabelätzer , m. vogelart, die zu den kegelschnäblern gehört und die jungen aus dem schnabel mit körnern und insecten ätzt. Oken 7, 272 .

schnabelartig

DWB

schnabel·artig

schnabelartig , adj. und adv. die art oder form eines schnabels habend: schnabelartige krümmung; die nase gieng schnabelartig nieder.

schnabelaufsatz

DWB

schnabel·aufsatz

schnabelaufsatz , m. aufsatz auf dem schnabel: der nashornvogel, der sofort durch den aufwärts gekrümmten, roth, gelb und schwarz gefärbten …

Schnabelblech

PfWB

schnabel·blech

Schnabel-blech n. : ' schnabelförmiges Gefäß, mit dem der letzte Rest von Most aus der Rundung einer Bütte geschöpft werden kann ', Schnawwe…

Schnabelbǟbi

Idiotikon

Schnabelbǟbi Band 4, Spalte 918 Schnabelbǟbi 4,918

schnabel als Zweitglied (30 von 146)

Grünschnabel

RDWB1

Grünschnabel m (kein Bezug zu "клюв") молокосос презр. , молоко на губах не обсохло идиом. , пренебр. , сопливый юнец идиом. , презр. , сопл…

Ackerschnabel

Campe

acker·schnabel

† Der Ackerschnabel , des — s, d. Mz. ungew. ein Name des kleinen schierlingsblätterigen Storchschnabels ( Geranium cicutarium L.).

ADLERSCHNABEL

DWB2

adler·schnabel

DWB2 ADLERSCHNABEL , adlersschnabel m. DWB2 der gebogene schnabel des adlers; auch vom adler als wappentier und gelegentl. bildl., vgl. adle…

Äntenschnabel

Adelung

anten·schnabel

Der Äntenschnabel , des -s, plur. die -schnäbel, eine zweyschalige, zwey Mahl gewundene Muschel, welche oben und unten geöffnet ist, und ein…

Blauschnabel

Adelung

blausch·nabel

Der Blauschnabel , des -s, plur. die -schnäbel, eine Art Chinesischer Sperlinge, mit schwarzem Kopfe, Brust und Bauche, und blauem Schnabel …

Būchschnabel

Idiotikon

Būchschnabel Band 9, Spalte 1066 Būchschnabel 9,1066

Chrǖzschnabel

Idiotikon

Chrǖzschnabel Band 9, Spalte 1066 Chrǖzschnabel 9,1066

destillierschnabel

DWB2

destillierschnabel m. : u1640 Moscherosch gesichte ( 1642 ) 1,207.

dickschnabel

DWB

dicksch·nabel

dickschnabel , dickschnäbler , m. vogel mit dickem kreiselförmigem schnabel; besonders wird der grosze kernbeiszer loxia enucleator und der …

doppelschnabel

DWB

doppel·schnabel

doppelschnabel , m. 1 1. so nennt J. Paul den doppeladler, ich hatte unterdessen die beiden pyramiden der brücke besehen, auf deren einer ei…

Dreckschnabel

PfWB

dreck·schnabel

Dreck-schnabel m. : 'wer einen schmutzigen Mund hat', auch Schimpfw., -schnawwel [ KU-Schmittw/O Reiffb ]; vgl. PfWB Dreckgusche , PfWB -mau…

dürrschnabel

DWB

duerrsch·nabel

dürrschnabel , m. bildlich für durst. hiezwischen vergeszt nit mir einen auf gleichs zuzutrinken: ich will euch bürgen setzen, insonderheit …

elefantenschnabel

DWB2

elefant·en·schnabel

elefantenschnabel m. älter nhd. neben elefantenrüssel 1521 helffantschnabel Diefenbach gl. 460 c . 1693 Döpler schau-platz 1,726.

fistelierschnabel

DWB

fistelierschnabel , m. nasus: blaue lefzen, über welche ein langer fistilierschnabel herabhänget. Weise lustredner 252 .

Frechschnabel

PfWB

frech·schnabel

Frech-schnabel m. : 'Mensch mit loser Zunge', Frechschnawwel [ KU-Schmittw/O ]; vgl. PfWB Frechdachs . —

g(e)schnabel

Idiotikon

g(e)schnabel Band 9, Spalte 1068 g(e)schnabel 9,1068

Geierschnabel

GWB

geier·schnabel

Geierschnabel als Gestaltmerkmal der mythol Sumpfvögel am arkad Stymphalos-See GWB Faust II 7222 Eva Beck E. B.

gelbschnabel

DWB

gelb·schnabel

gelbschnabel , m. 1 1) ein junger vogel, der noch ' gelb um den schnabel ' ist, angewandt auf junge unreife menschen ' die vor der zeit klug…

Ableitungen von schnabel (1 von 1)

Geschnabel

PfWB

Ge-schnabel n. : ' eifriges Plaudern ', Geschnawwel [ BZ-Nd'ottb GH-Freckf ]; vgl. PfWB Geschnatter 2. Was is des fer'n Gezawwel, Gepischber…