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Gabel

mhd. bis spez. · 18 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
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24 in 18 Wb.
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Gabel

Bd. 2, Sp. 964
Gabel Rhfrk, OMosfrk -aw- [Birkf -āw-]; WMosfrk --, –ō- bis Koch [Koch-Hambuch -ǫ-; Trier-Kenn -ǫb-; Saarl -āw- bis ausschl. Fürw Eimersd, Merz-Ficking Merching Rissenth; innerh. Saarl-Fürw Eimersd Fremersd Biring -ə-; auch Merz-Stdt; Merz-Mettlach Keuching Saarhölzb -ō-; NWSaarbg-Ayl Trassem Freudenbg Castel Serrig -ə- (-·ə.-); innerh. Saarbg-Eft Orscholz Kessl ausschl. Sinz -ūə- (-ū·ə.-), der übrige Teil von Saarbg -- (-:-); Rip -af-; LRip auch -avf-, –avf-; Eup -āf-; SNfrk, Berg -af-; im snfrk. Trübungsgeb. --; Mörs -af- u. -āw-; Klevld -āw-; Pl. -ələ, -əln, Klevld -əlts; Demin. gęwəlχə(n), –E-, –ęf-, –Evf-, –əlkə, –əltjə f.: 1. wie nhd., u. zwar Ess-, Fisch-, Fleisch-, Heu-, Jät-, Koks-, Mist-, Schossg.; en zwei-, drei-, vierzinkige G. (s. d. W.); G.ə anleə (anlegen) vom Schmied, der neue Stücke einsetzt, wenn die Zinken stark abgenutzt sind Hunsr; wo Furschett für Essgabel gilt, ist G. vielfach auf Heu- oder Mistg. beschränkt, so in Eup, Aach, Geilk, oder aber nur die jüngere Generation verwendet G. für Essgabel, so in Bitb; wo Greif (mit drei Zinken u. kürzerem Stiel) für Mistg. gilt, bezeichnet G. vielfach nicht diese, so in Bitb, Prüm, Malm, Monsch. — Im bes. a. Essgabel Allg. (s. o.); Leəpel on Gäffelke Essbesteck Erk-Bellinghv; en hölze G., ene zennere Leffel Rip, Allg.; noch 1804 fasste man an der uWupp den Salat mit den Fingern in der allgemeinen Schüssel, indem man einige Blätter zusammenwickelte u. sie wie eine Prümm Tabak in den Mund steckte; die G. war bekannt. RA.: Met der fenfzenkig G. esse mit den fünf Fingern Birkf-Herrst. Krestus sät zo senge Jönger: We gein G. hät, iss met de Fenger Ahrw-Neuenahr; we kein G. hätt, iss met de Fingere; we kei Brut hät, muss verhungere Köln. Measser, Scher, G. on Licht dagt fir klan Konner nicht Koch-Laub, Verbr. Met de G. ös en Ehr (Manier), mar met de Lepel krig me mehr Mörs. Der gierig Essende hat iənen Erpel (Kartoffel) em Mong, den tweiden an der G., den dreiden em Uəg (Auge) Remschd, Allg. — b. Heu-, Mistgabel Allg. RA.: Hej löppt (fällt) van de G. in de Grep von der Heugabel in die Mistgabel, er entflieht dem einen Unglück, um in ein anderes, noch grösseres zu geraten Klev, Rees. Me kennt dem Bur an de G. Kemp-SHubert. Wen fihrt uhne Wan (Wagen) an (in) et Hei? die Heugabel, sie wird getragen Trier-Schleidw. — Krumm G. dreizinkiges Gärtnergerät zur zweiten Durcharbeitung des Bodens Saarbr-SArnual. — 2. gabelartige Dinge. a. an Geräten. α. am Rechen die Furke Rhfrk, Mosfrk, auch Rip möglich. — β. an der Häckselbank Simm. — γ. Wagengabel, Deichsel Sol, Mettm. — δ. am Nachen die Stange, die den Mast umklammert und dem Segel um den Mast Führung gibt Rees. — b. der Rocken am Spinnrad (mancherorts kam der gehechelte Flachs, der Kern, auf den Roggen, das Werk op et Gäffelche, so Neuw-Etschd) Verbr. Ech habb e Gäffelke gesponne, ech habb e G. gewonne hongert Mol an ene Droht, woə ech siəve Joəhr op soət; de siəve J., de send wohl öm, no dreht sech dat Sofike öm Kemp-SPeter. — c. flaches Holzstück mit zwei geöffneten Schnäbeln, über das der Faden aufgewickelt ist, benutzt beim Flicken des Fischnetzes Trier. — d. Gabelholz, Astgabelung Allg. — e. Zahnwurzel, aber nur bei Zähnen mit mehreren Wurzeln Saarbr-Völkl. — f.α. Gaffeln scherzh. u. verächtl. Finger Wittl, Neuw, MülhRh-Strasserhf. — β. Schwurfinger, in der Wend.: Ech han en (den Prozess) op der G. bin zum Eide zugelassen Bergh-Hüchelhv. — g. Eins-gäffelchen Tour im Fangsteinsp. Sieg-Ägid; Gäwwelchen eine Tour des Ballsp., wobei der Handrücken den Ball auffängt u. zu gleicher Zeit in die Luft wirft Saarbr. — h. Pflanzen. α. Pl. Gawwelcher Wiesenschaumkraut Saarbr-Quierschd. — β. Messer un Gäwelscher Storchschnabel NLahnst. — i. Zunft, Innung Aach, Köln (veralt.).
3799 Zeichen · 108 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    gabelstf.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +1 Parallelbeleg

    gabel ( ahd. gapala Gr. 2,100. Graff 4,127 ) stf. gabel. gl. Mone 7, 599. sumerl. 51,54.

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    gabel

    Mnd. Handwb. (Lübben/Walther)

    gabel, Abgabe, Steuer, gabella.

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    2. Gabel

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    2. Die Gabel , plur. die -n, Diminut. das Gäbelchen, Oberd. Gäbellein, ein jedes Ding, an welchem sich zwey Spitzen an e…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Gabel

    Goethe-Wörterbuch

    Gabel 1 zwei- od mehrzinkiges Gerät a Teil des Eßbestecks; Küchengerät (auch mythol als Hexenrequisit) ist aber an solch…

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Gabel

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +5 Parallelbelege

    Gabel , bekanntes Werkzeug; die Tischgabel wurde zuerst im byzantin. Reich gebraucht und kam von dort im 13. Jahrh. nach…

  6. modern
    Dialekt
    Gabel

    Elsässisches Wb. · +5 Parallelbelege

    Gabel , Gable [Kâplə Liebsd. ; Kâwlə Lutterb. ; Kàwl Obbr. M. Uttenh. Str. Ndrröd. Z. Betschd. Wingen ; Kâwl Su. Ingersh…

  7. Sprichwörter
    Gabel

    Wander (Sprichwörter)

    Gabel 1. Gabel und Griff gehören zusammen. Holl. : De gaffel blijft bij den greep. ( Harrebomée, I, 198. ) 2. Gabeln sin…

  8. Spezial
    Gabel

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Ga|bel f. (-,-n) 1 (Essgabel) forchëta (-tes) f. 2 (Essgabelvoll) forchëta (-tes) f. 3 (Heugabel, Mistgabel) furcia (-ce…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gabel

193 Bildungen · 163 Erstglied · 28 Zweitglied · 2 Ableitungen

gabel‑ als Erstglied (30 von 163)

Gabelbaum

SHW

Gabel-baum Band 2, Spalte 1045-1046

Gabeldachs

SHW

Gabel-dachs Band 2, Spalte 1045-1046

Gabeldollen

SHW

Gabel-dollen Band 2, Spalte 1045-1046

Gabelfeder

SHW

Gabel-feder Band 2, Spalte 1045-1046

Gabelgriff

SHW

Gabel-griff Band 2, Spalte 1045-1046

Gabelhülse

SHW

Gabel-hülse Band 2, Spalte 1045-1046

Gabelohr

SHW

Gabel-ohr Band 2, Spalte 1047-1048

Gabelraupe

SHW

Gabel-raupe Band 2, Spalte 1047-1048

Gabelrechen

SHW

Gabel-rechen Band 2, Spalte 1047-1048

Gabelrohr

SHW

Gabel-rohr Band 2, Spalte 1047-1048

Gabelstiel

SHW

Gabel-stiel Band 2, Spalte 1047-1048

Gabelweih

SHW

Gabel-weih Band 2, Spalte 1047-1048

Gabelzinken

SHW

Gabel-zinken Band 2, Spalte 1047-1048

Gabelzinn

SHW

Gabel-zinn Band 2, Spalte 1047-1048

Gabelzwinge

SHW

Gabel-zwinge Band 2, Spalte 1047-1048

Gabelöhr

SHW

Gabel-öhr Band 2, Spalte 1047-1048

Gabelöse

SHW

Gabel-öse Band 2, Spalte 1047-1048

gabelanker

DWB

gabel·anker

gabelanker , m. kleiner anker, zur unterstützung eines gröszern ausgeworfen, dän. gaffelanker. in der baukunst anker in gabelform, schliesza…

gabelartig

GWB

gabel·artig

gabelartig tritt [ bei der Weinrebe ] in den meisten Stellen eine dünne strickartige Verlängerung hervor, welche sich bei fernerem Fortwachs…

Gabelbein

Meyers

gabel·bein

Gabelbein ( Gabelknochen , Furcula ). der aus den beiden miteinander verwachsenen Schlüsselbeinen gebildete Knochen der Vögel, findet getroc…

Gabelberren

ElsWB

gabel·berren

Gabelberre n m. kleiner Hamen Hf. ‘ mit Gullbernen Rohrkörben zum Fischen ’ L. Baldner 125.

gabel als Zweitglied (28 von 28)

Stimmgabel

RDWB1

Stimmgabel f (kein Bezug zu "вилка") камертон

Aalgabel

Adelung

aal·gabel

Die Aalgabel , plur. die -n, eine eiserne Gabel mit drey Zacken, welche mit Widerhaken versehen sind, die Aale damit auf dem Grunde anzuspie…

Abengabel

MeckWBN

aben·gabel

Wossidia MeckWB Abengabel f. 2. zweizinkige Forke mit Radgestell, mit deren Hilfe ein größerer Grapen in den Backofen oder in das an der Hin…

Adamsgabel

Wander

adams·gabel

Adamsgabel Mit der Adamsgabel 1 essen. – Schöpf, 164. 1 ) Zwei ausgestreckte Finger. Holl. : Eten met de Adamsvorken. ( Laurillard, 11. )

fischgabel

DWB

fisch·gabel

fischgabel , f. mehrzinkiges eisen zum stechen der fische, vgl. fischerger .

fleischgabel

DWB

fleisch·gabel

fleischgabel , f. 1 1) creagra, zum kochen und bereiten des fleisches: de quibus scriptum est per prophetam dicentem reges eos in virga ferr…

garngabel

DWB

garn·gabel

garngabel , f. gabelförmige stange zum aufstellen des wildgarnes. Frisch , Adelung.

hebegabel

DWB

hebe·gabel

hebegabel , f. kleiner eiserner hebel mit einem stiel, gebraucht bei dem zeugjagen, um die tücher oder garne damit auf die forkel- und stell…

heugabel

DWB

heu·gabel

heugabel , f. merga, furca foenaria. Maaler 228 d ; heugabel, trifurcus, est furca ad fenum apta. voc. inc. theut. k 1 a ; die rüst- oder ha…

honiggabel

DWB

honig·gabel

honiggabel , f. gabel um die abgelösten honigscheiben in den bienenstöcken heraus zu heben.

höugabel

MWB

höugabel stF. ‘Heugabel’ er [ Ydrogant, ein Ungeheuer] was geschaffen als ain strauß: / sein nasen krump als ain schnabel, / sein vinger als…

korngabel

DWB

korn·gabel

korngabel , f. merga. Dief. 357 c 15 . jahrh., Dasyp. 283 b , Stieler 602 u. s. w., nrh. 15. jh. coerngaffel pastinatum Teuth. 57 b , nl. co…

mistgabel

DWB

mist·gabel

mistgabel , f. gabel zum mistladen: copula mistgabel Dief. 149 c ; mistgabel, tridens. voc. inc. theut. n 8 a ; die mistgablen furca fimaria…

ofengabel

DWB

ofen·gabel

ofengabel , f. audena Dief. 34 a , rutabulum Frisius 1171 a , offelgabel Ayrer 2403, 23 ( vgl. ofenkrücke): eins kerchers tesche und einer b…

pagabel

DRW

pagabel, häufiger (paiabel), adj. vorschriftsmäßig, gültig vgl. löblich (I 2) vonden sie enich laken dat niet paiauel ware dat salmen ... ve…

reichgabel

DWB

reich·gabel

reichgabel , f. zweizinkige gabel zum auf- und abladen der getreidegarben und des heus. öcon. lex. 2016.

reutgabel

DWB

reut·gabel

reutgabel , f. eiserne gabel in den zinnhütten, zum auswerfen des groben. Jacobsson 3, 408 b : er wird auch endlich wider arm und musz die r…

schergabel

DWB

scher·gabel

schergabel , f. hölzerne gabel, deren sich die tuchmacher beim aufziehen des garnes bedienen ( vgl. scheren III). Adelung.

seifengabel

DWB

seifen·gabel

seifengabel , f. bergmännisches gerät, eine vielzinkige gabel, das hauptsächlichste gezäh bei der arbeit in seifenwerken. Gätzschmann 69 ; s…

sprenggabel

DWB

spreng·gabel

sprenggabel , f. in der sprache der schlosser bezeichnung eines gabelartigen werkzeuges, das zum herstellen kunstvolleren gitterwerkes dient…

streugabel

DWB

streu·gabel

streugabel , f. , furcilla ... qua frumenta cillentur, id est mouentur ein straugabbel Trochus voc. rer. (1517) Q 5 b ; merga strAewgabel Fr…

vogelgabel

DWB

vogel·gabel

-gabel , f. , vorrichtung zum vogelfang (vogelkloben): hamus, fogel gabil Diefenbach gloss. 273 a . —

Ableitungen von gabel (2 von 2)

Entgabel

RhWBN

Ent-gabel: dass. Saarbg-Eft , Bitb-Dockend , Zell-Irmenach , Daun-Gerolst Müllenborn , May-Stdt .

gabele

Lexer

gabele , gabel stswf. BMZ gabel. g. und drischel Wolk. 39. 2,16. spieʒ mit gabel Msh. 3,266 a . 306 a . mit der gabel sich wern Kchr. W. 143…