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knappe

mhd. bis sprichw. · 18 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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20 in 18 Wb.
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

knappe m.

Bd. 11, Sp. 1341
knappe, m. puer, famulus, nebenform zu knabe. mhd. knappe, ahd. chnappo, merkwürdig übereins mit alts. knapo, nd. knape, z. b. im reim auf pape: beide leien unde papen, heren, rittere unde knapen. Mone schausp. des mitt. 2, 73. ebenso mit p in den andern sprachen nd. lautstufe, s. u. knabe. Man verweist zur erklärung der doppelform gewöhnlich auf rabe und rappe, als wären beide nur verschiedene lautgestaltung éines worts, so wie neben rippe auch riebe (mhd. ribe, ahd. ripi) vorkommt, neben gabel auch gappel (Haupt 5, 67), neben giebel gipel; vgl. ferner traben und trappen, kibbeln und kippeln, wibel und wippel wurm (Rädlein 1052b), bair. schübel und schüppel büschel Schm. 3, 314. 377, klippericht für klebericht u. a., das pp entstand hier gewöhnlich aus dem streben die aspiration des b zwischen den vocalen und zugleich die verlängerung des kurzen stammvocals zu vermeiden (denn inlautendes p nach kurzem vocal haben wir im hd. nicht). allein auf die schon ahd. doppelform chnabo chnappo leidet das keine anwendung, geschweige auf die nd. formen mit p, die dort die vorherschenden oder alleinigen sind und für b ein v neben sich haben. wäre knappe durch nd. einflusz gekommen, etwa vom Niederrhein her? nd. knape übrigens entspricht dem hd. knabe so wie nd. klôk dem hd. klug. wie ihm auch sei, das wort zeugt sicher dafür, dasz wörter von haus aus im auslaut verschieden gestaltet wurden. 11) männliches kind, 'pusio, knappe' voc. d. 15. jh. (westmitteld.) Dief. 474b, wie in dems. pusiolus knepchin (pusio ist auch 'nondum loquens puer' Schm. 2, 367): der knappe kintlîche sprach. Barl. 294, 10 Pf., er ist zehn jahr alt, s. 293, 2; alle de wîle dat ein man unde ein vrowe beide levet ... sô sint se weldich (gewaltig, haben macht), mit eren kinderen to dônde to gôder wîs sô wat se willet, weder se se to clôster geven willet ofte (oder) to manne de megede, sô to wîve de knapen. Stader stadtr. 9, 8 (brem. wb. 2, 818). schon ahd. 'knappo puer' wird diesen sinn mit einschlieszen, mnd. knape puer Dief. 471a. daher von neugebornen altengl. im Ormulum cnapechild, 'knappenkind', mnl. knapelijn kint, knapelen kint (De Vries gloss. zum lekensp.). 22) jüngling, junger mann, vgl. knabe 2. 2@aa) so mhd. knappe, wol ebenso häufig als knabe, doch so dasz dieses allmälich vorwiegt. man musz sich hüten, dabei an die ritterliche bed. zu denken, die uns am nächsten liegt. knappe heiszt der jüngling zu Nain Leyser pred. 70, 19. 24, vgl. 78, 14. 39 (also auch ostmd.), knappen die söhne eines fährmanns (also unedle) Parz. 549, 23. 28. 550, 2, knappe der sohn eines juden, der die kinder im spiel stört, kindheit Jesu 1552. 1586 (jungelinc 1579). von einem engel (der unerkannt ist): ûf dem wege sie ergie (holte sie ein) ein knappe schône âne bart. Wernher Maria 167 (3227). Helmbrecht heiszt knappe 659. 880 u. ö., die dorfbursche knappen bei Hadlaub MS. 2, 192a. 196a, bei Neidhart 18, 24. 80, 40, dorfknappen 215, 9. wenn er selbst, sonst ritter, von den dirnen auch knappe genannt wird 3, 6. 6, 26. l, 20, s. besonders 3, 9, so hat es wol da, wie knabe 4, 25, schon die gesellschaftliche geltung von knabe 2, c (s. d.) und war also wie dieses auch von verheirateten verwendbar. so noch im 14. jh.: in eins stolzen knappen wîse bejage ich kleider unde spîse. Uhland volksl. 3; kanstu mir des ützüt gesagen, so wil ich dich für ein weidelichen knappen haben. das.; so wil ich dich für ein stolzen knappen haben. 5; dar an (an der haube) sô hangt ein slape, die füert ein frischer knape. Wackernagel leseb. (1859) 959, 10. 2@bb) im 15. 16. jh. erscheint es von knabe verdrängt, nur im nd. nicht, dem knabe fremd ist: de uns dit nie liedlin sang, Koppensen so is he genant und is en frisker knape. Uhland volksl. 404. das sprichwort bei Simrock 6763 (aus d. 16. jh., s. Scherz 801) knappen- und pfaffenehen werden im mai gemacht, wo knappe gleich junggesell, musz aus dem nd. übersetzt sein. 33) junger mann in dienender stellung, gleich knabe 4 (s. d.): knapp oder diener, famulus. voc. th. 1482 q 8b, mhd. heiszen z. b. knappen die diener des pfaffen Amis (Ben. beitr. 563. 555, in andern hss. knehte). ebenso mnl. knaep, altn. knapi. auf diesen gebrauch hat sich knappe nhd. beschränkt und knabe daraus verdrängt. 3@aa) ritterlich, edler knappe, vgl. schildknappe. 3@a@aα) mhd. und während der ganzen zeit des ritterthums 'ritter und knappen', wie ritter und knechte. daher auch im schachspiele mhd. von den springern und läufern rittere und knappen myst. 1, 164. auch herre oder knappe Haupt 8, 568. nd. knape (wie Möser auch hd. schrieb): sîne ridder unde knapen, sô men itzunt junkeren nômet. Leibnitz script. brunsv. 3, 183, d. i. jungherren, zum unterschied von den herren vorhin, denen der knappe doch dadurch näher rückte. das einfache p erscheint aber auch hd. einzeln, wenigstens md. wie im folg. (das knape unter 2, a a. e. stammt vom untern Main): knapen das sint knehte. Haupt 3, 40, aus Schlesien 15. jh. ebenso im ritterlichen sinne (entlehnt) altdänisch knape, knabe (Molbech), altschwed. knape (Rietz), mlat. cnapo. 3@a@bβ) später galt es aber auch als ritterlicher standesname, von dienstmannen, die auf ein lehen gewisse hofdienste übernahmen und ihrem lehensherren gegenüber nun knappen hieszen, wie lat. famuli, ministeriales, dann auch vom niederen adel überhaupt ( Adelung), vgl. knappengericht und engl. squire (frz. écuyer), eig. schildknappe, scutarius, scutifer, dann von niederem adel und neugeadelten. ebenso schwed. knape, selbst vom adel überhaupt (s. Ihre 1, 1094), und sogar gleich tapfrer mann, held Rietz 333b, wien. knabe Molbech dansk. gl. 1, 442. es ist ähnlich dem knabe für mann überhaupt, vgl. sp. 1319 mitte, 1314 unten. in enknappen gr. Wolfdietr. 2124, des ritterthums entkleiden, liegt auch fürs mhd. die verallgemeinerte bed. vor. 3@a@gγ) der begriff unter α ist uns jetzt der geläufige, aus der dichterischen behandlung des ritterthums her: knapp, sattle mir mein dänenross. Bürger die entführung; wer wagt es, rittersmann oder knapp, zu tauchen in diesen schlund? Schiller 63a; und ein edelknecht, sanft und keck, tritt aus der knappen zagendem chor. das.; zurücke bleibt der knappen tross. 66b; und er selber auf seines knappen thier vergnüget noch weiter des jagens begier. 69b. Bürger übertrug es auf die θεράποντες der homerischen helden, das ist ganz im geiste der früheren echten art zu übersetzen (vgl. sp. 1322 unten), wie die helden selbst da auch ritter hieszen (z. b. Spreng Il. 37b. 38a. 87b): samt seinem knappen, dem Kalesius, dem führer des gespanns, entseelt er ihn. 169b; (da) der reisige Peleus mich in seinem pallaste aufnahm, sorgsam mich pflegt' und deinen knappen mich nannte. 242b (Il. 23, 90), Patroklos im verhältnis zu Achilleus (Voss übersetzte σὸν θεράποντα deinen genossen). 3@bb) bürgerlich, im gewerbsleben, 'knappe, gesell, knecht' noch Rädlein 549a. 3@b@aα) urspr. vermutlich allgemein wie knabe (sp. 1321), vergl.knappenrecht, knappmeister. so von schneidern, mhd. und länger: und hieʒ gewinnen von der stat knappen, schrôter (schneider), die ich bat dem herren snîden guotiu kleit. g. Gerh. 4152; sweig, du böser schneiderknapp. fastn. sp. 618, 12. 3@b@bβ) früh aber vorzugsweise bei den wollwebern, tuchmachern: die selbig fraw (die meisterin) die tuot die knappen laichen. Uhland volksl. 704, in demselben liede webersknaben s. 703; meister und knappen der tûchmecher. Joh. v. Guben, Zittauer chron. 24; da sagt der wüllenweber zuo im (Eulenspiegel als gesell bei einem tuchmacher) 'liber knap, ir gesellen halten gern fier am montag'. Eul. hist. 51, also als titel, anrede. es wechselt auch mit knecht: da man zalt 1539 jar, zochen maister und knecht uʒ, und heten maister ain fanne (fanen?) und knecht ain fanne, aber die knappen heten in lenger kept (ghebt, gehabt, behauptet) dan die maister. Germ. 3, 308, von der weberinnung in Augsburg. doch werden beide auch unterschieden: es ist auch geordnet fürohin, was ein meister eim husknappen von kemmen und strichen geben soll. badische wollenweberordn. v. 1486, Mone zeitschr. 9, 150, knappe der bei sich zu hause arbeitet, die gesellen selbst heiszen knechte, der knappe aber bereitet die wolle zum weben vor: es soll auch kein meister oder husknapp keinen mer leren kemmen oder strichen, er wolle dann das ganz handwerk leren. § 39 s. 152. daher dann schlechthin 'wollknap lanarius' voc. inc. teut. oo 8b, ja blosz knap lanificus Megiser dict. qu. ling. H 3b, knappe, tuchmacher, wüllenweber Rädlein 549a, also selbst vom handwerk überhaupt, wie im folg.: gelt soll ein zeichen sein, damit einer vom gärber leder, vom becker brodt, vom knappen tuch zu kaufen bekommen könnte. J. V. Andreae von der unterh. der armen s. 7; knappen, tcher und engelsattweber öfter in der würt. zollordn. 1651 s. 20. 19; fullo, knapp Frischlin c. 137, vgl.knappenhandwerk, knappenstube, knappenstuhl. noch heiszen die gesellen der einmännischen tuchmacher knappen, tuchknappen, auch bei den leinwebern hie und da ( Adelung), in Ulm ist knapp webergesell, in Eszlingen tuchmacher (Schmid 318), bair. lodknapp gesell beim flanellweber Schm. 2, 441. 368. auch poln. böhm. knap ist tuchknappe. dazu sogar ein fem. knappin, s. d. 3@b@gγ) sonst noch bei den müllern, mühlknappen, und im bergwerk, bergknappen (Megenberg im leseb. 1859 sp. 1060, 25), erzknappen, bergleute, vgl. knappschaft, im salzbergwerk salzknappen Hormayrs taschenb. 1841 s. 6 aus Tyrol 16. jh. (das. auch bergjungen); die meister, knappen, steiger, treiber. Rollenhagen froschm. M 5a; das sind die rechten gsellen die in das bergwerk farn, es sind die rechten knappen. Uhland volksl. 609; der knappe karges brot in klüften sucht. Göthe 2, 146. mnd. heiszen auch die matrosen knapen, wie mhd. schifkint (s. kind 3), im Hamburger schiffrecht des 13. jh. heiszt es id ne scal och nen schiphere sinen knapen orlof geven u. s. w. Lappenberg Hamb. rechtsalt. 1, 78, aus dem 15. jh. das. 310. ebenso auch schiffmeister. 3@b@dδ) wol auch vom lehrling, wie knabe, nach folg.; im Peter Squenz s. 8 (1663) heiszt es von einem spulenmacher: das kan Klotzgeorge am besten agiren (die rolle der Thisbe), er hat, als er noch ein knappe war, die Susanna gespielet; knaben, die noch nicht mutiert hatten, spielten die frauenrollen. 3@cc) nd. knape heiszt auch noch knecht überhaupt, wie das brem. wb. 2, 818 aus dem braunschw. angibt, mit einer älteren rechtsstelle: so we huret (miethet) einen knapen ofte eine maget; ebenso älter nl., z. b. de knapen der knapen, servi servorum. Marnix biencorf 249a. sollte nicht auch hd. knappe in älterem bäurischen gebrauch so zu finden sein? vgl. md. 'knap vernaculus' Dief. 613b. schon ags. cnapa, incnapa (mhd. inkneht) ist servus. vgl. knabe 4, c.
10845 Zeichen · 315 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    knappeswm.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +4 Parallelbelege

    knappe swm. knappe. nebenform zu knabe, wie rappe zu rabe; vgl. knabe. knappe ist 1. knabe, junger mann; besonders derje…

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    knappeAdj.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    knappe , Adj. Vw.: s. knap (1)

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Knappe

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Der Knappe , des -n, plur. die -n, ein in dem gemeinen Sprachgebrauche der Hochdeutschen größten Theils veraltetes Wort,…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Knappe

    Goethe-Wörterbuch

    Knappe wiederholt apokopiert a ritterlicher Edelknabe, Schildknappe (bes in ‘Götz’ u ‘Faust II’); mehrf neben ‘Ritter’ […

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Knappe

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Knappe , Schildknappe , im Mittelalter ein Jüngling, der sich im Dienste eines Ritters zur Ritterschaft heranbildete. K.…

  6. modern
    Dialekt
    Knappem.

    Pfälzisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Knappe m. : 1. 'Bergmann', Knapp [lothr. SWPf ( Keiper Nachl.)]. — 2. vgl. Lade- , Weber- , Wildbretknappe . 3. 'Mühlkne…

  7. Sprichwörter
    Knappe

    Wander (Sprichwörter)

    Knappe 1. Faule Knappen – schöne Schurze. 2. Knappen und Pfaffen heirathen im Mai. – Eiselein, 384.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit knappe

97 Bildungen · 62 Erstglied · 35 Zweitglied · 0 Ableitungen

knappe‑ als Erstglied (30 von 62)

Knappelchen

RhWB

Knappelchen -abəlχən, Pl. -χər Trier-Thomm n.: kleine, verkümmerte Baumfrucht.

knappelich

DWB

knapp·elich

knappelich , adj. zum vorigen, bei Hippel : ritterlich und knappelich bekämpfen. 9, 109, nach 'ritter und knappen'.

knappelîn

Lexer

knapp·elin

knappelîn stn. dem. zu knappe. knapelîn Crane 2069, var. knafelîn. kneppelîn Mone schausp. 1,115. Ammenh. s. 341. vgl. knebelîn;

knappeln

RhWB

knapp·eln

knappeln Mos 1825 schw.: dem auszurottenden Weinberge ein oder einige Jahre vorher durch häufig aufgeschnittene Zapfen u. Bogreben alle Kraf…

knappelîn, kneppelîn

MWB

knappelîn, kneppelîn stN. auch knafelin. Dimin. zu 1knappe , ‘junger, kindlicher Knappe’ allez daz hofgesint, / ritter unde kint, / kneppelî…

knappelīn

KöblerMhd

knappe·līn

knappelīn , st. N. nhd. Knäpplein, Knäblein, junger kindlicher Knappe Q.: RWh (1235-1240) (FB knappelīn), Ot (FB kneppelîn), Ammenh, Crane, …

knappemang

RhWB

knappe·mang

knappemang -əma·ŋ.  Mörs-Orsoy Adv.: kaum; et sind kn. sess (sechs) Meter.

knappen I

SHW

knappen I Band 3, Spalte 1465-1466

knappen II

SHW

knappen II Band 3, Spalte 1465-1466

knappen

FWB

1. ›knistern‹; 2. ›mit den Gliedern unsichere Bewegungen machen, sich hin und her bewegen, wackeln, hinken‹.; 3. ›mit dem Kopf nicken, sich …

knappen1

MeckWB

knappen 1 sparen, knausern, kürzen: he hett knappt mit den Meß (1895) Sta Wulk ; mit Water ward knappt an Bord Wi; der Manufakturist knappt …

knappen2

MeckWB

knappen 2 Schallwort knallen, klappen, knacken: as een oll Fuhrmann ... noch giern mit de Pietsch knappt C. Reinh. Holtrev. 42; Lu Con ; de …

Knappen+brunnen

PfWB

knappen·brunnen

Knappen + -brunnen m. : FlN. a. 1658: wann man zu dem Knappen Brunnen zu gehet [Gem-Arch. 44 (KL-Ottbg)]. — Der erste Wortteil, wie auch in …

Knappenehe

Wander

knappen·ehe

Knappenehe Knappen- vnd Pfaffen Eh werden im Meyen gemacht. (S. Mai.) – Franck, II, 124 b ; Lehmann, II, 314, 59; Simrock, 6763. Lat. : Mens…

knappengeld

DWB

knappen·geld

knappengeld , n. mahlgeld. Schilter 517 a ( Scherz 801 ) aus einer urk. von 1386; s. knappe sp. 1344 als mühlknappe.

knappengëlt

Lexer

knapp·engelt

knappen-gëlt stn. malgeld Oberl. 801. Mz. 3,20. 4,221. 309. vgl. knappe, mülknecht.

knappengericht

DWB

knappen·gericht

knappengericht , n. eine art adelicher gerichte, ' z. b. in der grafschaft Hoya ', von knappe (3, a, β ), mann von niederem adel. Adelung, s…

knappengesinde

DWB

knappen·gesinde

knappengesinde , n. wie knappschaft: handwerk- und knappengesind zu Kitzpüchl. Dukher salzburg. chron. 240 .

Knappengraben

PfWB

knappen·graben

Knappen-graben m. : FlN, amtl. Am Knappengraben ; a. 1694: der Knappengraben [NW-Haardt (GemArch.)]. —

knappen I

RhWB

knappen I = den Verbrauch einschränken s. bei knapp II;

knappen II

RhWB

knappen II = knipsen s. knippen III.

knappen III

RhWB

knappen III -ap- [im sndfrk. Trübungsgeb. -ǫ- ; Malm-Bütgenb -ęə- ] das Wort ist rrhn. im ganzen Geb. geschlossen verbr., lrhn. ebenso n. de…

knappenpfenninc

KöblerMhd

knappen·pfenninc

knappenpfenninc , st. M. nhd. „Knappenpfennig“, Abgabe an verschiedenen Rheinzollstätten Q.: Urk (1265) E.: s. knappe, pfenninc W.: nhd. DW-…

knappenphenninc

MWB

knappen·phenninc

knappenphenninc stM. ‘Abgabe an verschiedenen Rheinzollstätten’ volumus etiam eandem ecclesiam ab illa consuetudine et denariis qui vulgarit…

knappe als Zweitglied (30 von 35)

Ammannsknappe

DRW

ammann·s·knappe

Ammannsknappe Diener des Amtmanns ammansknapen, sergenten oft dieneren 1529 Stallaert I 89 Faksimile

bërc|knappe

MWB

bërc|knappe swM. ‘Bergarbeiter’ wir prüefen auch daz an den perchknappen, die in die gruob varnt, die werdent etswie vil wirbig [schwindelig…

dorfknappe

KöblerMhd

dorf·knappe

dorfknappe , sw. M. nhd. Bauernbursche Hw.: s. dorfknabe Q.: DRW (1352) E.: s. dorf, knappe W.: nhd. DW2- L.: Lexer 32b (dorfknappe), DRW

erzknappe

DWB

erz·knappe

erzknappe , m. fossor, bergknappe: erzknapp litargus. voc. 1482 g 6 b , vgl. Diefenbach 333 c ; erzknapp, berghawer. Frischlin 243 ; schmelz…

gotesknappe

KöblerMhd

gotes·knappe

gotesknappe , sw. M. nhd. Gottesknappe Q.: Vät (1275-1300) (FB gotesknappe) E.: s. got (1), knappe W.: nhd. DW- L.: FB 14 (gotesknabe)

juncknappe

KöblerMhd

junc·knappe

juncknappe , sw. M. nhd. Jungknappe Q.: TürlWh (nach 1270) (FB juncknappe) E.: s. junc, knappe W.: nhd. DW-

klôsterknappe

MWB

klôsterknappe swM. ‘Mönch, der in den Hofdienst drängt’ (vgl. FrlWB, S. 188): wa prislich cleit, wa rilich wat, wa din werlich hülle? / die …

klōsterknappe

KöblerMhd

klōster·knappe

klōsterknappe , sw. M. nhd. „Klosterknappe“, Mönch, Mönch der Höfling werden will Q.: Frl (1276-1318) E.: s. klōster, knappe W.: nhd. DW- L.…

lodæreknappe

KöblerMhd

lodære·knappe

lodæreknappe , sw. M. nhd. „Loderknappe“, Geselle des Wollenwebers, Lodenmachergeselle Q.: StRRotenb (13./14. Jh.) E.: s. lodære, knappe W.:…

lêreknappe

MWB

lêreknappe swM. junger Adeliger in der Funktion eines Knappen (vgl. 1knappe 2): so ein frumer ritter ein lereknappen bi der hant also geweff…

lēreknappe

KöblerMhd

lēr·e·knappe

lēreknappe , sw. M. nhd. „Lehrknappe“, Lernknappe, Knappe Hw.: vgl. mnl. leercnape, mnd. lēreknāpe Q.: Seuse (1330-1360) (FB lēreknappe) E.:…

mühlknappe

DWB

mühlknappe , m. gehilfe eines müllers, vgl. mühlenknappe : molitoris famuli, mülknappen Stieler 990 ; mühlknapp, famulus molitoris Frisch 1,…

Mühlenknappe

DRW

mühlen·knappe

Mühlenknappe, m. wie Mühlknecht vortmer so moten de molenknapen, ichte dere dre sin, de midleste mot dit uppen hilghen sweren ... dat malkem…

Münzerknappe

DRW

münzer·knappe

Münzerknappe, m. ein zum Stand der Münzerhausgenossen gehörender junger Mann ist er ... ain hausgenoss, oder ain wegsler, oder ain munsser k…

münzæreknappe

KöblerMhd

münzæreknappe , sw. M. nhd. Münzerknappe, ein zum Stand der Münzerhausgenossen gehörende junger Mann Q.: StRWien (um 1300) E.: s. münzære, k…

reiseknappe

Lexer

reise·knappe

reise-knappe swm. herumziehender knappe Renn. 3820. 20655. reisknabe, kriegsknecht Oberl. 1290.

schildknappe

DWB

schild·knappe

schildknappe , m. der knecht, der den schild des ritters trägt, dann überhaupt knappe, edelknecht, erst in neuerer sprache gebräuchlich ( we…

snīdæreknappe

KöblerMhd

snīdære·knappe

snīdæreknappe , sw. M. nhd. Schneidergeselle E.: s. snīdære, knappe W.: nhd. DW- L.: Lexer 201b (snīderknappe)

speerknappe

DWB

speer·knappe

speerknappe , m. mit einem speer bewaffneter, in älterer sprache, sperknappe Lexer mhd. handwb. 2, 1082 : er ( könig Albrecht ) hette ouch 8…

spërknappe

Lexer

sperk·nappe

spër-knappe swm. BMZ fusskrieger mit einem speere Kuchm. 2. Chr. 8. 63,15. armigeri nobiles, qui nominati fuerunt sperknappen Böhm. font. 1,…

stuhlknappe

DWB

stuhl·knappe

-knappe , m. : ' bei den wollwebern kommt einmal (1449) der ausdruck stuhlknappen vor ' H. Heimpel gewerbe d. stadt Regensburg (1926) 106 an…

torknappe

KöblerMhd

tor·knappe

torknappe , sw. M. nhd. „Torknappe“ Q.: Teichn (1350-1365) (FB torknappe) E.: s. tor, knappe W.: nhd. DW- L.: FB 348b (torknappe)