Eintrag · Frühneuhochdeutsches Wb. (FWB)
maul
maul
- ›Mund, Maul als physischer Körperbereich des Menschen (vereinzelt auch des als Mensch gedachten Teufels sowie größerer Tiere)‹; teils (jeweils schwach belegt) tropisch: ›jm. zugeworfener Kuß‹; ›Ausguß
- maul mit Adjektivattribut steht pars pro toto für eine Person, die mehr oder weniger vollständig durch das Attribut oder den Kontext charakterisiert wird, z. B. wüstes maul ›Rüpel, Wüstling‹; böses ma
- ›Mund, Maul (als körperlicher Bereich der Nahrungsaufnahme)‹, teils mit abwertender Nuance.
- ›Maul, Schlund, Rachen gefährlicher, freßgieriger Tiere‹; als Ütr. hier anschließbar: ›Rachen (der helle)‹.
- ›Mund, Maul als körperlicher Ort sprachlichen Handelns‹; in fließendem Übergang dazu oft metonymisch: ›Maul, Mundwerk; Zunge; Rede, Worte; Geredetes‹; häufiges Vorkommen in Phrasemen; insgesamt eher p