Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
nieten verb.
nieten , verb. , ahd. niotôn, nietôn, mhd. nieten, md. nieden, alts. (gi-)niudôn, niodôn, niedôn, eine ableitung von niet ( sp. 741), die im 16. jahrh. sehr gebräuchlich war und noch in oberd. mundarten fortlebt ( Schm. 2 1, 1770. Schmid 406 ), vgl. nieteln, nietern. nieten bedeutet im allgemeinen verlangen, lust und eifer (niet) zeigen, eifrig, begierig sein ( wie ahd. niot wësan), und wird nur reflexiv gebraucht. 1 1) eifrig und thätig sein, sich befleiszen, üben und umthun: dieweil er noch ist jung an jaren ungenietet und unerfaren, last in in der fremd (sich) etwas nieten, die frembt lert …