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Nieten

mhd. bis sprichw. · 16 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
Anchors
27 in 16 Wb.
Sprachstufen
5 von 16
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62
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51

Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Nieten

Bd. 14, Sp. 684
Nieten, Vereinigen zweier Metallstücke mittels Niete, und zwar teils fest und unbeweglich, teils so, daß, wie bei Scheren, Zangen, Ketten etc., die Stücke eine Beweglichkeit um das Niet behalten. Die Vernietung erfolgt mitunter dadurch, daß man das eine Metallstück mit einem Loch, das andre mit einem Zapfen versieht, letztern durch jenes Loch steckt und an einem kurz heraustretenden Ende mit einem Hammer platt schlägt. In den meisten Fällen verwendet man Niete oder Nietnägel (bei beträchtlicher Länge auch Nietbolzen genannt), macht durch beide zu vereinigende Metallstücke (z. B. zwei Bleche) Löcher, steckt das Niet, das die Form eines stumpfen, zylindrischen Nagels besitzt, hindurch und breitet es an einem Ende zu einem zweiten Kopf (Schließkopf) aus. Die Niete werden aus gewalzten Rundstäben oder Draht der betreffenden Metalle (Schmiedeeisen, Kupfer, Messing, Neusilber etc.) fabrikmäßig auf besondern Nietmaschinen (selten durch Handarbeit) hergestellt, indem kurze zylindrische Stäbe mittels einer Presse (Nietkopfpresse) an einem Ende flachrund angestaucht (Kopf) werden. Das N. selbst geschieht, indem man das Niet durch die beiden Löcher steckt, den Kopf durch einen sogen. Gegenstempel unterstützt und nun mit einem Hammer das hervorragende Ende mit Hilfe eines sogen. Kopfstempels zu einem Kopf (Schließkopf) ausbildet. Große Niete verarbeitet man glühend. Die vielgebrauchten Nietmaschinen (Nietpressen) wirken mit Stempel und Gegenstempel, wobei letzterer feststeht und ersterer durch Wasserdruck (hydraulische Nietmaschine), durch Dampf oder Druckluft, Hebel oder Exzenter gegen das auszubreitende Ende getrieben wird. Bei hydraulischen Nietmaschinen wird auch der Preßstempel mit Hilfe einer Schraube bewegt, die ein Elektromotor mit Zahnradgetriebe in Tätigkeit setzt.
1804 Zeichen · 15 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    nietenswv.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +8 Parallelbelege

    nieten swv. BMZ prät. niete, part. genietet, geniet: mit nägeln (nieten) befestigen, nieten. die niete nieten Msh. 2, 23…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    1. Nieten

    Adelung (1793–1801) · +9 Parallelbelege

    1. * Nieten , verb. reg. recipr. welches nur im Oberdeutschen üblich ist, sich bestreben, sich bemühen, sich sauer werde…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Nieten

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Nieten , Vereinigen zweier Metallstücke mittels Niete, und zwar teils fest und unbeweglich, teils so, daß, wie bei Scher…

  4. modern
    Dialekt
    nieten

    Elsässisches Wb. · +5 Parallelbelege

    niete n [nìətə Roppenzw. ; nìatə Hlkr. ; nìètə Z. ; Part. kənìèt Z. ] 1. nieten, befestigen; übtr. zu stande bringen, be…

  5. Sprichwörter
    Nieten

    Wander (Sprichwörter)

    Nieten Was genietet und genagelt ist, folgt dem Hause. (S. Erdfest, Haus und Hohlring.) – Graf, 65, 13. Mhd. : Waz genie…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit nieten

29 Bildungen · 17 Erstglied · 7 Zweitglied · 5 Ableitungen

Zerlegung von nieten 2 Komponenten

nie+ten

nieten setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

nieten‑ als Erstglied (17 von 17)

Niet(en)bock

RhWB

nieten·bock

Niet(en)-bock nīt- Simm-Corw m.: Gestell, auf dem beim Nieten des Hufeisens das Pferd den Huf stellt.

Niet(en)döpper

RhWB

Niet(en)-döpper nītəndpər Gummb-Schwarzenbergisch m.: Werkzeug, mit dem man den Bolzen einer eingeschlagenen Niete abrundet, ihr auch auf d…

Niet(en)dorn

RhWB

nieten·dorn

Niet(en)-dorn nītəndən Gummb m.: Werkzeug, zum Herausschlagen einer früher eingeschlagenen Niete.

Niet(en)hauer

RhWB

nieten·hauer

Niet(en)-hauer nē:tə- Bergh-Blatzh ; nit- Erk-Elmpt m.: Hohlmeissel zum Aufhauen der alten Hufnägel oder zum Ausschlagen einer kleinen Verti…

Niet(en)klinge

RhWB

nieten·klinge

Niet(en)-klinge (s. S.) nītə- Rees , Jül-Boslar ; nē:tə- Dür-Gürzenich ; nē:də- Bitb-Irrel , nīt- Klev ; nē:t- Bergh-Mödr ; nī:t- Neuw-Dierd…

Niet(en)kopf

RhWB

nieten·kopf

Niet(en)-kopf -tə(n)- (s. S.) Allg. m.: 1. K. der Niete. — 2. übertr. verächtl. Heimtücker Emmerich .

niet(en)los

RhWB

nieten·los

niet(en)-los nīt- un nāllōs Saarbr , Elbf Adj.: nicht fest; der strippt alles, was n. es.

Niet(en)nagel

RhWB

nieten·nagel

Niet(en)-nagel (s. S.) nī:t- Prüm-Mürlenb ; nē:t- Köln ; ne·i.- Monsch-Witzerath ; nøt- Bergh-Hüchelhv , Dür-Frauwüllesh m.: Niete.

nietentonne

DWB

nieten·tonne

nietentonne , f. tonne, worin nieten sind ( s. niete 1): tief .. unter jener wonne wälzte sich des glükes nietentonne. Schiller 1, 281 .

Niet(en)trecker

RhWB

nieten·trecker

Niet(en)-trecker nītən- Gummb m.: Werkzeug, zum Herausziehen einer früher eingeschlagenen Niete aus dem Eisen .

nieten als Zweitglied (7 von 7)

abnieten

DWB

abnieten , solvere clavum, das angenietete lösen.

entnieten

KöblerMhd

ent·nieten

entnieten , sw. V. nhd. „entnieten“? Q.: HvNst (um 1300) E.: s. ent, nieten (1)?, nieten (2)? W.: nhd. DW- L.: FB 88 (entnieten)

ernieten

DWB

sich ernieten , exerceri, delectari, versari, sich in etwas üben, ergetzen, seine lust büszen, vgl. nieten , ahd. niotôn ( Graff 2, 1049 ), …

genieten

DWB

genie·ten

genieten , reflexiv, sich genieten, ein mhd. vielgebrauchtes zeitwort, das auch nhd. noch erscheint, wie das einfache nieten ( s. d. ), auch…

vernieten

DWB

ver·nieten

vernieten , verb. zu einem niete benutzen: ein stück draht vernieten. Adelung vers. 4, 1487 . vermittels eines nietes befestigen, ein stück …

widernieten

DWB

wider·nieten

widernieten , vb. , zu 3 nieten ' eifrig, begierig sein ' teil 7, sp. 842 ( vgl. widerniete, f. gegenstreben, -kampf Lexer 3, 846 ): mit rec…

Ableitungen von nieten (5 von 5)

entnieten

KöblerMhd

entnieten , sw. V. nhd. „entnieten“? Q.: HvNst (um 1300) E.: s. ent, nieten (1)?, nieten (2)? W.: nhd. DW- L.: FB 88 (entnieten)

ernieten

DWB

sich ernieten , exerceri, delectari, versari, sich in etwas üben, ergetzen, seine lust büszen, vgl. nieten , ahd. niotôn ( Graff 2, 1049 ), …

genieten

DWB

genieten , reflexiv, sich genieten, ein mhd. vielgebrauchtes zeitwort, das auch nhd. noch erscheint, wie das einfache nieten ( s. d. ), auch…

vernieten

DWB

vernieten , verb. zu einem niete benutzen: ein stück draht vernieten. Adelung vers. 4, 1487 . vermittels eines nietes befestigen, ein stück …

zernieten

Lexer

zer-nieten swv. vernieten Orl. 364.