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Drüse

nhd. bis spez. · 10 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Campe
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12 in 10 Wb.
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Drüse Die

Bd. 1, Sp. 759a
Die Drüse, Mz. die — n. 1) Gewisse weiche, lockere und schwammichte Theile in den thierischen Körpern, welche gewisse Feuchtigkeiten in den thierischen Körpern absondern (glandulae). I der Zergliederungskunst unterscheidet man zusammengehäufte (conglomeratae), welche in Menge beisammen liegen, und aus kleinen rundlichen durch Zellgewebe an einander gehefteten Körpern bestehen, und zusammengewickelte (conglobatae), aus bloßen Zusammenwickelungen von feinen einsaugenden Gefäßen bestehend. Sie bekommen nach ihrer verschiedenen Lage und Bestimmung auch verschiedene Namen, als Speicheldrüsen, Ohrendrüsen, Kieferdrüsen, Zungendrüsen, Brustdrüsen  S. diese. Die Meibomischen Drüsen (glandulae Meibomii) liegen am Rande jedes Augenliedes der Länge nach in vielen kleinen Strängen. Die Cowperschen Drüsen (glandulae Cowperi) liegen hinter der Harnröhrenwulst an dem untern Theile derselben, bestehen aus Drüsenkörnchen und ergießen sich durch eigene Gänge in die Harnröhre. S. auch Mandel. Geschwollene Drüsen eine Krankheit. I der Pflanzenlehre ist die Drüse (glandula) ein runder Körper an den Pflanzen auf den Blättern oder Stengeln, oder innerhalb im Zellengewebe oder Fleische, der zur Ausdünstung und Absonderung dient. 2) Eine Krankheit der Pferde, bei welcher eine weiße oder gelbliche zähe Flüssigkeit aus der Nase und dem Munde läuft. Dabei sind die Drüsen an den Kinnbacken geschwollen und es zeigen sich Beulen. Von der Drüse oder mit der Drüse befallen werden. Das Pferd wirft die Drüse ab, wenn die Feuchtigkeit dicker wird und das baldige Ende der Krankheit hoffen läßt. Die gutartige Drüse, bei welcher sich der Ausfluß aus der Nase am neunten Tage verliert. Die bösartige oder falsche Drüse, die sich gewöhnlich in den Rotz verwandelt. I den niedrigen Sprecharten wird der Schnupfen bei den Menschen zuweilen auch Drüse genannt. 3) † I O. D. für Geschwür. »Wenn in jemands Fleisch an der Haut eine Drüse wird und wieder heilet.« 3 Mos. 13, 18. Ih kenn' ihn fast vor Narb' und Drüsen nicht. Gryphius.
2022 Zeichen · 27 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Drüse

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Die Drüse , plur. die -n, 1) Ein weicher, lockerer und schwammiger Theil an den thierischen Körpern, durch welchen eine …

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Drüse

    Goethe-Wörterbuch

    Drüse Pl a Organ bei Schmetterlingslarven N6,423,20 MetamIns b Pflanzenorgan (vgl Beerchen 2 ) N6,344,28 Bignonia radica…

  3. modern
    Dialekt
    Drüsef.

    Pfälzisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Drüse f. : wie schd., Dries (drīs), Pl. Driese [verbr.]; vgl. Druse 2. Zs. Achsel- , Brust-, Hals- , Lymph- , Milch- , W…

  4. Sprichwörter
    Druese

    Wander (Sprichwörter) · +1 Parallelbeleg

    Druese Uf de Druese sin. – Alsatia, 1850, S. 30. Auf den Hefen.

  5. Spezial
    Drüse

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Drü|se f. (-,-n) ‹biol› glandola (-les) f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit druese

83 Bildungen · 59 Erstglied · 24 Zweitglied · 0 Ableitungen

druese‑ als Erstglied (30 von 59)

druᵉselen

WWB

drue·selen

druᵉselen V. [verstr.] schlummern, im Halbschlaf sein. Häi druoselt en biäten ( Min Ha ). ¶ Vgl. NDSWB 3,611: drusseln¹ , drüsseln, drūseln …

drü̑selman

MNWB

drue·selman

° drü̑selman (als Beiname; Pommern) Zauderer? (Vgl. Dähnert: drüseln zögern).

drüseln

DWB

drus·eln

drüseln , Steinbach 1, 302 , wie dräseln drieseln dröseln. es heiszt auch taumeln Frommann Mundarten 3, 283 ; vergl. drusen druseln.

drüsenartig

GWB

druesen·artig

drüsenartig a beim Tier Testikel des [ Frosch- ] Männchens. Hochliegend körnig und d. zusammenhangend N6,403,1 MetamIns uö b pflanzl N6,342,…

drüsenbaum

DWB

druesen·baum

drüsenbaum , m. drusenbeutel m., drüsenblume f. adenanthera. die staubbeutel dieser pflanze haben an der äuszersten spitze runde drüsen Nemn…

drüsenbeule

DWB

druesen·beule

drüsenbeule , f. verhärtete drüsengeschwulst wie drüsenknote. bei der eiterung lymphatischer drüsen heiszt sie bubo, leistenbeule, weichenbe…

Druesenbranntewin

ElsWB

druesen·branntewin

Druese n branntewin Obhergh. Horbg. Rchw. , Druese n brënntewin Ingersh. Dü. Bf. Mutzig K. Z. m. Branntwein aus Weinhefe hergestellt. Geschw…

Drüsenhaar

GWB

druesen·haar

* Drüsenhaar Pl äußeres pflanzl Absonderungsgewebe Gespr(He1,366) Dietrich [1.7.85] Armin Giese A. G.

DRÜSENHAFT

DWB2

druesen·haft

DRÜSENHAFT adj. abl. von drüse f. C 3. nbf. drüshaft. aus drüsen, voller drüsen: 1673 die .. hoden .. seynd eines drüshafften wesens Pfizer …

drüsenhöhle

DWB

druesen·hoehle

drüsenhöhle , f. schleimhöhle, in der anatomie eine öffnung innerhalb der häute, franz. crypte.

drüsenisch

DWB

druese·nisch

drüsenisch , adj. einerlei stein die sich neigen auf die weinsteinische art, anderlei auf die drüsenische art Paracels. 1, 479 a . s. drusic…

drüsenkobalt

DWB

druesen·kobalt

drüsenkobalt , m. der auf der oberfläche viele kleine erhöhungen gleich einer quarzdruse hat, franz. cobalt en cristaux Beil 155 .

drüsenkörnchen

DWB

druesen·koernchen

drüsenkörnchen , n. in der anatomie kleine, rundliche, mit einander durch zellgewebe verbundene körper, welche die zusammengesetzten drüsen …

druese als Zweitglied (24 von 24)

Tränendrüse

RDWB1

Tränendrüse f auf die ~n drücken idiom. - бить на жалость идиом. , выбивать слезу идиом.

gekrösdrüse

DWB

gekrösdrüse , f. glandula mesenterii, die grosze gekrösdrüse, pancreas, in welcher alle milchadern aus den därmen zusammen kommen. Adelung ,…

halsdrüse

DWB

hals·druese

halsdrüse , f. mandel im halse, tonsilla: halsztrüsen tonsillae Maaler 208 b .

Hirsendrüse

Adelung

hirsen·druese

Die Hirsendrüse , plur. die -n, in der Zergliederungskunst, kleine, den Hirsekörnern ähnliche Drüsen, welche an verschiedenen Theilen des Le…

lungendrüse

DWB

lungen·druese

lungendrüse , f. , plur. -drüsen, glandulae bronchiorum, drüsen am untern theile der luftröhre.

schleimdrüse

DWB

schleim·druese

schleimdrüse , f. schleim absondernde drüse Adelung ; mucilaginosa glandula Nemnich ; glandula sive crypta mucosa Meckel anat. 1 (1815) , 57…

Steißdrüse

Adelung

steiss·druese

Die Steißdrüse , plur. die -n, eine Drüse über dem Steiße der Vögel, aus welcher die langen Schwanzfedern entspringen.

sterbedrüse

DWB

sterbe·druese

sterbedrüse , f. , pestbeule, pest (16. und 17. jh. ), von wbb. des 18. jh. wohl nur wegen 5. Mos. 28, 21 gebucht, vgl. sterbdrüse buba mort…

thränendrüse

DWB

thraenen·druese

thränendrüse , f. thränen absondernde drüse, lacrimalis glandula Nemnich 2, 308 : an der äuszern wand der augenhöhle, mehr nach oben liegt d…

wachsdrüse

DWB

wachs·druese

wachsdrüse , f. 1 1) dasselbe wie wachsbeule. Höfler krankheitsn. 105 b . luxemb. woisdreschel. Gangler 483 . 2 2) eine drüse an der inneren…

zirbeldrüse

DWB

zirbel·druese

zirbeldrüse , f. , glandula pinealis, eine an der hirnbasis gelegene, etwa erbsengrosze drüse; nach ihrer ähnlichkeit mit dem zapfen der zir…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „druese". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 16. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/druese/campe
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Cotta, Marcel. „druese". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/druese/campe. Abgerufen 16. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „druese". lautwandel.de. Zugegriffen 16. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/druese/campe.
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