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Herz

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Campe
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Herz Das

Bd. 2, Sp. 678b
Das Herz, des — ens, dem — en, Mz. die — en, (im O. D. das Herz, des — es, Mz. die — e, oder das Herze, des — n, Mz. die — n). Verkleinungsw. das Herzchen, O. D. Herzlein, verkürzt Herzel, des — s, d. Mz. w. d. Ez. der kegelförmige, beinahe dreiekkige, meist fleischerne Theil in der Brust der Menschen und der mit Blut versehenen Thiere, durch dessen abwechselnde Ausdehnung und Zusammenziehung der Blutumlauf vorzüglich befördert und die Wärme der thierischen Körper verursacht wird. Das Herz des Menschen liegt unten in der Brusthöhle, auf der linken Seite vom Herzbeutel umgeben, ist in vier Höhlen oder Kammern abgetheilt, nämlich die zwei Herzkammern (ventriculi cordis), welche das eigentliche Herz ausmachen, und die zwei Nebenkammern oder Blutadersäcke (atria cordis). Die letzten nehmen das in den Adern durch den Körper bewegte Blut aus den Blutadern auf und die ersten ergießen es wieder in die Schlagadern. Das Herz schlägt, sagt man von seiner natürlichen Bewegung, die man auch äußerlich an der Brust fühlt; das Herz pocht, klopft, wenn diese Bewegung schneller und heftiger ist, bei einer Erhitzung des Blutes, bei Gemüthsbewegungen  Х So lange mir das Herz im Leibe schlägt, d. h. so lange ich lebe. Ein Kind unter dem Herzen tragen, mit demselben schwan= [] ger gehen. Dieser wichtige Theil des menschlichen Körpers, welcher der Hauptsitz der Empfindung und eine Bedingung des Lebens ist, hat zu einer Menge uneigentlicher Redensarten Veranlassung gegeben, in welchen aber Herz seine eigentliche Bedeutung behält. Das ist ihm ein Stich ins Herz, oder, giebt ihm einen Stich ins Herz, es verursacht ihm großen Schmerz, große Betrübniß. Das Herz blutet mir, ich empfinde große Betrübniß, Wehmuth, Theilnahme, Mitleid. Einem das Herz schwer machen, ihm Kummer und Betrübniß verursachen. Von solchen Empfindungen wird auch gesagt: sie drücken das Herz zentnerschwer, sie liegen wie ein Stein auf dem Herzen, und in Gegentheil, wenn dieselben aufhören, wird das Herz leichter, fällt der Stein vom Herzen. Es wird mir enge ums Herz, bei Empfindungen eines Grames, einer Sorge, einer Angst, wo das Herz zusammengepreßt zu sein scheint. Das Herz erholt, erweitert sich, wenn diese Empfindung aufhört. Mir ward warm ums Herz, mein Herz gerieth in stärkere Bewegung, bei lebhaften Empfindungen und Gemüthsbewegungen. Х Sprechen, wie es einem um das Herz ist, wie man es empfindet. Ih weiß, wie es ihm ums Herz ist, was und wie er empfindet. Die Angst stößt oder drückt ihm fast das Herz ab, von dem höchsten Grade der Angst, die das Herz beklemmt macht. Es will ihm das Herz abstoßen, sagt man auch von einem Menschen, welcher der Begierde ein Geheimniß zu entdecken nicht widerstehen kann. Х Der Gram frißt ihm das Herz ab, verkürzt sein Leben. Das Herz will mir springen, vor Angst, Betrübniß  Sich etwas sehr zu Herzen nehmen, anhaltend sich über etwas betrüben. Das Herz wird ihr brechen, die Betrübniß, die Wehmuth, der Schreck  wird ihr Leben enden. Diese Betrübniß wird ihr das Herz brechen. Das zerreißt, zerschneidet  das Herz, wird ebenfalls von Kummer, Angst, Leidenschaften gesagt. Besonders sagt man bei den süßen Schmerzen der Liebe, welcher das Herz zum Sitz angewiesen wird, das Herz sei verwundet. Daher eine Menge andrer uneigentlicher Ausdrücke von durchschossenen, brennenden, geopferten Herzen  Eines Herz fangen, fesseln, bestricken, erobern, d. h. einer Person Liebe erlangen und festhalten; besonders von gefallsüchtigen Schönen. Х Er ist ihm ans Herz gewachsen, er ist von ihm unzertrennlich, er liebt ihn wie sein Leben. Х Er möchte ihm das Herz aus dem Leibe reißen, er möchte ihm das Leben, das Liebste nehmen. Х Man möchte sich das Herz aus dem Leibe ärgern, von einem sehr hohen Grade des Ärgers. Das Herz hüpft oder springt ihm vor Freude. Х Er gäbe ihr das Herz aus dem Leibe, er gäbe ihr sein Kostbarstes aus Liebe. Х Die Hand, oder bloß Hand übers Herz legen, nach Ad. seinen Empfindungen Raum geben. I weiterer Bedeutung werden auch Körper und Bilder, deren Gestalt der des Herzens ähnlich ist, Herzen genannt. Dergleichen sind die goldnen  Herzchen die oft zum Schmuck am Halse getragen werden, das Herz in der Mitte der Schießscheibe, die Herzen auf den Spielkarten  Ein Blatt in Herzen oder auch in Roth (Coeurblatt); daher Herzendaus, Herzenkönig  das Daus, der König  in dieser Farbe. Uneigentlich wird Herz gebraucht 1) für Brust, für denjenigen Theil des Körpers, in welchem sich das Herz zunächst befindet. Einen an sein Herz drücken. Fall an sein Herz, o Königinn. Ramler. 2) Für das Mittelste, Iwendigste und gewöhnlich Wichtigste, Vorzüglichste eines Dinges. I Herzen des Landes, mitten im Lande. Das Herz des Heeres, der mittelste Haupttheil desselben (Centrum); zum Unterschiede von den Flügeln, wie auch, von den dem Vor= und Nachtrabe  Bei den Pflanzen werden die mittelsten zartesten Blätter das Herz genannt; N. D. die Herzpolle. Bei den Schiffern heißt der mittelste Theil eines Dicktaues, welches aus einer gewissen Anzahl Fäden, worüber die übrigen Leinen geschlagen sind, bestehet das Herz. 3) Für die innern Empfindungen, besonders die geselligen Neigungen, vermöge welcher wir an dem Wohl und Weh Anderer Theil nehmen, zuweilen auch das ganze Be=[] gehrungsvermögen. Nach Kant ist das Herz »das in einem Subject (Grundwesen) besonders bestimmte Verhältniß seiner Triebe und Neigungen unter einander.« Ein theilnehmendes, empfindsames, weiches Heez, welches an dem Wohl und Weh Anderer großen Antheil nimmt; in Gegensatz eines harten Herzens, welches keinen Antheil nimmt. Sein Herz verhärten, jene theilnehmenden Empfindungen unterdrücken, verbannen. Einem das Herz erweichen, Theilnahme in demselben erwecken. Das geht ihm, das greift ihm ans Herz, erregt in demselben starke theilnehmende Empfindungen. Das liegt mir sehr am Herzen, erregt meine große Theilnahme, ist mir sehr wichtig. Ein Mensch ohne Herz, der nichts für Andere fühlt, der überhaupt keiner hohen Empfindung fähig ist. Und wer sie (die Liebe) nicht empfand der hat kein Herz. Meyer. Er besitzt mein ganzes Herz, meine ganze Theilnahme, meine ganze Liebe. Eines Herz rühren, seine Empfindungen der Theilnahme, des Wohlwollens rege machen. Die Sprache des Herzens reden, vom Herzen weg reden, so wie es das Gefühl eingiebt, so wie man empfindet. Mit welchem Herzen kommet ihr hieher? Schiller. (R.); d. h. mit welchen Empfindungen und Gesinnungen? Zum Herzensprechen, sprechen und auf das innere Gefühl wirken. Х Was vom Herzen kömmt geht zum Herzen, Empfindungen des Herzens bei dem Einen, erwecken ähnliche Empfindungen bei dem Andern. »Er sprach es mir recht aus dem Herzen heraus,« so wie ich es fühlte und wünschte. Lavater. Weß das Herz voll ist, deß geht der Mund über, starke, innige Empfindung äußert sich auch durch Worte; auch, woran man immer denkt, davon spricht man auch, das verräth man auch durch seine Reden. Sein Herz auf der Zunge haben, oder tragen, d. h. Alles, was man empfindet und denkt, sagen. Х Ih kann es nicht übers Herz bringen, ich kann meine Empfindungen nicht überwinden, es zu thun, ich kann mich nicht entschließen. Sein Herz vor Andern verschließen, keine Theilnahme für sie empfinden, unempfindlich gegen sie sein; auch die Empfindungen, Wünsche  desselben verbergen, nicht mittheilen. So auch, sein Herz von jemand abwenden; in Gegensatz von, einem sein Herz zuwenden. Ein Herz zu jemand haben, Zuneigung, dann auch, Vertrauen zu ihm haben. So auch, ein Herz zu jemand fassen. Es ist ganz nach meinem Herzen, ganz so wie ich es wünsche. Х Ein Herz und Eine Seele mit jemand sein, so empfinden, denken und wollen wie er. Von ganzem Herzen etwas thun, mit wahrer, lebhafter Empfindung. Eben so auch, von Herzens Grunde oder von Grund des Herzens. Mit oder aus dem Herzen beten, mit wahrer und lebhafter Empfindung, so wie es die Empfindung und das Bedürfniß des Herzens eingiebt. Х Von Herzen gern, mit Übereinstimmung der innern Empfindung, sehr gern. I gemeinen Leben wird von Herzen oft überhaupt für sehr, in einem hohen Grade, gebraucht. Von Herzen schlecht, von Herzen arm, sehr schlecht, sehr arm, welcher Gebrauch mit den ähnlichen Ausdrücken, von Herzen gut sein, d. h. von Seiten oder in Ansehung des Herzens gut sein, ein gutes Herz haben, — von Herzen schlecht sein, ein schlechtes böses Herz haben  nicht zu verwechseln ist. S. auch Herzlich. Х Schämen Sie sich in Ir Herz! schämen Sie sich vor sich selbst, aufrichtig. Sein Herz an eine Person oder Sache hängen, sie andern vorziehen und seine Neigungen und Begierden fortdauernd auf dieselben richten, meist in nachtheiligem und verächtlichem Verstande. Seinem Herzen etwas tief einprägen, etwas auf eine bleibende Weise, auf das innere Gefühl und den Willen wirken lassen. Sein Herz erheben, seine Gedanken auf etwas Höheres richten, seine Gefühle und Neigungen erhöhen und veredeln. Wenn das ganze Empfindungs= und Begehrungsvermögen unter Herz verstanden wird, wird es häufig in Verbindung und in Gegensatz mit Geist und Verstand gebraucht. Den Verstand oder den Geist und das Herz bilden. Ein von Geist und Herzen liebenswürdiger Mensch. [] Und jede Stelle Der Wiese kreis't Die Lebensquelle Für Herz und Geist. Tiedge. I noch engerer Bedeutung wird Herz gebraucht, die geheimen, innersten Empfindungen und Gedanken zu bezeichnen. Man kann keinem ins Herz sehen, nicht wissen, wie er eigentlich im Inersten denkt. I seinem Herzen nach etwas trachten, in geheim, ohne etwas davon zu verrathen. Etwas auf dem Herzen haben, ein geheimes Anliegen haben. Einem sein ganzes Herz eröffnen, entdecken. Sein Herz vor einem ausschütten. Etwas in seinem Herzen behalten, es nicht entdecken. 4) Für Furchtlosigkeit und Besonnenheit, die sich von dem Anblick eines Übels oder einer Gefahr nicht überwältigen läßt. Das Herz ist ihm geschwunden, die Furcht hat ihn der Empfindung beraubt und seine Lebensbewegungen, deren Sitz das Herz ist, ins Stocken gebracht. Auch sagt man dafür, das Herz ist ihm entfallen, und in der niedrigen Sprechart, ist ihm in die Hosen gefallen oder sitzt ihm in den Hosen. Ein Herz fassen, von seiner Furcht zurückkommen, das Übel, die Gefahr genauer betrachten, richtiger beurtheilen und es damit aufnehmen. Herz haben. Wir riefen: Alles hinteran Was Herz im Leibe hat. Gleim. Kein Herz haben. Herz bekommen. Einem Herz machen. S. Beherzt, Herzhaft und Muth. 5) Für Gewissen. »So uns unser Herz verdammt.« Joh. 3, 20. Der Zusammenhang dieser Bedeutung mit der eigentlichen ist sehr natürlich, indem bei einer Unruhe des Gemüths, bei dem Bewußtsein des Bösen und der Angst es entdeckt zu sehen, das Herz in schnellere und stärkere Bewegung geräth, wodurch man veranlaßt worden ist, das Herz selbst als das hiebei Thätige zu betrachten. Frage darüber dein eignes Herz. 6) Für eine Person selbst, besonders in Bezug auf das Empfindungsund Begehrungsvermögen. Sich alle Herzen verbinden, alle Menschen, mit welchen man zu thun hat. Alle Herzen flogen ihr zu, alle Menschen wurden ihr geneigt, ergeben. »So manches Herz, das sich verirrte, hat an dem Freunde einen Retter gefunden.« Gellert. Besonders nennt man im gemeinen Leben Personen, zu welchen man eine zärtliche Zuneigung hat, mein Herz, mein Herzchen. Daher die Zusammensetzungen, Herzenskind, Herzensmann, Herzensfrau  I einigen Stellen der Bibel wird Herz auch für den menschlichen Leib, Lebenskraft besonders gebraucht. »Gott erfüllet unser Herz mit Speisen.« Apostelg. 14, 17. Auch sagt man im gemeinen Leben von verschiedenen Dingen, daß sie das Herz stärken. S. Herzstärkend. Seit einigen Jahren ist das Wort Herz, wie das Wort Seele bei unsern nachlallenden Schriftstellern fast veraltet. Wer nach der Mode schreiben will, der muß Gemüth dafür gebrauchen, weil ein Paar tonangebende Dichter dieses Wort einigemahl dafür gebraucht haben.
11822 Zeichen · 152 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    herz

    Althochdeutsches Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    -herz vgl. -herz(i).

  2. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    hërzswn.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +3 Parallelbelege

    hërze , hërz swn. BMZ dat. sing. u. nom. acc. pl. zuweilen st. herze; gen. sing. unecht herzens Chr. 3. 169,17. 170,25 (…

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    1. Hêrz

    Adelung (1793–1801) · +6 Parallelbelege

    1. Das Hêrz , des -ens, Dat. -en, Accus. das Herz, plur. die -en; Diminut. das Herzchen, Oberd. Herzlein, zusammen gezog…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Herz

    Goethe-Wörterbuch

    Herz vereinzelt Kleinschr (zB GWB T1,294,11 ), gelegentl -tz (zB DjG3 1 ,32,28 ); Nom/AkkSg bes in der Frühzeit auch ‘H-…

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Herz

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +5 Parallelbelege

    Herz (cor) , das Centralorgan d. gesammten Gefäßsystems, liegt unter dem Brustbeine zwischen den beiden Lungenflügeln, e…

  6. modern
    Dialekt
    Hërz

    Elsässisches Wb. · +5 Parallelbelege

    Hërz [Hárts Liebsd. Mü. Banzenh. Su. ; Harts fast allg.; Hærts Str. W.; Pl. –ər; Hartsə Bf. ] n. 1. Herz. Hes t du e H.?…

  7. Sprichwörter
    Herz

    Wander (Sprichwörter)

    Herz 1. Ae frühlich Hatz, en fresche Moth magd Scha' (Schaden) wier jod, hölpt ouch noch witt enn schlête Zitt. ( Aachen…

  8. Spezial
    Herz

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Herz n. (-ens,-en) 1 (auch ‹fig› ) cör (cörs) m. 2 (Brust) piet (piec) m. 3 ‹fig› (Gemüt) anim (-s) m. 4 ‹fig› (Mut) cor…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit herz

1.789 Bildungen · 1.539 Erstglied · 236 Zweitglied · 14 Ableitungen

herz‑ als Erstglied (30 von 1.539)

herz(a)sioh

EWA

herzâdraAWB f. ō(n)-St., in Gl. nicht vor dem letzten Drittel des 9. Jh.s: ‚(Herz-)Schlagader, Arterie, Brusthöhle; ar- teria, carotica, fib…

herz(a)suht

EWA

herzâdraAWB f. ō(n)-St., in Gl. nicht vor dem letzten Drittel des 9. Jh.s: ‚(Herz-)Schlagader, Arterie, Brusthöhle; ar- teria, carotica, fib…

herz(a)suhtîg

EWA

herzâdraAWB f. ō(n)-St., in Gl. nicht vor dem letzten Drittel des 9. Jh.s: ‚(Herz-)Schlagader, Arterie, Brusthöhle; ar- teria, carotica, fib…

herz(e)blat

EWA

herzâdraAWB f. ō(n)-St., in Gl. nicht vor dem letzten Drittel des 9. Jh.s: ‚(Herz-)Schlagader, Arterie, Brusthöhle; ar- teria, carotica, fib…

herz(en)leidig

FWB

1. ›die Seele bedrückend, beschwerend‹; 2. ›mitleidig, mitfühlend‹

Herzachter

SHW

Herz-achter Band 3, Spalte 449-450

Herzaß

SHW

Herz-aß Band 3, Spalte 449-450

Herzbauer

SHW

Herz-bauer Band 3, Spalte 449-450

Herzblatt

SHW

Herz-blatt Band 3, Spalte 449-450

Herzblut

SHW

Herz-blut Band 3, Spalte 449-450

Herzbrast

SHW

Herz-brast Band 3, Spalte 449-450

Herzbube

SHW

Herz-bube Band 3, Spalte 449-450

Herzdame

SHW

Herz-dame Band 3, Spalte 449-450

Herzdrache

SHW

Herz-drache Band 3, Spalte 449-450

Herzert

SHW

Herz-ert Band 3, Spalte 451-452

herz als Zweitglied (30 von 236)

geilherz?

KöblerAhd

*geilherz? , Adj. Vw.: s. geilherzī* Hw.: vgl. as. gēlhert

giherz?

KöblerAhd

*giherz? , Adj. nhd. einig ne. agreed, united Vw.: s. un-

gramherz?

KöblerAhd

*gramherz? , Adj. Hw.: vgl. as. gramhert*

Ɉungferherz

Campe

Das Ɉungferherz , des — ens, Mz. die — en , eigentlich das Herz einer Jungfer; in der Schalthierkunde aber der Name einer Art Herzmuscheln, …

Amselherz

PfWB

amsel·herz

 Amsel-herz n. : Volksgl. a. 1794(-1806): nim ein amschel Hertz und lege es einem unter das Haupt (damit er im Schlaf seine Gedanken auspla…

armherz

AWB

arm·herz

armherz adj. ; ae. earmheort; got. armahairts. — Graff IV, 1046. arm-herz-: nom. sg. m. -o Np, -e Npw 110,4; nom. pl. m. -e Gl 1,790,6. O 2,…

bauerscherz

DWB

bauer·scherz

bauerscherz , m. doch die ihn besser kennen, die pflegen ihn den bauerscherz zu nennen. J. E. Schlegel 2, 537 .

beherz

KöblerMhd

beherz , Adj. nhd. beherzt, mutig Hw.: s. beherzet Q.: LexerHW (15. Jh.) E.: s. be, herz W.: nhd. DW- L.: Lexer 12b (beherz), LexerN 3, 52 (…

biederherz

DWB

bieder·herz

biederherz , n. Wieland 18, 322 ; höflichkeit verlor den rock, falschheit hat ihn angezogen, hat darinnen viel geäft, hat manch biderherz be…

Bierherz

PfWB

bier·herz

Bier-herz n. : 'Herzleiden infolge übermäßigen Biergenusses'; sich e Bieʳheʳz oonsaufe [ KU-Schmittw/O , allg.]. —

blütenherz

DWB

blueten·herz

blütenherz , n. vgl. blumenherz: ein immer offen, ein blütenherz, im ernste freundlich und rein im scherz. Göthe 3, 44 .

bruderherz

DWB

bruder·herz

bruderherz , n animus fraternus, brüderliches herz. in vertrauter anrede so viel als herzbruder, fratercule! was teufel, bruderherz, sprach …

buhlherz

DWB

buhl·herz

buhlherz , n. amator: der ander sagt von seinem scherz, wie er sei gwesen ein buolherz, und wie er kund so lieblich schwetzen mit seiner all…

butterherz

DWB

butter·herz

butterherz , n. 1 1) animus mollis: dasz man unter einem milchbart ein butterherz aufweise. J. P. lit. nachl. 4, 257. 2 2) ein backwerk in g…

dachsherz

DWB

dachs·herz

dachsherz , n. der hofmeister das weiteste löwenherz zu einem schläfrigen dachsherzen einkrempt J. Paul Unsicht. loge 1, 68 .

diamantherz

DWB2

diamant·herz

diamantherz , diamantenherz n. : 1640 Schottel lamentatio A 4 a . 1859 Goltz menschen-kenntniß 1,56.

dichterherz

DWB2

dichter·herz

dichterherz n. : 1820 W. Müller ged. 66 DLD. 1944 Winterstein leben ( 1947 ) 1,293.

dornherz

DWB

dorn·herz

dornherz , das dornichte herz cardium ciliare, eine muschelart Nemnich 1, 871 .

Ableitungen von herz (14 von 14)

beherz

KöblerMhd

beherz , Adj. nhd. beherzt, mutig Hw.: s. beherzet Q.: LexerHW (15. Jh.) E.: s. be, herz W.: nhd. DW- L.: Lexer 12b (beherz), LexerN 3, 52 (…

beherzen

DWB

beherzen , in mehrfachem sinn, 1 1) animum erigere, addere, ein herz machen, mut machen, beherzt machen: die weiber sudlen und kochen den mä…

enthërze

BMZ

enthërze swv. beraube des herzens. mit dem lieben leide daʒ elliu herze entherzet Trist. 11892.

entherzen

DWB

entherzen , animum frangere, entmutigen: durch disen harten sturm entherzet und mutlos. Weckherlin 62 ; die wahren schriften melden, dasz Al…

erherzen

DWB

erherzen , sich, animum colligere, herz fassen: Solande liesz sich eine rechte bangigkeit ankommen, indem er, so zu reden, zwischen thür und…

geherz

DWB

geherz , beherzt, mhd. geherze, noch nhd. einzeln neben geherzt: cordax, wys oder ghertz. gemmula bei Diefenb. 150 c ; temerarius, zu vil ge…

geherze

DWB

geherze , n. fortgesetztes herzen, z. b. das war ein geherze und geküsse!

gehërzen

Lexer

ge-hërzen swv. beherzt machen, ermutigen Trist. 6152 ;

hërze

Lexer

hërze adj. in barmhërze, gehërze.

unherz

DWB

unherz , n. , in der ra.: wer hätte das u. gehabt, diese schalkhafte wahrsagerin lügen zu strafen? Rosegger II 14, 391. vgl. einem kein herz…

unherzlich

DWB

unherzlich , adj. adv. , gth. v. herzlich 1/4: ob gleich einer den andern ergreufft, ist esz doch unhertzlich und blinde einigkeit Carlstadt…

urherz

KöblerAhd

urherz , Adj. nhd. unsinnig, unverständig, mutlos, einfältig ne. senseless, spiritless ÜG.: lat. excors Gl, vecors Gl Hw.: s. urherzi* Q.: G…

verherzen

RhWB

ver-herzen: 1. ein Kind v., verhätscheln Saarl-Pachten . — 2. einen Schuh fərhęrtsə (in nhd. Lautung) herzen 2 Kemp-Breyell , Mörs-Neuk Orso…

zerherzen

DWB

zerherzen , verb. , herzend ( s. th. 4, 2, 1230) zerdrücken, zerküssen: und er hat sie also zutrcket, zuposzet, zuhertzt F. Daulen im theat…