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setzen

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Campe
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19 in 16 Wb.
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Setzen v., trs, ntr, trs, intrs

Bd. 4, Sp. 418b
1. Setzen, v. trs. regelm. außer daß im O. D. die unl. verg. Z. auch satzte und das Mittelw. d. verg. Z. gesatzt lautet. 1) Überhaupt sitzen machen, einen Körper in eine solche Lage bringen, daß er auf einem breiten Theile seiner Oberfläche ruhet und dabei übrigens doch aufgerichtet ist, zum Unterschiede von stellen, ihn bloß in eine aufgerichtete Lage bringen, stehen machen, der Theil, auf welchem er stehet, möge eine große oder kleine Fläche haben; von legen, liegen machen. (1) Eigentlich, von Menschen und Thieren, auf den Hintern sitzen machen. Ein Kind auf den Schooß, auf den Tisch, auf die Erde setzen. Jemand auf das Pferd setzen. Sich setzen, sich selbst sitzen machen, wofür man in der anständigern Sprechart sich niederlassen sagt. Sich auf die Erde, auf die Bank, auf den Stuhl  setzen. Sich auf das Pferd oder zu Pferde, auf den Wagen, in die Kutsche, in den Kahn setzen. Sich in die Laube, in den Schatten, vor die Thür, in die Thür  setzen. Sich ins Trockene, ins Nasse, in den Koth  setzen. Sich an oder hinter den Ofen, an das Fenster  setzen. Sich oben an, unten an setzen. Sich zu Tische, an den Spieltisch, ans Klavier setzen, um zu essen, zu spielen. Daher die uneigentlichen Redensarten. Einen auf den Thron setzen, ihn zum regierenden Herrn, zum Fürsten, König  machen. Sich selbst auf den Thron setzen. Х Sich vom Pferde auf den Esel setzen, seine Lage, seinen Zustand verschlimmern. Sich an eines Andern Stelle setzen, sich an seine Stelle, in seine Lage denken, sich vorstellen als wenn man in seiner Stelle, als wenn man er selbst wäre. Х Sich auf den Kopf setzen, Alles und selbst das Beschwerlichste versuchen, anwenden, seinen Zweck zu erreichen, wofür man auch sagt, sich auf den Kopf stellen. »Und wenn ihr euch auf den Kopf setztet, sollt ihr sie nicht sehen.« Weiße. Х Sich auf etwas setzen, bei etwas beharren, etwas durchaus haben, thun wollen. Х Sich auf die Hinterfüße setzen, von widerspenstigen Thieren, welche nicht vorwärts wollen, sondern zurückstreben und sich auf die Hinterbeine niederlassen, sich gegen etwas sträuben, durchaus nicht wollen. Sich in seinen Gedanken über Andere setzen, sich über sie erheben, sich vorzüglicher glauben. S. Hinwegsetzen und auch Hinaussetzen. In weiterer uneigentlicher Bedeutung, sich setzen, einen bleibenden Aufenthalt an einem Orte nehmen (établiren). Sich in die Stadt, auf das Land setzen, sich in der Stadt, auf dem Lande häuslich niederlassen, besonders um ein Gewerbe zu treiben. Sich auf sein Gut setzen. Sich zur Ruhe setzen, sein bisheriges Geschäft, Gewerbe nicht weiter betreiben, sondern in Ruhe und Muße leben. Ein Theil des Heeres setzte sich an einem Berge, oder vor der Stadt, nahm daselbst eine feste und sichere Stellung. Ein Schiff setzt sich aber auf den Grund, auf eine Sandbank, wenn es auf den Grund, auf eine Sandbank geräth und nicht los kommen kann. Von unbelebten Dingen gebraucht, ist sich setzen dem Wesen nach ein ntr. in Form eines rückdeutenden trs. Eine Geschwulst setzt sich, wenn sie nach und nach zusammenfällt, kleiner wird. Der Teig setzt sich, wenn er nach der Gährung wieder zusammensinkt und einen kleinern Raum einnimmt. Das Trübe in einem flüssigen Körper, oder auch, ein flüssiger Körper selbst setzt sich, wenn das Trübe, Erdartige zu Boden sinkt und die Flüssigkeit klar wird. Die Hefen setzen sich zu Boden. Da das [] was sich setzt, d. h. durch seine Schwere nach unten sinkt, von der Schwere zusammengedruckt unten oft einen größern Umfang bekömmt, dicker wird, so wird gesetzt zuweilen auch für kurz und dick gebraucht. Eine starke, gesetzte Person. Doch ist in dieser Bedeutung untersetzt gewöhnlicher, und gesetzt wird uneigentlich von Menschen gebraucht, diejenige Eigenschaft derselben zu bezeichnen, wenn sie mit den Jahren, oder auch schon früher von Natur ruhig, gemäßigt und ernsthaft sind; dann auch von Dingen, für, in dieser Eigenschaft gegründet. S. Gesetzt. (2) I weiterer eigentlicher Bedeutung, auf seinen untern breiten Theil stellen. Die Schüssel, den Teller, das Glas  auf den Tisch setzen. Den Leuchter aus der Hand setzen. Das Essen auf den Tisch setzen, in einer Schüssel, auf einem Teller. Die Weinflasche zu dem Glase setzen. Etwas an seinen Ort setzen. Einem einen Stuhl setzen, damit er sich auf denselben niederlasse. Den Stuhl an den Tisch setzen. Den Fuß auf etwas setzen. Einen Fuß vor den andern setzen. Er darf den Fuß nicht wieder über meine Schwelle setzen, er darf nicht wieder in mein Haus kommen. Einem ein Denkmahl, eine Ehrensäule setzen, aufrichten. Grenzzeichen setzen. Die Garben in Mandeln setzen. Bäume setzen, sie pflanzen. Daher die uneigentlichen Redensarten. Х Einem den Stuhl vor die Thür setzen, ihn zum Hause hinaus weisen. Sich zur Wehre setzen, sich gegen etwas mit Gewalt wehren, sich widersetzen. »Die sich wider mich setzen.« 2 Mos. 22, 40. Etwas aus den Augen setzen, es nicht in Obacht nehmen, nicht die gehörige Aufmerksamkeit darauf richten. Einen zur Rede setzen, ihn zur Verantwortung, zur Rechenschaft wegen seines Betragens fodern. S. auch Entgegensetzen, Hintansetzen, Widersetzen, Zurücksetzen. I weiterer uneigentlicher Bedeutung. Feuer setzen, auch nur setzen, im Bergbaue, Holzstöße an oder um das Gestein setzen und anzünden, damit das Gestein dadurch mürbe gebrannt werde und sich leicht gewinnen lasse. Eine Zeit, einen Tag zu etwas setzen, fest setzen, bestimmen. Einem Jeden von uns ist seine Zeit und Stunde gesetzt, ist sein Lebensende bestimmt. Zur gesetzten Stunde. Einer Sache Ziel und Maß setzen, bestimmen oder vorschreiben. Einen Preis auf etwas setzen, einen Preis für etwas bestimmen. Geld auf eines Verbrechers Kopf setzen, einen Preis in Gelde dafür bestimmen, demjenigen bestimmen, welcher den Verbrecher lebendig oder todt einliefert. Einen zum Vormund, zum Richter  setzen, ihn dazu ernennen, verordnen. S. Ansetzen. Den Bock zum Gärtner setzen, d. h. machen. Oft wird setzen auch gebraucht für, wahr und richtig annehmen. Wir wollen einmahl den Fall setzen, daß es so wäre, wie Sie sagen. Auch allein für sich. »Man kann setzen, daß eine Sprache mehr als die andere geschickt, eine mehr als die andere ungeschickt ist, gewisse Formen der Schönheit anzunehmen.« Ungen. Besonders als Mittelwort. Gesetzt (posito) daß es geschähe, oder gesetzt, es geschähe. Gesetzt, du hättest beßre Sitten, So ist der Vorzug noch nicht dein, Gellert. I engerer Bedeutung ist setzen von neuern Denkern gebraucht worden, für, als daseiend oder denkbar annehmen und als einen Grundsatz aufstellen, um darauf weiter fortzubauen. »Ih bin ich und setze mich selbst.« Fichte. Gesetzet muß jeder ja sein. Baggesen. S. auch Voraussetzen. (3) I noch weiterer Bedeutung, an einen bestimmten Ort bringen. Den Hut, die Perucke auf den Kopf setzen. Einem Schröpfköpfe, Blutigel setzen, sie an einem Theile des Körpers anbringen, ansaugen lassen. Einen ins Gefängniß setzen, auch nur setzen, einsetzen. Einen unter die Zahl der Heiligen setzen. S. Versetzen. Einem das Messer an die Kehle, den Degen auf die Brust setzen, um sie zu durchschneiden oder zu durchstechen, oft auch um damit zu schrecken und zu zwingen das zu thun, was man haben will. Das Glas an den Mund setzen, um zu trinken. Die Trompete, das Horn an den Mund setzen, um darauf zu blasen.[] Ein Stück an das andere setzen, befestigen. Ein Stück Zeug an das andere setzen, nähen. Tressen, Knöpfe an ein Kleid setzen. S. Ansetzen und Zusammensetzen. Bei den Buchdruckern ist setzen, die Schriften, d. h. die gegossenen Buchstaben und andere Zeichen aus dem Schriftkasten, nach Vorschrift einer Handschrift  herausnehmen und in Silben, Wörter, Zeilen und Seiten vereinigen. Eine Seite, einen Bogen setzen. I Landwesen und zwar in der Schafzucht wird setzen auch als ein intrs. gebraucht, wo die Schäfer mit dem Herrn eines Gutes, den Eigenthümer einer Herde setzen, d. h. eine Anzahl eigener Schafe zu der Herde des Herrn bringen und dem gemäß einen verhältnißmäßigen Antheil am Gewinn und Schaden bei der Schäferei nehmen. I den Hüttenwerken ist setzen, das Erz und die Kohlen in den Schmelzofen schütten. I Wasserbaue heißt setzen einen steilen Deich besoden. So auch mehr oder weniger uneigentlich. Etwas zum Pfande setzen, als Pfand bestimmen, hingeben. Geld auf eine Karte setzen, es auf eine Karte in gewissen Glücksspielen legen, um damit, wenn das Glück gut ist, anderes Geld zu gewinnen; auch nur setzen (pointiren). Es wurde stark, hoch gesetzt. Geld aufs Spiel setzen, in einem Spiele Geld hinlegen und es darauf ankommen lassen, ob man damit anderes Geld gewinnen oder es verlieren werde. Etwas aufs Spiel setzen, uneigentlich, bei einer Unternehmung es darauf wagen, ob man damit glücklich sein werde oder nicht. Geld in die Zahlenlosung setzen, Geld hingeben um zu versuchen ob man damit gewinne. Sein ganzes Vermögen daran setzen, an etwas wagen. Leib und Leben daran setzen, selbst auf Gefahr des Verlustes desselben etwas wagen, etwas zu erreichen, auszuführen suchen. Etwas in Geld setzen, es verkaufen um bares Geld dafür zu bekommen. »Wir wollen Alles, was wir noch von Kostbarkeiten haben, ins (in) Geld setzen.« Weiße. Einem etwas in den Kopf setzen, ihn auf einen Gedanken bringen, welchen er festhält; in engerer Bedeutung, ihn eingebildet machen, machen daß er sich etwas einbildet. »Ih weiß nicht, wer ihr den wunderlichen Gedanken von der Freiheit in den Kopf gesetzt hat.« Gellert. Mißtrauen in etwas setzen, Mißtrauen dagegen hegen. Seine Hoffnung, sein Vertrauen auf etwas setzen. Seine Ehre, seinen Ruhm in etwas setzen, Ehre, Ruhm darin suchen, es für eine Ehre, für einen Ruhm halten. Er scheinet etwas darein zu setzen, daß er Geld hat, d. h. einen Vorzug, etwas Außerordentliches darin zu suchen. (4) I vielen einzelnen Fällen wird setzen noch gebraucht, eine Bewirkung einer gewissen Veränderung, eine Hervorbringung eines gewissen Zustandes zu bezeichnen. Ein Kind in die Welt setzen, es erzeugen, wie auch, es gebären. Daher das bloße setzen, von den Thieren, besonders bei den Jägern, von den Hirschkühen, Rehen und Hasen für, werfen, Junge zur Welt bringen, gebraucht wird. Ein Land unter Wasser setzen, es überschwemmen. Etwas in Flammen setzen, es anzünden. Einen in Feuer und Flamme setzen, uneigentlich, ihn in leidenschaftliche Hitze bringen. Eine Sache wieder in den vorigen Stand setzen, sie wieder in denselben Zustand bringen, wieder so machen, einrichten wie sie war. Sich in gehörigen Stand setzen. Jemand außer Stand setzen etwas zu thun, ihn daran verhindern. Sich auf einen gewissen Fuß setzen, seine Lage, seine Verhältnisse, besonders mit Andern auf eine bestimmte Art einrichten. Einen außer Thätigkeit setzen, ihn unthätig machen, aus seinem Wirkungskreise bringen. Einen in Thätigkeit setzen. Eine Person und Sache in Bewegung setzen. Sich in Bewegung setzen, sich bewegen, sich Bewegung machen, wie auch, thätig sein. Sich in Marsch setzen, sich auf den Marsch begeben. Auf die Probe setzen, oder stellen, proben, prüfen, eine Probe damit machen. Etwas ins Werk setzen, es bewerkstelligen. Einen Gefangenen in Freiheit, auf freien Fuß setzen. Jemand in Erstaunen, in Furcht, Schrecken, in Unruhe setzen, ihm Erstaunen  erregen; aber nicht, in Freude, Hoffnung  setzen. Sich in Gefahr, in Unkosten, in Schaden  setzen. Sich bei je= [] mand in Gunst setzen, sich seine Gunst erwerben. Etwas zurecht setzen, etwas in die rechte Lage, Ordnung bringen. Х Einem den Kopf zurecht setzen, uneigentlich, ihm seine irrige Meinung  benehmen, ihm richtige Ansicht der Dinge verschaffen. Eine streitige Sache aus einander setzen, sie in Ordnung bringen, und beilegen. Eine verwirrte Sache aus einander setzen, sie deutlich machen. Sich aus einander setzen, seine Sachen, Angelegenheiten ausgleichen, in Ordnung bringen. S. Auseinandersetzen. Sich mit jemand setzen, sich mit ihm über gewisse Dinge vereinigen, mit ihm darüber übereinkommen. So setzen sich Schuldner mit ihren Gläubigern. Ein Lied in Töne, auf Noten setzen, ihm eine Ton= oder Sangweise geben, nach welcher es gespielt oder gesungen wird. Ein Tonstück setzen (componiren). Ehemahls gebrauchte man setzen allein auch für, in Besitz setzen, wie auch als Erbe festsetzen, bestimmen, als Erbe, Erbstück vermachen. »Daz koestlich tuch hat dir dein vatter gesetzt do im sein seel von seinem leib schiede,« bei Oberlin. Ehemahls sagte man auch, eine Sache zu einem setzen, sie ihm als Schiedsrichter zur Entscheidung übergeben, so auch seine Sache an einen setzen; die Sache zum Recht setzen, einen Rechtsausspruch in seiner Sache verlangen; einen zu Recht setzen, einen vor Gericht ziehen; das Urtheil an einen in dem Rathe setzen, zum Ausspruch schreiten, und dazu durch Befragung eines im Rathe um seine Meinung den Anfang machen, wo setzen allein auch für, um die Meinung fragen, einen Ausspruch verlangen, gebraucht wird; die Sache an ein Urtheil setzen, in einer Sache einen Beschluß fassen; wieder in ganzes Wesen setzen, wieder in den vorigen Zustand versetzen (in integrum restituiren); eine Tochter von sich setzen, sie mit ihrem Antheil am Vermögen von sich geben. Die Lehen setzen, belehnen. Mit seiner Hand setzen, mit seiner Hand belehnen. 2) Sich setzen machen, d. h. zu Boden sinken machen. So werden im Hüttenbaue die Erze gesetzet, wenn sie geschlemmt oder gewaschen werden, so daß sich das gepochte Erz zu Boden setzt. D. Setzen. D. — ung. S. auch der Satz.
13522 Zeichen · 205 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    setzenswv.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +3 Parallelbelege

    setzen swv. BMZ prät. sazte (sazzete Gen. ; daneben saste, satte), part. gesetzet, gesatzt ( auch gesast, gesat; die for…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    1. Sêtzen

    Adelung (1793–1801) · +6 Parallelbelege

    1. Sêtzen , verb. regul. neutr. welches das Hülfswort haben erfordert. Es ist in doppelter Bedeutung üblich. 1. Mit Heft…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    setzen

    Goethe-Wörterbuch

    setzen vereinzelt ‘se(z)zen’; -ttz- GWB GB7 1 ,208,17 ; gelegentl in Zusammenschr mit Adv (zB darauf- GWB B23,307,15 , d…

  4. modern
    Dialekt
    setzen

    Elsässisches Wb. · +3 Parallelbelege

    PfWB LothWB RhWB setze n [sètsə allg. ] Part. † gesatzt: ‘dieselben vorgeschriben artickel und ordenunge, wie die gesatz…

  5. Sprichwörter
    Setzen

    Wander (Sprichwörter)

    Setzen 1. Es setzt sich niemand gern in Nesseln. Die Aegypter, um den Gedanken auszudrücken, man müsse sich nur da niede…

  6. Spezial
    setzen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    set|zen I vb.tr. 1 (stellen, legen) mëte (mët, metü), pone (ponn, ponü) 2 (Pflanzen) senté (sënta ), planté (-ta) 3 situ…

Verweisungsnetz

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit setzen

226 Bildungen · 1 Erstglied · 219 Zweitglied · 6 Ableitungen

Zerlegung von setzen 2 Komponenten

set+zen

setzen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

setzen‑ als Erstglied (1 von 1)

setzen II

RhWB

setzen II PfWB ElsWB LothWB das Wort ist allg., u. zwar südl. Benr .-L. -ęts- [ NSaarbg , Trier bis Bernk (Mos), Koch-Gevenich , WWittl , Bi…

setzen als Zweitglied (30 von 219)

*eiersetzen?

KöblerMhd

*eiersetzen? , sw. V. nhd. „eiersetzen“ Hw.: s. eiersetzen (2) E.: s. ei (1), setzen (1) W.: nhd. DW2-

*tōtbesetzen?

KöblerMhd

*tōtbesetzen? , sw. V. nhd. testieren, ein Testament verfassen E.: s. tōt, besetzen W.: nhd. DW-

Übersetzen

Campe

Übersetzen , v. intrs . u. trs . D. Übersetzen. D. — ung . S. d. 1. \Uumlacute;bersetzen, ich setze über, übergesetzet, überzusetzen . I) in…

abbesetzen

DRW

abbes·etzen

abbesetzen wäre ouch, das yeman dehain val vorderte an frowen oder an man und die sprächind, das sy nit vallen söltent, den sol man aber den…

abe setzen

MWB

abe setzen swV. 1 ‘etw. (Speisen) vom Feuer nehmen’ 2 ‘jmdn. aus seinem amtlichen Sitz entfernen, ihm Amt, Herrschaft, Macht entziehen’    1…

abe setzen

Lexer

abe·setzen

abe setzen BMZ vom pferde setzen, die pferde ausspannen ( Tuch. 126, 18 ); von einem amt absetzen; einen brief abs. für ungültig erklären Mz…

abhinsetzen

DRW

abhin·setzen

abhinsetzen Münzen abrufen vgl. abrufen, absetzen die fälschlich geprägten ... batzen abhingesetzt 1652 SchweizId. VII 1638 Faksimile

absetzen

DWB

abs·etzen

absetzen , deponere, goth. afsatjan, nnl. afzetten, wegsetzen, abthun: die mutter setzt das kind ab von der brust, von dem arm; das pferd ha…

ane setzen

MWB

ane setzen swV. 1 ‘(jmdm.) etw. anfügen, annähen’ 2 ‘etw. unternehmen, anfangen’ 3 ‘etw. festlegen, ansetzen’ 4 ‘jmdn. bestimmen, (in ein Am…

ane setzen

Lexer

anes·etzen

ane setzen BMZ an- hinzusetzen; angreifen, umringen Chr. 2. 492,8 ; pferde ans. anspannen ib. 290, 19 ; anstellen, einsetzen: einen auf das …

angesetzen

DRW

anges·etzen

angesetzen anberaumen, vornehmen, unternehmen 1376 UlmRotB. Art. 91 Faksimile

ansetzen

DWB

ans·etzen

ansetzen , apponere, imponere, statuere, nnl. aanzetten, ahd. anasezan ( Graff 6, 197 ), gegensatz von absetzen. wenn die redensart voll ist…

anwandsetzen

DRW

anwand·setzen

anwandsetzen auf die Grenze setzen soll setzen seinen fuoss anwande und soll schreitten zu jetweder seitten einen schritt oJ. GrW. IV 60 Fak…

aufgesetzen

DRW

auf·gesetzen

aufgesetzen verordnen solich gesetzde machen und ufgesetzen 1369 VillingenStR. 28 Faksimile

aufsetzen

DWB

auf·setzen

aufsetzen , imponere, apponere, instituere, nnl. opzetten: 1 1) leiblich aufsetzen: dem haupte hut, kranz, krone aufsetzen; und er liesz des…

ausbesetzen

DRW

aus·besetzen

ausbesetzen mit Beschlag belegen tuygen, dat hy dat guet so drywerff uytbesat heb 15. Jh. NrhAnn. 24 (1872) 164

Auseinandersetzen

Campe

auseinander·setzen

Auseinandersetzen , v. I) trs. eigentlich, eins von dem andern entfernt setzen; uneigentlich, durch ein solches Setzen gleichsam, so daß jed…

ausentsetzen

DWB

aus·entsetzen

ausentsetzen , destituere, excipere: vollkommenheit der geburt aller menschen, kein geschlecht ausentsetzt ( ausgenommen ). Paracelsus 1, 12…

aussetzen

DWB

aus·setzen

aussetzen , exponere, seponere, proponere, disponere, nnl. uitzetten. 1 1) aus einem ort an den andern setzen: bäume, pflanzen aussetzen, ve…

beisammensetzen

DWB2

beisammen·setzen

beisammensetzen : ⟨1595⟩ das man einem das regiment / nicht allein stellet in die haͤnd / sondern von außerlesen mannen / setzet eine anzahl…

beisetzen

DWB

beis·etzen

beisetzen , apponere, nnl. bijzetten, an die seite setzen, legen, anlegen. 1 1) zur ehe beilegen: herzog Wartislaf aber liesz sich fräwlein …

besetzen

DWB

beset·zen

besetzen , goth. bisatjan, ahd. pisezan pisazta ( Graff 6 , 299), mhd. besetzen, nnl. bezetten, ags. besettan, engl. beset, schw. besätta, d…

bevor setzen

MWB

bevor setzen swV. ‘jmdn. jmdm. voranstellen’ (als Herrscher): und wer wirt der uzirwelte, den ich ir bevorsetze [ praeponam ] ? Cranc Jer 49…

bevoresetzen

KöblerMhd

bevor·e·setzen

bevoresetzen , sw. V. nhd. „vorsetzen“, voranstellen Q.: Cranc (1347-1359) (FB bevor setzen) E.: s. bevore, setzen W.: nhd. DW- L.: FB 43b (…

Beysètzen

Adelung

bey·setzen

Beysètzen , verb. reg. act. 1) Eine Sache bey oder neben der andern setzen, in welcher Bedeutung dieses Wort aber nur in Niedersachsen üblic…

Ableitungen von setzen (6 von 6)

besetzen

DWB

besetzen , goth. bisatjan, ahd. pisezan pisazta ( Graff 6 , 299), mhd. besetzen, nnl. bezetten, ags. besettan, engl. beset, schw. besätta, d…

entsetzen

DWB

entsetzen , goth. andsatjan, ahd. intsezan, mhd. entsetzen, nnl. ontzetten. 1 1) loco movere, deponere, absetzen, das gegentheil von DWB set…

ersetzen

DWB

ersetzen , diesem wort sind die alten sinnlichen bedeutungen meistentheils heute erloschen, wie sie doch noch in setzen, aufsetzen, absetzen…

gesetzen

DWB

gesetzen , verb. verstärktes setzen ( s. d. ), goth. gasatjan, altsächs. gisettjan, ahd. kasacen, kesezzan, mhd. gesetzen, noch in nhd. zeit…

versetzen

DWB

versetzen , verb. , ags. forsettan, ahd. farsezzen Graff 6, 300 ; mhd. versetzen mhd. wb. 2, 2, 355 a . Lexer mhd. handwb. 3, 226 . mnd. vor…

zersetzen

DWB

zersetzen , verb. , ahd. zasezzen; mit zesazten lantrehten promulgatis legibus Notker ps. 94, 4 ; auseinander setzen, 1) sinnlich, a) verthe…