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Eigennutz

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Wander
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Eintrag · Wander (Sprichwörter)

Eigennutz

Bd. 1, Sp. 774
Eigennutz 1. An Eigennutz und Tand wird der Mensch erkannt. Holl.: Eigenbaat is de toetssteen der menschen. (Harrebomée, I, 149.) 2. Beim Eigennutz der fromme Wicht zum Vortheil dreht das innre Licht. 3. Den eigennutz schlegt sein eigen schwert. – Henisch, 830; Petri, II, 77. 4. Der eigennutz hat alle gute freund erwürgt. – Lehmann, 205, 5. 5. Der Eigennutz ist das fünfte Evangelium im verkehrten Christenthum. – Winckler, II, 43. 6. Der Eigennutz ist die Spindel am Rocken. – Winckler, I, 25. 7. Der Eigennutz vertreibt alle Rechte. – Graf, 487, 28. 8. Durch eigennutzes schlund gehen vil handwerck zu grund. – Henisch, 830; Petri, II, 156. 9. Durch eygen Nutz, Hass, Jungen Rath, Rom, Troja, Jerusalem zerstöret ward. – Lehmann, II, 88, 206; Gruter, III, 24. Holl.: Eigenbaat, jongen raad, heimelijke haat doen ter wereld de meeste schaad. (Harrebomée, I, 179.) 10. Eegennotz äs ä rächter schwärer Klotz. – Curtze, 362, 572. 11. Eigennutz, befreundter Rath, hat verderbt der Troer Staat. – Pistor., III, 72. Lat.: Omnis homo nequam in proprio quaestu. (Binder II, 2413; Eiselein, 139.) 12. Eigennutz, ein böser (schlechter) butz. – Henisch, 576; Petri, II, 85; Lehmann, II, 120, 2; Simrock, 1923; Körte, 1037; Eiselein, 139; Kirchhofer, 147; Graf, 487, 26. »Butz« steht hier in der Bedeutung von Larven, Verhüllung (vgl. Grimm, II, 588-589); die neuere Schreibung hat Putz, und man versteht dann das Sprichwort dahin, dass der Eigennutz nicht gut kleidet. 13. Eigennutz füllet alles in seinen sack. – Lehmann, 560, 31. 14. Eigennutz, fürwiz vnd lange weile machen den Mann lauffen vber vil weile. – Henisch, 830; Petri, II, 162. 15. Eigennutz gehet allzeit vor in rathschlägen, gemeiner nutz muss dahinden stehen vnd sich lassen zwacken. – Petri, II, 162. 16. Eigennutz hat alles verderbt. – Henisch, 830. 17. Eigennutz hat alles verderbt, geschwecht vnd genützt. – Petri. II, 162. 18. Eigennutz im Rath, macht viel Unglück im Staat. n.: Egennyttig skal være hiemme og ei i raadet. (Prov. dan., 138.) 19. Eigennutz ist dess gemeinen nutzen todt. – Lehmann, 564, 100. 20. Eigennutz ladet alles nur auff seinen Karch. – Lehmann, 560, 31. 21. Eigennutz regiert mit gewalt. – Henisch, 830. 22. Eigennutz sticht bald der Frommkeit die Augen aus. – Eiselein, 139. 23. Eigennutz trägt alles in sein nest. – Lehmann, 560, 31. 24. Eigennutz und Eigennoth sind des gemeinen Nutzens Tod. 25. Eigennutz und Geiz führen schlechten Reiz. 26. Eigennutz verderbt alle recht. – Henisch, 830; Petri, II, 162. 27. Eigennutz verderbt gemeinen nutz. – Henisch, 830; Graf, 487, 27; Bücler, Politische Arznei (Zug 1691), S. 47; Blumer, Staats- und Rechtsgeschichte der schweizerischen Demokratien (St.-Gallen 1850-59), II, 114. 28. Hans eygennutz gehört ins Hauss vnd nicht in den Rath. – Lehmann, 561, 63. 29. Hans eygennutz richt nur das Wasser auff seine Mühl, dass er allein mahlen könne. – Lehmann, 561, 63. 30. Kompts an eigennutz, so ist niemand nutz. – Lehmann, 560, 41; Körte, 1038. 31. Mit eigennutz vnd vnrecht Gut schwebet mancher in grossem hochmuth. – Petri, II, 475. n.: Egennyttig, ingen nyttig. (Prov. dan., 137.) 32. Wo man mit Eigennutz düngt, da kann die Tugend nicht gedeihn. 33. Eigennutz erwürget auch den Freund. – Wirth, I, 88. 34. Eigennutz, vneinigkeit vnd vbermuht verderben alle Regierung gut. – Theatr. Diabolorum, 215b. 35. Wo nur Eigennutz düngt, ist die Ernte Frevel.
3404 Zeichen · 124 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    eigennutzstm.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +1 Parallelbeleg

    eigennutz stm. uneigentl. zusammensetzung. der eigen nutz vertrîbt al recht narrensch. 10,19. noch im 15. jahrh. wird da…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Eigennutz

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Der Eigennutz , des -es, plur. car. 1. Der eigene Nutzen, besonders in engerer nachtheiliger Bedeutung, der Nutzen, welc…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Eigennutz

    Goethe-Wörterbuch

    Eigennutz Streben nach Vorteilen für sich selbst [ die Israeliten in Ägypten ] erschlägt man nur den Erstgebornen, um, i…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Eigennutz

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Eigennutz , im philosophischen und wirtschaftlichen Sinn s. Egoismus . Das deutsche Reichsstrafgesetzbuch faßt nach dem …

  5. Sprichwörter
    Eigennutz

    Wander (Sprichwörter)

    Eigennutz 1. An Eigennutz und Tand wird der Mensch erkannt. Holl. : Eigenbaat is de toetssteen der menschen. ( Harrebomé…

  6. Spezial
    Eigennutz

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Ei|gen|nutz m. (-es) 1 (eigener Nutzen) interes personal m. 2 (Egoismus) egoism m. ▬ aus Eigennutz handeln fá por sü int…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit eigennutz

5 Bildungen · 2 Erstglied · 2 Zweitglied · 1 Ableitungen

Zerlegung von eigennutz 2 Komponenten

eigen+nutz

eigennutz setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

eigennutz‑ als Erstglied (2 von 2)

Eigennutzen

RhWB

eigen·nutzen

Eigen-nutzen RhWBN -o- Schleid-Reifferschd m.: in der RA.: E. deht de Ben useren (auseinander) es kam früher häufig vor, dass zwei eine Parz…

eigennutzlos

DWB

eigen·nutzlos

eigennutzlos , integer, uneigennützig: eigennutzlose thaten. Klinger 4, 53 ; eigennutzlose beschäftigung. Wolfs mus. der alterth. wissensch.…

eigennutz als Zweitglied (2 von 2)

uneigennutz

DWB

uneigen·nutz

uneigennutz , m. , mangel an eigennutz und sein gegentheil: denn sonst bliebe gar kein platz für den uneigennutz Winckelmann bei Justi 1, 66…

Ableitungen von eigennutz (1 von 1)

uneigennutz

DWB

uneigennutz , m. , mangel an eigennutz und sein gegentheil: denn sonst bliebe gar kein platz für den uneigennutz Winckelmann bei Justi 1, 66…