lautwandel 53 Wörterbücher · 2,7 Mio. Artikel
Wildcard · " Volltext

Aggregat · alle Wörterbücher

Kohle

nhd. bis spez. · 13 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Wander
Anchors
14 in 13 Wb.
Sprachstufen
6 von 16
Verweise rein
55
Verweise raus
46

Eintrag · Wander (Sprichwörter)

Kohle

Bd. 2, Sp. 1458
Kohle 1. Alte (verleschte) Kolen soll man nicht wieder auffblasen. – Petri, II, 12. 2. An einer Kohle kann man sich wol verbrennen, aber nicht wärmen. 3. An glammen Kööl as egh so gut to midin üs an Flam. (Nordfries.) – Lappenkorb; Firmenich, III, 3, 27. Eine glimmende Kohle ist nicht so gut zu meiden als eine Flamme. 4. Auff heissen Kolen ist böss still sitzen. – Lehmann, 829, 10. Holl.: Op gloeijende kolen is het kwaad stil staan. (Harrebomée, I, 430a.) 5. Bei grossem (vielem) Kohl(en) wärmt man sich wohl. – Petri, II, 44. 6. Bei grossen Haufen Kohlen wärmt man sich bass, wenn man nicht hineinfällt. – Eiselein, 387. 7. Besser eine Kohle als gar kein Feuer. – Sprichwörtergarten, 466. 8. Blase subtil in die Kohlen, sonst fliegen dir die Funken ins Angesicht. – Eiselein, 196. Lat.: Per ignem incedis. (Eiselein, 196.) 9. Brauchst du Kohlen, musst sie aus der Asche holen. – Wenzig, 79. 10. Die Kohle ist nie so ausgelöscht, wenn man sie zum Feuer bringt, sie glimmt wieder. Frz.: Le charbon n'est jamais si bien éteint, qu'en l'approchant du feu il ne se rallume. (Kritzinger, 124.) 11. Die Kohle wird durch Russ nicht schwärzer. – Reinsberg IV, 45. 12. E jêder zecht Kilen za seinjer Fan. – Schuster, 963. 13. Ein glüender Kol1 zündet den andern an. Petri, II, 191; Henisch, 1669, 5; Lehmann, 925, 30. 1) Das Wort Kohle erscheint althochdeutsch als schwaches Masculinum: cholo, und als starkes Neutrum: chol, ebenso noch mittellhochdeutsch. Auch neuhochdeutsch kommt es anfangs und landschaftlich jetzt noch in dieser doppelten. Form vor. So heisst es noch: ein brinnender kole, glüender kole, brenniger kol, geleschter kol; und jetzt noch alemannisch im Bregenzerwalde, mittelrheinisch, in aachener Mundart. (Kehrein, 239; Grimm, V, 1582.) Böhm.: Jeden se řeřavý uhel od druhého hřeje. – Uhel živý, přiložený k jíným, i mrtvé obživuje. (Čelakovsky, 130.) n.: Et gloende kull tænder et andet op. (Prov. dan., 91.) 14. Ein lebend Kol zündt die todte Kol neben sich an.Lehmann, 150, 160. 15. Ein lebendig kohl zündet die andern an. Lehmann, 466, 83; Sailer, 171. Leben weckt Leben, ein Gedanke erregt den andern, eine Leidenschaft die andere. Auch russisch Altmann VI, 481. So kann auch ein gutes Gemüth durch böse Gesellschaft verderbt werden. Auch die Macht der Liebe! (Vgl. Neumeister, Worte der Weisen.) Frz.: Qui plaisir fait, plaisir attend. 16. Ein Todter Kolen brend niemand. – Petri, II, 229. 17. Eine Kohle allein erlischt bald. 18. Eine Kohle, die nicht zur Zeit brennt, brennt nimmer. Wenn der rechte Augenblick versäumt ist, ist alles Thun nutzlos. 19. Eine Kohle glüht auch oft unter grauer Asche. Auch das Alter selbst ist nicht frei von Leidenschaften. 20. Eine Kohle maust besser als zehn Katzen. 21. Eine Kole neben der andern wird angeglemmet. – Herberger, Herzpostille, I, 422. 22. Geleschte Kohlen werden im Fewer wieder glutig. – Lehmann, 62, 10. 23. Gemach in die Kohlen geblasen, so fährt dir keine Asche in die Nasen. – Eiselein, 387; Simrock, 5809; Körte, 3470; Braun, I, 1927. 24. Glüende Kohlen muss man mit der Zang auss der Ess nemen, nicht mit der Hand. – Lehmann, 936, 30. Span.: Sacar el ascua con mano agena. (Bohn I, 255.) 25. Jeder scharrt die Kohlen um seinen Topf. Böhm.: Každy hrabe uhlí ke svým vejcim. (Čelakovsky, 57.) Holl.: Elk schrapt de kolen naar zijne koeken. (Harrebomée, I, 430a.) 26. Kalte Kohle gibt kein Feuer. – Bertram, 44. 27. Kohle und Kreide sind oft Nachbarn. »Böse bei Guten thut Gott leiden, wir finden Kohlen bei weisser Kreiden, Werch und Bast bei linder Seiden, Feigenbaum bei bittrer Weiden.« 28. Kohlen, die glühen, pflegen zu sprühen. Ein bewegtes Herz bricht leicht in Worte aus. Engl.: Glowing coals sparkle oft. (Bohn II, 80.) 29. Kohlen muss man aus der Asche holen. 30. Kohlen sind des Köhlers Reichthum. 31. Lebendige Kohle zündet erloschene an.Eiselin, 387. 32. Man muss die glühenden Kohlen nicht von seinem Herde in Nachbars Scheuer werfen. 33. Man muss die Kohlen brennen, wie die Grube sie gibt. – Altmann VI, 485. 34. Man muss gemach in die Kohlen blasen, sonst fahren die Funken ins Angesicht. – Lehmann, 69, 18. 35. Man muss nicht Kohlen in den Pelz setzen. Lat.: Ignis non extinguitur igni. (Binder I, 689; II, 1368; Buchler, 157; Philippi I, 186.) 36. Man muss seine Kohlen im Sommer kaufen. It.: Nè carbone nè legna comprarai quando gela. (Pazzaglia, 60, 8.) 37. Man muss sich nicht an fremden Kohlen die Finger verbrennen. Die Engländer: Verbrenne dir nicht deine Lippen mit anderer Leute Brühe (oder an einer fremden Suppe). (Reinsberg IV, 59.) 38. Ohne Kohle und Kreide kommt ein Maler nicht weit. n.: Kull og kridt giøi maleren riig. (Prov. dan., 409.) 39. So Kohlen bleiben am Hafen hangen, wird ein Regen bald anfangen. – Fischart, Prakt., in Kloster, VIII, 647; Körte, 3471; Braun, I, 1919; Boebel, 109. 40. Verborgene Kohlen sind die gefährlichsten. Die Venetier: Versteckte Glut durchlöchert die Schürze. Die Bergamasken: Die stillen (stummen) Feilen arbeiten am besten. (Reinsberg III, 14.) 41. Verbrenne dich nicht an fremden Kohlen. – Lohrengel, I, 665. 42. Viel Kohlen beisammen erhalten das Feuer am besten. n.: Mange ghøder tilsammen holder ilden best ved lige. (Prov. dan., 243.) 43. Wäm d'r Kohl om Fôss lit, dä schöddelt enn. (Düren.) – Firmenich, I, 482, 16. 44. Weil die Kolen riechen, bleibt die Köchin beim Pfaffen. – Petri, II, 616. 45. Wenn die einen Kohlen nagen, finden die andern am Kuchen Behagen. (Böhm.) 46. Wenn die Kohle nicht brennt, so schwärzt sie doch. Ein ähnliche Wirkung hat die Rede des Verleumders. 47. Wer auff heissen kohlen sitzt, der kan nit ruhig seyn. – Lehmann, 81, 48. 48. Wer brennend Kohlen in Geren (Lacinia vestis) leit und Schlangen in seinem Busen treit und in seiner Tasche zeucht eine Maus, solch Gäste lant wenig Nutzen im Haus. – Petri, II, 688; Henisch, 570, 12. Lat.: Quisquis habet cattum, lacerumque foramine saccum et corvum, et mures, certos habet hic sibi fures. 49. Wer Kohlen auf dem Kopfe hat, dem wackeln auch die Füsse. 50. Wer Kolen auss einem fewrigen Ofen nimpt, der verbrennt sich. – Petri, II, 705. 51. Wer mit Kohlen umgeht, macht sich schwarz. Holl.: Wie gaat er met kolen om, wiens handen niet zwart worden? (Harrebomée, I, 430.) 52. Wer mit kolen vmbgehet, der beschmutzt leichtlich die Hende. – Henisch, 226, 39. Die Russen: Wer Kohlen brennt, hat russige Hände. (Altmann VI, 400.) 53. Wer sich bey viel kolen wermet, der erwermet sich baldt. – Geiler, Nsch., 18. Viel Aemter machen bald reich. 54. Wer sich mit Kohlen wäscht, weisser wird er nicht. 55. Wie solt jemand auff Kolen gehen, dass seine Füsse nicht verbrennt werden. – Petri, II, 792. 56. Wo eine Kohle glimmt, kann oft ein kleiner Wind Feuer blasen. 57. Wo es an Kohlen fehlt, geht das Feuer aus. Ennl.: Where no fewel is, the fire goes out. (Gaal, 1100.) 58. Auf glühenden Kohlen sitzen (stehen). – Lohrengel, II, 31. In grösster Unruhe, in Verlegenheit sein. Frz.: Avoir les pieds sur la braise. ( Starschedel, 490.) Holl.: Hij zit op gloeijende (heete) kolen. (Harrebomée, I, 430a.) 59. Aus Kohlen Kreide machen. 60. Die Kohle liegt ihm auf dem Fusse. Es drängt ihn, er kann nicht anders, er wird von gebieterischen Umständen getrieben. 61. Die Kohlen vom Schmiede kaufen. Das Korn vom Bäcker, die Wurst vom Hunde. (S. Fleisch 168 und Hafer 44.) 62. Einem etwas auf die Kohlen werfen. – Melander, Jocos., I, 168. 63. Einem feurige Kohlen aufs Haupt sammeln. – m. 12, 20; Büchmann, 164. Seinen Feind durch Grossmuth und Wohlthaten beschämen. (Vgl. Grimm, V, 1584, 6a.) Frz.: Amaaser les charbons ardens sur la tête de l'ennemi. (Starschedel, 419; Kritzinger, 124.) Lat.: Bene factis pensare delicta. (Faselius, 31.) 64. Einen durch die Kohlen ziehen. Ihm grosse Schmerzen zufügen, ihn martern. Scheint an eine Straf- oder Torturform zu erinnern. (Vgl. Grimm, Rechtsalt., 700.) »Wen er (Gott) lieb hat, den straft er auch uud zeucht ihn durch die Kohlen.« (Guistl. Lied von Ringwald.) 65. Er hat Kohlen unter den Füssen. Frz.: Il a des oeufs de fourmi sous les piés. (Kritzinger, 330.) 66. Er kann eher eine glühende Kohle im Munde behalten. 67. Er sieht keine Kohle in einer Schüssel Milch. Holl.: Hij zou geene kool zien in eenen schotel melk. – Hij zou geene raaf merken in eenen emmer melk. (Harrebomée, I, 430.) 68. Es sind taube Kohlen. Holl.: Het komt op doove kolen uit. (Harrebomée, I, 430a.) 69. Für einen in die Kohlen schlagen. »Hab ich manchmal für ihn in die Kohlen geschlagen so ist mir's auch darnach bekommen.« (Zelter an Goethe, 489.) 70. Ich dechte, a wär' schund durch de Kohlen geruckt wurden. (Schles.) – Frommann, III, 410, 377. 71. Kohlen bleichen (waschen). 72. Kohlen einlegen. Ein Feuer schüren. 73. Sich mit kolen weiss machen (waschen). – Franck, II, 13b; Lehmann, 181, 6. Verkehrtes Mittel zum Zweck. »Wann ein vnflat sich mit dem andern wil schön machen, das ers die Eua zeicht vnd sich mit jrem Dreck wil waschen vnd reyn machen. Also sagen wir auch: thut es doch der vnd dieser; d.h. den ars mit heffen wischen, sich mit eins andern dreck wöllen waschen, wischen vud schön machen. Lutum luto pugare.« Lat.: Ebur atramento candide facere. (Segbold, 143.) 74. Sie finden kolen fürn Schatz. – Nas, 379a. 75. Sie hat Kohlen im Gewissen. Hält sie Ausguck, ob ich komme? Hat sie Kohlen im Gewissen? (Jos. Rank, Dorfbrutus, II, 151.) 76. Unsere Kohlen stinken nicht. – Winckler, XIX, 63. 77. Wie auf Kohlen sitzen (stehen). – Frischbier, 408; Frischbier2, 2096; Hennig, 130. Von höchster Ungeduld, in der man ruhig aushalten muss. »Ich habe hier gestanden wie auf Kohlen.« (Lessing, I, 595.) Ik sitt ass upp Kaoln, sagt man, wenn man irgendwo warten muss, während man an einem andern Orte nöthig ist und erwartet wird. (Danneil, 96.) [Zusätze und Ergänzungen] 78. A Kojl (Kohle) is e muhl schwarz ün e muhl roth. (d.-deutsch. Warschau.) Von Leuten, deren Charakter sehr wandelbar ist. 79. Der muss gute Kohlen haben, der den Teufel will schwarz machen. – Luther's Werke, I, 91a. 80. Ich will keine Kohlen tragen. Diese Redensart kommt in Shakespeare's Romeo und Julia vor. Ueber ihren Sinn gehen die Erklärungen vielfach auseinander. 81. In die Kohlen schlagen. Eine Sache durch erfolglose Mittel bekämpfen. »Alle Gegner einer geistreichen Sache schlagen nur in die Kohlen; diese springen umher und zünden da, wo sie sonst nicht gewirkt hätten.« (Goethe's Sprüche in Prosa, S. 114.)
10489 Zeichen · 357 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Kohle

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Die Kohle , plur. die -n, Diminut. das Köhlchen, eigentlich und überhaupt ein jeder brennbarer oder zur Feuerung bequeme…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Kohle

    Goethe-Wörterbuch

    Kohle 1 als Stoff, Materie a als Substanz in wiss Versuchen u Beobachtungen, einmal im alchimistischen Experiment 1) [ V…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Kohle

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Kohle , das Produkt der Erhitzung pflanzlicher und tierischer Stoffe bei Luftabschluß. Alle pflanzlichen und tierischen …

  4. modern
    Dialekt
    Kohl(e)

    Elsässisches Wb. · +5 Parallelbelege

    Ko h l(e) [‘ X ólə Fisl. ; Khólə Banzenh. ; Khól Mittl. ; Khûl Dü. ; Khôl U.; Khâl Illk. ] f. Kohle. Am S. Laurentiustag…

  5. Sprichwörter
    Kohle

    Wander (Sprichwörter)

    Kohle 1. Alte (verleschte) Kolen soll man nicht wieder auffblasen. – Petri, II, 12. 2. An einer Kohle kann man sich wol …

  6. Spezial
    Kohle

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Koh|le f. (-,-n) 1 (Brennstoff) ciarbun (-s) m. 2 ‹pop, umor› (Geld) scioldi pl. , grosc pl. ▬ mit Kohle heizen scialdé …

Verweisungsnetz

82 Knoten, 73 Kanten

Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen

1-Hop 2-Hop
Filter:
Anchor 4 Hub 1 Kompositum 68 Sackgasse 9

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit kohle

430 Bildungen · 394 Erstglied · 36 Zweitglied · 0 Ableitungen

kohle‑ als Erstglied (30 von 394)

Kohlebrenner

LothWB

kohle·brenner

Kohle-brenner m. allg. Spruch : Ich bi schwarz u du bisch schwarz; glich u glich gsellt sich ger, hat der Deiwel zum K. g'sat Ri. — Zs.

Kohlebrennerbub

LothWB

kohlebrenner·bub

Kohlebrenner-bub allg. Volkslied: Ben i net e schener Kohlebrennerbu(b)? dia ho ho! Hau un Stroh haw i genu, dia ho ho! Hemble (Hemdchen) an…

Kohlehydrat

Pfeifer_etym

kohle·hydrat

Hydrat n. Verbindung, in der Wasser chemisch gebunden enthalten ist, als Terminus der Chemie im 19. Jh. zu griech. hýdōr (ὕδωρ) ‘Wasser’ kün…

Kohlehydrate

Meyers

Kohlehydrate , Gruppe chemischer Verbindungen, die im Molekül 6 oder ein Multiplum von 6 Atomen Kohlenstoff enthalten und Wasserstoff und Sa…

kohleiche

DWB

kohl·eiche

kohleiche , f. , schwarzeiche, sommereiche, deren holz schwarz färbt. Höfer östr. wb. 2, 152 . kohleneiche, kohleiche mit der kleinsten fruc…

Kohlenasche

SHW

Kohlen-asche Band 3, Spalte 1591-1592

Kohlendunst

SHW

Kohlen-dunst Band 3, Spalte 1591-1592

Kohleneimer

SHW

Kohlen-eimer Band 3, Spalte 1591-1592

Kohlenfeuer

SHW

Kohlen-feuer Band 3, Spalte 1591-1592

kohlenfrei

SHW

kohlen-frei Band 3, Spalte 1591-1592

Kohlengabel

SHW

Kohlen-gabel Band 3, Spalte 1591-1592

Kohlenkorb

SHW

Kohlen-korb Band 3, Spalte 1591-1592

kohle als Zweitglied (30 von 36)

blindkohle

DWB

blind·kohle

blindkohle , f. carbo haud satis exustus, kohle die wegen zu starken windzuges nicht genug ausgebrannt ist.

dachkohle

DWB

dach·kohle

dachkohle , f. die schlechteste art steinkohlen, die über den bessern pechkohlen liegt. s. dach .

erdkohle

DWB

erd·kohle

erdkohle , f. geanthrax, brennbare von steinkohle verschiedne kohle.

glanzkohle

DWB

glanz·kohle

glanzkohle , f. : kohlenblende, glanzkohle, harzlose steinkohle Oken allg. naturgesch. (1833) 1, 306 ; mir scheinet diese formation der zeit…

grubenkohle

DWB

gruben·kohle

-kohle , ' kolen, die aus abgängen, spänen, reisern und zacken in gruben gebrennet werden ' Jacobsson 2, 160 a ; Döbel jägerpract. 3, 40 ;

harzkohle

DWB

harz·kohle

harzkohle , f. die beste, theerreiche art der steinkohlen, auch pechkohle, fettkohle, glanzkohle. Nemnich 3, 425 .

holzkohle

DWB

holz·kohle

holzkohle , f. 1 1) aus holz geschwelte kohle. 2 2) auch stein- und braunkohle werden so genannt. Nemnich.

kleinkohle

DWB

klein·kohle

kleinkohle , f. 1 1) holzkohle aus kleinem holz und reisig gebrannt ( s. grubenkohle ). Krünitz. 2 2) wie kohlenklein, der stückkohle gegenü…

Klosterkohle

Wander

kloster·kohle

Klosterkohle 1. Bei Klosterkohl' wärmt man sich wohl. – Eiselein, 383. »Geweihet Fleisch schmeckt manchem wol, vnd wermt sich gern bey Klost…

lindenkohle

DWB

linden·kohle

lindenkohle , f. aus lindenholz gebrannte kohle: 1 lib. lindenkole ( zu schieszpulver ). d. städtechron. 6, 246, 10.

Lschkohle

Adelung

Die L—schkohle , plur. die -n, Kohlen, welche mit Wasser abgelöschet worden, ehe noch das Feuer alle Holzfasern zerissen hat, dergleichen di…

meilerkohle

DWB

meiler·kohle

meilerkohle , f. in einem meiler gebrannte holzkohle: und halten fewer wie die meilerkolen. Mathes. Sar. 57 a .

pechkohle

DWB

pech·kohle

pechkohle , f. was fett-, harzkohle Jacobi waaren- u. handlungslex. 169 . Oken 1, 310 . Karmarsch-Heeren 2, 1 .

Pfaffenkohle

Wander

pfaffen·kohle

Pfaffenkohle 1. Pfaffenkolen riechen wol, aber nit lang. – Franck, I, 158 a ; Körte, 4714. 2. Sich bei Pfaffenkohlen wärmen. – Murner, Nb., …

Pflichtkohle

DRW

pflicht·kohle

Pflichtkohle, f. Kohle als Naturalabgabe vgl. Pflichtgans [einnahmen] für bau- und brennholz ... wie auch pflichtkohlen 1651 QFSchleswHG. XI…

Quandelkohle

Adelung

quandel·kohle

Die Quandelkohle , plur. die -n, bey den Kohlenbrennern, diejenigen kleinen Kohlen, welche mitten in dem Meiler an dem Quandel stehen, S. di…

rauchkohle

DWB

rauch·kohle

rauchkohle , f. bei den köhlern kohle die noch raucht. vergl. raucher 2.

reiserkohle

DWB

reiser·kohle

reiserkohle , reiskohle , f. aus reisern gebrannte kohle, grubenkohle: grub- äst- span- reiser- oder kleinkohlen sind diejenigen kohlen, wel…

Reißkohle

Adelung

reiss·kohle

Die Reißkohle , plur. die -n, Kohlen von Weiden, Haseln u. s. f. so fern sie zum Reißen oder Zeichnen dienen.

schieferkohle

DWB

schiefer·kohle

schieferkohle , f. eine art schieferiger, spröder steinkohlen. Adelung. Jacobsson 7, 205 b : schieferkohle, von mehr oder weniger schieferig…

schmiedekohle

DWB

schmiede·kohle

schmiedekohle , f. kohle, die beim schmieden gebraucht wird, verwendbar ist Adelung. Frisch 2, 208 b , schmidekole Jacobsson 4, 10 b , schmi…

setzkohle

DWB

setz·kohle

setzkohle , f. bei köhlern, kohlenführern bezeichnung der langen kohlen, die, wenn ein kohlenwagen voll ist, inwendig an der seite herumgese…

spankohle

DWB

span·kohle

spankohle , f. aus spänen gebrannte holzkohle. Jacobsson 2, 160 a .

steinkohle

DWB

stein·kohle

steinkohle , f. , carbo bitominosus, lithantrax. seit der ersten hälfte des 15. jh. in gegenden mit steinkohlenförderung: steynekolen (1429)…

stockkohle

DWB

stock·kohle

stockkohle , f. , aus dem wurzel stock ( s. 1 stock, m. 1, truncus, caudex ) gewonnene holzhohle: besonders rühmt man die stock- und wurzelk…

stückkohle

DWB

stueck·kohle

stückkohle , f. 1) in groszen, groben stücken gewonnene stein- oder braunkohle s. Jacobsson 7, 489 b ; Gerhard Siegerländer bergmannspr. 166…