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Bekennen

mhd. bis spez. · 22 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Campe
Anchors
26 in 22 Wb.
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Bekennen trs., rec.

Bd. 1, Sp. 443a
Bekennen, v. unregelm. (s. Kennen). I) trs. bekannt machen, im biblischen Sinne. Kristum bekennen. Gottes Namen bekennen. Einen bekennen, sich zu ihm halten, seine Lehre bekennen, annehmen. — — Mit unerschüttertem Muthe Sprach er für Jesus; ich aber, ach ich bekannt' ihn spät erst. Klopstock. I engerer Bedeutung, freiwillig bekannt machen, gestehen. Eine That bekennen. auch ihre Feinde bekennen ihre Unschuld. Bekenne, was du fühlst! Auch blöde Sittsamkeit Pflegt die Geständisse der Sehnsucht nicht zu hassen. Ungen. Besonders von Vergehungen und Verbrechen. Seine Fehler, seine Sünden bekennen. Den Diebstahl, den Mord bekennen. Der Verbrecher hat noch nicht bekannt. Auf jemand bekennen, ihn als den Urheber oder Mitschuldigen eines Verbrechens angeben. Denn es bekannte Bollyer gar offen und kecklich, er habe Lampens Tod gerathen. — — Göthe. I Kartenspiele, Farbe bekennen, Blätter von derselben Farbe spielen, nicht verleugnen. S. Eberhards Synonym. Th. I. S. 304. ff. II) rec. Sich bekennen. 1) Sich zu einer That bekennen, bekennen, daß man sie verübt habe. Er hat sich zu diesem Kinde bekannt, hat eingestanden, daß er der Vater desselben sei. 2) Sich zu einer Sache bekennen, seine Verbindung mit derselben nicht allein eingestehen, sondern erklären, daß man ihr zugethan sei, ihr anhänge. Sich zur kristlichen Lehre bekennen. Sich zu einer Kunst, Wissenschaft bekennen, dieselbe üben. Ehemahls gebrauchte man es auch für Kennen, in welcher Bedeutung noch das Mittelwort bekannt üblich ist; dann, für erkennen; wissen; bestätigen. — Das Bekennen. Die Bekennung. S. auch das Bekenntniß.
1600 Zeichen · 43 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    bekennenstn.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +8 Parallelbelege

    be-kennen stn. das erkennen Myst. 2. 416,7 ;

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    bekennensw. V.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    bekennen , sw. V. nhd. erkennen, wahrnehmen, erfahren (V.), beachten, kennen, wissen, bekennen, erklären, bezeugen, auss…

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Bekênnen

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Bekênnen , verb. irreg. act. S. Adelung Kennen . 1) Bekannt machen, in welcher Bedeutung dieses Wort nur im biblischen u…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    bekennen

    Goethe-Wörterbuch

    bekennen vereinzelt subst 1 etw (dem Partner nicht Bekanntes) offen aussprechen, gestehen a etw Vertrauliches, auch Heik…

  5. modern
    Dialekt
    bekennen

    Elsässisches Wb. · +4 Parallelbelege

    bekennen kennen Geiler P. S. 4. — mhd. Schweiz. 3, 314. Bayer. 1, 1255.

  6. Sprichwörter
    Bekennen

    Wander (Sprichwörter)

    Bekennen 1. Bekant ist halb gebuesset. – Agricola, I, 123; Guttenstein, I, 33; Egenolff, 79 a ; Eiselein, 65; Henisch, 2…

  7. Spezial
    bekennen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    be|ken|nen I vb.tr. 1 (gestehen) dé pro, confessé (-ssa) 2 (anerkennen, zugeben) reconësce (-ësc, reconesciü) 3 (eingest…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit bekennen

13 Bildungen · 1 Erstglied · 11 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von bekennen

be- + kennen

bekennen leitet sich vom Lemma kennen ab mit Präfix be-.

Zerlegung von bekennen 2 Komponenten

beken+nen

bekennen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

bekennen‑ als Erstglied (1 von 1)

bekennende

KöblerMhd

beken·n·ende

bekennende , (Part. Präs.=)Adj. nhd. bekennend ÜG.: lat. cognoscens STheol Vw.: s. un- Q.: EckhIII, EckhV, Seuse (FB bekennende), STheol I.:…

bekennen als Zweitglied (11 von 11)

unbekennen?

KöblerMhd

*unbekennen? , sw. V. nhd. „nicht erkennen“ E.: s. un, bekennen

abbekennen

DRW

abbe·kennen

abbekennen für nichtig erklären, verwerfen vgl. aberkennen nüt desto minder hat das gericht ... ime die appellatz abbekennt mit der urteil 1…

anbekennen

MNWB

anbekennen , swv. , anerkennen, sich zu etwas bekennen.

anebekennen

KöblerMnd

ane·bekennen

anebekennen , sw. V. nhd. anerkennen, sich zu etwas bekennen E.: s. ane (2), bekennen L.: MndHwb 1, 75 (anbekennen)

einbekennen

DWB

ein·bekennen

einbekennen , confiteri, bekennen: der missethäter hat alles einbekannt, wie eingestanden.

unbekennen

KöblerMhd

unbe·kennen

unbekennen , st. N. nhd. Nichterkennen Q.: Seuse (1330-1360) (FB unbekennen) E.: s. un, bekennen W.: nhd. DW- L.: Hennig (unbekennen)

vȫrbekennen

KöblerMnd

vȫrbekennen , sw. V. nhd. im Voraus wissen, vorhersehen Hw.: s. vȫrbekünnen E.: s. vȫr (4), bekennen L.: MndHwb 1, 777 (vȫrbekennen) Son.: l…

widerbekennen

KöblerMhd

wider·bekennen

widerbekennen , sw. V. nhd. wiederbekennen Q.: Lanc (1240-1250) E.: s. wider, bekennen W.: nhd. DW- L.: MWB (wider bekennen)

zebekennen

KöblerMhd

zebekennen , sw. V. Vw.: s. zuobekennen*

zuobekennen

KöblerMhd

zuo·bekennen

zuobekennen , sw. V. nhd. „zubekennen“ Q.: PrWack (14. Jh.) E.: s. zuo, bekennen (1) W.: nhd. zubekennen, sw. V., zubekennen, zuerkennen, DW…

Ableitungen von bekennen (1 von 1)

unbekennen

KöblerMhd

unbekennen , st. N. nhd. Nichterkennen Q.: Seuse (1330-1360) (FB unbekennen) E.: s. un, bekennen W.: nhd. DW- L.: Hennig (unbekennen)