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Nicken

ahd. bis spez. · 21 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Campe
Anchors
28 in 21 Wb.
Sprachstufen
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Nicken v., ntr, intrs, trs

Bd. 3, Sp. 491b
Nicken, v. I) ntr. mit haben u. intrs. das Veröfterungswort von neigen, sich oft neigen, niederwärts und wieder in die Höhe bewegen. Die nickenden Halme. Der nickende Helmbusch. Und oben nickt ein Busch von einem grauen Geier. Alxinger. I der Naturbeschreibung wird etwas nickend genannt (nutans), wenn es in einer aufrechten d. h. beinahe senkrechten Linie an der Spitze in einem rechten Winkel abwärts gekehrt ist. Iliger. Mit dem Kopfe nicken, den Kopf schnell niederwärts bewegen und wieder in die Höhe richten. Mit den Augen nicken, den Blick und die Augenlieder niederschlagen, besonders dadurch ein Zeichen zu geben; in beiden Fällen auch nur nicken. I engerer Bedeutung, durch eine kleine Neigung des Kopfes vor sich hin ein Zeichen geben, besonders das Zeichen der Bejahung, der Beistimmung. Einem nicken. Sie nickte mir freundlich. Einen nickend grüßen. Besonders nickt man auch mit dem Kopfe, wenn man sitzend schläft, wofür man im O. D. ≠ naffezen, nafzen, nätzen, netzen sagt. Daher gebraucht man nicken auch für schlafen selbst, doch nur von einem leichten Schlafe im Sitzen oder Stehen. Auch uneigentlich. — — das Gewissen Gähnt, nickt und sinket von neuen aufs Kissen. N. Froschmäusler. S. auch Einnicken, Zunicken. II) trs. 1) Neigen. »Nun nickt dort die Distel ihr einsames Haupt.« Rothe. (R.) 2) Nickend thun, nickend zu erkennen geben. Man wird für diesen Wohlgenuß Gar lieblich Dank mir nicken. Bürger. Uns es nickten Ja! die Drei — — Baggesen; d. h. gaben ihre Beistimmung durch Nicken zu erkennen, oder sagten nickend ja! Wie freundlich nickt der reizende Blütenbaum Mir seinen Morgengruß durch's Fenster. Kosegarten. (R.) Dann, nickend, d. h. schlummernd, im Schlafe, schlaftrunken machen. — Er (der König) nickte Religionsedikte. Trapp. D. Nicken. D. — ung.
1796 Zeichen · 51 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    nicken

    Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA) · +5 Parallelbelege

    nickenAWB sw.v. I, Gl. 2,166,24. 169,21 (Hs. Anfang des 9. Jh.s, Zeit der Gl.einträge unbekannt, bair.) und weitere Gl. …

  2. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    nickenswv.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +2 Parallelbelege

    nicken swv. BMZ nichen Gen. D. 68,5. Germ. 4. 442,93. prät. nicte, nihte, part. genicket: tr. beugen, niederdrücken Mar.…

  3. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    nickensw. V.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    nicken , sw. V. nhd. nicken, vornüberbeugen, niedersinken, niederbewegen, blinzeln, winken ÜG.: lat. conivere Hw.: s. nī…

  4. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Nicken

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Nicken , verb. reg. neutr. welches das Hülfswort haben erfordert, und das Frequentativum oder Intensivum von neigen ist.…

  5. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    nicken

    Goethe-Wörterbuch

    nicken 1 drücken, drängen [ Clärchen: ] an diesen Thüren haben sie [ die Brüsseler Bürger ] gescharrt und genickt, wenn …

  6. modern
    Dialekt
    nicken

    Elsässisches Wb. · +6 Parallelbelege

    nicke n II bei einem Handel zähe sein, feilschen, markten: Cha nn men aber o uch n-eso n.! Liebsd.

  7. Sprichwörter
    Nicken

    Wander (Sprichwörter)

    Nicken Nicken haben wie ein altes Postpferd. – Frischbier 2 , 2780.

  8. Spezial
    nicken

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    ni|cken vb.intr. 1 ciügné (-gna) 2 ciugné de sce (de no) 3 (den Kopf senken) dé sëgn (cun le ce) 4 (zum Gruß) saludé cun…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit nicken

41 Bildungen · 7 Erstglied · 30 Zweitglied · 4 Ableitungen

Zerlegung von nicken 2 Komponenten

nic+ken

nicken setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

nicken‑ als Erstglied (7 von 7)

Nickenbümmel

RhWB

Nicken-bümmel nikəbø·m.ələ Dür-Nideggen : in der Antw. auf die Frage ‘wohin?’, No N.! — S. Lückenbümmel.

nicken II

RhWB

nicken II aus dem Nhd. hier u. da -ig- Rhfrk [ Simm-Stdt auch nigələ Bed. 2]; -ig-, –eg-, –ø- Mosfrk [ Trier-Casel nigərn Bed. 2]; -ek- u. -…

nicken III

RhWB

nicken III verstreut verbr. -ak- Trier-Schleidw , Bitb-Dahlem Herforst NWeis ; -ę- Wittl-Meerf ; -e- Saarbg-Onsd , Wittl-Stdt , Zell-Petersw…

nicken IV

RhWB

nicken IV -eg- Trier [ Stdt -ø- ] bis Koch , Wittl , Bitb ( Speicher -e- u. -i- ), dann noch Gummb-Berghsn , Klev ; das Wort stammt aus der …

nickennacken

RhWB

nicken·nacken

nicken-nacken nikənakən  Nach Wk. III 2 in Mettm-Kohlfurtherbrück Sudbg schw.: ein Kind n., huckepack tragen.

nicken als Zweitglied (30 von 30)

abknicken

DWB

abknicken , defringere, vom halm, stengel, zweig herunter knicken. die blume, den ast abknicken; der geiz gnicket und drücket seinem nächste…

Abnicken

Campe

≠ Abnicken , v. trs. N. D. eigentlich abgenicken, in der Jagdsprache den Nickfang (Genickfang) geben. Das Abnicken. Die Abnickung.

beknicken

MNWB

bek·nicken

beknicken , swv. , 1. (Feldstücke) mit einem Knick (Heckenwerk) besetzen, umziehen. 2. die Wege verknicken, mit Baumstämmen versperren.

benicken

DWB

benicken , annuere: Venus benickte den listigen plan mit lächelndem beifall. Bürger 246 a .

e(n)tnicken

Idiotikon

e(n)tnicken Band 4, Spalte 713 e(n)tnicken 4,713

einknicken

DWB

ein·knicken

einknicken , inflectere, infringere: eine blume, einen halm einknicken; eingeknickte eierschalen.

einnicken

DWB

ein·nicken

einnicken , dormitare: was auf unserer hereinfahrt vom balle geschehen ist, habe ich noch nicht erzählt. es war der herlichste sonnenaufgang…

entnicken

Lexer

ent·nicken

ent-nicken swv. BMZ einnicken, entschlummern Trev. ps. Birl. 144 b . s. entnücken.

fir-[h]nicken

AWB

fir·hnicken

fir-[ h ] nicken sw. v. , mhd. nhd. vernicken; mnd. vornicken . — Graff IV,1130. fer-nichimes: 1. pl. Gl 1,756,36 ( Carlsr. Aug. LXXXIII, 9.…

genicken

DWB

genic·ken

genicken , 1 1) ein mhd. genicken erscheint als verstärktes nicken, intr. sich beugen und trans. beugen, bildlich demütigen, z. b.: du giwin…

gi-[h]nicken

AWB

gi-[ h ] nicken sw. v. , mhd. nhd. genicken. — Graff IV,1129. gi-nicch-: 3. sg. conj. -e Gl 1,371,1 ( M ); ge-: 2. sg. conj. -est 517,25 ( M…

ginicken

KöblerAhd

ginicken , sw. V. (1a) Vw.: s. ginikken*

int-[h]nicken

AWB

int·hnicken

int-[ h ] nicken sw. v. ; vgl. mhd. entnicken, -nücken ( vgl. Pfeifer, Et. Wb. S. 923 ). — Graff IV,1129. int-nichenter: part. prs. nom. sg.…

kopfnicken

DWB

kopf·nicken

kopfnicken , nicken mit dem kopfe. Adelung : mit einem bejahenden kopfnikken. Floridan und Klajus fortsetzung der Pegnitzsch. 21 ; unter kni…

nidergenicken

KöblerMhd

nider·genicken

nidergenicken , sw. V. nhd. niederbeugen Q.: Ot (1301-1319) (FB nider genicken) E.: s. nider, genicken W.: nhd. DW-

nider nicken

Lexer

nider·nicken

nider nicken BMZ intr. Diem. Gen. ( D. 14,6). vil lang er n. nihte Antichr. 167,9. der bote n. nicket Beliand 3058. der keiser n. nikte Hpt.…

schnicken

DWB

sch·nicken

schnicken , verb. eine schnelle bewegung ausführen, schluchzen, ersticken. das wort wird nhd. erst von Adelung verzeichnet ( ein bei Wachter…

taunicken

MeckWBN

tau·nicken

Wossidia taunicken wie taunickköppen Müll. Reut. 136 b .

vernicken

DWB

ver·nicken

vernicken , verb. 1 1) mit nicken, das ist schlagen, zur erde bringen, versäumen: die zeit vernicken Heinsius 4, 2, 1329 a . 2 2) zu tief ne…

vornicken

DWB

vor·nicken

vornicken , verb. , bei Campe mit wunderlicher deutung: ' vor einem nicken, damit er es nachthue ' ; in gewähltem ausdruck: der kopf ist fas…

vörknicken

KöblerMnd

vörknicken , sw. V. nhd. „verknicken“, durch Verknickung von Bäumen sperren, mit einem Knick versehen (V.) oder dazu machen E.: s. vör, knic…

vörnicken

KöblerMnd

vörnicken , sw. V. nhd. einer Versäumnis schuldig machen Hw.: vgl. mhd. vernicken E.: s. vör, nicken W.: vgl. nhd. vernicken, sw. V., mit Ni…

zerknicken

DWB

zer·knicken

zerknicken , verb. , ein verstärktes knicken ( th. 5, 1417), 1) trans., a) knickend zerbrechen, zerdrücken, zertreten; z. b. läuse: Eyering …

zunicken

DWB

zunicken , v. , neueres wort Stieler 1346 , zuerst Venusgärtlein 36 ndr. 1 1) zum grusz: wenn ... vater Stilling seine freunde zur halboffen…

Ableitungen von nicken (4 von 4)

benicken

DWB

benicken , annuere: Venus benickte den listigen plan mit lächelndem beifall. Bürger 246 a .

entnicken

Lexer

ent-nicken swv. BMZ einnicken, entschlummern Trev. ps. Birl. 144 b . s. entnücken.

genicken

DWB

genicken , 1 1) ein mhd. genicken erscheint als verstärktes nicken, intr. sich beugen und trans. beugen, bildlich demütigen, z. b.: du giwin…

vernicken

DWB

vernicken , verb. 1 1) mit nicken, das ist schlagen, zur erde bringen, versäumen: die zeit vernicken Heinsius 4, 2, 1329 a . 2 2) zu tief ne…