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nicken

ahd. bis spez. · 21 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

EWA
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28 in 21 Wb.
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Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)

nicken

nickenAWB sw.v. I, Gl. 2,166,24. 169,21
(Hs. Anfang des 9. Jh.s, Zeit der Gl.einträge
unbekannt, bair.) und weitere Gl. ab dem 10.
Jh., Nps und Npw: ‚niederbeugen, unterwerfen,
besiegen, vernichten, seelisch bedrücken, zer-
mürben, quälen; addicere, adnullare [= annul-
lare], aedificare, afficere, calcare, incurvare‘,
der tôd gâhes nickit ioman ‚der Tod besiegt
jmdn. plötzlich; declinatio mortis‘ (mhd. nicken
sw.v. ‚beugen, niederdrücken, sich beugen,
neigen‘, nhd. nicken sw.v. ‚den Kopf leicht auf
und ab bewegen, niederbeugen [als Zeichen des
Grußes oder der Bestätigung]‘; mndd. nicken
sw.v. ‚vornüberbeugen, niedersinken‘; früh-
mndl. nicken sw.v. ‚bücken, knien‘ [a. 1265–
1270], mndl. nicken ‚[sich] beugen, [sich]
bücken, nicken, winken‘: < westgerm. *χnikk-
ii̯e/a-). Das Kaus. mit urspr. Intensivgemination
ist vom st.v. I nîgan (s.d.) abgeleitet. Die
intransitive Bed. ‚nicken‘ ist durch Ellipse des
Wortes ‚Kopf‘ entstanden. – firnickenAWB Gl. 1,
756,28. 36 (beide 11. Jh., wohl alem.): ‚zerstö-
ren, vernichten; adnullare [= annulare], destru-
ere, evacuare, exinanire‘ (mhd. vernicken ‚zu
Boden beugen, demütigen‘, frühnhd. vernicken
‚zu tief neigen, verrenken‘ [Dt. Wb. 25, 925],
nhd. mdartl. rhein. vernicken ‚steif in den
Füßen sein [vom Pferd]‘ [aus ,sich verrenken‘]
[Müller, Rhein. Wb. 6, 196]; mndd. sik vor-
nicken an ‚sich eines Versäumnisses schuldig
machen‘). – ginickenAWB seit dem 10. Jh. in Gl.:
‚niederdrücken, erniedrigen, jmdn. seelisch be-
drücken, unterwerfen, besiegen, wegstoßen;
adnullare [= annulare], afficere, atterere, cal-
care, conterere, inlaqueare, proicere‘ (mhd.
genicken ‚beugen, sich beugen, neigen‘, nhd.
mdartl. schweiz. genicken ‚nicken‘ [Schweiz.
Id. 4, 714
]; nicht hierher gehört südhess. ge-
nicken ‚ein Tier durch einen Stich ins Ge-
nick töten‘ [Maurer-Mulch, Südhess. Wb. 2,
1249], das denominal zu Genick gebildet ist). –
intnickenAWB Gl. 2,670,43 (wohl 11. Jh., bair.):
‚sich niederhocken; subsidere‘ (nicht hierher
gehört mhd. entnicken sw.v. ‚einnicken, ent-
schlummern‘, das eine entrundete Form von
mhd. entnücken ‚dss.‘ ist; vgl. Pfeifer, Et. Wb.²
923). – nidarnickenAWB Gl. 1,504,26 (1. Hälfte des
13. Jh.s, bair.); 2,329,27 (9. Jh., bair.): ‚nieder-
drücken, erdrücken; contrahere, opprimere
(mhd. nider nicken ‚niederbeugen‘; mndl. ne-
dernicken ‚sich bücken, sich niederbeugen‘). –
Ahd. Wb. 6, 1262 ff.; Splett, Ahd. Wb. 1, 669;
Köbler, Wb. d. ahd. Spr. 282. 425. 594. 823.
826; Schützeichel⁷ 237 f.; Starck-Wells 440.
XLV; Schützeichel, Glossenwortschatz 7, 98 f.
2633 Zeichen · 108 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    nicken

    Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA) · +5 Parallelbelege

    nickenAWB sw.v. I, Gl. 2,166,24. 169,21 (Hs. Anfang des 9. Jh.s, Zeit der Gl.einträge unbekannt, bair.) und weitere Gl. …

  2. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    nickenswv.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +2 Parallelbelege

    nicken swv. BMZ nichen Gen. D. 68,5. Germ. 4. 442,93. prät. nicte, nihte, part. genicket: tr. beugen, niederdrücken Mar.…

  3. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    nickensw. V.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    nicken , sw. V. nhd. nicken, vornüberbeugen, niedersinken, niederbewegen, blinzeln, winken ÜG.: lat. conivere Hw.: s. nī…

  4. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Nicken

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Nicken , verb. reg. neutr. welches das Hülfswort haben erfordert, und das Frequentativum oder Intensivum von neigen ist.…

  5. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    nicken

    Goethe-Wörterbuch

    nicken 1 drücken, drängen [ Clärchen: ] an diesen Thüren haben sie [ die Brüsseler Bürger ] gescharrt und genickt, wenn …

  6. modern
    Dialekt
    nicken

    Elsässisches Wb. · +6 Parallelbelege

    nicke n II bei einem Handel zähe sein, feilschen, markten: Cha nn men aber o uch n-eso n.! Liebsd.

  7. Sprichwörter
    Nicken

    Wander (Sprichwörter)

    Nicken Nicken haben wie ein altes Postpferd. – Frischbier 2 , 2780.

  8. Spezial
    nicken

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    ni|cken vb.intr. 1 ciügné (-gna) 2 ciugné de sce (de no) 3 (den Kopf senken) dé sëgn (cun le ce) 4 (zum Gruß) saludé cun…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit nicken

41 Bildungen · 7 Erstglied · 30 Zweitglied · 4 Ableitungen

Zerlegung von nicken 2 Komponenten

nic+ken

nicken setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

nicken‑ als Erstglied (7 von 7)

Nickenbümmel

RhWB

Nicken-bümmel nikəbø·m.ələ Dür-Nideggen : in der Antw. auf die Frage ‘wohin?’, No N.! — S. Lückenbümmel.

nicken II

RhWB

nicken II aus dem Nhd. hier u. da -ig- Rhfrk [ Simm-Stdt auch nigələ Bed. 2]; -ig-, –eg-, –ø- Mosfrk [ Trier-Casel nigərn Bed. 2]; -ek- u. -…

nicken III

RhWB

nicken III verstreut verbr. -ak- Trier-Schleidw , Bitb-Dahlem Herforst NWeis ; -ę- Wittl-Meerf ; -e- Saarbg-Onsd , Wittl-Stdt , Zell-Petersw…

nicken IV

RhWB

nicken IV -eg- Trier [ Stdt -ø- ] bis Koch , Wittl , Bitb ( Speicher -e- u. -i- ), dann noch Gummb-Berghsn , Klev ; das Wort stammt aus der …

nickennacken

RhWB

nicken·nacken

nicken-nacken nikənakən  Nach Wk. III 2 in Mettm-Kohlfurtherbrück Sudbg schw.: ein Kind n., huckepack tragen.

nicken als Zweitglied (30 von 30)

abknicken

DWB

abknicken , defringere, vom halm, stengel, zweig herunter knicken. die blume, den ast abknicken; der geiz gnicket und drücket seinem nächste…

Abnicken

Campe

≠ Abnicken , v. trs. N. D. eigentlich abgenicken, in der Jagdsprache den Nickfang (Genickfang) geben. Das Abnicken. Die Abnickung.

beknicken

MNWB

bek·nicken

beknicken , swv. , 1. (Feldstücke) mit einem Knick (Heckenwerk) besetzen, umziehen. 2. die Wege verknicken, mit Baumstämmen versperren.

benicken

DWB

benicken , annuere: Venus benickte den listigen plan mit lächelndem beifall. Bürger 246 a .

e(n)tnicken

Idiotikon

e(n)tnicken Band 4, Spalte 713 e(n)tnicken 4,713

einknicken

DWB

ein·knicken

einknicken , inflectere, infringere: eine blume, einen halm einknicken; eingeknickte eierschalen.

einnicken

DWB

ein·nicken

einnicken , dormitare: was auf unserer hereinfahrt vom balle geschehen ist, habe ich noch nicht erzählt. es war der herlichste sonnenaufgang…

entnicken

Lexer

ent·nicken

ent-nicken swv. BMZ einnicken, entschlummern Trev. ps. Birl. 144 b . s. entnücken.

fir-[h]nicken

AWB

fir·hnicken

fir-[ h ] nicken sw. v. , mhd. nhd. vernicken; mnd. vornicken . — Graff IV,1130. fer-nichimes: 1. pl. Gl 1,756,36 ( Carlsr. Aug. LXXXIII, 9.…

genicken

DWB

genic·ken

genicken , 1 1) ein mhd. genicken erscheint als verstärktes nicken, intr. sich beugen und trans. beugen, bildlich demütigen, z. b.: du giwin…

gi-[h]nicken

AWB

gi-[ h ] nicken sw. v. , mhd. nhd. genicken. — Graff IV,1129. gi-nicch-: 3. sg. conj. -e Gl 1,371,1 ( M ); ge-: 2. sg. conj. -est 517,25 ( M…

ginicken

KöblerAhd

ginicken , sw. V. (1a) Vw.: s. ginikken*

int-[h]nicken

AWB

int·hnicken

int-[ h ] nicken sw. v. ; vgl. mhd. entnicken, -nücken ( vgl. Pfeifer, Et. Wb. S. 923 ). — Graff IV,1129. int-nichenter: part. prs. nom. sg.…

kopfnicken

DWB

kopf·nicken

kopfnicken , nicken mit dem kopfe. Adelung : mit einem bejahenden kopfnikken. Floridan und Klajus fortsetzung der Pegnitzsch. 21 ; unter kni…

nidergenicken

KöblerMhd

nider·genicken

nidergenicken , sw. V. nhd. niederbeugen Q.: Ot (1301-1319) (FB nider genicken) E.: s. nider, genicken W.: nhd. DW-

nider nicken

Lexer

nider·nicken

nider nicken BMZ intr. Diem. Gen. ( D. 14,6). vil lang er n. nihte Antichr. 167,9. der bote n. nicket Beliand 3058. der keiser n. nikte Hpt.…

schnicken

DWB

sch·nicken

schnicken , verb. eine schnelle bewegung ausführen, schluchzen, ersticken. das wort wird nhd. erst von Adelung verzeichnet ( ein bei Wachter…

taunicken

MeckWBN

tau·nicken

Wossidia taunicken wie taunickköppen Müll. Reut. 136 b .

vernicken

DWB

ver·nicken

vernicken , verb. 1 1) mit nicken, das ist schlagen, zur erde bringen, versäumen: die zeit vernicken Heinsius 4, 2, 1329 a . 2 2) zu tief ne…

vornicken

DWB

vor·nicken

vornicken , verb. , bei Campe mit wunderlicher deutung: ' vor einem nicken, damit er es nachthue ' ; in gewähltem ausdruck: der kopf ist fas…

vörknicken

KöblerMnd

vörknicken , sw. V. nhd. „verknicken“, durch Verknickung von Bäumen sperren, mit einem Knick versehen (V.) oder dazu machen E.: s. vör, knic…

vörnicken

KöblerMnd

vörnicken , sw. V. nhd. einer Versäumnis schuldig machen Hw.: vgl. mhd. vernicken E.: s. vör, nicken W.: vgl. nhd. vernicken, sw. V., mit Ni…

zerknicken

DWB

zer·knicken

zerknicken , verb. , ein verstärktes knicken ( th. 5, 1417), 1) trans., a) knickend zerbrechen, zerdrücken, zertreten; z. b. läuse: Eyering …

zunicken

DWB

zunicken , v. , neueres wort Stieler 1346 , zuerst Venusgärtlein 36 ndr. 1 1) zum grusz: wenn ... vater Stilling seine freunde zur halboffen…

Ableitungen von nicken (4 von 4)

benicken

DWB

benicken , annuere: Venus benickte den listigen plan mit lächelndem beifall. Bürger 246 a .

entnicken

Lexer

ent-nicken swv. BMZ einnicken, entschlummern Trev. ps. Birl. 144 b . s. entnücken.

genicken

DWB

genicken , 1 1) ein mhd. genicken erscheint als verstärktes nicken, intr. sich beugen und trans. beugen, bildlich demütigen, z. b.: du giwin…

vernicken

DWB

vernicken , verb. 1 1) mit nicken, das ist schlagen, zur erde bringen, versäumen: die zeit vernicken Heinsius 4, 2, 1329 a . 2 2) zu tief ne…