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veil

mhd. bis GWB · 7 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Campe
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Veil Der

Bd. 5, Sp. 257b
Der Veil, — es, Mz. — e, gewöhnlicher das Veilchen, — s, Mz. gl. 1) Der Name eines bekannten Pflanzengeschlechts, dessen Blumen fünf an Gestalt und Größe verschiedene Blätter, einen fünfblattigen Kelch, fünf kurze Staubfäden und einen über die Staubbeutel hervorragenden Griffel mit einem schiefen Staubwege haben (Viola L.); auch Viole. Das wilde rauhe Veilchen wächst wild, hat borstige Stiele und Blätter und ist ohne Geruch (Viola hirta L.). Das Hundsveilchen, das gewöhnliche wilde Veilchen von blaßblauer Farbe und ohne Geruch (Viola canina L.). Das wohlriechende Veilchen, das blaue Veilchen, die bekannte Art in Gärten, an Hecken  [] blühender Veilchen von dunkelblauer Farbe und sehr angenehmem Geruche (Viola odorata L.) Da sie schon im März blühen nennt man sie auch Märzveilchen. Zuweilen findet man sie auch von weißer Farbe. Das dreifarbige Veilchen (Viola tricolor L.), bekannt unter dem Namen Stiefmütterchen. S. Stiefmutter 2). Außer diesen giebt es noch mehrere Arten, z. B. das gefiederte Veilchen (Viola pinnata L.), wächst auf den Alpen, in Sibirien und blühet zeitig; das vielstengelige Veilchen mit völlig ganzen Blättern, auf den höhern Alpen (Viola cenisia L.); das hochstengelige Veilchen mit federartigen Blattansätzen, die Bergviole (Viola montana L.), ebenfalls auf hohen Gebirgen; das wunderbare Veilchen (Viola mirabilis L.), in Schweden, auch in Deutschland in den Wäldern; das zweiblümige Veilchen mit nierenförmigen Blättern (V. biflora L.), auf den Alpen der Schweiz und Österreichs; das großblümige gelbe Veilchen (V. grandiflora L.), auf den Pyrenäen und Schweizeralpen, wo auch das großblumige scheckige Veilchen wächst (V. calcarata L.). S. auch Bergveilchen, Sumpfveilchen. Wenn man von Veilchen schlechthin spricht, meint man unser wohlriechendes unter dem Laube oft verborgen blühendes Veilchen, daher die Vergleiche mit dem Veilchen in Ansehung der Bescheidenheit und Demuth. 2) Das weiße Veilchen, eine Gattung Pflanzen aus der Familie der Narzissen (Leucojum L.). 3) † Das gelbe Veilchen, die gelbe Viole, der gelbe Lack (Cheiranthus Cheiri L.). 4) Fünfeckige Veil, eine Art Glockenblumen, purpurveilchenfarb, welche in wärmern Gegenden unter dem Getreide wächst (Campanula speculum L.): auch Frauenspiegel, Venusspiegel. 5) I einigen andern Pflanzennamen, Frauenveilchen, Nachtveilchen oder Nachtviole  S. d. und auch Viole.
2417 Zeichen · 41 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    veil

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +1 Parallelbeleg

    veil s. vegel.

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    veilAdj.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    veil , Adj. Vw.: s. vēle (3) L.: Lü 472b (veil[e])

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    VeilDer

    Campe (1807–1813) · +1 Parallelbeleg

    Der Veil , — es, Mz. — e , gewöhnlicher das Veilchen, — s, Mz . gl. 1) Der Name eines bekannten Pflanzengeschlechts, des…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Veil

    Goethe-Wörterbuch

    Veil [bisher nicht publizierter Wortartikel]

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit veil

142 Bildungen · 127 Erstglied · 8 Zweitglied · 7 Ableitungen

veil‑ als Erstglied (30 von 127)

veilbat

Lexer

veil·bat

veil-bat stn. bad, welches man gegen bezalung brauchen kann Mb. 5,66 ( 1381 ).

veilbecke

KöblerMhd

veil·becke

veilbecke , sw. M. nhd. „Feilbeck“, Bäcker Q.: WeistGr (1378) E.: s. veile, becke W.: nhd. (ält.) Feilbeck, M., „Feilbeck“, Brot feilbietend…

veilbecker

Lexer

veil·becker

veil-becker stm. becker, der veilen kouf hât, brot zum feilhaben bäckt Mone z. 7,294, -becke swm. Gr.w. 3,645.

veilbeckære

KöblerMhd

veil·beckære

veilbeckære , st. M. nhd. Bäcker Hw.: vgl. mnd. vēlebeckære Q.: DRW (1466) E.: s. veile, beckære W.: nhd. DW- L.: Lexer 265b (veilbecker), L…

veilbieten

KöblerMhd

veil·bieten

veilbieten , st. V. nhd. feilbieten, zum Kauf anbieten Q.: MGH (1147), Urk E.: s. veile, bieten W.: nhd. feilbieten, V., feilbieten, DW-, DW…

veilblau

DWB

veil·blau

veilblau , adj. : veielblau, violaceus, amethystinus, janthinus Stieler 191 ; heute verdrängt durch veilchenblau oder das romanische violett…

veilblume

DWB

veil·blume

veilblume , f. : ein siropel gemacht von veyelpluomen also: nim veyelpluomen drey hant vol und gesoten in wasser und durchgeschlagen und auc…

veilbraun

DWB

veil·braun

veilbraun , adj. und n.: veilbraun sive violenbraun, color violaceus Stieler 2368 ; zuletzt ich noch begehre, dasz du mir trauren sollt in v…

veilchen

DWB

veil·chen

veilchen , n. viola, deminutiv zu veil. die form findet sich erst im 17. jahrh., so bei Stieler, dem die deminutivform die geläufige ist; ve…

veilchenaue

DWB

veilchen·aue

veilchenaue , f. wiese, auf welcher veilchen blühen: aber sieh! dort fliegt er ( der schmetterling ) schon auf die blaue veilchenaue, sauget…

veilchenauge

DWB

veilchen·auge

veilchenauge , n. dunkelblaues auge: o süsze lichter, holde veilchenaugen, so seid ihr mir noch immer treu geblieben. H. Heine 16, 47 .

veilchenbank

DWB

veilchen·bank

veilchenbank , f. : soll mich gewisz nichts verhindern, auf der veilchenbank deines stillen myrthenwäldchens den nachtigallen .. zuzuhören. …

veilchenbeet

DWB

veilchen·beet

veilchenbeet , n. gartenland mit veilchen besetzt: wo nur der wandrer, vom duft gelockt, den boden näher untersucht, dunkeln ihm unabsehlich…

veilchenbekränzt

DWB

veilchenbekränzt , adj. : ( er müsse ) es sich zur höchsten ehre rechnen, der weltberühmten, schönen, fetten, veilchenbekränzten Athenä ihre…

Veilchenbett

Campe

veilchen·bett

Das Veilchenbett , — es, Mz. — en , ein Bett von Veilchen gleichsam, ein Lager auf Veilchen, auf Veilchenrasen. Und in dem Wald, wo oftmahls…

veilchenblau

DWB

veilchen·blau

veilchenblau , adj. blau wie ein veilchen. wie veil als ältere form neben veilchen, so veilblau neben dem jüngeren veilchenblau; eigentlich …

veil als Zweitglied (8 von 8)

reinveil

KöblerMhd

rein·veil

reinveil , st. M. nhd. „Reinfal“ (ein Wein) Hw.: s. reinval E.: s. rein W.: nhd. DW-, vgl. nhd. (ält.) Reinfal, M., Reinfal (im Mittelalter …

Schneeveil

Adelung

schnee·veil

Der Schneeveil , des -s, oder die Schnee-Viole, plur. die -n, S. Adelung Schneeglöckchen .

steinveil

DWB

stein·veil

-veil , -viole leucojum album odoratissimum, weisze levcoje Krünitz 173, 61 ;

stockveil

DWB

stock·veil

stockveil , m. , cheirantus annuus L., sonst levkoje ( th. 6 sp. 852) Pritzel-Jessen 231 b ; als stockviole, f. bezeichnung von cheirantus c…

wasserveil

DWB

wasser·veil

wasserveil , m. die wasserfeder, hottonia palustris L. Tabernaemontanus (1664) 188 (-veyel). Nemnich 5, 634 , -veilchen 3, 179. der meerfenc…

weiszveil

DWB

weiszveil , m., f. , weiszveilchen, n., vgl. veil ( teil 12, 1, 41); für die levkoje ( matthiola incana ): viola lactea weyszveyel (1530) be…

wolveil

KöblerMhd

wol·veil

wolveil , Adj. nhd. wohlfeil, billig, käuflich, leicht zu habend Hw.: vgl. mnd. wolvēle* Q.: Flore (1220), Krone, RhMl, StrDan E.: s. wol, v…

Ableitungen von veil (7 von 7)

erveilen

FindeB

* erveilen swv. erkaufen, erwerben, geben Vät.

geveile

BMZ

geveile swv. mache feil, gebe preis. er ist ein sinnelôser man, der âne burgen durch daʒ wîp iemer geveilet den lîp Trist. 9896.

geveilen

Lexer

ge-veilen swv. BMZ feil machen, preis geben Trist. vgl. Bechstein zu 16949.

unveile

Lexer

un-veile adj. BMZ nicht verkäuflich Myst. Ms. ( H. 2,190 b ) ;

veile

Lexer

veile , veil adj. BMZ feil, käuflich, venalis Dfg. 610 a . allgem. ( daʒ chorn in Egipte veile wære Gen. D. 89,9. zehen sun er sant nâch der…

verveile

BMZ

verveile swv. verkaufe, gebe preis. daʒ er sîn gût verveilte Pass. K. 259, 89. 355,43. dô got sich vur uns verveilte in harte grôʒ ungemach …